Sky im Alltagstest: Wie schlägt sich der Pay-TV-Klassiker gegen Streaming-Dienste?

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Homeseite des TV-Receivers Sky Q
Quelle: PCGH

In den letzten Jahren hat Sky erhebliche Konkurrenz durch Streaming-Dienste wie Netflix oder DAZN bekommen. Der Pay-TV-Anbieter hat jedoch den Konkurrenzkampf angenommen. Wir überprüfen, wie gut sich Sky gegen zwei beliebte Streaming-Services schlägt.

Bereits seit dem Jahr 2009 firmiert das ehemalige Premiere unter dem Namen Sky auch in Deutschland. Zunächst gehörte Sky dem britischen Milliardär Rupert Murdoch, der unter anderem den Nachrichten-TV-Sender Fox besessen hat. Seit dem Jahr 2018 sitzt das amerikanische Medienunternehmen Comcast am Steuer. Geblieben ist aber die Aufteilung in einzelne Regionen innerhalb Europas, wie etwa die Sky Deutschland GmbH, die eigenständig für ihre Inhalte verantwortlich ist. Im Gegensatz zum Jahr 2009 gibt es nun aber etliche neue Mitbewerber wie etwa Netflix oder DAZN. Wie schlägt sich Sky gegen diese Konkurrenz?

Sky Ticket: Monatlich kündbares Streaming

Immer wieder hat Sky seine Kunden mit undurchsichtigen Paketen und vergleichsweise hohen laufenden Kosten abgeschreckt. Mit dieser Intransparenz soll nun Schluss sein. Generell bietet Sky zwei verschiedene Wege an, um an die Inhalte zu kommen. Zum einen gibt es den reinen Streaming-Dienst Sky Ticket und zum anderen das klassische Sky Q mit TV-Receiver. Die Grenzen zwischen diesen Angeboten verschwimmen aber immer mehr, sodass es nur eine Frage der Zeit scheint, wann beides zusammengeführt wird.
Sky Ticket ermöglich für knapp 10 Euro im Monat des Streaming von Inhalten in Full HD, wobei man sich entscheiden muss, was man sehen will.

Im Entertainment-Ticket sind Sky-Serien und Lizenzinhalte etwa von HBO enthalten. Alternativ gibt es für 15 Euro das Entertainment-und-Serien-Ticket, welches neben dem Entertainment-Ticket noch Kinofilme kurz nach der Ausstrahlung im Kino - getreu der Verwertungskette - anbietet. Zu guter Letzt gibt es noch das Supersport-Ticket, welches für 30 Euro monatlich die Sky-Sport-Sender und die Fußball-Bundesliga mit sich bringt, aber auf den Umfang des Entertainment-Tickets verzichtet. Wer alle Sky Tickets abonnieren will, zahlt hierfür 45 Euro im Monat.

Sky Q: Ab 12,50 Euro im 1-Jahres-Abo

Alternativ gibt es auch Sky Q, welches einen TV-Receiver mit sich bringt. Hier startet das Abo seit Kurzem für 12,50 Euro mit dem Entertainment-Paket, wobei man Sendungen von Sky Originals, Universal TV, Syfy, National Geographic und Spiegel TV neben dem Sky Q-Receiver auch parallel auf einem weiteren Endgerät via App ansehen kann. Wer möchte, kann alternativ auch das Entertainment-Plus-Paket für 20 Euro abonnieren. Hier ist dann neben Sky-Serien und Lizenzinhalten, auch ein Netflix-HD-Abo enthalten. Wer monatlich 22,50 Euro ausgibt, erhält das Cinema-Paket mit Kinofilmen kurz nach der Kino-Premiere sowie das Entertainment-Paket. Mit einem Aufpreis von 7,50 Euro im Monat gibt's dazu noch ein HD-Abo bei Netflix.

Alternativ kann man für 30 Euro monatlich das Sky-Sport-Paket buchen, welches neben dem Sky Entertainment-Paket auch Sky Sport (Handball-Bundesliga, DFB-Pokalspiele, UEFA Champions League bis Mitte 2021 live, Tennis uvm.), die Fußball-Bundesliga (alle Samstagsspiele der 1. Liga live, sowie alle Spiele der 2. Liga live) und die Formel 1 enthält. Im Gegensatz zu Sky Ticket muss man sich bei Sky Q für ein Jahr vertraglich binden und kann erst nach Ablauf des Vertragsjahres monatlich kündigen. Wer monatlich kündigen will, muss fünf Euro im Monat mehr bezahlen oder man entschließt sich, um ein weiteres Jahr zu verlängern, dann zahlt man den gleichen Preis im Monat wie im ersten Jahr.

Das Komplett-Paket von Sky Q mit allen Inhalten von Sky und Netflix kostet monatlich 47,50 Euro und bringt auch einen Sky Q-Receiver mit, sowie die Option, Inhalte parallel auch über die Apps Sky Go oder Sky Q via Internetverbindung ansehen zu können. Alle Sky-Produktionen können so auf zwei Endgeräten gleichzeitig abgespielt werden. Bei den Inhalten von RTL und ProSieben, Sat1 hingegen, bestimmen die TV-Sender, auf wie vielen Endgeräten zeitgleich gestreamt werden kann. Der Empfang über den Sky Q-Receiver am TV ist aber immer möglich.

Sky gegen Netflix und DAZN

Im Vergleich zu den Anfangsjahren um 2009 herum, muss sich Sky mittlerweile mit zahlreichen Streaming-Diensten messen lassen. Allen voran Netflix bietet für knapp acht Euro im Monat Serien, Filme und Dokus auf Abruf an, allerdings nur in SD-Qualität. Wer HD haben möchte und auf zwei Endgeräten zeitgleich sehen will, muss Netflix HD zum Monatspreis von etwa 12 Euro buchen oder man abonniert das Paket Sky Entertainment Plus, welches Netflix in HD bereits enthält. So sind die beiden Firmen nicht unbedingt Gegenspieler, sondern Partner.

DAZN ist als Streaming-Anbieter im Sport-Bereich ein Konkurrent von Sky. Jüngst hat sich das Unternehmen nicht nur die Live-Übertragungsrechte an der UEFA Champions League gesichert, sondern auch ab der Saison 2021/22 alle Fußball-Bundesligaspiele der 1. Liga am Freitag und Sonntag. Im Vergleich mit den TV-Sendern von Sky Sport fällt aber auf, dass die Bildqualität bei DAZN stark schwankt. Das Streaming-Portal hat ab und zu Probleme mit der Darstellung eines rollenden Balles, der dann leicht zu flackern beginnt. Ebenso fallen gelegentliche Ruckler bei DAZN auf, die es so bei der herkömmlichen TV-Übertragung nicht gibt. Hier ist rein subjektiv die TV-Übertragung via Kabel bzw. Satellit besser für Live-Sport geeignet. DAZN kostet monatlich rund 12 Euro, bietet aber eben nur bestimmte Wettbewerbe an, wie etwa ab der Saison 2021/22 die UEFA Champions League.

Sky: Lizenzen als Prunkstück

Entscheidend sind bei kostenpflichtigen TV-Angeboten die Lizenzvereinbarungen. Wer eine Sendung in einem Land ausstrahlen will, braucht entsprechende Lizenzrechte. Sky selbst gehört seit dem Jahr 2018 dem amerikanischen Kabel-TV-Anbieter Comcast, welcher auch die Universal-Studios besitzt. Sky selbst ist dabei als europäischer Ableger konzipiert, wobei es einzelne Regionen gibt, die wiederum eigene Lizenz abgeschlossen haben. So gibt es Sky UK, Sky Italia und Sky DACH, die jeweils für ihre Senderegionen Verträge geschlossen haben.

Egal, welches Sky-Q-Abo man besitzt, Serien die von Sky selbst produziert und somit als Sky Originals vermarktet werden, kann jeder zahlende Abonnent abrufen. Hierbei spielt es keine Rolle, ob man dazu den Receiver von Sky Q, die offizielle Sky-Q-App oder Sky Ticket verwendet. Diese Serien und Dokumentationen können jederzeit on demand ohne Werbeunterbrechung angesehen werden, vorausgesetzt man hat sein Endgerät mit dem Internet verbunden.

Zudem können HBO-Produktionen exklusiv bei Sky angesehen werden, zumindest wenn man innerhalb Deutschlands wohnt. Ebenso hat Sky eine Lizenzvereinbarung mit National Geographic, sodass Dokumentationen zuerst beim Sender aus Unterföhring zu sehen sind, ehe diese zu Disney Plus kommen. So hat sich beispielsweise K's tierische Welt von Disney Plus verabschiedet, weil für Kunden in Deutschland die Übertragungsrechte bei Sky liegen.

Bildergalerie

In Sachen Filme hat Sky entsprechende Vereinbarungen mit Time Warner und Sony Pictures, wobei alle Streifen zuerst in den Sender mit der Bezeichnung Sky Cinema laufen und somit ein Abonnement vom Cinema-Paket erforderlich machen. Alternativ kann man aber auch etwas warten und dann die Filme auf DVD/Blu-ray oder digital kaufen etwa bei Amazon Prime Video oder im Sky Store.
Am bekanntesten sind aber wohl die Sender rund um Sky Sport. Hier erhält man Live-Sport wie Tennis, die Fußball-Bundesliga, alle Spiele des DFB-Pokals ab der Hauptrunde und Formel 1 live. Auf die UEFA Champions League muss man hingegen ab der Saison 2021/22 verzichten, da ab diesem Zeitpunkt die Live-Übertragungsrechte für alle Spiele bei DAZN liegen. Die UEFA Europa League wird ab der Saison 2021/22 in Deutschland bei RTL zu sehen sein, wobei einige Spiele nur im kostenpflichtigen Streaming-Dienst TV Now Premium verfügbar sein werden.

Sky Ticket: Flexibles Angebot - Streaming mit Detail-Angaben

Wer statt auf Sky Q lieber auf Sky Ticket setzen will, kann monatlich kündigen und bereits ab 10 Euro Inhalte über die Internetleitung streamen. So spart sich der Nutzer 2,50 Euro im Monat gegenüber Sky Q. Allerdings können über Sky Ticket aus lizenzrechtlichen Gründen keinerlei TV-Sender wie RTL und ProSieben gestreamt werden. Der Streaming-Dienst ist ausschließlich für Sky-Inhalte dar, sowie fürs Streaming von Inhalten von National Geographic, Spiegel TV, HBO und von anderen Produktionen mit gültiger Lizenzvereinbarung.

Sky Ticket streamt mit maximal Full HD und erlaubt es, Inhalte auf zwei Endgeräten parallel abzuspielen. Hiermit unterbreitet der Dienstleister das gleiche technische Angebot, wie Netflix mit dem HD-Abo für knapp 12 Euro monatlich. Im Vergleich zum weltweit größten Streaming-Dienst Netflix mit rund 200 Millionen zahlender Abonnenten ist Sky Ticket auf vergleichsweise wenigen Geräten verfügbar. Die App an sich ist in verschiedenen Kategorien unterteilt, in Korrelation mit den buchbaren Tickets. Auffällig ist die Performance, die stark vom jeweiligen Endgerät abhängt. Löblich ist, dass Sky immer ein Datum angibt, wie lange ein Lizenzinhalt im Streaming-Katalog verfügbar ist. Konkurrenten wie Netflix lassen dies vermissen und entfernen Inhalte ohne vorher dem Nutzer Bescheid zu geben.

Sky Ticket: Die ersten Sekunden und Vergleich mit Netflix

Bei jedem Inhalt auf Sky Ticket fällt auf, dass in den ersten rund 30 Sekunden die Bildqualität deutliche Artefakte aufzeigt. Erst nach dieser Zeit ist der Stream stabil genug, um in voller Qualität das Bild übertragen zu können. Ein derartiges Verhalten ist bei Netflix nicht zu beobachten. Auch bei Nutzung des TV-Receivers Sky Q und dem Abruf von Inhalten über die Internetverbindung ist dies nicht der Fall. Das Sky Ticket Entertainment und Cinema kostet monatlich knapp 15 Euro und bietet hierfür Zugriff auf alle Serien von Sky und Universal Studios sowie Lizenzinhalte etwa von HBO. Ergänzend sind Filme enthalten, die jederzeit angesehen werden können.

Im Gegensatz zu Netflix erhält der Kunde bei Sky Ticket leider nur Full HD und Stereosound. Beim weltweit größten Streaming-Anbieter Netflix mit rund 200 Millionen zahlenden Abonnenten bekommt man für 16 Euro Zugriff auf Inhalte mit Surroundsound und Full HD sowie auf ausgewählte Inhalte in UHD. Zudem erlaubt Netflix vier verschiedene Nutzerprofile sowie ein Kinderprofil mit eigenen Merklisten pro zahlendes Konto. Leider bieten Sky Ticket und Sky Q keine unterschiedlichen Nutzerprofile an.

Sky Ticket Webseite Meine Inhalte 1 Quelle: PCGH Sky Ticket Webseite Startseite 2 Quelle: PCGH Sky Ticket Webseite Startseite 3 Quelle: PCGH Sky Ticket Webseite Startseite 4 Quelle: PCGH

Die Anzahl der unterstützten Geräte ist bei Sky Ticket ziemlich klein im Vergleich zu Netflix. Die offizielle App zu Sky Ticket gibt es für iPhones, iPads und Apple TV sowie für Android-Geräte. Unverständlicherweise lässt sich Sky Ticket nicht auf Android TV nutzen und auch Besitzer eines Amazon Fire TV-Geräts schauen in die Röhre. Immerhin gibt es die Sky-Ticket-App auch für den PC und den Mac. In Sachen Smart-TV wird Sky Ticket nur von Samsung-TVs mit Tizen OS und LG-TVs mit webOS unterstützt.

Sky am PC - ein Leistungsfresser

Wer Sky Ticket am PC benutzt, der muss damit leben, dass er immer wieder zwischen dem Web-Player und der Webseite hin- und herspringen muss. Zur Auswahl einer Sendung dient die Webseite skyticket.de, die dann den Web-Player startet. Zum Umschalten muss man wieder zurück zur Webseite. Das ist umständlich gelöst, hier wünschen wir uns eine einheitliche Benutzeroberfläche.
Sky Q zeigt nämlich, dass es sehr wohl möglich ist, sowohl die Auswahl einer Sendung, als auch das Bild in einer App unterzubringen.

Verbindung zwischen Sky Go PC App und Sky Q TV-Receiver Quelle: PCGH Homeseite der Sky Go PC App (Version 10.2) Quelle: PCGH Aufnahme von TV-Sendung mit Sky Go PC App (Version 10.2) Quelle: PCGH TV-Sendung lässt sich nur aufnehmen, nicht aber am PC direkt ansehen, wegen Lizenzrechtlicher Bestimmungen der privaten TV-Sender Prosieben und RTL Quelle: PCGH TV-Sendungen von Sky-Sendern können immer am PC via Sky Go PC App angesehen werden. Quelle: PCGH Sky Ticket Einrichtung am PC Quelle: PCGH Sky Ticket Einrichtung am PC 02 Quelle: PCGH Auswahl einer Sendung auf Sky Ticket-Webseite verlinkt zum Web-Player Quelle: PCGH Sky Ticket Geräteliste maximum Quelle: PCGH Sky Ticket Webseite Startseite 1 Quelle: PCGH Sky Ticket Webseite Startseite 2 Quelle: PCGH Sky Ticket Webseite Startseite 3 Quelle: PCGH Sky Ticket Webseite Startseite 4 Quelle: PCGH

Die offizielle PC-Software zu Sky Q offeriert hierbei die UI wie der TV-Receiver Sky Q. Es ist auch möglich, eine Aufnahme einer Sendung direkt aus der PC-App zu programmieren, sodass diese der Receiver aufzeichnet. Auffällig ist jedoch, dass Sky Q am PC viel Leistung erfordert und Rechner mit einer iGPU an die Leistungsgrenze bringen kann. Die Auslastung von CPU beziehungsweise GPU kann schon mal um die 80 Prozent betragen. Mit einer derartigen Anforderung kann die App ab und an zu Ruckeln anfangen. Schade, denn Sky Ticket zeigt, dass das Unternehmen in der Lage ist, eine App zu programmieren, die relativ flüssig läuft und dabei die Ressourcen des PCs schont. Mit der derzeitigen Version 10.2 ist die Auslastung etwas verringert worden, sodass auch Geräte wie ein Microsoft Surface Pro 7 in der Lage sind, ruckelfrei Sendungen über das Programm Sky Go anzuzeigen. Netflix und Prime Video laufen allerdings mit weniger Ressourcenverbrauch und gefühlt flüssiger als beide PC-Programme von Sky.

Sky Q - Eine Aggregationsplattform

Der klassische Weg von Sky ist der TV-Receiver, welcher in Zusammenarbeit mit dem Hersteller Humax gefertigt wird. Der Sky Q Receiver beherbergt hierbei einen ARM-Chipsatz und eine integrierte Festplatte für Aufnahmen. Mit diesem Empfangsgerät lassen sich die herkömmlichen Free-TV-Sender ansehen, zusätzlich zu den eigenen TV-Sendern von Sky. Das Unternehmen aus Unterföhring bei München sieht in Sky Q jedoch eine Aggregationsplattform, sodass möglichst das klassische TV mit samt Mediatheken und Streaming-Diensten wie Netflix und DAZN auf einem Gerät abrufbar sein soll.

Vorinstallierte Apps auf TV-Receiver Sky Q Quelle: PCGH Sky Q Kategorie Serien Quelle: PCGH Sky Q Serie on Demand Quelle: PCGH Suchfunktion des Sky Q TV-Receivers mit integrierter Suche bei Netflix Quelle: PCGH

Im Vergleich zur Xbox One X fällt auf, dass der Sky-Receiver bei UHD-Inhalten aus dem Internet erstmal einige Sekunden laden muss, ehe man etwas zu Gesicht bekommt. Die WLAN-Verbindung ist gerne mal instabil, sodass es sich empfiehlt, den Sky Q Receiver via LAN mit dem Internet zu verbinden. Die Performance des Sky Q Receivers ist ausbaufähig. Es ist praktisch, dass man bei Nutzung des Receivers Hinweise bekommt, wenn eine gerade im TV laufende Sendung auch in einer Mediathek zum kostenfreien Abruf bereitsteht. So lässt sich der Anfang eines Films oder einer Serie bequem auf Knopfdruck ansehen. Löblich ist auch die Ausrichtung als Aggregationsplattform, denn es gibt immer mehr Mediatheken und Streaming-Dienste, sodass es praktisch ist, eine zentrale Anlaufstelle zu haben. Perspektivisch wäre es wünschenswert, wenn es analog zur Zubuchoption von Netflix auch noch weitere Streaming-Dienste geben würde, die einen rabattierten Preis für Nutzer von Sky Q anbieten. Schließlich läuft jedes Sky-Q-Abo mindestens 12 Monate, ehe man die Mitgliedschaft monatlich kündigen kann. Bei vielen Streaming-Diensten ist dies anders geregelt, sodass man hier immer monatlich den Vertrag auflösen kann. Aus Nutzersicht würde die Integration von Zubuchoptionen den Charme haben, dass man nur einen Login braucht und nur an eine Stelle sein Geld überweisen muss, anstatt immer einzeln zu Netflix, Amazon Prime Video, DAZN und Co.

Sky im Alltagstest: Fazit

Mit Netflix gibt es einen Streaming-Dienst mit weltweit fast 200 Millionen zahlender Abonnenten. Sky selbst ist nur in einigen Ländern Europas verfügbar und weist rund 24 Millionen zahlende Mitglieder auf. Die Konkurrenz durch Streaming-Dienste wie Netflix wird immer größer, doch das traditionsreiche Unternehmen versucht sich zur Wehr zu setzen. Der Streaming-Ableger Sky Ticket kann durchaus mit vielen Inhalten punkten. Neben den Sport-Übertragungen wie der Fußball-Bundesliga und Formel 1, sind das auch Serien und Filme, die kurz nach der Kinopremiere verfügbar sind. Allerdings bekommen Nutzer von Sky Ticket nur Full HD und Stereosound geboten und müssen am PC ein hin- und herspringen zwischen Web-Player und Webseite akzeptieren.

In einigen Punkten sind jedoch die Streaming-Anbieter wie Netflix dem Angebot von Sky überlegen - vor allem im Bereich Nutzerprofile und bei der Geräteunterstützung. Live-Sport jedoch wird - wenn es um schnelle Bewegungen geht - am besten bei Sky Q übertragen.Sky Q hingegen bietet für 2,50 Euro Aufpreis im 1-Jahres-Abo nicht nur einen Festplatten-Receiver für den Empfang der TV-Sender an, sondern kommt mit noch mehr Auswahl daher. So gibt es etwa direkt integrierte Mediatheken und Apps von Streaming-Diensten und natürlich den Empfang von Free-TV-Sendern wie RTL, Prosieben und Sat1. Interessant ist die Kooperation mit Netflix, sodass zahlende Abonnenten von Sky Q vergünstigt ein Netflix-Abo in HD-Qualität bekommen. Derartige Zubuchoptionen mit Preisvorteil sowie direkter Integration auf einer Plattform scheinen sinnvoll zu sein, da es immer mehr Streaming-Dienste gibt, die um Kunden buhlen. Für Sport-Fans führt weiterhin kein Weg an Sky vorbei, da nur hier bestimmte Lizenzrechte vorliegen. Aber auch für Film- und Serien-Freunde ist ein Blick auf Sky empfehlenswert. In einigen Punkten sind jedoch die Streaming-Anbieter wie Netflix dem Angebot von Sky überlegen - vor allem im Bereich Nutzerprofile und bei der Geräteunterstützung. Live-Sport jedoch wird - wenn es um schnelle Bewegungen geht - am besten bei Sky Q übertragen. Alle Sport-Übertragungen gibt es im Sky Sport & Bundesliga-Abo für 30 Euro monatlich, die Konkurrenz von DAZN will aktuell 12 Euro im Monat haben. Bereits für 20 Euro bekommt man mit Sky Q sowohl alle Serieninhalte von Sky und HBO, als auch ein Netflix-Abo in Full HD. Das Gesamt-Paket mit allen Sky-Paketen inklusive Netflix-HD-Abo kostet 47,50 Euro monatlich für ein Kalenderjahr und kann danach monatlich gekündigt werden.

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    • Kommentare (29)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Celinna Freizeitschrauber(in)
        Sky bzw Premiere ist einfach in den 90ern stehen geblieben. Ein Dinosaurier eben der endlich weg gehört und Platz macht für was neues.
      • Von Celinna Freizeitschrauber(in)
        Sky bzw Premiere ist einfach in den 90ern stehen geblieben. Ein Dinosaurier eben der endlich weg gehört und Platz macht für was neues.
      • Von restX3 BIOS-Overclocker(in)
        Sky überteuerter Saftladen. Nach dem Wegfall der CL, hoffe ich das dieser Mafia Laden kaputtgeht.
      • Von Andregee Software-Overclocker(in)
        Ich nutze Sky Entertain, Cinema und Sport als auch Amazon Prime und Netflix. Meistens schaue ich jedoch Sky mit dem Q Receiver. Die Filme bei Netflix kann ich schon mitreden und die Eigenproduktionen gehören eher in die Kategorie Experiment oder B Movie. Prime hat eine elende Oberfläche wo man Filme nur findet wenn man gezielt per Namen danach danach sucht und die Serien sind auch wie bei Netflix überwiegend unbrauchbar. Im Endeffekt findet man bei allen 3 etwas passendes aber ich nutze doch noch gern zur Berieselung lineares TV und beim Sky Q kann ich während dieses läuft gemütlich nach einer Serie oder nach einem Film suchen. Oder wenn ich beim zappen etwas interessantes finde und den Anfang verpasst habe, kann ich per Knopfdruck von Beginn starten, was ich sehr gut finde. Bis 2017 hatte ich noch den alten Receiver mit dem Internet verbunden, mit dem Streams nur in 720p möglich und 2.0 oder 576p in 5.1 waren, da habe ich das ganze noch als Nachteil empfunden aber mit dem Sky Q streame ich sehr viel. Das einzige was mich stört ist, daß man keine Favoriten wie früher oder bei Netflix und Prime auf die Liste setzen kann.

        Gesendet von meinem SM-G920F mit Tapatalk
      • Von SnugglezNRW Software-Overclocker(in)
        Zitat von Pu244
        Für Sky bzw. Premiere bzw. Teleclub ist es natürlich echt bitter. Da kämpft man drei Jahrzehnte darum den Deutschen das Konzept des Pay TV nahezubringen (das Konzept, für gute Inhalte Geld zu bezahlen, hat den Deutschen nie so richtig eingeleuchtet) und dann kommen diese Streamingdienste um die Ecke und nehmen ihnen die Butter vom Brot.
        welche Butter,... ?

        Sky hat so gut wie alles falsch gemacht was man falsch machen kann. Werbung stört, Preis zu hoch, Qualität im vergleich zu anderen Anbietern miserabel, Kundensupport gibbet nicht wirklich und und und...
        Von mir aus kann der Laden pleite gehen.
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Für Sky bzw. Premiere bzw. Teleclub ist es natürlich echt bitter. Da kämpft man drei Jahrzehnte darum den Deutschen das Konzept des Pay TV nahezubringen (das Konzept, für gute Inhalte Geld zu bezahlen, hat den Deutschen nie so richtig eingeleuchtet) und dann kommen diese Streamingdienste um die Ecke und nehmen ihnen die Butter vom Brot.
      Direkt zum Diskussionsende
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