Netflix Account-Sharing: Chaotische Verhältnisse in Peru?
Peru ist einer der Märkte, in denen Netflix Tests zu Maßnahmen gegen Account-Sharing durchführt. Doch die Verhältnisse sollen chaotisch sein, wie ein Bericht nahelegt.
Peru ist einer der Testmärkte von Netflix, in denen man mit Zusatzgebühren gegen Account-Sharing vorgeht. Umgerechnet knapp 2 Euro müssen peruanische Netflix-Nutzer zu den monatlichen Abogebühren zahlen, wenn sie mit dem Teilen des Kontos aufgefallen sind. Doch die Erfahrungen vor Ort sind wohl nicht überwältigend, wie das Magazin "Rest Of The World" berichtet.
Warum Netflix überhaupt in Mittel- und Südamerika testet, liegt laut Ampere Analysis daran, dass man dort besonders wenig Umsatz pro Zuschauer macht. Doch die Märkte sollen dort auch recht empfindlich auf Preisänderungen reagieren, da die Menschen im Schnitt weniger Einkommen erzielen als in Nordamerika oder Europa. Warum ausgerechnet in Chile, Costa Rica und Peru getestet wird und nicht in Mexiko oder Brasilien, stellt Paul Erickson - Analyst bei Parks Associates - infrage. Die mögliche Antwort kann sich jeder denken: In den kleineren Märkten ist das Risiko für Test geringer.
Aber selbst der Test läuft laut "Rest Of The World" nicht gerade problemlos: Wir "haben mit mehr als einem Dutzend Netflix-Kunden in Peru gesprochen, von denen viele sagen, dass sie mehr als zwei Monate nach der ersten Ankündigung der neuen Regelung weder einheitliche Informationen über die neuen Gebühren erhalten haben, noch dass für sie dieselben Maßnahmen zu gelten scheinen."
Für manche war die Preiserhöhung genug, um das Netflix-Abonnement zu kündigen. Auch das wird man bei Netflix prozentual auswerten, um zu sehen, wie größere Märkte potenziell reagieren. Andere Personen ignorieren die Versuche von Netflix einfach und machen, ungestraft, weiter wie gehabt. "Insgesamt haben die Unklarheit darüber, wie Netflix einen "Haushalt" definiert, und die unterschiedlichen Gebühren, die für die verschiedenen Kunden erhoben werden, die Abonnenten in der Studie verwirrt, sodass ein Vorgehen der Verbraucherschutzbehörden droht. "
Immerhin ist es nur ein Test und Netflix wird Daten sammeln, um zu entscheiden, wie man in größeren Märkten vorgeht, wenn bis Ende des Jahres die Maßnahmen in weitere Märkte ausgeweitet werden sollen. Zumindest den "Haushalt" definierte Netflix auf Anfrage und bestätigte, dass es sich nicht um Familie handelt, die möglicherweise nicht zusammen wohnt, sondern um den tatsächlichen Haushalt, der zusammenlebt. Man bestätigte auch, dass offenbar unterschiedliche Gebührenmodelle zu Testzwecken zur Anwendung kommen. Das hat den Verbraucherschutz der Länder auf den Plan gerufen, die im Mai das Gespräch gesucht haben sollen. In Peru gibt es dazu auch eine Stellungnahme, die Netflix auffordert, mehr Klarheit zu schaffen und die mögliche Diskriminierung bei Preisen abzustellen. Netflix verteidigt sich damit, dass Nutzer sich einfach an die Nutzungsbedingungen halten können und dann auch nicht zusätzlich belastet werden.

Der Trick von Netflix: Ausnutzen, dass das bei dem Großteil der Bevölkerung nicht so ist (siehe deine Gewinnspielfrage).
Man kann 4 gleichzeitige Streams nutzen.
Da gibts doch unendliche Möglichkeiten.
- IP Zuhause (die ja auch mal wechselt)
- IP im Zug
- IP über Mobilfunk
- IP an der Uni
- IP bei Freunden
- IP im Ferienhaus
- IP im öffentlichen WLAN
usw. usw.
Das bekommen die doch in D mit den bestehenden Datenschutzbestimmungen nie gebacken.
Vor 2 Jahren wollte mich Netflix mal mit einem "Gewinnspiel" zu einer Umfrageteilnahme locken.
1. Frage: Wie viele Personen leben in ihrem Haushalt?
Für wie blöd halten die mich eigentlich?