Netflix: Werbe-Abo und Password-Sharing sollen noch 2022 kommen
Bei Netflix hat man es nach einem Bericht eilig, das werbeunterstützte Abonnement einzuführen und Kunden mit Passwort-Sharing zur Kasse zu bitten. Noch im vierten Quartal soll es in den USA losgehen.
Bei Netflix stehen die Zeichen auf Veränderung, nachdem der Dienst Zuschauer verloren hat. Und schon davor zog man bei manchen Themen die Daumenschrauben an. Laut einem Bericht der New Work Times soll nun das werbeunterstützte Abonnement noch 2022 kommen und die Nutzer, die ihr Passwort mit anderen außerhalb der eigenen Familie teilen, sollen künftig mehr bezahlen. In den Testregionen Chile, Costa Rica und Peru ruft man bereits knapp 3 Euro monatlich für all jene auf, denen Account-Sharing nachgewiesen wird. In den USA soll nun bereits 2022 gestartet werden. Das ist schneller als die ursprünglichen Pläne von Reed Hastings, wo man noch binnen der kommenden 12 bis 24 Monate sprach.
Und auch das werbefinanzierte Programm soll noch 2022 starten - laut einem anonymen Angestellten von Netflix, mit dem die New York Times gesprochen haben will, im letzten Quartal des Jahrs. Das könnte dann mit den Passwort-Maßnahmen einhergehen und dürfte auch früher oder später über den Teich nach Europa schwappen.
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Nach jahrelangem Erfolgskurs strauchelte das börsennotierte Unternehmen zuletzt. Die Abo-Preise stiegen deutlich und werden zunehmend in Eigenproduktionen versenkt, statt in Lizenzmaterial. Während der Corona-Krise konnte man noch von den Umständen profitieren, aber nun kommt die Retoure. Im Zuge der Lockerungen und des höheren Drucks auf dem Streaming-Markt musste man in den letzten Monaten Federn lassen. In Deutschland hat nach einer Analyse von Just Watch Amazon die Spitze übernommen und deckt mit Netflix 61 Prozent des Marktes ab, gefolgt von Disney Plus, Sky und Apple Plus. Und die Luft wird noch dünner werden, denn mit Paramount Plus scharrt bereits der nächste Service mit den Hufen. Da sind die ganzen Lokalanbieter, RTL Plus, Joyn und Co. noch gar nicht berücksichtigt. Man nimmt auch an, dass HBO Max, der Streaming-Service des Warner-Imperiums, mittelfristig ein eigenes Angebot startet, statt - mehrheitlich - an Sky zu lizenzieren.
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Aber das mit dem Aufwand dahinter hab ich tatsächlich nicht bedacht. Die sollen sich ruhig Zeit lassen
Und die neue Grundsteuer kommt auch noch dieses Jahr und die wird bestimmt nicht billiger als vorher.
Die Grundsteuer kommt aber nicht dieses Jahr, dass nur mal so als Klarstellung. Die Feststellungserklärungen werden dieses Jahr eingereicht und evtl. zu Beginn des nächsten Jahres die Bescheide dazu vom Finanzamt erlassen. Aber bis die Städte ihre Grundsteuer auf dieser Basis berechnen vergeht noch ein wenig Zeit, aktuell geht man von 2025 aus. Als alter Pessimist des Systems, glaube ich da noch nicht dran und gehe eher davon aus, dass weder die Gemeinden (die neue Hebesätze berechnen müssen) dies umsetzen können, noch das bis dahin alle Feststellungsbescheide erlassen wurden. Wir reden hier von 36 Mio Erklärungen für Deutschland, das sind mehr Erklärungen als in einem Jahr Einkommensteuererklärungen anfallen! Weiß nicht wie das Amt dies zusätzlich bearbeiten möchte, bei aktuellen Laufzeiten von bis zu 6 Monaten für eine einfache Einkommensteuer!
Aber wie wird bei Leuten entschieden, die zB einen Zweitwohnsitz haben? Ich bin gespannt.
Die Umsetzung würde auch mich viel eher interessieren, nehmen wir mal so die typischen Vertreter (Zweitwohnung ist ja fast noch erklärbar und darstellbar), die in der Woche jeden Tag in einem anderen Hotel unterwegs sind! Da werden mitunter 3 IP Adressen über den Tag verteilt anfallen (Morgens im Hotel A, Mittags per Mobil, Abends Hotel B). Die technische Umsetzung wird spaßig!
Stell dir mal vor, dass alles mal eben wieder über 20% teurer wird. Man hat es ja schon bei den Grafikkarten gesehen. Da war/ist ja der O-Ton "Ist eben knapp und dann zahle ich eben mal das Doppelte."
Und die neue Grundsteuer kommt auch noch dieses Jahr und die wird bestimmt nicht billiger als vorher.
Dazu kommt dann noch der Umstand, dass man fragwürdige Produzenten, Regisseure und vor allem viel zu teure Schauspieler anheuert, nur um dann solche unnötigen Filme wie Red Notice und Co. zu produzieren.
Ohne Dwayne Johnson und Ryan Reynolds hätte der Film locker nur noch die Hälfte von seinen 200 Millionen gekostet und damit hätte man schon ne wertige 10 Episoden Serie drehen können. Zumal die 200 Millionen wohl nur Produktionskosten waren, da lief aber auch noch eine Marketingkampagne bei der sicher auch noch ein mindestens zweistelliger Millionenbetrag hinzu kam.
Aus finanzieller Sicht macht es auch weniger Sinn so teure Filme zu produzieren, wenn man stattdessen mehrere Serien produzieren könnte. Schließlich bindet man mit mehr Inhalt auch die Kunden länger als bei ein, zwei Filmen im Quartal für ein paar hundert Millionen.
Netflix wird immer unattraktiver! Die Eigenproduktionen stinken nach amerikanischer Identitätspolitik, die ich persönlich nicht unterstütze. Habe mich des öfteren ertappt, wie ich lieber Videos auf Youtube schaue oder gar ein gutes altes Buch lese.
Meiner Meinung nach wird Netflix demnächst stark einbrechen. Zu viel Schrott und der Rest ist Material auf unterstem Niveau! Die Luft ist einfach raus!