Netflix experimentiert mit Zusatzgebühren für Account-Sharing
Bei Netflix experimentiert man in zunächst drei Testmärkten mit Zusatzgebühren für Abonnenten, die Account-Sharing betreiben.
Erst vor Kurzem hatte Netflix die Preise in einigen Ländern erhöht und nun kommt möglicherweise die nächste Preisanpassung hinzu, denn der Streaming-Dienst experimentiert mit Zusatzgebühren für Abonnenten, die ihre Accounts teilen. Chengyi Long, Director Of Product Innovation, kommentiert: "Diese [Familien-Abos] waren zwar sehr beliebt, haben aber auch zu einiger Verwirrung darüber geführt, wann und wie Netflix gemeinsam genutzt werden kann. Infolgedessen werden Konten zwischen Haushalten geteilt, was sich auf unsere Möglichkeiten auswirkt, in großartiges neues Fernsehen und Filme für unsere Mitglieder zu investieren."
Zu den Testländern zählen zunächst Chile, Costa Rica und Peru, wo Nutzer, die Account-Sharing betreiben, aufgefordert werden, ein Zusatzpaket zu buchen. Das kostet 2.380 CLP in Chile, 2,99 USD in Costa Rica und 7,9 PEN in Peru. Umgerechnet sind das etwa 2,70 Euro zum Tageskurs in Chile und Costa Rica und etwa 1,92 in Peru. Die Kosten addieren sich zum regulären monatlichen Abonnementpreis.
Netflix' Preissteigerungen sind derweil nicht ganz unumstritten. Zwischen 2013 und 2022 ist etwa der Preis für das 4K-UHD-Abo um rund 67 Prozent gestiegen. Viele Nutzer haben aber das Gefühl, dass sich das nicht in den ausgestrahlten Inhalten widerspiegelt. Netflix lizenzierte weniger von Dritten und nicht jede Eigenproduktion ist ein Hit. In den USA wird das Lizenzieren von Drittanbietern zudem zunehmend schwerer, da fast jeder große Anbieter mittlerweile sein eigenes Streaming-Angebot am Start hat. Aber auch international muss man sich wie in Deutschland mit Wettbewerbern wie Sky, Amazon oder den gestarteten Angeboten der klassischen Fernsehsender um die Lizenzen streiten.
Es ist auch nicht das erste Mal, dass Netflix gegen das Account-Sharing versucht vorzugehen. Andere Anbieter wie Spotify sind auch verstärkt hinter diesen Nutzern her, was letztlich auch den Investoren in diesen Unternehmen geschuldet ist. Die erwarten steigende Erlöse aus dem Geschäft und so müssen alle Lecks gestopft werden, die Nutzer möglicherweise davon abhält, ein Abonnement abzuschließen.

Und es gibt echte Mängel und es gibt einfach heikle Kunden. Dazwischen ist natürlich noch eine Grauzone.
Klar ist es oft gerechtfertigt, das mit dem Forum war nur ein Beispiel. Aber gerade weil man Dinge einfach so zurücksenden kann, erzieht man den Kunden auch dazu es dann eben auch zu tun. Bei Klamotten ist es ja ganz extrem, wo man sich einfach mal 20 Outfits bestellt, anprobiert und dann 15 zurück sendet. So kann das einfach langfristig nicht funktionieren!
Diese TV Serie hat diesen oder jenen Fehler, gestreut über die Produktion. Also sucht man danach wenn man davon weis und schon sieht man diesen einen Pixel der etwas weniger hell leuchtet, also sendet man das Gerät zurück.
Der Kunde ist heutzutage dank dem Internet besser informiert. Oft sogar besser als der Verkäufer vor Ort.
Das ist ja einerseits praktisch, ich nutze dies ja auch. Aber man kann dann aus einer Fliege auch schnell mal einen Elefanten machen.
Das Problem ist hier nicht das Verbraucherverhalten, sondern das eben online-Handel bedingt, dass Reklamationen auch versendet werden müssen und so der logistische Aufwand ungleich höher ausfällt, als wenn man ein Produkt im Laden kauft.
MfG
Aus ökologischer Sicht ist da Amazon sicher sehr fragwürdig, selbst wenn es für den Kunden geil ist. Aber da müssen wir uns auch selber an der Nase nehmen und eben nicht immer irgendwelchen Scheiss kaufen den wir gar nicht brauchen und auch nicht beim kleinsten Mangel der die Funktion nicht beeinträchtigt etwas zurück senden nur weil man es kann - was jetzt nichts mit deinem Staubsauger zu tun hat.
Aber wenn ich z.B im Hifi Forum sehe was da oft geschrieben wird wie: Habe den TV bekommen, leichtes Banding, Kontrast nicht gut, ging zurück". Ich meine einen TV zurück senden ist noch viel Aufwand, da will ich gar nicht wissen was für Massen an Kleingeräten bis 400 Euro bei Amazon zurück kommen, wegen Mängel über die man auch mal hinwegsehen könnte.
Egal welche Marke vorne draufsteht, die verbauten Komponenten stammen aus den gleichen Werken, d.h. es bringt mir bis auf das gute Gefühl, und evtl. bessere Software und Support rein gar nichts mehr Geld in die Hand zu nehmen. Im Gegenteil ist die Enttäuschung nur umso größer wenn dann doch Kinderkrankheiten vorhanden sind.
Die vorherrschenden Oligopole und Entwicklungen bevorzugen einfach die Denke billig aber dafür 2x oder 3x zu kaufen.
Und um hier mal die Brücke zum Streaming zu schlagen. Auch dort hat sich mittlerweile ein Oligopol gebildet bei dem echte Konkurrenz nicht vorhanden ist, da jeder Anbieter seine Inhalte exklusiv anbietet. Das ist dem Preis-Leistungs-Verhältnis absolut abträglich. Ich denke früher oder später wird es hier richtig knallen, wie in der Musikindustrie vor dem Aufkommen von Spotify.
Langfristig kann die Lösung meiner Meinung nach nur eine Entkopplung von Creator und Distributor sein, bei der es eine gemeinsame 95% Deckungsgleiche Bibliothek an Inhalten gibt, die über Unterschiedliche Plattformen gezeigt werden. Da kann sich dann jeder selbst aussuchen welcher Streaminganbieter das beste UI, das beste Pricing etc. anbietet ohne Einbußen bei den Inhalten hinnehmen zu müssen.
Alles andere werden die Kunden nicht auf ewig mit machen.
Das einzige was mich immer wieder zu Amazon treibt ist deren Kulanz bei Retouren. Ich hab letztens gedacht mein 600EUR Staubsaugroboter hätte den Geist aufgegeben und hab regelrecht Panik bekommen, weil ich den damals wg. eines günstigen Angebots bei Cyberport statt Amazon gekauft hab. Man will ja dann auch lokale Firmen unterstützen, wenn die mal preislich attraktiv sind.
Erfahrungsberichte über Amazon: "Hab ihn einfach innerhalb der zwei Jahre Gewährleistung zurückgeschickt und einen neuen bekommen."
Erfahrungsberichte über Cyberport: "Nach 6 Monaten nichts zu machen, absolute Blockade."
Aus ökologischer Sicht ist da Amazon sicher sehr fragwürdig, selbst wenn es für den Kunden geil ist. Aber da müssen wir uns auch selber an der Nase nehmen und eben nicht immer irgendwelchen Scheiss kaufen den wir gar nicht brauchen und auch nicht beim kleinsten Mangel der die Funktion nicht beeinträchtigt etwas zurück senden nur weil man es kann - was jetzt nichts mit deinem Staubsauger zu tun hat.
Aber wenn ich z.B im Hifi Forum sehe was da oft geschrieben wird wie: Habe den TV bekommen, leichtes Banding, Kontrast nicht gut, ging zurück". Ich meine einen TV zurück senden ist noch viel Aufwand, da will ich gar nicht wissen was für Massen an Kleingeräten bis 400 Euro bei Amazon zurück kommen, wegen Mängel über die man auch mal hinwegsehen könnte.
Mal davon abgesehen: dann muss man Netflix eben ggfs. den Rücken kehren. Es ist ja nicht so dass sie da ein Monopol haben. Ja, es gibt gute Serien auf Netflix. Aber nichts ist unverzichtbar.
Davon abgesehen finde ich den Zeitpunkt dämlich. Das hätte man mitten in der Pandemie machen müssen. Jetzt bei den weltweiten Lockerungen fällt doch der Verzicht viel leichter.