Geforce Now: Wegfall der Spiele von Activision Blizzard ist ein "Missverständnis"
Laut Nvidia soll der Verlust der Spiele von Activision Blizzard in Geforce Now durch ein Missverständnis entstanden sein. Nvidia ging davon aus, dass das Verlassen der Beta-Phase keine Neuverhandlung des bestehenden Vertrags erfordert - ganz im Gegensatz zu Activision Blizzard.
Am 4. Februar wurde Nvidias Streaming-Dienst Geforce Now nach einer halben Ewigkeit aus der Beta-Phase entlassen und steht somit endlich für alle Spieler zur Verfügung. Ganz reibungslos verlief der Launch allerdings nicht, denn kurz nach dem Verlassen der Beta verlor Nvidia die Spiele eines großen Publishers: Alle Titel von Activision Blizzard wurden aus dem Angebot entfernt.
Kein neuer Vertrag zum Release
Das betrifft beispielsweise Titel wie Call of Duty, Overwatch oder World of Warcraft, die nun nicht mehr über Geforce Now gespielt werden können. Für viele Spieler ist das ein großer Verlust gegenüber der Beta, während der diese Spiele noch zur Verfügung standen. Aus diesem Grund sah sich Nvidia offenbar zu einer Stellungnahme genötigt.
Laut dieser handelt es sich bei dem Vorfall schlicht um ein Missverständnis: Nvidia ging offenbar davon aus, dass durch das Verlassen der Beta-Phase keine neuen Verhandlungen mit Activision Blizzard notwendig wären, wohingegen Activision Blizzard einen neuen Vertrag wollte. Aus diesem Grund wurden die Spiele vorerst aus Geforce Now entfernt. Es besteht aber die Hoffnung, dass die beiden Unternehmen eine Einigung treffen können und die Spiele bald wieder bei Geforce Now verfügbar sein werden.
"Activision Blizzard has been a fantastic partner during the GeForce Now beta, which we took to include the free trial period for our founders membership. Recognizing the misunderstanding, we removed their games from our service, with hope we can work with them to re-enable these, and more, in the future."
Auch spannend: Cloud Gaming mit Geforce Now - macht es Nvidia besser?
Um über Geforce Now ein Spiel streamen zu können, müssen Abonnenten dieses besitzen und ihren jeweiligen Shop-Account mit dem Streaming-Dienst verknüpfen. Bei dem besagten Vertrag zwischen Activision Blizzard und Nvidia geht es also wohl nicht um die Rechte an den Spielen selbst, sondern um eine Lizenz, um die gekauften Spiele zu streamen. Es bleibt abzuwarten, ob auch andere Publisher nach dem Release von Geforce Now eine Nachverhandlung anstreben.
