Account-Sharing: Disney Plus macht Ernst
Neben steigenden Preisen im November müssen sich Disney-Plus-Kunden auch auf Maßnahmen gegen Account-Sharing einstellen.
Zum 1. November hatte Disney Plus bereits Preiserhöhungen und eine Umstrukturierung des Abo-Modells angekündigt. Kurzum wird es teurer und Disney Plus adaptiert das Modell von Netflix, wo für mehr Qualität auch mehr bezahlt werden muss. Statt 8,99 Euro monatlich und 89,99 Euro jährlich sind sodann im "Premium"-Modell 11,99 Euro und 119,90 Euro fällig.
Maßnahmen gegen Account-Sharing
Da die Preiserhöhung recht ordentlich ist, steigt natürlich auch die Gefahr des Account-Sharings. Dem will man mit einer Anpassung der Nutzungs- und Geschäftsbedingungen entgegenwirken, die zum 1. November scharfgeschaltet werden soll. In Kanada ist das bereits Realität und Kunden wurden per Mail darüber informiert, dass das Teilen des Kontos mit Nutzern außerhalb des eigenen Haushaltes mit Zusatzgebühren einhergeht. Auch hier adaptiert man das Modell von Netflix.
Wie sich das ganze Thema weltweit entfaltet und was Account-Sharing kosten wird, ist im Moment noch ungeklärt. Da sich Disney aber sehr nah an Netflix orientiert, dürfte es auch finanziell nicht weit davon weg sein. Im August hatte Konzern-CEO Bob Iger die Jagd auf Account-Sharer eröffnet. "Wir haben bereits die technischen Möglichkeiten, vieles davon zu überwachen", so Iger zum Account-Sharing. "Ich werde keine spezifische Zahl nennen, sondern nur sagen, dass sie signifikant ist".
Preiserhöhung im November
In den Märkten Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Schweiz, Italien, Spanien, Norwegen, Schweden und Dänemark wird ein teils werbefinanziertes Standard-Abonnement eingeführt, das 5,99 Euro monatlich kosten wird. Ferner wird es ein Standard-Abo ohne Werbung für 8,99 Euro monatlich geben und das Premium-Abo für 11,99 Euro. Wie zuvor bietet Disney Plus Jahresabonnements an, die etwas günstiger sind. Das Standard-Abo kostet als Jahresabo 89,90 Euro und das Premium-Abo kostet 119,90 Euro. Zum Vergleich: In den USA werden für Disney Plus mit Werbung 7,99 US-Dollar plus Steuer aufgerufen; ohne Werbung 13,99/139,99 US-Dollar - es wird nicht zwischen Standard und Premium unterschieden.
| Standard (Werbung) | Standard | Premium | |
|---|---|---|---|
| Werbung | ✓ | ✗ | ✗ |
| Preis (monatlich) | 5,99 € | 8,99 € | 11,99 € |
| Preis (jährlich) | - | 89,90 € | 139,90 € |
| Video | max. Full HD | max. Full HD | max. 4K/UHD + HDR |
| Audio | Stereo 5.1 | Stereo 5.1 | max. Dolby Atmos |
| Streams | 2 | 2 | 4 |
| Downloads | ✗ | ✓ | ✓ |
"Bestehende Kunden in Deutschland werden über den 1. November hinweg ihr derzeitiges Monats- und Jahresabo zum bestehenden Preis beibehalten - zukünftige Änderungen vorbehalten. Dieses wird automatisch in 'Premium' umbenannt und zudem haben bestehende Kunden die Möglichkeit, auf das Modell 'Standard mit Werbung' zu wechseln." Vor Kurzem hatte man zudem den Group Watch abgeklemmt und viel diskutiert war auch das Ende von einigen Serien im Streaming-Service.

Generationen die fast nur dieses Disney Star Wars kennen. Du als alter Fan bist für Disney irrelevant.
Früher war nur (und einzig) Netflix Premium Pflicht.
Wenn man sich allerdings wirklich mal seit Corona, und der Maßnahme das die Bitrate reduziert wurde, die Qualität anschaut stellt man kaum ein Unterschied zu Netflix Standard fest. (Ich sagte kaum, nicht gar nicht).
Habe daher einfach zu mein ohnehin vorhandenen Telekom Anschluss mit Magenta TV das Streaming Paket gewählt was Netflix Standard / D+ und anderen Quatsch beinhaltet, dafür mit festen Preis und Laufzeit. Bisher bin ich echt nicht böse drum... Wenn die Laufzeit davon um ist, dann mal sehen ob noch irgendwas davon bleibt.
Netflix wird immer mal wieder gesehen. D+ sehr selten. Prime Video (Auch nur wegen Versand) gar nicht.
Nebenher wächst mein Plex Homeserver aber stätig weiter an.
Wenn ich nicht Teilen soll, dann gebt mir ein 4k Paket mir nur einem möglichen Stream für etwas weniger Geld...
Ist das so schwer?
Andernfalls können die 4 möglichen Parallelen Streams in einen Haushalt (!) durchaus Sinn machen...
Ich weiß das fällt in diesem Land schwer zu glauben, aber es gibt durchaus noch Familien mit mehreren Kindern und teils sogar Kindern die nicht mit 18 sofort ausgezogen sind.