Subnautica: Techniktest des hübschen Unterwasser-Hits mit 20 Grafikkarten im Benchmark

Seit dem 23. Januar ist das ungewöhnliche Singleplayer-Survival-Spiel Subnautica erhältlich. Die vierjährige Entwicklungszeit hat sich definitiv gelohnt, das Spiel wird bei den Steam-Nutzern äußerst positiv aufgenommen. Was das Spiel technisch zu bieten hat, klären wir im ausführlichen Techniktest von Subnautica - inklusive Benchmarks von 20 Grafikkarten.

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Subnautica: Techniktest des hübschen Unterwasser-Hits mit 20 Grafikkarten im Benchmark
Quelle: PC Games Hardware

Subnautica ist seit dem 23.01.2018 der Early-Access-Phase entwachsen. Die Unterwasser-Survival-Simulation hat viele Fans, rund zwei Millionen Spieler sind bisher dabei, und auf Steam hat das ungewöhnliche Indiespiel immerhin aktuell 95 Prozent Zustimmung. Was Subnautica technisch zu bieten hat, klären wir in diesem Benchmark-Artikel.

Subnautica: Das Spiel

Subnautica ist im Grunde nur ein Survival-Sandbox-Abenteuer unter vielen - und startete seinen Werdegang wie andere vergleichbare Spiele in Form eines Early-Access-Modells. Und doch sticht Subnautica auf gewisse Weise aus der Masse heraus. Das Spiel des in Kalifornien ansässigen Studios Unknown Worlds hat nicht nur jüngst nach über vier Jahren Entwicklungszeit den Early Access hinter sich gelassen - und ist tatsächlich auch fertiggestellt -, sondern bietet außerdem ein im wahrsten Sinne des Wortes erfrischendes Szenario. Das Singleplayer-Unterwasser-Abenteuer nutzt die sehr hübsche, bunte, zugleich aber auch bedrohlich-unheimliche Spielwelt sowohl atmosphärisch als auch spieltechnisch sehr vorteilhaft.

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Als Spieler übernehmen Sie die Rolle von Ryley Robinson, einem unbedeutenden Wartungsleiter und Überlebenden eines katastrophalen Raumschiffabsturzes. Das Spiel beginnt während des rasanten und holprigen Sinkflugs Ihrer Rettungskapsel. Haben Sie sich in der Haut des Protagonisten von den Nachwirkungen der unsanften Landung erholt und die Rettungskapsel verlassen, erstreckt sich vor Ihren Augen die endlose Meeresoberfläche des Wasserplaneten 4546B. Glücklicherweise tragen Sie einen mit wichtigen Funktionen ausgestatteten Überlebensanzug und können außerdem gut schwimmen. Doch wenn Sie überleben wollen, müssen Sie unter die schillernde Oberfläche tauchen und die mysteriösen Tiefen des fremdartigen Ozeans ergründen.

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Bei den nun greifenden Survival-Mechaniken unterscheidet sich Subnautica im Grunde nicht allzu stark von anderen Genre-Kollegen. Sie sammeln verschiedenste Ressourcen und Bauanleitungen, managen Ihr Inventar und Ihre Ausrüstung, bekämpfen Hunger und Durst. Weiterer lebenswichtiger Nachschub muss der Spielfigur in Form von Atemluft zugeführt werden. Anschließend bauen Sie eine Basis und diverse Fahrzeuge - so weit, so vertraut. Doch gibt es zumindest einen Faktor, welcher Subnautica eine gewisse, über diese Elemente hinausreichende Tiefe verleiht: Der fremdartige Ozean in Subnautica ergänzt effektiv eine zusätzliche Dimension, die außerdem ein leicht bedrohliches Gefühl auslöst. Planschen Sie zu Beginn noch durch flache, himmelblaue, von Korallen und farbenfrohen Fischen bevölkerte Gewässer, stoßen Sie nach kurzer Zeit auf wahre Abgründe, die sich unter Ihnen auftun - immer weiter und tiefer führen diese hinab, immer weniger Licht dringt in die schier unergründlichen Schlünde. Seit Jahrhunderten spinnen irdische Seefahrer Geschichten um Monstren, die sich in den unheimlichen Tiefen verbergen - in Subnautica existieren derartige schaurige Geschöpfe. Und Sie werden in deren Lebensraum eindringen müssen, wenn Sie überleben wollen. Trotz der farbenfrohen Präsentation ist Subnautica stellenweise richtiggehend
furchteinflößend.

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Subnautica in 21:9
Subnautica in 21:9 Subnautica in 16:9 Subnautica in 4:3

Subnautica: Prachtvolle Optik, gute Performance

Für eine Indie-Produktion bietet Subnautica eine wirklich sehr ansprechende grafische Güte. Das Spiel basiert auf der Unity-Engine und gehört definitiv zu den hübschesten Spielen mit diesem Grafikmotor. Kurz vor dem Launch der finalen Fassung erhielt Subnautica zudem ein dickes Optik-Upgrade. Das Eye-Candy-Update enthält eine Vielzahl (optionaler) Post-Processing-Effekte wie hochauflösende Screenspace-Reflections, eine gut greifende temporale Kantenglättung sowie Farb- und "Film"-Filter. Bestehende Grafikschmankerl wie die Godrays wurden verbessert. Der Detailgrad in Subnautica ist erfreulich hoch, die Vegetation teils sehr dicht, überall schwimmen bunte Fischschwärme herum, die volumetrische Beleuchtung gefällt durch schicke und dynamische Tag-Nacht-Wechsel. Dazu fluoresziert die fremdartige Flora und Fauna in der Dunkelheit wie eine Unterwasser-Version des Planeten Pandora aus James Camerons Sci-Fi-Spektakel Avatar. Noch eindrücklicher wirkt Subnautica im optionalen VR-Modus - die vielen umherschwimmenden Fische, schwebendes Plankton und die beinahe stets sichtbaren, gähnenden schwarzen Schlünde verleihen Subnautica in der virtuellen Realität eine fast greifbare Tiefe - selbst die VR-Brille fühlt sich an wie eine Taucherbrille und steigert die Immersion. Um Subnautica mit vollen Details in VR zu genießen, benötigen sie allerdings reichlich Grafikpower.

An dieser Stelle überprüfen wir den Hardware-Hunger von Subnautica ohne VR-Gear. Dabei verwenden wir selbstverständlich die zum Testzeitpunkt aktuellen Treiber von AMD und Nvidia, namentlich die Radeon Software 18.1.1 (vom 18. Januar) und den Geforce 390.62 WHQL. Beachten Sie bitte, dass wir in diesem Test auf altbewährte Min-Fps-Angaben mittels Fraps setzen und auch die Texturfilterung im Grafiktreiber auf "Hohe Qualität" eingestellt ist. Alle folgenden Tests werden konsequent der neuen Methodik mit Perzentilen und Q-AF folgen, welche wir in diesem Artikel ausführlich darlegen: Grafikkarten-Rangliste 2018: 14 Radeon- und Geforce-GPUs im Benchmarkvergleich.

Für unsere Messungen begeben wir uns in die dichten Seetang-Wälder, ein der Absturzstelle unserer Rettungskapsel benachbartes Biom. Die dortige Vegetation ist außerordentlich dicht, die dicken Seetangstränge bestehen aus unzähligen Polygonen und erhellen mit gold glühenden Samenkapseln das in dieser Tiefe bereits merklich düstere Wasser. Eine Vielzahl bunter Fischschwärme schwirrt um den Seetang herum, der Meeresboden ist von Korallen und einem dichten Algenteppich bedeckt. Konsequent liegt die Last in diesem Szenario hoch, allerdings gibt es viele andere ähnlich anspruchsvolle Gebiete - um einen Worst-Case-Benchmark handelt es sich also nicht.

Für Full-HD-Desktop-Taucher reicht bereits eine Mittelklasse-GPU wie eine Radeon RX 470, R9 390 oder Geforce GTX 970 für Bildraten im hohen 50er-Bereich, mit leichten Abstrichen sind gute Bildraten aber auch mit schwächeren GPUs zu bewerkstelligen. Als CPU ist ein Vierkerner (4C/4T) mit rund 3,5 GHz mehr als ausreichend.

Was den Hunger auf Grafikspeicher angeht, gibt sich Subnautica genügsam. Steht genügend RAM zur Verfügung, pendelt sich die Belegung bei Full HD um 3 GiByte ein, klettert bei WQHD auf etwas über 4 und erreicht in Ultra HD rund 6 GiByte. Im Grunde sind 3 GiByte aber bis einschließlich Ultra HD ausreichend. Größere, negative Auswirkungen auf die Performance oder Optik konnten wir bei unseren Tests mit 3- und 4-GiByte-GPUs nicht feststellen. Etwas anders sieht das bei einer 2-GiByte-Grafikkarte wie der Geforce GTX 770/680/670/760 aus: In Full-HD-Auflösung genügt die Kapazität, darüber hinaus bricht die Bildrate gegenüber 3-GiB-Modellen wie einer Radeon R9 280(X) alias HD 7970/7950 (GHz Edition) ein - für UHD genügt die Rechenleistung aber sowieso nicht.

Die Grafikkarten-Messmethodik der PCGH

Basierend auf Leser-Feedback verwendet PC Games Hardware für Spiele-Benchmarks seit einigen Jahren keine Referenz-Grafikkarten mit Standard-Taktraten mehr. An ihre Stelle treten Herstellerdesigns samt werkseitiger Übertaktung, wie sie von einem Großteil unserer Community verwendet werden. Hierbei handelt es sich um typische Modelle, wenngleich "typisch" gar nicht so einfach zu definieren ist. Die Auswahl richtet sich nicht nur daran, welche Grafikkarten noch im PCGH-Testlabor anwesend sind, sondern auch, ob sie repräsentativ für das jeweilige Modell sind: Wir nutzen nach Möglichkeit weder unübertaktete, sich wegen Überhitzung drosselnde oder enorm schnelle Herstellerdesigns, sondern "Vernunftversionen", wie wir sie auch in den PCGH-Grafikkartentests meistens empfehlen. Beachten Sie bitte, dass wir nicht sämtliche Modelle am Markt testen können, sondern uns auf eine Auswahl beschränken müssen. Auch behalten wir uns vor, einzelne hier herangezogene Herstellerkarten in anderen Tests auszutauschen, beispielsweise dann, wenn sie das Testlabor verlassen müssen.

Jede Grafikkarte wird vor den Benchmark-Durchläufen einer Aufheizperiode unterzogen, während derer sich der Kerntakt (Boost) auf ein bestimmtes, von Modell zu Modell unterschiedliches Niveau absenkt. Auf diese Weise vermeiden wir unrealistisch hohe Werte: Eine gerade aus dem Regal genommene Grafikkarte, noch kalt vom Nichtstun, boostet höher als im normalen Betrieb nach einiger Zeit unter Last. Die durchschnittliche, automatisch gesetzte GPU-Taktfrequenz beim Test der jeweiligen Karten finden Sie in den Benchmarks.

Die tatsächliche Frequenz ist wichtig und kann angesichts der großen möglichen Unterschiede nicht einfach unter den Tisch fallen, denn "GTX 1080 Ti" ist nicht "GTX 1080 Ti", um nur ein Beispiel zu nennen - je nach Herstellerdesign können zehn Prozent Differenz dazwischen liegen. Hinterfragen Sie daher Messwerte im Internet, die ohne jegliche Taktangabe veröffentlicht werden. Dem gegenüber stehen wenige Grafikkarten, von denen keine übertakteten Versionen existieren. Die prominenteste ist AMDs Radeon R9 Fury X, welche wir als Referenzdesign testen - gäbe es OC-Versionen, würde eine solche in den Benchmarks mitmischen.

Subnautica: Fazit

Subnautica ist ein sehr empfehlenswerter Vertreter der Survival-Gattung. Die atmosphärische Spielwelt ist schick und vielfältig, das Design und Gameplay eigenständig genug, um sich von anderen Titeln wohltuend abzusetzen. Zudem ist diePerformance angenehm hoch, das Spiel läuft sauber und stabil.

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    • Kommentare (56)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Blechbuex Komplett-PC-Aufrüster(in)
        AW: Subnautica: Techniktest des hübschen Unterwasser-Hits mit 16 Grafikkarten im Benchmark

        Hi,

        Ich kann mit dem Test nichts anfangen.
        Ich spiele Subnautica sehr gerne,ABER in der Basis habe ich oft mal unter 20 FPS !
        Oder auch schonmal nur 9 Frames.

        Hab n Intel 6700k
        msi GTX 1070ti
        16 Gig Ram
        AOC mit G Sync und 165 Hz.

        Irgent was stimmt mit den FPS in der Basis nicht.
        Ihr solltet das nochmal checken liebe PCGH.

        gruß
        Kurt

        ps:
        Das ich im Forum nur kurze Threadausschnitte zu sehen bekomme,und dann auch noch ohne Datierung,ist ärgerlich.
        Das ist bei CB professioneller gelöst.
      • Von Blechbuex Komplett-PC-Aufrüster(in)
        AW: Subnautica: Techniktest des hübschen Unterwasser-Hits mit 16 Grafikkarten im Benchmark

        Hi,

        Ich kann mit dem Test nichts anfangen.
        Ich spiele Subnautica sehr gerne,ABER in der Basis habe ich oft mal unter 20 FPS !
        Oder auch schonmal nur 9 Frames.

        Hab n Intel 6700k
        msi GTX 1070ti
        16 Gig Ram
        AOC mit G Sync und 165 Hz.

        Irgent was stimmt mit den FPS in der Basis nicht.
        Ihr solltet das nochmal checken liebe PCGH.

        gruß
        Kurt

        ps:
        Das ich im Forum nur kurze Threadausschnitte zu sehen bekomme,und dann auch noch ohne Datierung,ist ärgerlich.
        Das ist bei CB professioneller gelöst.
      • Von sil79 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        AW: Subnautica: Techniktest des hübschen Unterwasser-Hits mit 16 Grafikkarten im Benchmark

        unter Subnautica_Data--->output_log
        ist die einzige, wo man was machen kann. Aber geht auch nicht wirklich wie erhofft . Früher waren die configs besser . Meine letzte bearbeitung war bei Fallout 4, um die FPS Sperre aufzuheben. Da hätte ich sonst nur 30 FPS gehabt....blöder konsolenport...
      • Von Schinken BIOS-Overclocker(in)
        AW: Subnautica: Techniktest des hübschen Unterwasser-Hits mit 16 Grafikkarten im Benchmark

        Zitat von EyRaptor
        @Schinken

        danke für die ganze Arbei die du dir gemacht hast.
        Da wäre ein neuer Thread gar nicht so verkehrt -> dann kann es auch von anderen im Netz leichter gefunden werden.
        Ach kein Problem, hab mir die Mühe ja eher für mich gemacht . Und der Beitrag war ja nun kein grosser Aufwand.

        Aber dass man das Ganze im eigenen Thread besser findet, hatte ich garnicht bedacht, dann mache ich wohl einen auf. Danke für den Tip .

        Zitat von sil79
        So habe alles getestet was geht. Kerne im Bios Fixed usw usw...Ergebniss: die CPU ist Nicht im CPU Limit. Was ja klar war. Auslastung der Kerne im Spiel so 10-30 Prozent. Das wird wie bei anderen Spielen, nur hier massiv verstärkt, ein Problem mit dem Mesh sein. Meine Treiber sind alle immer aktuell. Habe nur den Meltdown Patch von Win 10 selbst drauf. Es gibt eine Text Config im Spielordner, die man etwas umschreiben kann. Ein bißchen was habe ich schon geändert und ein paar FPS mehr rausgeholt. Muss dort noch weitersuchen.

        Ich bin zwar so gesehen fertig mit dem Spiel, aber ich will wissen warum das so ist.
        WO ist diese Config ?!?
      • Von Ericius PC-Selbstbauer(in)
        AW: Subnautica: Techniktest des hübschen Unterwasser-Hits mit 16 Grafikkarten im Benchmark

        Richtig vorbildlich ist auch die Feedbackfunktion.
      • Von sil79 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        AW: Subnautica: Techniktest des hübschen Unterwasser-Hits mit 16 Grafikkarten im Benchmark

        Bei allen anderen Spielen, erreiche ich auch die PCGH FPS (und meistens mehr) in meiner Konstellation. Nur in Subnautica nicht. Hab ja auch noch meinen 5820k im Keller, da bei mir aber alles mit wakü gekühlt wird, ist mir der umbau aufwand zu groß, um gegen zu testen.
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