Bericht: Account-Sharing-Änderung bringt Netflix nun doch deutlich mehr Abos

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Bericht: Account-Sharing-Änderung bringt Netflix nun doch deutlich mehr Abos
Quelle: freestocks.org/Pexels

Seit Ende Mai verlangt Netflix für das Teilen von Accounts eine Zusatzgebühr. Das sorgt angeblich für einen deutlichen Anstieg der zahlenden Kunden. Im Vorfeld gab es hingegen Befürchtungen, dass die Änderung sogar kontraproduktiv sein könnte.

Nach langer Testphase geht Netflix inzwischen auch im deutschsprachigen Raum gegen das Account-Sharing vor. Vor gut zwei Wochen wurden die Nutzer informiert, dass das Teilen eines Accounts künftig nur noch innerhalb eines Haushalts möglich ist. Nutzer, die sich zu lange nicht mehr im entsprechenden Heimnetz befinden, werden seitdem ausgesperrt. Eine Ausnahme gibt es nur gegen Gebühr: Maximal zwei Unterkonten sind möglich, die jeweils fünf Euro kosten.

Der Plan geht auf

Im Vorfeld gab es Zweifel, ob Netflix mit der Account-Sharing-Änderung tatsächlich die Zahl der abgeschlossenen Abonnements ankurbeln kann. Eine Umfrage von Cordcutting sprach sogar dafür, dass Netflix durch den Schritt zahlende Kunden verlieren könnte. Zumindest bislang sieht es danach aber nicht aus - ganz im Gegenteil.

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Laut dem Marktforschungsunternehmen Antenna gab es nach dem Verbot für geteilte Accounts ein deutliches Nettowachstum bei Netflix-Abonnements. Am 26. und 27. Mai, als das Account-Sharing-Verbot umgesetzt wurde, gab es in den USA demnach jeweils fast 100.000 neue Registrierungen für den Dienst. Im Aufzeichnungszeitraum - seit Januar 2019 - ist das ein neuer Rekord. Selbst die Höchstwerte des ersten Lockdowns wurden deutlich übertrumpft.

Passend zum Thema: Netflix: Zusatzgebühr für Account-Sharing startet in Deutschland und Österreich

Inwiefern diese Zahlen der Realität entsprechen, ist aufgrund einer fehlenden Bestätigung durch Netflix leider noch unklar. Falls Antenna bei der Analyse saubere Arbeit geleistet hat, dürfte die Account-Sharing-Änderung für Netflix aber ein Erfolg sein. Das gilt insbesondere dann, wenn sich die Nutzer außerhalb der USA ähnlich verhalten. Insgesamt dürfte sich dann ein ordentlicher Sprung bei den Abonnements abzeichnen. Auch in diesem Fall bliebe anschließend aber noch abzuwarten, ob die neuen Kunden dem Streaming-Dienst auch langfristig treu bleiben.

Quelle: Antenna via Gamespot

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    • Kommentare (42)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von HenneHuhn Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von hauptmann25
        Ist das aber nicht relativ zu den vorhergehenden Zahlen? D.h wenn es früher 10.000 neue Abos im Monat gab gibt es jetzt 20.000, und wenn es früher 100.000 Kündigungen waren, sind es jetzt 125.000 und somit würden sie absolut pro Monat trotzdem 5000 Abos mehr als davor verlieren. Werte sind Fantasiewerte um die Rechnung zu veranschaulichen.

        D.h ohne absolute Zahlen sind die Werte wieder nutzlos.
        Absolut richtig. „Antenna“ hat leider nur die absoluten Zahlen (grob) zu den Neu-Accounts veröffentlicht, nicht jedoch zu den Kündigungen. Ich vermute, dass man das mit ein bisschen Recherche recht schnell rausfinden könnte (Geschäftsberichte, andere Branchenmedien etc.).
      • Von HenneHuhn Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von hauptmann25
        Ist das aber nicht relativ zu den vorhergehenden Zahlen? D.h wenn es früher 10.000 neue Abos im Monat gab gibt es jetzt 20.000, und wenn es früher 100.000 Kündigungen waren, sind es jetzt 125.000 und somit würden sie absolut pro Monat trotzdem 5000 Abos mehr als davor verlieren. Werte sind Fantasiewerte um die Rechnung zu veranschaulichen.

        D.h ohne absolute Zahlen sind die Werte wieder nutzlos.
        Absolut richtig. „Antenna“ hat leider nur die absoluten Zahlen (grob) zu den Neu-Accounts veröffentlicht, nicht jedoch zu den Kündigungen. Ich vermute, dass man das mit ein bisschen Recherche recht schnell rausfinden könnte (Geschäftsberichte, andere Branchenmedien etc.).
      • Von DaStash Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von VeriteGolem
        Ja da wird auch wieder alles gezählt. Auch die Abos mit Werbung.

        Da viele aber zb ihr großes Abo downgraden, weil sie nicht mehr teilen, geht die Rechnung am Ende nicht auf, denn 1 Abo mehr für 5 Euro relativiert keine verlorenen 10 Euro.

        Das und der Purge wird Netflix ziemlich kosten.
        Das hatte ich auch schon überlegt ob die absoluten Mehrabos auch relativ zu mehr Einnahmen führen, wenn dann viele "qualitative/teure" Abos gekündigt/ umgebucht werden. Ich vermute aber mal, dass sich Netflix diesbezüglich sehr bedeckt halten wird, wenn es keine positiven Nachrichten zu vermelden gibt, daher ist die angeführte Statistik dahingehend auch schon eine Aussage.

        MfG
      • Von Pleasedontkillme Software-Overclocker(in)
        Zitat von VeriteGolem
        Ja da wird auch wieder alles gezählt. Auch die Abos mit Werbung.

        Da viele aber zb ihr großes Abo downgraden, weil sie nicht mehr teilen, geht die Rechnung am Ende nicht auf, denn 1 Abo mehr für 5 Euro relativiert keine verlorenen 10 Euro.

        Das und der Purge wird Netflix ziemlich kosten.
        Das wäre die Hoffnung.
        Wenn man aber mit 3 oder 4 teilte wird garantiert einer davon schwach und du hast glatt doppelt soviel Abos.

        Ich denke , es wird nahe dem gleichen Wert sein. Eventuell, zumindest am Anfang, etwas mehr.

        Glaube immernoch , dass sich Abo-hopping etabliert.
      • Von hauptmann25 Software-Overclocker(in)
        Zitat von HenneHuhn
        Das hat PCGH halt nicht wiedergegeben aus dem Gamespot-Artikel. 102% mehr Abos, 25% mehr Kündigungen.
        Ist das aber nicht relativ zu den vorhergehenden Zahlen? D.h wenn es früher 10.000 neue Abos im Monat gab gibt es jetzt 20.000, und wenn es früher 100.000 Kündigungen waren, sind es jetzt 125.000 und somit würden sie absolut pro Monat trotzdem 5000 Abos mehr als davor verlieren. Werte sind Fantasiewerte um die Rechnung zu veranschaulichen.

        D.h ohne absolute Zahlen sind die Werte wieder nutzlos.
      • Von HenneHuhn Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Straycatsfan
        ein Artikel ist eben immer so befangen wie sein Autor
        Bei allem, was nichts mit PCGHs Kerngeschäft und Print zu tun hat, würde ich mich mittlerweile weigern, das als „Artikel“ zu bezeichnen. Da das „Journalismus“ impliziert, der hier nicht mehr stattfindet. Mal ganz deutlich gesagt.
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