Amazon Prime Video: Kritik vom Verbraucherschutz

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Amazon Prime Video: Kritik vom Verbraucherschutz
Quelle: Foto von Thibault Penin auf Unsplash

Amazons intransparenter Umgang mit den Werbeeinblendungen in Prime Video sorgt für Kritik vom Verbraucherschutz. Selbst im Bestellprozess des Streaming-Diensts wird man nicht immer darauf hingewiesen, dass man Werbung zu sehen bekommt.

Die anfang des Monats umgesetzten Änderungen an Amazons Streaming-Dienst Prime Video sorgen weiterhin für Unmut. Seit drei Wochen bekommen alle Nutzer des Abonnements störende Werbeeinblendungen zu sehen. Für die zuvor übliche Werbefreiheit wird ein Aufpreis verlangt. Zudem hat Amazon aus dem Basisabonnement Funktionen entfernt: Videos werden künftig ohne Dolby Vision oder Dolby Atmos ausgespielt, und Watch Party - eine Funktion zum gemeinsamen Anschauen von Filmen und Serien - kann nicht mehr genutzt werden.

Fehlende Transparenz

Auf all diese Änderungen weist Amazon zugleich kaum hin: Lediglich zum Einblenden von Werbung gab es Rundmails an Abonnenten, in denen diese informiert wurden. Eigentlich hätte Amazon zunächst aber die Zustimmung der Kunden einholen müssen, da es sich dabei um eine versteckte Preiserhöhung handelt. Zudem werden auch Neukunden nicht immer darauf hingewiesen, dass sie inzwischen Werbung zu sehen bekommen. In den AGB gibt es darauf keinen Hinweis, und je nach Bestellseite wird die Werbung auch im Buchungsprozess nicht erwähnt.

All diese Praktiken haben längst den Verbraucherschutz auf den Plan gerufen. Laut Golem kommentierte beispielsweise Michael Hummel, Referatsleiter Recht bei der Verbraucherzentrale Sachsen, die Praktiken wie folgt:

"Amazon ist Kunden gegenüber unehrlich. Wenn die Werbeschaltungen nicht transparent erwähnt werden, wird ein wesentlicher Nachteil verschwiegen und es liegt juristisch ein Mangel vor."

Passend zum Thema: Amazon Prime Video: Werbung nervt die Nutzer

Immerhin: Der fehlende Hinweis in den AGB sorgt dafür, dass das Abonnement jederzeit beendet werden kann - Amazon muss sich hier an geltendes Recht halten. Zudem dürften die verschiedenen Intransparenzen in eine Klage des Verbraucherschutzes einfließen, die derzeit vorbereitet wird. Inwiefern diese Erfolg haben und Besserung für die Kunden bringen wird, ist derzeit aber unklar. Vorerst kann man damit nur selbst mit einem Musterbrief Einspruch erheben oder einfach Prime Video kündigen und sich den zahlreichen Alternativen zuwenden.

Quelle: Golem

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    • Kommentare (9)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Neo1972 PC-Selbstbauer(in)
        Keine Mail, keine Werbung bisher. Allerdings kennt Amazon auch meine Einstellung zu Werbung. Ich habe (was kaum jemand macht) der Nutzung und Weitergabe meiner Daten zu Werbezwecken wiedersprochen. Mache ich bei allen Unternehmen. Fazit:Briefkasten leer und keine nervenden Werbemails usw. auch nicht von Google. Wer alles brav abnickt ist selber schuld und darf nicht jammern.
      • Von Neo1972 PC-Selbstbauer(in)
        Keine Mail, keine Werbung bisher. Allerdings kennt Amazon auch meine Einstellung zu Werbung. Ich habe (was kaum jemand macht) der Nutzung und Weitergabe meiner Daten zu Werbezwecken wiedersprochen. Mache ich bei allen Unternehmen. Fazit:Briefkasten leer und keine nervenden Werbemails usw. auch nicht von Google. Wer alles brav abnickt ist selber schuld und darf nicht jammern.
      • Von Cuxpat Schraubenverwechsler(in)
        Ich habe von Amazon noch nicht einmal eine solche Email bekommen. Auch nicht im Spam-Ordner
      • Von ichthys88 PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Rhadon
        Ich weiß es nicht.
        Ich auch nicht.
      • Von Rhadon Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von ichthys88
        Wie kann ich als Nicht-Student einen Studententarif abschließen?
        Ich weiß es nicht.
      • Von ichthys88 PC-Selbstbauer(in)
        Wie kann ich als Nicht-Student einen Studententarif abschließen?
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