Kampf gegen Account-Sharing: Netflix ohne Zusatzkosten künftig nur auf dem eigenen Fernseher

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Netflix rollt ab dem 22. August ein neues Programm aus, um gegen kostenloses Account-Sharing vorzugehen. Dabei können Kunden weitere "Homes" einrichten.
Quelle: freestocks.org/Pexels

Netflix rollt ab dem 22. August in Argentinien und Teilen Mittelamerikas ein neues Programm aus, um gegen kostenloses Account-Sharing vorzugehen. So sollen Abonnenten dann den Streamingdienst nur noch auf dem Fernseher im eigenen Zuhause ohne zusätzliche Kosten nach zwei Wochen nutzen dürfen.

Kostenloses Account-Sharing war gestern bei Netflix. Zumindest möchte das Unternehmen dafür sorgen, weshalb in Peru, Chile und Costa Rica als Teil einer Testphase eine Zusatzgebühr von Netflix-Kunden verlangt wird, insofern sie Personen außerhalb ihres Haushalts ihrem Konto hinzufügen möchten. Dies soll allerdings für chaotische Verhältnisse durch Verwirrungen wegen der Definition eines Haushalts gesorgt haben.

Ohne Zusatzkosten nur noch im eigenen Zuhause

Netflix hat sich nun eine weitere Strategie ausgedacht, um das Account-Sharing nicht kostenfrei zu lassen. Dafür bleibt das Unternehmen des Streaming-Diensts weiter in Lateinamerika und möchte den nächsten Testlauf in Argentinien, El Salvador, Honduras, Guatemala und der Dominikanischen Republik starten. Ab dem 22. August müssen Netflix-Kunden eine kleine monatliche Gebühr entrichten, wenn sie den Streaming-Dienst auf Fernsehern nutzen möchten, die sich außerhalb ihres Zuhauses befinden.

Diese Einschränkung soll dabei wirklich nur für Fernsehgeräte gelten. Laptops, Smartphones etc. sind von dieser Regelung also ausgeschlossen. Um den Kunden entgegenzukommen, gewährt Netflix zwei gebührenfreie Wochen, bevor man ein weiteres "Home" einrichten muss. Dies gilt aber nur solange man sein Konto nicht schon am selben Ort zuvor verwendet hat und nur einmal pro Ort und pro Jahr. Überschreitet man diese zwei Wochen, ohne ein Home eingerichtet zu haben, wird das entsprechende Fernsehgerät blockiert, erklärt Netflix.

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Weiterhin beschreibt das Unternehmen, wie es Homes erkennt. Dafür benutzt es IP-Adressen, Geräte-IDs und Kontoaktivitäten. Ein zusätzliches Home kostet in Argentinien monatlich 219 Pesos und 2,99 US-Dollar in den anderen genannten Ländern. Zu dem neuen Home-Feature erklärt derweil der Director of Product Innovation bei Netflix, Chengyi Long: "Es ist großartig, dass unsere Mitglieder Netflix-Filme und Fernsehsendungen so sehr lieben, dass sie sie einem breiteren Publikum zeigen möchten. Aber die heute weitverbreitete gemeinsame Nutzung von Konten zwischen Haushalten untergräbt unsere langfristige Fähigkeit, in unseren Dienst zu investieren und ihn zu verbessern."

Turbulente Zeiten beim Streaming-Riesen

2022 ist das Jahr des Umbruchs bei Netflix, da man mit neuen Herausforderungen zu kämpfen hat. Das erste Quartal war geprägt von einem für das Unternehmen noch nie dagewesenen Abonnentenschwund, was sich bis ins zweite Quartal hinein zog und sich auch beim Umsatz bemerkbar machte. Es folgten Entlassungen von Angestellten in dreistelliger Höhe, die benannten Maßnahmen gegen Account-Sharing sowie die Idee, Kunden ein werbefinanziertes Angebot zu liefern, ähnlich wie auch Disney das bei seinem Streaming-Dienst anbieten möchte.

Quelle: Netflix

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    • Kommentare (39)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von matrixfehler Kabelverknoter(in)
        Ich schaue ohnehin nur auf PCs, Notebooks und Tablets...
      • Von matrixfehler Kabelverknoter(in)
        Ich schaue ohnehin nur auf PCs, Notebooks und Tablets...
      • Von Accolade
        Zitat von Ceroc80
        Ich finde das Ok, hört zumindest das gebettelt von Arbeitskollegen und Bekannten auf.
        Hoffe ja das das Werbe low Budget Angebot von Netflix viele überzeugt die jetzt noch herumtricksen.
        Mehr zahlende Kunden besserer Content und bessere Preise.
        Gebettel von Arbeitskollegen. Was bist du denn für einer ? Glaub eher du findest niemand der mit dir den Account teilt. Was ist daran toll das dagegen vorgegangen wird ? nix! Der Kunde hat das nachsehen. Ohne witz, bei so typen wie dir bekomm ich einen Kotzanfall. Grundnaiv und Arrogant. Wer glaub das Geld wandert in den Content glaubt auch das der Strom aus der Steckdose kommt.
      • Von Ceroc80 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Ich finde das Ok, hört zumindest das gebettelt von Arbeitskollegen und Bekannten auf.
        Hoffe ja das das Werbe low Budget Angebot von Netflix viele überzeugt die jetzt noch herumtricksen.
        Mehr zahlende Kunden besserer Content und bessere Preise.
      • Von matzewitt Schraubenverwechsler(in)
        Also der Plan von denen ist für mich auch nicht praktikabel. Wenn ich z.B. im Urlaub bin, melde ich mich häufig an dortigen SmartTVs mit meinem Account an. Das dürfte dann wohl auch nicht mehr gehen... Oder nur gegen eine Gebühr... Was für ein Schwachsinn..!
      • Von mastermc51 PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von GEChun
        Die Mac Adresse und die Zeit wann das Gerät auf welchem Konto online war.

        Im IP Protokoll haste die MAC Adresse... die IP Adresse ist wohl nicht so relevant denke ich...
        Die MAC Adresse (Media Access Control) hat nur lokale Bedeutung, hinter einem Router ist Schluss damit (zumindest mit deiner vom PC/ Fernseher/ Handy im WLAN).
        Die IP Adresse bleibt bzgl. Sender/ Empfänger immer gleich (wie Absender/ Empfänger bei einem Brief), die MAC wird immer zw. den Routern angepasst.
        Daher sendet dein Fernseher/PC/ Handy im LAN/WLAN automatisch alles außerhalb des eigenen IP Netzes über die MAC direkt an deinen Router (Default Gateway). Der IP Header belibt was Sender/ Empfänger angeht immer gleich.

        Allerdings KÖNNTE man bei einer App die MAC Adresse nehmen um das Gerät damit zu identifizieren.
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