eGPU-Vergleich: Thunderbolt 5 bleibt hinter Oculink zurück - trotz identischer Datenrate
Wer eine eGPU anschließen will, der muss bei der Wahl des Interfaces gut aufpassen - denn trotz identischer Datenrate kann die Performance deutlich abweichen. Das zeigt ein frisch veröffentlichter Vergleich von Oculink und Thunderbolt 5.
Wer beispielsweise ein Notebook mit einer externen Grafikkarte verbinden möchte, kann dafür USB, Thunderbolt oder Oculink verwenden. Je nach Standard und Ausbaustufe variiert die verfügbare Datenrate aber stark - und das hat wiederum deutlichen Einfluss auf die tatsächlich abrufbare Rechenleistung. Gegenüber Thunderbolt 4 legt der neue Standard Thunderbolt 5 diesbezüglich beispielsweise deutlich zu: Über vier PCIe-4.0-Lanes kann dieser 64 Gbps übertragen und damit zur aktuellen Version von Oculink gleichziehen.
Oculink trumpft auf
Gegenüber Oculink ist Thunderbolt 5 außerdem wesentlich flexibler: Durch den genutzten USB-C-Anschluss können beispielsweise auch Bildschirme oder Ladegeräte angebunden werden. Trotz theoretischem Gleichstand bei der Datenrate wird das aber offenbar durch einen Nachteil bei der Gaming-Performance erkauft. Dafür spricht zumindest ein Vergleichstest des Youtube-Kanals Try Some Tech. Dieser hat eine Geforce RTX 5070 Ti einmal über Oculink und einmal - mithilfe des eGPU-Docks Paladn Link S-3 - über Thunderbolt 5 mit Daten versorgt.
Quelle: Try Some Tech (Youtube)
Die Benchmark-Ergebnisse von Try Some Tech. Oculink liegt nahezu durchgehend vor Thunderbolt 5.
Auf einem Testsystem mit Intel Core Ultra 7 265K, 64 GiB DDR5-6000, in UHD, mit Ultra-Details und DLSS-Quality blieb die Leistung über Thunderbolt 5 dabei im Vergleich ein gutes Stück zurück. Bei Ghost of Tsushima erreicht die Grafikkarte immer die höchste Durchschnittsbildrate von 120 Fps, deswegen wird dieses Spiel außen vor gelassen. Im Vergleich zu einer regulären PCI-E-Anbindung kann Oculink in den übrigen elf Spielen immerhin 76 Prozent der Durchschnittsbildrate erreichen. Thunderbolt 5 kommt hingegen nur auf 67 Prozent. Und auch das 1-Prozent-Perzentil legt zu: Bei Oculink liegt dieses bei 75 Prozent der originalen Bildrate, Thunderbolt 5 erreicht hingegen nur 60 Prozent.
Passend dazu: eGPU-Dock versorgt externe Grafikkarten mit bis zu 400 Watt
Vergleicht man die beiden Schnittstellen direkt miteinander, liefert die Anbindung über Oculink also rund 14 Prozent höhere Durchschnitts- und knapp 25 Prozent höhere Perzentil-Bildraten - und das trotz identischer Datenrate. Videocardz vermutet als Ursache den bei Thunderbolt 5 eingesetzten Controller, der in die PCI-E-Kommunikation eingreift. Bei Oculink läuft die Verbindung hingegen direkt und damit mit niedrigeren Latenzen. Zumindest momentan - anhand dieser recht kleinen Datenmenge - ist Oculink für eGPUs also wohl weiterhin die beste Lösung.
Käme die Nutzung einer externen Grafikkarte für Sie infrage? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Zum Kommentieren müssten Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die gültigen Forenregeln.
Quelle: Try Some Tech (Youtube) via Videocardz / Notebookcheck


[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Leider gibt es kaum Notebooks mit TB5 oder nativem Oculink. In China bietet Lenovo ihre eigenen tgx-Port (glaube so hieß der) an, was ein Oculink ist, aber ich hab wenig Lust ne Menge Geld dahin auszugeben nur um dann möglicherweise wegen Garantieproblemen auf dem Trockenen zu sitzen.
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Leider gibt es kaum Notebooks mit TB5 oder nativem Oculink. In China bietet Lenovo ihre eigenen tgx-Port (glaube so hieß der) an, was ein Oculink ist, aber ich hab wenig Lust ne Menge Geld dahin auszugeben nur um dann möglicherweise wegen Garantieproblemen auf dem Trockenen zu sitzen.