Netflix mit Sneak-Previews - Maßnahme gegen kündigende Langzeitabonnenten?
Netflix hat ein Programm gestartet, das Sneak Previews von bislang unveröffentlichten Inhalten anbietet. Die eingeladene Gruppe Zuschauer muss die Inhalte dann bewerten. Es könnte eine Maßnahme sein, die Erosion bei den Langzeitabonnenten zu stoppen.
Netflix sucht Abonnenten für Sneak-Previews. Sneak-Previews sind, wer es nicht kennt, in der Filmindustrie üblich. Einem Testpublikum wird ein Inhalt gezeigt und anschließend wird dieses Publikum mit einem Fragebogen gebeten, den gesehenen Inhalt zu bewerten. Früher war so etwas in Kinos üblich, oft an einem festen Tag. Wer am Puls der Filmindustrie in Los Angeles wohnt, kann da auch an Testvorführungen der Studios vor Ort teilnehmen. Und genau dafür sucht Netflix Abonnenten, die sich bislang nicht veröffentlichte Eigenproduktionen anschauen und Feedback geben.
Das Sneak-Preview-Programm soll schon seit Mai laufen; von Zuschauern wird man aber wenig hören, da sie eine Verschwiegenheitserklärung abgeben müssen. Kaum überraschend, schließlich handelt es sich um bislang nicht veröffentlichtes Material, dass unter Umständen sogar noch mal geändert werden kann, wenn das Zuschauer-Feedback negativ ausfällt. Amazon hatte eine Zeit etwas Ähnliches: Man produzierte Piloten, die dann Prime-Video-Zuschauern gezeigt wurden und die konnten dann darüber abstimmen, welche Serie in Produktion geht.
In Deutschland gibt es im Moment keine Abonnenten-Feedback-Panels, wie sie offiziell heißen. Das US-Unternehmen beschränkt sich mit dem Programm auf den Heimatmarkt. Eingeladen werden die Zuschauer per Mail, aber wie die Kriterien sind, ist nicht überliefert. Es heißt, Netflix möchte sich eine kleine Community an Film- und Serien-Enthusiasten aufbauen, die die Inhalte bewertet. In Hollywood sind die Testvorführungen gefürchtet - einige Filme und Serien landeten nach Zuschauer-Feedback auf dem Schneidetisch und bei Nachdrehs. Ob das bei Netflix auch so ist, bleibt unklar. Man sammelt aber zumindest das Feedback und kann bei künftigen Projekten reagieren.
Die Langzeitkunden laufen weg
Warum Netflix mit Sneak-Previews startet, ist Gegenstand von Diskussionen. Das Unternehmen verliert nach jüngsten Berichten auch zunehmend Langzeitabonnenten, nachdem zunächst der Höhenflug - verursacht durch die Coronapandemie - ein Ende nahm. Gerade von Langzeitzuschauern kommt häufiger Kritik, dass die Qualität der Inhalte nachgelassen hat, obwohl Netflix sehr viel Geld in Produktionen steckt. Mehr Klasse statt Masse wird schon länger gefordert. Zunächst hatte man damit reagiert, dass man große Namen für Netflix-Filme an Bord holt. Bei Serien ist die Lage etwas komplizierter und generell werden auch die eingekauften Inhalte von Dritten immer weniger, da der Markt einer Fragmentierung unterliegt.
Untersuchungen zufolge führt das dazu, dass Netflix Zuschauer generell nicht mehr so lange halten kann wie früher. Die abonnieren zunehmend kurzzeitig, konsumieren die gewünschten Inhalte und kündigen - sicher auch ein Nebeneffekt der Marktfragmentierung; und dennoch muss Netflix Interesse daran haben, auch in diesem Umfeld Kunden möglichst lange zu binden. Die Schere geht nach den erhobenen Daten zunehmend auseinander: Abonnenten, die noch kein Jahr dabei sind, kündigen in 70 Prozent der Fälle binnen 12 Monaten und Neuabonnenten kündigen in 60 Prozent der Fälle nach drei Monaten. Die Langzeitabonnenten waren bislang wohl recht stabil (6 Prozent der Kündigungen), aber auch da soll sich die Erosion zunehmend breit machen. Absolut hat Netflix im letzten Quartal 3,6 Millionen Abonnenten verloren; deutlich mehr als die 2,5 Millionen in den letzten fünf Quartalen.
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Das alles steht weltweit und insbesondere auf dem Heimatmarkt einem merklich gestiegenen Abo-Preis gegenüber, der mit Wettbewerbern konkurriert. Sneak-Previews werden daher vermutlich nur eine der Änderungen sein, die Netflix durchführen wird. Aktuell wird ein Hybrid.-Modell vorbereitet, das teils werbefinanziert ist und so den Abo-Preis reduziert. Außerdem jagt man Account-Sharing und belangt diese mit einer Zusatzgebühr.
Quellen: Variety, The Verge, The Information
Ja in so einen irrelevanten Müll wie Red Notice. Klar. Blockbusterkino mit den must have Faces The Rock und Ryan Reynolds, dazu was Hübsches was auch nicht schauspielern kann. Alles vorm Greenscreen, Weichzeichner drüber fertig. Sinnlosester Film seit Transformers 4. Dann sagt man "ui der war aber teuer". Nur das JEDER merkt das dieser Film selbst nicht teuer war. Dwayne war teuer und die Marketingkampagne war teuer. Hätte man lieber mal Geld in gute Schauspieler und einen Drehbuchauthor gesteckt. Selbst wenn ich mich da durchquäle sind das 2-3 (qualvolle) Stunden. Und dann? Longmire weiter nicht verfügbar und gute Serien werden abgesetzt, trotz Zuschauern, weil das Marketing sagt ja "Nach 4 Staffeln brauchts eher was neues, macht sich besser auf der Startseite". Komisch das dann gerade kleinere Serien wie Last Kingdom in der letzten Staffel Quotenking sind oder bald Peaky Blinders. Der Kunde scheint doch Qualität zu wollen.
Deswegen laufen euch die Kunden weg, weil ihr euer Produkt an ihnen vorbei entwickelt und alle 6 Monate teurer werdet. Seh ich dann auch nicht ein. Preis runter, Qualität rauf. Ich muss sicher nicht die abstrusen Gehälter eines Wrestlers bezahlen der am besten war in Filmen als ihn keiner kannte. Sorry. Und andere haben mittlerweile einfach die besseren Serien. Ein Yellowstone zieht halt mehr Leute an die sich ein Abo leisten können. Mit Squidgame und Co. holste kurzzeitig nur junge Leute die sich eh die Abos teilen bis zum Sankt Nimmerleinstag. Machste kein Geld mit. Stattdessen wird überlegt wie man Abosharing in der Famile unterbindet. DAS sind aber nunmal eure zahlenden Leute. Überlegt mal lieber wie ihr Studenten WGs trockenlegt. Da werd ich dann gegängelt. Und ein Streamingdienst der sich selber sperrt wenn ich mal außer Haus auf meinen Devices streamen will, der bringt mir nix.
Aber klar....Werbung kommt auch hier bald. Logisch .
Und euer letztes Problem: Ihr seid ne Aktiengesellschaft. Und die glaubt ja ans Märchen des unbegrenzten Wachstums. Viel Spaß dabei. Die erwarten natürlich jetzt noch mehr als zum Allzeithoch während die Welt zu Hause hockte. Das sind unrealistische Vorstellungen. War doch klar das danach ein Einbruch kommt. Dazu muss man nicht mal BWL studieren um sowas zu wissen. Die Leute sind draußen. Im Urlaub. Kitesurfen. Whatever. Und wenn ihr eben nichts anzubieten hat, beenden die ihr Abo, gerade Leute die auch etwas mehr auf Kosten schauen müssen und gerade in einer Phase der absoluten Inflation.
Da merkste echt in was für abgehobenen Sphären diese Manager unterwegs sind. Versucht es mal mit Qualität und gutem P\L. Wie früher.
Gerade von Langzeitzuschauern kommt häufiger Kritik, dass die Qualität der Inhalte nachgelassen hat, obwohl Netflix sehr viel Geld in Produktionen steckt. Mehr Klasse statt Masse wird schon länger gefordert
Das ist der einzige Grund nicht das Abo ständig wieder zu kündigen um zu einem anderen Anbieter zu wechseln.
Meins ist mit Disney und Netflix. Aber schauen kann ich nur eines von beiden.