Disney: 5,5 Mrd. Kostensenkung betreffen auch Marvel und Disney [Update]
Trotz guter Ergebnisse schnallt Disney den Gürtel enger. Bei Disney Plus sind 2,4 Millionen Abos weg, man streicht 7.000 Jobs (3,2 %) und will 5,5 Milliarden US-Dollar Kosten sparen.
Original-Artikel vom 09.02.2023: Disney Plus beschert dem Konzern einen Milliardenverlust und die Tage machte bereits die Meldung die Runde, dass man die Strategie beim Lizenzgeschäft überdenkt. Nun wird das Ausmaß deutlicher: CEO Bob Iger muss vermelden, dass dem Streaming-Service 2,4 Millionen Abonnenten in einem Quartal abhandengekommen sind. Und das trotz des Weihnachtsgeschäftes. Es ist die erste Negativentwicklung für Disney Plus seit dem Launch im Jahr 2020 in den USA. Disney als Konzern indes steht gut da; das Fiasko beim Streaming bügeln unter anderem die Themenparks aus.
2,4 Millionen Disney Plus Abos weniger, 7.000 Jobs weg, 5,5 Mrd. Kostensenkung
Die Abonnentenzahlen muss man sich aber genauer anschauen: In den USA legte Disney Plus um 200.000 Abonnenten zu. Hulu liegt sogar 800.000 Abos im Plus und ESPN 600.000 Abos. Die Verluste kommen von Märkten unter anderem in Asien, wo Disney Plus Hotstar deutlich im Minus liegt. Ursache ist unter anderem der Verlust der Rechte an der dort populären Indian Premier League (IPL) für Cricket. In den USA bleibt die Disney-Gruppe der größte Streaming-Anbieter, gefolgt von Netflix und Amazon.
Bob Iger, der schon mal CEO bei Disney gewesen ist und Bob Chapek ersetzt, kündigte Transformationen an - trotz eines in Summe guten Ergebnisses. Die werden ohne Frage das Streaming-Geschäft mit Disney Plus und Hulu sowie ESPN betreffen. "Nach einem soliden ersten Quartal beginnen wir mit einer bedeutenden Umstrukturierung, die das Potenzial unserer erstklassigen Kreativteams und unserer unvergleichlichen Marken und Franchises maximieren wird. Wir glauben, dass die Arbeit, die wir leisten, um unser Unternehmen rund um die Kreativität umzugestalten und gleichzeitig die Kosten zu senken, zu nachhaltigem Wachstum und Profitabilität für unser Streaming-Geschäft führen wird, uns besser positioniert, um zukünftige Störungen und globale wirtschaftliche Herausforderungen zu überstehen und Wert für unsere Aktionäre zu schaffen."
Transformation bedeutet bei Disney aber auch Entlassungen: 7.000 Stellen stehen zur Disposition, 3,2 Prozent der Belegschaft. Das ist Teil eines Plans, die Kosten um 5,5 Milliarden US-Dollar zu reduzieren - 2,5 Milliarden sollen außerhalb des Contents gespart werden, bei Marketing und Arbeit. Beim Content wird man alles genau beäugen, so Iger, um im kompetitiven Umfeld mit steigenden Kosten zu bestehen. Beim Sport indes möchte man nicht durchgreifen, weil das Segment positiv läuft.
Das Unternehmen wird zudem in drei Kerngeschäfte reorganisiert: Entertainment, Sport (ESPN) und Parks, Experiences and Products. Disney machte mit Konsumenten 13 Prozent mehr Umsatz im Vergleichszeitraum, generierte aber 78 Prozent mehr operativen Verlust - das wird auf Content- und Technologiekosten bei Disney Plus und Hulu zurückgeführt. ESPN Plus indes lief erfreulich. Disney Plus soll im Fiskaljahr 2024 profitabel werden. Das Abo mit Werbung soll dabei helfen und der CFO sei mit dem Start zufrieden.
Quelle: Disney
Marvel und Star Wars müssen sparen
Update vom 19.02.2023: Disneys CEO Bob Iger hat das Sparprogramm genauer umrissen und wird bei Marvel und Star Wars die Kostenbremse aktivieren. Bob Iger fordert "besser kuratierte" Veröffentlichungen des "außergewöhnlich teuren" Inhalts. "Wir wollen die Qualität auf dem Bildschirm, aber wir müssen auch sehen, was sie uns kosten." - "Es wird eine gewisse Strenge bei Marvel und im gesamten Unternehmen herrschen", sagt ein Unternehmensinsider. "Zahlen sind jetzt wichtig, und die Kosten werden dargelegt und durchgesetzt." - "Das Tempo, in dem wir die Disney-Plus-Shows herausbringen, wird sich ändern", kommentiert Kevin Feige, verantwortlich für Marvel. PCGH hatte über die Maßnahmen berichtet.

Ich habe aktuell kein Disney+, daher aus der Erinnerung:
Ich glaube das ging unter "Details", zum jeweiligen Film / Serie.
Wenn es möglich ist, sollte da dann eine Zeile auftauchen in der man ein Haken setzen, bzw. entfernen kann.
Ich hab auch immer über den Browser geschaut, nicht über eine App, möglich das es Unterschiede gibt.
Das meine Aussage dich so etwas hervorbringen lässt, zeigt das du dich persönlich angegriffen fühlst.
Ist Emphatie aufzubringen für dich so schlimm, das du so toxisch reagieren musst?
7000 Stellen betreffen 7000 Menschen, ob das im Verhältnis zur gesammten Belegschaft gering ist oder nicht macht für diese Menschen keinen Unterschied. Und wie dein Vorredner schon angemerkt hatte, ist es in den USA keine Seltenheit, das man seinen Lebensunterhalt mit mehr als nur einem Job bestreiten muss.
Eine Abfindungen stellt kein geregeltes Einkommen dar und bietet nur für einen begrenzten Zeitraum finanziele Sicherheit, ein schwacher Trost. Und exorbitante Abfindungen in Form einer Frührente vergeben solche Konzerne nicht ohne einen Rechtsstreit, welcher für den Ex-Mitarbeiter/Kläger eine zusätzliche finanziele Belastung darstellt und somit für Viele unerreichbar bleibt.
Es läuft nunmal nicht so wie in einem US-Film.
Allerdings hat Disney wie auch andere Tech- und Unterhaltungsriesen während er Corona Zeit massiv Stellen aufgebaut und jetzt, da alles wieder vorbei ist, entfallen eben auch diese Stellen wieder.
Da ich ein wenig im US-Stellenmarkt bewandert bin:
Das hört sich in D. dramatischer an, als es für den normalen US-Bürger tatsächlich ist.
Die Allermeisten haben 2-3 Jobs mit deutlich mehr als 60 h/Woche (für uns unvorstellbar) um ähnlichen Wohlstand zu haben, wie bei uns. Es dürften sich also um überwiegend Teilzeitjobs mit 20-30 h handeln.
Und über 70% des Bruttosozialprodukts in den USA wird über Konsumentenausgaben bestritten.
Derzeit findet man unglaublich viele Jobs in solchen Branchen, sprich, die 7.000 Entlassenen werden mehr oder weniger schon am selben Tag einen anderen Job haben.
Und evtl. ist sogar der eine oder andere froh, aus solch einer Tech-Firmen-Kessel-Spirale zu entkommen.
Ich habe Bekannte, die ca. 100 km vom eigentlichen Silikon Valley für ein kleines Häuschen über 4.500 US Miete in der Woche zahlen müssen.
Das muss man erst einmal verdienen...
Die ganzen Sachen die Disney gehypt hat kratzen mich wenig. She Hulk, Wakanda Forever, StarWars Serien... etc
Ich glaub Deadpool 2 kuck ich mir noch an und lass dann das Abo erst mal ruhen (also kündigen bis was interessantes kommt)
Keine Ahnung wieso ich das Ding noch am Laufen hab. ^^