Steam Deck 2: Neuer Handheld-PC kommt, aber wann?

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Steam Deck 2: Neuer Handheld-PC kommt, aber wann?
Quelle: Valve / Montage: Sven Bauduin

Spieler, welche auf die zweite Generation des Steam Deck und Steam Deck OLED warten, werden sich möglicherweise noch Jahre gedulden müssen. Valve hat nach wie vor noch keine Hardware-Basis für seinen Next-Gen-Handheld-PC im Blick.

Das Steam Deck und SteamOS haben das Segment der Handheld-PCs seit 2022 praktisch im Alleingang wiederbelebt und sind auch wirtschaftlich ein riesiger Erfolg für Valve. Spieler, die sehnlichst auf die zweite Generation des Handheld-PCs warten, werden sich aber möglicherweise noch Jahre gedulden müssen, denn die Entwickler haben nach wie vor noch keine Hardware-Basis für seinen Next-Gen-Handheld-PC ausmachen können. Valve möchte mehr als 50 Prozent Mehleistung bei einer mindestens gleichbleibend hoher Effizienz liefern und das kann dauern.

Valve arbeitet "hart" am nächsten Steam Deck

Ein "Steam Deck 2" werde es erst dann geben, wenn die dafür verfügbare Hardware "einen echten Generationssprung" ermöglicht, hatte Lawrence Yang, Produktdesigner bei Valve, bereits im Oktober 2024 im Interview mit Reviews.org ganz offiziell bestätigt und damit die Hoffnungen auf ein baldiges Release gedämpft.

"Wir wollen einen richtigen Nachfolger für das Steam Deck machen, aber vieles davon ist stark an die Leistung gebunden. Damit wir etwas als Steam Deck 2 bezeichnen können, muss auch die Leistung eine Generation höher ausfallen. Wir arbeiten aber daran."

— Lawrence Yang, Produktdesigner bei Valve

Im Hinblick auf eine mögliche Vorstellung oder gar ein Release eines potenziellen Nachfolgers des Steam Deck und des Steam Deck OLED werden sich Spieler daher definitiv noch gedulden müssen, wie der Entwickler unmissverständlich klarstellte.

"Es ist uns wichtig, und wir haben versucht, wirklich klar zu sein, wir machen nicht diese jährlichen Releasezyklen."

— Lawrence Yang, Produktdesigner bei Valve

Auch Pierre-Loup Griffais, seines Zeichens einer der führenden Entwickler des Steam Deck und Steam Deck OLED, sagte, man "sicherstellt, dass es ein lohnenswertes Leistungs-Upgrade ist, um als eigenständiges Produkt sinnvoll zu sein". Das unterschrieb Lawrence Yang dann abermals mit folgender Aussage.

"Wir wollen also wirklich auf einen Generationssprung bei der Rechenleistung warten, ohne die Akkulaufzeit zu beeinträchtigen, bevor wir die echte zweite Generation von Steam Deck auf den Markt bringen."

— Lawrence Yang, Produktdesigner bei Valve

Gegenüber der Website IGN gab Pierre-Loup Griffais nach der Veröffentlichung des neuen Steam Controller (Test) abermals ein Update zur Situation um ein mölgiches Release des Steam Deck 2. Auch er machte keine Hoffnungen auf eine baldige Ankündigung, sondern gab sich eher kryptisch und verklausuliert.

"Wenn man sich unsere Hardware-Projekte über die Jahre ansieht, lässt sich ganz offensichtlich eine direkte Verbindung von dem ursprünglichen Steam Controller und der Steam Machine über das Steam Deck bis hin zu allem ziehen, was wir dieses Jahr ankündigen und ausliefern."

"Wir gehen davon aus, dass es beim Steam Deck 2 ganz ähnlich sein wird - vieles von dem, was wir jetzt tun, liefert die Erkenntnisse, auf denen es aufbauen wird."

— Pierre-Loup Griffais, Entwickler bei Valve

"Wir arbeiten hart daran", sagte der Entwickler im Hinblick auf das Steam Deck 2, das sich an den "Fortschritten im Bereich Silizium und Architektur" orientieren werde und erst dann Sinn ergebe, wenn der Leistungssprung mehr als 50 Prozent bei einer gleichbleibenden hohen Effizienz betrage.

"Wir sind nicht daran interessiert, einen Punkt zu erreichen, an dem wir 20, 30 oder 50 Prozent mehr Leistung bei gleicher Akkulaufzeit haben."

"Wir wollen etwas, das sich deutlicher davon abhebt. Deshalb haben wir uns an den Fortschritten im Bereich Silizium und Architektur orientiert, und ich denke, wir haben eine ziemlich genaue Vorstellung davon, wie die nächste Version des Steam Deck aussehen wird."

"Aber derzeit gibt es auf dem Markt - im Bereich der SoCs [System-on-a-Chip] - keine Angebote, von denen wir glauben, dass sie wirklich ein Steam Deck mit Next-Gen-Performance ermöglichen würden."

— Pierre-Loup Griffais, Entwickler bei Valve

Das Steam Deck orientiert sich dahingehend viel mehr an klassischen Spielkonsolen, wie der Playstation 5 oder Xbox Series X|S, welche auch auf (Custom-)PC-Hardware setzen, aber für gewöhnlich über Jahre unverändert am Markt verbleiben. Neben gesteigerter Rechenleistung stehen zudem auch die Effizienz und die daraus resultierende Akkulaufzeit im Fokus der Handheld-Entwickler von Valve.

"Wir wollen also wirklich auf einen Generationssprung bei der Rechenleistung warten, ohne die Akkulaufzeit zu beeinträchtigen, bevor wir die echte zweite Generation von Steam Deck auf den Markt bringen."

— Lawrence Yang, Produktdesigner bei Valve

Wie Valve in Person von Lawrence Yang, Yazan Aldehayyat und Pierre-Loup Griffais bereits mehrfach deutlich gemacht haben, wird auch ein kommendes "Steam Deck 2" erneut auf eine Custom-APU setzen, welche auf höchstmögliche Effizienz ausgelegt sein wird. In dem für Handheld-PCs so essenziellen TDP-Bereich von 7 bis 15 Watt skaliert ohnehin keiner der Mobilprozessoren äquivalent oder gar besser als die Aerith-APU und die Sephiroth-APU. Bislang ist das wohl eher nicht der Fall.

Effizienz und Akkulaufzeit genießen Prioriät

"Wir wollen auch nicht, dass die höhere Leistung auf Kosten der Energieeffizienz und der Akkulaufzeit geht. Ich gehe nicht davon aus, dass ein solcher Sprung in den nächsten Jahren möglich sein wird (...)", erklärte Pierre-Loup Griffais. Das Entwicklerteam beobachtet die Entwicklung aber weiterhin genau.

Steam Deck 2 wohl nicht vor 2028

Ein potenzielles Steam Deck 2 wird wohl voraussichtlich nicht vor 2028 erscheinen, wenn überhaupt, wie Kepler_L2 im NeoGAF-Forum bestätigt hat. In Stein gemeißelt ist diese Aussage allerdings nicht. Valve selbst hat sich bislang noch nicht zu einem potenziellen Release-Zeitraum geäußert und so könnte möglicherweise auch Ende kommenden Jahres ein Steam Deck 2 erscheinen. Einem Steam Deck 2 mit den neuesten Ryzen Z2 hat Valve aber bereits ganz klar eine Absage erteilt.

"Es gibt und es wird kein Steam Deck mit Ryzen Z2 geben."

— Pierre-Loup Griffais, Entwickler bei Valve

Die Gerüchte kamen auf, nachdem AMD im Rahmen seiner Vorstellung des Ryzen Z2, Ryzen Z2 Extreme und Ryzen Z2 Go auf der CES 2025 eine Folie gezeigt hatte, auf der unter anderem auch das aktuelle Steam Deck OLED zu sehen war.

"Vermutlich sollte die Folie aussagen, dass die Serie für Produkte dieser Art gedacht ist, ohne etwas Konkretes anzukündigen."

— Pierre-Loup Griffais, Entwickler bei Valve

Wie schon beim Steam Deck und Steam Deck OLED wird Valve wohl auch bei einem Steam Deck 2 voraussichtlich wieder auf eine Custom-APU von AMD setzen, welche wiederum in einem TDP-Bereich von 7 bis 15 Watt angesiedelt sein wird. Die APU dürfte voraussichtlich eerneut von AMD Semi Custom Solutions stammen.

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Quelle: Valve via IGN [ 1 ] [ 2 ]

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    • Kommentare (14)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von El-Mug Schraubenverwechsler(in)
        Die meisten Spiele kommen ja sowieso für alle Systeme raus.

        Die paar PC-Exclusives sind jedenfalls nicht viel wert...

        So gesehen ist die Schnittmenge über 90%.
      • Von El-Mug Schraubenverwechsler(in)
        Die meisten Spiele kommen ja sowieso für alle Systeme raus.

        Die paar PC-Exclusives sind jedenfalls nicht viel wert...

        So gesehen ist die Schnittmenge über 90%.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Pu244
        Die Zahl der Leute, die einfach irgendwas (mobil) zocken wollen und denen es egal ist, was das ist, dürfte quasi nicht vorhanden sein. Das zeigt sich auch in den Verkaufszahlen. Das Steamdeck ist keine Gefahr, für Nintendo.
        Ich kenne jedenfalls Leute, die auf einer Switch auch Spiele spielen, die es auch für den PC gibt. Die haben die Switch aber zumindest teilweise länger als es das Deck gibt. Einige werden auch einfach beides zocken wollen und dann beschließen, dass es günstiger ist, eine Switch zu kaufen, als einen PC oder ein Deck und eine Switch. Da muss man ja auch Einsteiger ohne jahrelang gewachsene Bibliothek und Gelegenheitsspieler miteinbeziehen.
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von empy
        Ganz so weit würde ich vielleicht nicht gehen, ich denke, dass es da schon eine gewisse Schnittmenge gibt. Aber was man halt bei der Switch vielleicht gegenüber dem Deck spart oder mehr bekommt, zahlt man halt später für die Spiele drauf.
        Die Schnittmenge ist extrem klein. Eine Switch 2 kauft man sich, wenn man Nintendospiele zocken will. Da steht man dann mit dem Steamdeck im Regen, wenn man keinen Emulator nutzen will und auch dann kann man keine Switch 2 Spiele zocken. Ein Steamdeck holt man sich, wenn man seine PC Spiele mobil zocken will. Da schaut man dann mit der Switch blöd drein.

        Die Zahl der Leute, die einfach irgendwas (mobil) zocken wollen und denen es egal ist, was das ist, dürfte quasi nicht vorhanden sein. Das zeigt sich auch in den Verkaufszahlen. Das Steamdeck ist keine Gefahr, für Nintendo.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von wanderfalke1988
        Sind denn die ARM GPUs schon so weit?
        Selbst die Switch2 greift auf eine Nvidia GPU zurück.
        Die Switch 2 nutzt aber auch eine ARM-CPU. Von daher sehe ich keinen Grund, warum man nicht prinzipiell auch AMD-Grafik mit einer ARM-CPU nutzen können sollte. Wobei die Frame wohl scheinbar die Adreno-Grafik aus dem Snapdragon nutzt. Ich denke aber auch eher nicht, dass das neue Deck mit ARM-CPU kommt, auch wenn ich das spannend fände und mir das x86-Duopol eigentlich nicht schnell genug aufgebrochen werden kann. Von mir aus könnte es auch direkt mit RISC-V weitergehen, aber da ist man vermutlich einfach noch nicht weit genug und wenn man von x86 auf ARM kommt, kommt man vermutlich über einen ähnlichen Weg von da aus auch auf RISC-V.
        Zitat von Pu244
        Die beiden sind keine Konkurrenten, da sie komplett verschiedene Märkte bedienen.
        Ganz so weit würde ich vielleicht nicht gehen, ich denke, dass es da schon eine gewisse Schnittmenge gibt. Aber was man halt bei der Switch vielleicht gegenüber dem Deck spart oder mehr bekommt, zahlt man halt später für die Spiele drauf.
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von El-Mug
        Valve hat halt ein großes Problem: Die Switch 2 mit Nvidia SoC. Die bringt gleichwertige, teilweise sogar bessere Grafik auf den Schirm, weil Nvidias DLSS der Konkurrenz haushoch überlegen ist. Und das mit einem eigentlich nicht konkurrenzfähigem, weil uralten Chipdesing und Fertigungsnode.
        Die beiden sind keine Konkurrenten, da sie komplett verschiedene Märkte bedienen.
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