Amazon Fire TV: Seit 2014 über 150 Millionen Mal verkauft & bald im Auto
Laut Amazon sind inzwischen mehr als 150 Millionen Fire TV verkauft worden. Zudem hat man Kooperationen mit Autoherstellern angekündigt.
Im Jahr 2014 startete Amazon den ersten Fire TV Stick, damit Kunden auch am Fernseher Zugriff auf Filme und Serien von Amazon erhalten. Damals waren smarte TVs, Fernseher mit Internetzugang und App-Store eine Seltenheit. Selbst Jahre später haben viele Nutzer ihre TVs nicht mit dem Internet verbunden, weil die App-Auswahl in den Stores der TV-Hersteller sehr klein ausfällt und die Bedienung nicht immer intuitiv gelingt. Folglich behaupten sich Streaming-Boxen wie der Fire TV Stick, die mit vielen Apps und einer angepassten UI einiges zu bieten haben. Laut Amazon sind seit dem Marktstart bis Ende 2021 mehr als 150 Millionen Fire-TV-Geräte verkauft worden.
Auf dieser Seite
Fire OS basiert auf Android - eine Modellübersicht
Bei Fire-TV-Geräten ist es üblich, dass Software-Aktualisierung nicht übersprungen werden können. Falls der auf den Streaming-Geräten zur Verfügung stehende Speicherplatz ausreicht, wird ein neues Betriebssystem automatisch heruntergeladen und installiert. Fire OS7 basiert auf Android-Version 9 und verzichtet dabei auf alle Google-Dienste wie den Playstore. Seit der Startseitenversion 6300180.1 gibt es bei Fire-TV-Geräten erstmals die Möglichkeit, bis zu sechs verschiedene Nutzerprofile mit eigenen Watchlisten anzulegen. Aktuell offeriert Amazon fünf verschiedene Streaming-Boxen, die sich allesamt durch verschiedene Features voneinander unterscheiden, aber alle auf ARM-Chipsätze des taiwanesischen Herstellers Mediatek setzen. Folgende Streaming-Boxen bietet Amazon als aktuelle Modelle an:
- Fire TV Stick Lite als Einstiegsmodell. Im Inneren gibt es einen Quad-Core-Prozessor Mediatek MT8695D, 1 GByte RAM, 8 Gigabyte interner Speicher und Unterstützung für maximal Full-HD sowie HDR10, HDR 10+ und HLG. Kostenpunkt: 30 Euro (UVP).
- Fire TV Stick (3. Generation). Im Inneren gibt es einen Quad-Core-Prozessor Mediatek MT8695D, 1 GByte RAM, 8 Gigabyte interner Speicher und Unterstützung für maximal Full-HD sowie HDR10, HDR 10+ und HLG. Neu ist hier die Alexa-Fernbedienung der dritten Generation. Zudem wird Dolby Atmos als Audioformat unterstützt. Kostenpunkt: 40 Euro (UVP).
- Fire TV Stick 4K als Mittelklassemodell. Im Inneren arbeitet der Quad-Core-Prozessor Mediatek MTK8695+MT7668, 1,5 GByte DDR4-RAM, 8 Gigabyte interner Speicher. Es wird Dolby Atmos als Audioformat unterstützt sowie aufseiten der Videoformate UHD-Auflösung mit HDR10, HDR10+, HLG und Dolby Vision. Kostenpunkt: 60 Euro (UVP).
- Fire TV Stick 4K Max. Im Inneren arbeitet der Quad-Core-Prozessor Mediatek MTK8695+MT7668, 2 GByte DDR4-RAM, 8 Gigabyte interner Speicher. Die Max-Version bringt Support für Wi-Fi 6 mit. Es wird Dolby Atmos als Audioformat unterstützt sowie aufseiten der Videoformate UHD-Auflösung mit HDR10, HDR10+, HLG und Dolby Vision. Kostenpunkt: 65 Euro (UVP).
- Fire TV Cube, 2. Generation als Top-Modell. Im Inneren werkelt der Hexa-Core-Prozessor Mediatek S922X samt Mali G52-MP2-Grafikchip, 2 GByte DDR4-RAM und 16 Gigabyte internem Speicher. Es wird Dolby Atmos als Audioformat unterstützt sowie aufseiten der Videoformate UHD-Auflösung mit HDR10, HDR10+, HLG und Dolby Vision. Zudem sind Alexa-Mikrofone direkt im Gehäuse eingebaut. Kostenpunkt: 120 Euro (UVP).
Neben diesen Streaming-Boxen gibt es auch Smart-TVs mit integriertem Fire TV. So gibt es etwa diverse Fernseher von Grundig, auf denen Fire OS läuft und eine entsprechende Fernbedienung samt Alexa-kompatiblem Mikrofonen mitgeliefert wird.
Amazon bringt den Fire TV bald zu BMW, Ford und Opel
Neben den Fire-TV-Geräten hat Amazon die Kooperation mit Autoherstellern angekündigt. So ist der Fire TV Bestandteil des erstmals auf der CES 2022 gezeigten BMW Theater Screens. Zudem wird es in künftigen Modellen von Ford Touchscreens an der Kopfstütze der Vordersitze geben, auf denen ebenfalls Fire TV läuft. Mit dem Automobilkonzern Stellantis hat Amazon sogar eine noch tiefgreifendere Kooperation vereinbart. So wird es künftig bei Opel, Jeep & Co. neben den Touchscreens für die Fondpassagiere auch weitere Amazon-Services geben. Stellantis will auf die Amazon Web Services setzen, sodass hierauf die bereits angekündigten kostenpflichtigen Abonnements basieren. Zudem wird die Sprachsteuerung Alexa ab dem Jahr 2024 in alle neu auf dem Markt erscheinenden Fahrzeuge bringen.
Bildergalerie
Um den Fire TV im Auto nutzen zu können, benötigt man ein Amazon-Nutzerkonto und eine kostenpflichtige Internetverbindung, die man ausschließlich über den Autohersteller buchen kann, da alle entsprechend ausgestatteten Fahrzeuge über eine E-SIM verfügen, die vom Autobauer kontrolliert wird. Eltern können auch bestimmen, wie lange der Nachwuchs auf den Rücksitzen den Fire TV nutzen und welche Sendung angesehen werden darf. Um den Fahrer nicht zu stören, kann man an die Displays im Fond drahtlose Kopfhörer anschließen.
Ebenfalls lesenswert: Halbleitermangel: Opel-Mutterkonzern Stellantis entwickelt eigene Chips
Sammlung zu Verkaufszahlen und Zukunft von Amazon Fire TV:
- Wie Amazon mitgeteilt hat, wurden zwischen dem Marktstart im Jahr 2014 und Ende 2021 weltweit über 150 Millionen Amazon Fire TV verkauft.
- Aktuell offeriert Amazon fünf verschiedene Fire TV Sticks sowie Fernseher mit integriertem Fire TV.
- Künftig soll Fire TV auch in Autos einziehen. Hierzu hat Amazon mit BMW den Theater Screen vorgestellt. In Fahrzeugen von Ford soll es Touchscreens mit Fire OS für die Fondpassagiere geben.
- Mit Stellantis hat Amazon eine umfangreiche Kooperation angekündigt, die neben Touchscreens für Fondpassagiere samt Fire OS auch die Integration der Sprachsteuerung Alexa vorsieht. Zudem nutzen Opel & Co. AWS als Cloud-Anbieter.
Quellen: Amazon (1), Amazon (2), Reuters, Twitter

Ist der für Fernseher die noch nicht Internet fähig sind? Also keine Smart TVs?
Ist der für Fernseher die noch nicht Internet fähig sind? Also keine Smart TVs?
Ist der für Fernseher die noch nicht Internet fähig sind? Also keine Smart TVs?