Teardown im Technik-Test: Performance und Fazit
Quelle: Tuxedo Labs
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Teardown im Technik-Test: Performance und Fazit

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Auf der letzten Seite werfen wir einen Blick auf die Performance von Teardown anhand von GPU-Benchmarks und fällen anschließend unser Fazit.

Teardown - Die Performance

Die Kosten für Voxel-Raytracing hängen laut Dennis Gustafsson in erster Linie mit der Länge des zu verfolgenden Strahls sowie der gewünschten Auflösung und der Schrittgröße beim Raymarching zusammen. Generell und verglichen mit Raytracing bei Polygongrafik sei die Strahlenverfolgung auf Basis von Voxelgrafik allerdings sehr, sehr günstig. Die genaue Anzahl der pro Pixel verschossenen Strahlen kann uns der Entwickler in seinem Blog nicht mitteilen, er merkt allerdings an, dass sämtliche Strahlenberechnungen für Beleuchtung, Verschattung, Umgebungsverdeckung, volumetrischen Effekten und Reflexionen in 9 ms von einer GTX 1080 in Full HD absolviert werden können.

Werfen wir einen Blick auf einige Grafikkarten-Benchmarks, die wir für Sie angefertigt haben, und die generelle Performance von Teardown in verschiedenen Auflösungen. Die Tests finden auf der anspruchsvollsten Karte "Isla Estocastica" im Sandbox-Modus statt. Wir sehen davon ab, mittels Rauch, Feuer und Explosionen ein Worst-Case-Szenario zu erstellen, auch wenn das ein Kinderspiel wäre. Stattdessen möchten wir die unter normalen Umständen zu sehende Performance abbilden, in den Missionen haben Sie schließlich auch keinen Raketenwerfer mit unendlicher Munition. Beachten Sie dieses kleine, aber feine Detail bei den folgenden Werten. Sprengen Sie die komplette Architektur, sinkt die Bildrate empfindlich. Die empfindlichen Slowdowns hängen zum allergrößten Teil am Prozessor und lassen sich nur mithilfe von Rohleistung und Takt halbwegs abfedern - explosive Kettenreaktionen zwingen jedoch selbst unser hochgezüchtetes Alder-Lake-Testsystem in die Knie. Doch das ist nicht die einzige Besonderheit, wie Sie sofort sehen werden:

Anmerkung: Ultrawide-QHD fehlt ausnahmsweise, da Teardown hier nur einen Ausschnitt zeigt. Es erfolgt ein Zoom ins Geschehen, um die Bildbreite auszufüllen, anstelle einer Erweiterung des peripheren Sichtfelds. Wir empfehlen, eine 16:9-Auflösung zentriert darstellen zu lassen.

Was ist denn hier los? Wir haben die Ergebnisse auf unterschiedlichen Systemen verifiziert, darunter ein Ryzen-9-System mit Windows 10 - auch hier landen Geforce-Grafikkarten keinen Stich. Egal, welche GPU-Generationen verglichen werden, Radeon-GPUs liegen vor ansonsten vergleichbaren Nvidia-Chips. Maxwell schneidet selbst als GTX 980 Ti schwach gegen Polaris ab, Pascal liefert immerhin eine fühlbare Verbesserung. Die Performance von Turing und Ampere kann indes nur als desaströs bezeichnet werden: In niedrigen Auflösungen wie Full HD liegt eine Radeon RX Vega 56 (OC) vor einer Geforce RTX 3090 (OC)! Das und die Tatsache, dass sich die RTX 3090 nur minimal von der RTX 3070 absetzen kann, ist eine absolute Ausnahmesituation, welche klar auf Auslastungsprobleme hindeutet. Diese werden mit steigender Auflösung zwar abgeschwächt, von konkurrenzfähiger Leistung sind die Geforce-Modelle jedoch selbst in Ultra HD weit entfernt. Wir bemühen uns um ein Interview mit dem Entwickler, um der Sache auf den Grund zu gehen.

Teardown - Fazit

Teardown ist ein bemerkenswertes Spiel, das wir Ihnen aufgrund des launigen und innovativen Gameplays als Spieler generell, aber auch jedem Technik- und Grafik-Nerd ans Herz legen wollen - der blockigen Grafik zum Trotze. Oder vielleicht besser gerade wegen der blockigen Voxelgrafik, welche durch die kluge Finesse und dem handwerklichen Geschick der Entwickler eine voll dynamische Raytracing-Grafik ohne die Voraussetzung von Raytracing-Hardware ermöglicht. Teardown kann viel über die aktuelle Spielgrafik lehren, auch dank ausführlicher Dokumentation durch die Entwickler in Form eines Blogs. Eine solch detaillierte Erklärung der Technik ist in der modernen Spielentwicklung selten und beschränkt sich zumeist auf große Grafikengines wie die Unreal Engine, in denen entsprechende Technik-Features genutzt werden können und für die Nutzer bzw. Lizenznehmer selbstredend kommuniziert werden wollen.

Bildergalerie

Die sehr auf finanzielle Aspekte fokussierten großen Studios und Publisher sind zumeist streng darauf bedacht, nur gewisse und sorgsam abgewogene Aussagen zu treffen oder ihren Entwicklern zur Kommunikation bei Interviews zuzustehen. Oft ähneln sich (Technik-)Artikel über solcherart Spiele, weil jeder Schreiberling und Youtube-Redakteur mehr oder minder die gleichen vorgekauten, nichtssagenden, Hype-gerechten und Shitstorm-sanierten Informationen erhält (Kassenschlager wie: "X Times the Detail", "It just works", "User Experience" oder auch "Player Engagement") und das nahezu gleiche Material zu Gesicht bekommt.

Selten dürfen wir bei groß angelegten Events interessante Fragen stellen, noch seltener erhält man einen (technisch) kompetenten Gesprächspartner oder eine Interview-Gelegenheit, bei der nicht noch ein PR-Beauftragter darüber wacht, dass auch ja jegliche Kommunikation sittsam ausfällt - und keine auch nur potenzielle Käufer verschreckende Details verrät, was wiederum die mächtigen Anleger in Sorge versetzen könnte. Das ist auch aus der Perspektive eines Berichterstatters sehr ärgerlich. Umso mehr freut man sich als Technik-Redakteur, wenn dann doch mal ein technisch kompetenter Entwickler auspackt und über spannende Details berichten kann. Wir entschuldigen uns hiermit für die Länge dieses Artikels - werden es aber bei nächster Gelegenheit wieder tun und hoffen, das Lesen hat sich für Sie gelohnt.

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  1. Seite 1 Teardown im Technik-Test: Dynamische Zerstörung und Voxelpracht der nächsten Generation
  2. Seite 2 Teardown im Technik-Test: Voxelgrafik, Raytracing und Dynamik als Herausforderung
  3. Seite 3 Teardown im Technik-Test: Dynamische Beleuchtung, schicke Schatten und mehr
  4. Seite 4 Teardown im Technik-Test: Performance und Fazit
    • Kommentare (46)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Raff Kokü-Junkie (m/w)
        Nebenbei bemerkt: Dieses Meisterwerk findet sich seit einigen Wochen in jedem Grafikkarten-Test von uns - mit validen, interessanten Ergebnissen.

        MfG
        Raff
      • Von Cleriker Kokü-Junkie (m/w)
        Ich meins ja gar nicht böse, nur weiß man doch wie manche Leute gestrickt sind. Gar nicht überlegen wie komplex bestimmte Themen sind und sich auf die einfachste, vermeintliche Antwort stürzen ohne auch nur im Ansatz zu verstehen was dahintersteckt. Leider.
      • Von Gelöschtes Mitglied 217606
        Zitat von Cleriker
        Also wurden die meisten wohl das Problem entweder bei Team grün, oder Team CX sehen. Mir persönlich ist genau dieser Gedanke jedenfalls gekommen.
        Ja, toll...
      • Von Cleriker Kokü-Junkie (m/w)
        Naja, hier in den Kommentaren steht ja was dazu und grundsätzlich ist das Interesse in diesem Thread ja nicht sonderlich groß, also auch die Reichweite der Ergebnisse.
        Klar kann man ein Update machen, aber ist das wirklich besser? Denn schließlich würde ja da nur drin stehen dass es beim ermitteln der Daten mit eurem tool bei grün Probleme gibt, bei rot aber nicht. Also würden die meisten wohl das Problem entweder bei Team grün, oder Team CX sehen. Mir persönlich ist genau dieser Gedanke jedenfalls gekommen.
      • Von Gelöschtes Mitglied 217606
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Ein Update wäre hier zumindest nicht schlecht. Jetzt stehen da immer noch stark fehlerbehaftete Ergebnisse völlig kommentarlos.
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