Disney Plus: Bereitschaft zu höhren Abopreisen größer als bei Netflix
Die Bereitschaft zu höheren Abopreisen ist bei Disney Plus größer als bei Netflix. Das geht aus einer Analyse von Antenna hervor, wo 94 Prozent der Nutzer die indirekte Preiserhöhung akzeptiert haben sollen.
Während laut einer Forbes-Umfrage die Mehrheit Netflix bei Preiserhöhungen kündigen würde, ist die Lage bei Disney Plus weniger angespannt. Das Wall Street Journal hatte eine Analyse von Antenna für den US-Markt veröffentlicht und da waren 94 Prozent bereit, statt 7,99 US-Dollar bis zu 10,99 US-Dollar pro Monat für den Streaming-Service zu zahlen. Die Erhebung basiert auf der indirekten Preiserhöhung.
Das dürfte den Managern bei Disney nur recht kommen, denn da plant man ohnehin mit Preiserhöhungen. Noch vor den letzten Quartalszahlen attestierte das Management seinem Streaming-Service Disney Plus, dass dieser zu günstig ist. Dann kamen die ersten Zahlen 2023 auf den Tisch und seitdem geht es tumultartig bei Disney Plus an die Kosten. Ein Quartalsverlust von 1,5 Milliarden US-Dollar ließ die Alarmglocken schrillen: Personalentlassungen, Budgetstreichungen und scharfes Controlling, neue Lizenzmodelle.
Umso erfreuter wird man sein, dass man die Preise relativ ungestraft anheben kann. Disney wollte die Ergebnisse nicht kommentieren, hatte man doch auch erst die Preise indirekt erhöht. Als das werbefinanzierte Abonnement eingeführt wurde, ersetzte dieses das Standardabonnement und das werbefreie Angebot fortan zum höheren Preis als "Premium" geführt. Die eingangs erwähnten 94 Prozent wechselte kommentarlos zum teureren Angebot. Darauf basierend geht man davon aus, dass noch mehr Luft nach oben ist.
"In unserem Eifer, die weltweiten [Abonnements] zu steigern, haben wir uns, glaube ich, bei der Preisstrategie vertan, und wir fangen jetzt an, mehr darüber zu erfahren und uns entsprechend anzupassen", sagte Iger letzte Woche auf einer von der Investmentbank Morgan Stanley veranstalteten Konferenz. "Wir müssen aus der Preisperspektive eine Menge Rationalisierungsarbeit leisten, aber das ist ein Weg zur Profitabilität."
Disney Plus lebt in großen Teilen auch vom umfangreichen Angebot für Kinder. In den USA sind sogar die Kinderprofile werbefrei, selbst wenn ein werbefinanziertes Abo vorliegt. Das dürfte angesichts der Zahlen von Antenna auch kein großer Verlust sein, aber Disney entschied sich dennoch, den Katalog für diese Profile zu verkleinern. Wie es mit werbefinanzierten Abos in anderen Ländern steht, ist noch ungewiss, denn letztlich braucht man auch die Werbekunden.

Dann musst du das aber auch bei allen anderen Plattformen schreiben, denn dort sind genauso Leute wie du unterwegs die ähnliches von sich geben.
Bei ein günstigere Abo sind die Leute bereit etwas mehr zu zahlen, als die jenige die schon ein überteuertes Abo haben.