Netflix: Weltweit knapp 200 Millionen zahlende Abonnenten

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Netflix hat den kostenlosen Probemonat in Deutschland gestrichen. Der Streamingdienst kann hierzulande nun nicht mehr gratis ausprobiert werden.
Quelle: Pixabay/Montage: Golem.de/CC0

Aus den Geschäftszahlen fürs erste Halbjahr 2020 ist ersichtlich, dass Netflix von der Corona-Krise profitiert hat und nun fast so viele neue Abonnenten begrüßen kann, wie im gesamten Jahr 2019. An der Börse gibt es dennoch kritische Stimmung.

In diesem Jahr ist irgendwie alles etwas anders ausgelöst durch die weltweite Coronavirus-Pandemie. So verbringen mehr Menschen Zeit zu Hause und nutzen zur Unterhaltung Streaming-Dienste. Dies zeigt sich etwa bei den aktuellen Geschäftszahlen von Netflix zum ersten Halbjahr 2020. Insgesamt kommt der amerikanische Anbieter auf weltweit knapp 200 Millionen zahlende Abonnenten. Alleine im zweiten Quartal sind 10,1 Millionen neue Bezahlabos dazu gekommen. In den ersten beiden Quartalen 2020 kann sich Netflix über etwa 26 Millionen neu abgeschlossene Abonnements freuen. Im gesamten Jahr 2019 wurden dagegen 28 Millionen neue Mitgliedschaften abgeschlossen.

Netflix mehr Wert als Walt Disney

Der Umsatz im zweiten Quartal 2020 ist auf 6,1 Milliarden US-Dollar gestiegen. Der Profit jedoch ist mit 720 Millionen Dollar schwächer ausgefallen, als von Analysten erwartet wurde. Netflix-Chef Reed Hastings schreibt, dass er glaubt, dass es in der zweiten Jahreshälfte weniger Wachstum als im Vorjahr geben werde. Man geht von nur noch 2,5 Millionen Neukunden im dritten Quartal aus. Diese Aussage hat zeitweise zu einem Absturz der Netflix-Aktie um gut 12 Prozent geführt, obwohl Netflix die eigene Quartalsprognose mit 7,5 Millionen neuer Abonnenten übertroffen hat. Allerdings hat die Aktie in diesem Jahr bereits mehr als 60 Prozent Kursplus verzeichnen können.

Mit einem Börsenwert von zeitweise 232 Milliarden US-Dollar ist Netflix mehr wert als Walt Disney, die darunter gelitten haben, dass Kinos und Disney World in Zeiten der Corona-Krise geschlossen sind. Netflix festigt mit gut 200 Millionen zahlender Abonnenten seinen Platz als Marktführer unter den kostenpflichtigen Video-Streaming-Diensten. Disney Plus verzeichnete im April 2020 mehr als 50 Millionen Abonnenten weltweit. Ebenfalls ein Anbieter mit großem Marktanteil ist Prime Video von Amazon, wobei es keine offiziellen Zahlen zu den Nutzern gibt. Mehr oder weniger ein europäischer Anbieter ist Sky, der im letzten Jahr auf 24 Millionen zahlende Abonnenten in GB, Deutschland, Österreich, Schweiz und Italien gekommen ist. Zwar gehört Sky zum amerikanischen Kabelanbieter Comcast, ist aber nur in Europa abrufbar.

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Fakten zu den Geschäftszahlen von Netflix im zweiten Quartal 2020:

  • Alleine im zweiten Quartal 2020 sind 10,1 Millionen neue Bezahlabos zu Netflix dazu gekommen. Insgesamt sind im ersten Halbjahr 2020 rund 26 Millionen neue Abos bei Netflix abgeschlossen worden.
  • Netflix-Chef Reed Hastings geht aber davon aus, dass es im zweiten Halbjahr 2020 weniger Wachstum als im Vorjahr geben wird.
  • Netflix zählt so etwa 200 Millionen zahlende Abonnenten weltweit. Zum Vergleich: Disney Plus kommt auf mehr als 50 Millionen zahlende Nutzer. Der nur in ausgewählten Ländern Europas verfügbare Anbieter von VoD-Services und Pay-TV-Sendern namens Sky zählte im letzten Jahr 24 Millionen Abonnenten.

Quellen: Netflix, Businessinsider, Statista

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    • Kommentare (6)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Punky260 Kabelverknoter(in)
        Zitat von altStrunk
        ... Ja, Netflix macht keinen Gewinn, mal schauen wie sie letztendlich die Gewinnzone erreichen wollen, solange sie das mit Produktplatzierung machen wollen, - von mir aus.
        Also ich würde "720 Millionen Dollar" nicht als "keinen Gewinn" betiteln. Klar ist das wenig im Vergleich zum Börsenwert, aber das ist ja nichts besonderes.
      • Von Punky260 Kabelverknoter(in)
        Zitat von altStrunk
        ... Ja, Netflix macht keinen Gewinn, mal schauen wie sie letztendlich die Gewinnzone erreichen wollen, solange sie das mit Produktplatzierung machen wollen, - von mir aus.
        Also ich würde "720 Millionen Dollar" nicht als "keinen Gewinn" betiteln. Klar ist das wenig im Vergleich zum Börsenwert, aber das ist ja nichts besonderes.
      • Von HardlineAMD
        Zitat von Tech_Blogger
        Warum sollte weltweit jeder Kunde 11€ zahlen?
        So ist das heutzutage halt, wenn lauter geistige Genies irgendwelche Rechnungen machen.
        Selbst in Australien kostet das Basis-Abo ca. 5,80€.
      • Von Technologie_Texter BIOS-Overclocker(in)
        Warum sollte weltweit jeder Kunde 11€ zahlen?
      • Von RNG_AGESA
        200.000.000*11,-
        fremdes geld soll man ja nicht zählen aber... diese zahl haut um.
        respekt
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Geil und ich gehöre nicht dazu.
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