[Video-Update] Exklusiv-Interview: The Bureau: XCOM Declassified und die GPU-Physx-Effekte auf dem PC
Am 23. August erscheint The Bureau: XCOM Declassified für den PC. Für unsere liebste Plattform haben sich die Entwickler ein paar Schmankerl einfallen lassen, unter anderem physikalische Berechnungen und neue Effekte per GPU-Physx. Wir stellen den Entwicklern einige Fragen zu dem Thema in diesem exklusiven Interview.
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Update vom 23.08.2013:
The Bureau: XCOM Declassified kommt heute in den Handel. Passend dazu hat Nvidia einen Trailer veröffentlicht, der die GPU-beschleunigten PhysX-Effekte im Video festhält. Das Spiel nutzt bekanntlich eine Auswahl von PhysX- und APEX-Features, darunter APEX Turbulence, GPU-Partikel und zerreißbare Stoffe (APEX plus PhysX Cloth).
Originalartikel vom 12.08.2013: Exklusiv-Interview: The Bureau: XCOM Declassified
Bald ist es soweit, am 23. August steht die Menschheit mal wieder ihrer Auslöschung gegenüber. Jedenfalls, wenn man den an diesem Tag erscheinenden taktischen Third-Person-Shooter The Bureau: XCOM Declassified spielt. Der vormals als Ego-Shooter konzipierte Ableger der Reihe, die jüngst mit XCOM: Enemy Unknown Erfolge feiern konnte, spielt während heißesten Phase des Kalten Krieges. In dieser unsicheren Zeit übernimmt der Spieler die Rolle von William Carter, einem Spezialagenten der geheimen Staatsdiensts The Bureau. Denn zusätzlich zur drohenden nuklearen Auslöschung durch die eigene Hand steht die Menschheit einer noch größeren Bedrohung gegenüber, auch wenn dank des Bureau nur wenige davon wissen: Die Erde ist Ziel außerirdischer Attacken. "Ich wache, ich vertraue." Im Sinne des Leitspruchs der Alienwächter zieht Agent Carter los um mit seinem Team eine Invasion der Aliens zu verhindern und dafür zu sorgen, dass der unbedarfte Bürger nicht mit allzu viel Wissen belastet wird.
GPU-PhysX als optischer Leckerbissen: Interview mit Lead Artist Ewan Croft
Das Spezialagenten trotz strikter Geheimhaltungspflicht nicht immer zur leisesten Sorte Mensch gehören, weiß man spätestens seitdem James Bond in den Dienst des MI6 getreten ist. Die von den Fans gewünschte Neuorientierung vom Ego-Shooter zum Taktik-Shooter bedeutet indes auch nicht, dass es nicht dann und wann mal ordentlich krachen wird. Die Entwickler nutzten deshalb die in die Unreal Engine 3 implementierte PhysX-Bibliothek mit GPU-Beschleunigung für Nvidia-Karten. Wir fühlen Ewan Croft, dem Lead Artist der PC-Version auf den Zahn und fragen nach, in welcher Weise die Effekte zum Einsatz kommen.
PCGH: Ihr habt GPU-beschleunigte Physik in The Bureau: XCOM Declassified implementiert. Werden die Effekte nur als optisches Gimmick eingesetzt oder auch im Gameplay, sagen wir für zerstörbare Umgebungen?
Ewan Croft: Die GPU-Physik wird von uns hauptsächlich dazu eingesetzt, den schon sehr hohen Grad der visuellen Detailtreue weiter in den Vordergrund zu rücken, anstatt das Gameplay zu verändern. Wir haben uns schon früh in der Entwicklung die Frage gestellt: "Wie sehr wollen wir durch den Einsatz von PhysX beziehungsweise den APEX-Modulen von der Kern-Erfahrung des Spiels abweichen?" Wir haben entschieden, dass ein übereinstimmendes Gameplay auf allen Plattformen sehr wichtig ist, also selbst wenn ein Spieler mit einen High-End-PC zusätzliche physikalische Effekte wie etwa beeinflussbare GPU-Partikel, mehr reaktive Elemente und reißenden Stoff genießen kann, auf anderen Plattformen das Gameplay übereinstimmt.
PCGH: Welche Module aus der PhysX-Bibliothek nutzt ihr und welche Effekte werden damit gerendert?
Ewan Croft: Wir haben eine Auswahl von PhysX- und APEX-Features integriert, darunter APEX Turbulence, GPU Partikel und zerreißbare Stoffe (hierfür wurden sowohl APEX als auch PhysX Cloth für verschiedene Einsatzgebiete verwendet). Ein Beispiel dafür, wie wir die Effekte eingesetzt haben, sind die Landekapseln der Außerirdischen. In The Bureau können Gegner aus diesen Kapseln spawnen, nachdem diese vom Mutterschiff abgeworfen wurden. Die Gegner "warpen" in die Kapseln hinein und sind anfangs unsichtbar bis sie Gestalt annehmen. Sind jedoch die APEX-Features aktiviert, kann der Spieler die von den Gegner hervorgerufenen Störungen im Partikelfeld erkennen, wenn sie sich aus dem Transporten in Deckung bewegen. Das ist nicht nur ein visuell beeindruckender Effekt, sondern erlaubt es auch dem Spieler, die Bewegungen des Gegners zu verfolgen, auch wenn sich diese noch nicht vollständig materiallisiert haben.
PCGH: Können diese Effekte auch jeweils einzeln gewählt werden, also kann der Spieler beispielsweise einen einzelnen Effekt ausschalten, wenn dieser nicht den Geschmack des Spielers trifft oder die Hardware nicht stark genug ist oder gibt es nur voreingestellte Stufen wie "PhysX hoch" und "PhysX niedrig"?
Ewan Croft: Absolut - Auch wenn unsere PhysX-Extras für High-End-PCs mit starken Nvidia-GPUs angedacht sind, war eines unser Motto bezüglich PhysX: "keinen Schaden anrichten". Nocheinmal: Wir waren sehr darauf bedacht, dass das Kern-Gameplay auf allen Plattformen einheitlich zu erleben ist. Sogar auf PCs der untersten Leistungsklasse sollte man die Geschichte von The Bureau erleben können, wenn man die anspruchvollen Berechnungen herunterregelt oder abschaltet, ohne dass dabei das Gameplay beeinträchtigt wird. Das trifft auf die Nvidia-Features genauso zu wie für unsere eigenen Engine-Erweiterungen wie etwa die Screen-Space-Refektionen.
PCGH: Werden auch Spieler, die keine Nvidia-Karte im Rechner haben, dafür aber eine starke CPU die PhysX-Effekte zuschalten können oder ist dafür zwingend eine Geforce von Nöten?
Ewan Croft: The Bureau wird die installierte GPU erkennen und automatisch die entsprechenden Nvidia-Features aktivieren, wenn eine passende Karte gefunden wird. Wenn nicht, werden Features die auf Karten anderer Hersteller oder der CPU zu langsam laufen, deaktiviert. Der Spieler kann diese jedoch selbst an- oder ausschalten um zu sehen, welche Effekte zugeschaltet werden können ohne dabei zu große Auswirkungen auf die Performance zu haben und welche in der Hinsicht problematisch sind. Viele der Features laufen allerdings auf anderen GPUs nicht so effizient. Einige werden zur Berechnung an die CPU weitergereicht, wenn keine kompatible Karte gefunden wird aber selbst sehr starke CPUs werden mit den anspruchsvolleren Features zu kämpfen haben, beispielsweise wenn es darum geht, zehntausende von reaktiven GPU-Partikeln darzustellen.
Nachdem was wir dem Interview entnehmen, scheint es neben den rein optischen Verbesserungen entgegen der Behauptungen also durchaus einige spielerische Vorteile zu bringen, sollten die auch von der CPU darstellbaren PhysX-Effekte aktiviert sein. So oder so freuen wir uns aber über eine weitere Bereicherung des relativ kleinen GPU-PhysX-Spiele-Ensembles. Was meinen Sie zu dem Thema? Ist PhysX überflüssig oder eine sinnvolle Bereicherung? Nutzen Sie dazu unsere Kommentarfunktion.

Oki war schneller xD
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Und nur darum geht es ja eigentlich beim Thema PhysX
Wenn meine Grafikhardware an sich nicht potent genug ist um solche "Optikschmankerl" darzustellen - schön und gut - aber ich denke man ist sich einig wenn ich sage das es in diesem Preissegment wirklich nicht der Fall ist bzw. sein müsste! Überlasst es doch dem Spieler welche Hardware er nutzen möchte und unterscheidet euch lediglich in der gebotenen Leistung für den Euro. Aussagen wie z.B. "mit dem PhysX-Effekten kann man z.B. erkennen wohin Aliens getarnt in Deckung huschen" (sinngemäß gesagt) machen für mich das Spielerlebnis auf ATI-Hardware definitiv schlechter / nachteilig.
Ich besitze in meinem Hauptrechner eine 7970 und mit dem neuen Never Settle Bundle vmtl. schon bald eine zweite, weil für mich einfach die Preis-Leistung stimmig ist und im Zweitrechner eine Oberklasse NVidia-Karte die ich günstig bekommen habe. Wieso ich aber 200€ mehr für eine etwa gleichwertige NV-Karte zahlen soll, nur damit ich die PhysX-Bibliotheken verarbeiten kann, entzieht sich meinem Verstand. Hier wird einfach ein weiterer Kampf um die Vorherrschaft auf dem Rücken der Kunden ausgetragen und damit machen sich die beiden Firmen bei mir persönlich nicht umbedingt beliebter.
Habe The Bureau auch vorbestellt und finde die Tatsache das der Entwickler sich mit auf sowas eingelassen hat nicht sonderlich erheiternd. Entweder allen die gleichen Möglichkeiten einräumen oder keinem wäre meine Devise wenn ich ein Spiel entwickle... in diesem Falle wäre das ausweichen auf eine andere Physik-Bibliothek damit definitiv zu bevorzugen.
Naja, egal es hilft / ändert ja sowieso nichts daran aber ist halt meine Meinung zu dem Thema. Wie gesagt, schade NVidia und ATI das ihr in Sachen PhysX immernoch nicht Richtung Kunde entwickelt sondern eure eigenen Süppchen kocht!
LG und gute Nacht PCGH-Gemeinde
Markus
Beim Metro 2033/LL fällt es kaum auf, wenn es deaktiviert ist. Das bischen Nebel, und die paar Bröckchen die aus der Wand fallen sind nicht der Rede wert.
Aber wenn schonmal die Leistung da ist, warum auch nicht?!
@Topic:
Mir persönlich hat Havoc wie in HL2 immer ausreichend Physik-Spielereien geboten. PhysX frisst mMn zuviel Leistung für relativ unscheinbare Effekte. Wie übrigens TressFX auch.