SteamOS für Geforce: "Wir kooperieren sehr eng mit Nvidia"
Valve arbeitet gemeinsam mit Nvidia an der Treiberunterstützung für SteamOS, das bestätigt Entwickler Pierre-Loup Griffais gegenüber The Verge. Spieler mit Geforce-GPU müssen sich aber gedulden: Der Support kommt nicht mehr in diesem Jahr.
Wer SteamOS abseits von Steam Deck und Steam Machine auf einem eigenen Gaming-PC mit Geforce-Grafikkarte betreiben möchte, bleibt bislang außen vor. Genau an diesem Punkt setzt Valve an und nennt im Gespräch mit The Verge erstmals eine konkrete Perspektive für Nvidia-Hardware.
Valve und Nvidia arbeiten gemeinsam an SteamOS-Grafiktreiber
Valve hat bestätigt, ein wachsendes Team auf die Treiberunterstützung von Nvidias Geforce-Grafikkarten unter SteamOS angesetzt zu haben. Der Entwickler Pierre-Loup Griffais erklärte gegenüber The Verge, man arbeite "sehr eng" mit dem US-Hersteller aus Santa Clara zusammen; eine fertige Lösung liege jedoch noch in der Ferne.
Das jüngst veröffentlichte finale Release von SteamOS 3.8, welches auch auf der neuen Steam Machine (Test) zum Einsatz kommt, unterstützt die Installation auf dem Desktop-PC, bleibt bei der Grafikhardware aber offiziell auf die Radeon-Grafikkarten von AMD beschränkt.
Geforce-Support für SteamOS lässt weiter auf sich warten
Eine fertige Treiberlösung für Geforce-Grafikkarten unter SteamOS stellt Valve für das Jahr 2026 ausdrücklich noch nicht in Aussicht. Die Hürden, die hierfür überwunden werden müssen, sind schlicht und ergreifend noch zu hoch.
Pierre-Loup Griffais beschreibt die Arbeit an den Nvidia-Grafiktreibern als ein Vorhaben, welches derzeit vor allem im Hintergrund laufe. Einen Termin nennt der Entwickler nicht und dämpft damit die Erwartungen jener Spieler, die auf eine zeitnahe Geforce-Unterstützung gehofft hatten.
Branchenbeobachter wie das US-Portal PCWorld rechnen frühestens gegen Ende 2026 mit ersten Treibern, eher jedoch im Folgejahr, wie unter anderem VideoCardz zusammenfasst. Für Valve ist der lange Vorlauf nachvollziehbar:
SteamOS muss auf möglichst vielen Konfigurationen ohne Nacharbeit funktionieren, und genau das gestaltet sich mit Nvidias Treibermodell aufwendiger als mit dem quelloffenen Mesa-Grafikstack für AMD Radeon und Intel Arc.
Warum Geforce-Grafikkarten unter Linux der Knackpunkt sind
Die Grafiktreiber von AMD und Intel sind quelloffen in den Linux-Kernel und in Mesa integriert, während Nvidias produktiver Stack nach wie vor auf proprietäre Bestandteile im Userspace angewiesen ist.
Für neuere Geforce-Grafikkarten stellt Nvidia inzwischen offene Kernelmodule bereit, doch der eigentliche Gaming-Treiber bleibt in Teilen geschlossen. Daneben existiert mit dem freien Nouveau-Treiber und NVK-Grafikstack ein alternative Ansätze, die allerdings kein vollwertiger Ersatz für das Spielen unter Linux darstellen.
SteamOS basiert auf einem sehr stark angepassten Software-Unterbau, dessen reibungsloser Betrieb mit Radeon-Grafikkarten gerade auf der engen Verzahnung von Mesa, Vulkan und Proton beruht. Eine vergleichbare Einbindung für Geforce-GPUs zu schaffen, ist die Aufgabe, der sich das gemeinsame Entwicklerteam von Valve und Nvidia nun annimmt. So wird sicherlich noch einige Zeit verstreichen, bevor die Unterstützung von Geforce-Grafikkarten final in SteamOS einfließen kann.
SteamOS 3.8 auf dem Desktop-PC
Spieler, die SteamOS 3.8 auf einem Desktop-PC mit Radeon-Grafikkarte installieren möchten, sollten sich die ausführliche Anleitung der Redaktion von PCGH einmal genauer ansehen. Die Installation von SteamOS auf dem PC ist kein Hexenwerk.
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Quelle: The Verge via VideoCardz
