Steam Deck OLED: Erste Tests bestätigen mehr Leistung und Ausdauer sowie eine deutlich höhere Effizienz [Bericht]

Ein 7,4 Zoll großes OLED-Display mit 90 Hz und HDR-Support mit 1.000 cd/m², eine effizientere Custom-APU von AMD, welche jetzt in 6 nm gefertigt wird, ein auf 6.400 MT/s beschleunigter LPDDR5-Arbeitsspeicher, ein größerer Akku mit 50 Wh, Wi-Fi 6E und zahlreiche weitere Verbesserungen sorgen dafür, dass das Steam Deck OLED, die erste Revision von Valves an Spieler adressierten Handheld-PC, in ersten Tests viel Lob erhalten hat.

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Steam Deck OLED: Erste Tests bestätigen mehr Leistung und Ausdauer sowie eine deutlich höhere Effizienz
Quelle: Valve

Am gestrigen Tag hat Valve überraschend das neue Steam Deck OLED vorgestellt, welches insbesondere mit seinem namensgebenden 7,4 Zoll messenden OLED-Display, das auf 90 Hz beschleunigt wurde und mit einer punktuellen Maximalhelligkeit von bis zu 1.000 cd/m² jetzt auch HDR mit erweitertem Dynamikumfang in Spielen anständig darstellen kann, auf sich aufmerksam machen und vom Original, das der Hersteller jetzt als "Steam Deck LCD" bezeichnet, deutlich abheben kann. Doch damit nicht genug der Verbesserungen.

Viel Lob von allen Seiten für das Steam Deck OLED

In den ersten Tests und Reviews von Digital Foundry, IDG und Linus Tech Tips konnte die erste Revision von Valves speziell an Spieler adressierten Handheld-PC viel Lob einheimsen, weil sowohl die Leistung als auch die Ausdauer in Form der Akkulaufzeit durch eine deutlich höhere Effizienz im direkten Vergleich zum Original zunehmen, was größtenteils den nachfolgenden Neuerungen, Optimierungen und Upgrades zuzuschreiben ist.

Das Fazit der Tester fällt bislang überaus positiv aus, da Valve ein gutes Produkt noch weiter verbessert und dabei sinnvoll optimiert hätte, heißt es in den Reviews auf YouTube.

Verbesserte Akkulaufzeit, kühler, leichter, verbesserte Haptik und Audio, verbesserte Reparierbarkeit - das neue Steam Deck ist einfach brillant.

- Digital Foundry -

Valve selbst notiert für den Wechsel vom Steam Deck LCD auf das Steam Deck OLED nachfolgende Updates auf der offiziellen Produktseite des Gaming-Handhelds, welcher unverändert mit SteamOS in der aktuellsten Version 3.5 und dem freien Desktop KDE Plasma an den Start geht.

Updates vom Steam Deck LCD zum Steam Deck OLED
Steam Deck OLED
Steam Deck OLED Steam Deck OLED Steam Deck OLED

Trotz all dieser Verbesserungen hat sich das Preis-Leistungs-Verhältnis des Handheld-PCs noch einmal deutlich verbessert. Während für das Steam Deck LCD mit 256 GiByte PCIe-SSD ein Preis von 549 Euro aufgerufen wurde, bekommen die Spieler jetzt für 30 Euro mehr die doppelte Menge an Speicherplatz. Ähnliches gilt für die größte Ausbaustufe, auch hier verdoppelt Valve den Speicher auf 1.024 GiByte und ruft weiterhin 679 Euro auf.

Das neue Portfolio des Steam Deck:

  • Steam Deck LCD mit 256 GiByte, 419 Euro
  • Steam Deck OLED mit 512 GiByte, 579 Euro
  • Steam Deck OLED mit 1.024 GiByte, 679 Euro

Das Steam Deck OLED ist aber dem 16. November um 19 Uhr mitteleuropäischer Zeit direkt über Steam erhältlich.

Die deutlich höhere Effizienz findet Anklang

Insbesondere die Maßnahmen, die Valve zur Steigerung der Effizienz getroffen hat, werden immer wieder positiv herausgestellt. Neben dem um 25 Prozent größeren Akku, der jetzt eine Nennkapazität von 50 Wh besitzt, zählt auch die Custom-APU ("Sephiroth") dazu, welche nach wie vor auf "Van Gogh" basiert und Zen 2 mit RDNA 2 kombiniert, jetzt aber in der effizienteren N6-Node von TSMC gefertigt wird. Zudem verbraucht das OLED-Display weniger Energie als das zuvor genutzte LC-Display. Digital Foundry fasst die Effizienzverbesserungen wie folgt zusammen und macht anschließend auch gleich noch die Probe aufs Exempel.

Das Steam Deck OLED ist insbesondere auf eine hohe Effizienz optimiert Quelle: Digital Foundry (Screenshot: PC Games Hardware) Das Steam Deck OLED ist insbesondere auf eine hohe Effizienz optimiert Ohne Beschränkungen bei der Framerate nimmt das Steam Deck OLED im Effizienztest von Digital Foundry rund 12 Prozent weniger Energie auf, was in einer um mehr als 43 Prozent längeren Akkulaufzeit resultiert. Valve verspricht je nach Anwendungsszenario eine um ungefähr 30 bis 50 Prozent höhere Ausdauer, was angesichts der ersten Ergebnisse zutreffend erscheint. Doch es geht auf Wunsch sogar noch ein wenig besser.

Das Steam Deck OLED bietet eine deutlich bessere Akkulaufzeit... Quelle: Digital Foundry (Screenshot: PC Games Hardware) Das Steam Deck OLED bietet eine deutlich bessere Akkulaufzeit... Mit einem auf 30 Bilder pro Sekunde eingestellten Begrenzung ("Fps-Cap") baut das Steam Deck OLED seinen Vorsprung bei der Akkulaufleistung auf rund 46 Prozent aus, was nicht zuletzt an der um 14 Prozent niedrigeren Leistungsaufnahme der neuen Revision liegen dürfte. Während das Steam Deck LCD exakt 21,9 Watt an Leistung aufnimmt, sind es vergleichsweise niedrige 18,8 Watt beim Steam Deck OLED.

...die mit einer Begrenzung auf 30 Fps noch einmal besser ausfällt Quelle: Digital Foundry (Screenshot: PC Games Hardware) ...die mit einer Begrenzung auf 30 Fps noch einmal besser ausfällt

Etwas mehr Leistung als netter Nebeneffekt

Aber nicht nur im Hinblick auf die deutlich verbesserte Effizienz kann das Steam Deck OLED seinen Vorgänger schlagen, auch bei der Leistung machen sich gleich mehrere der von Valve getroffenen Maßnahmen bemerkbar, die da wären:

  • Die effizientere Custom-APU
  • Der schnellere LPDDR5-Arbeitsspeicher
  • Die niedrigere Leistungsaufnahme
  • Die niedrigeren Temperaturen

Insbesondere die iGPU mit ihren 8 Compute Units und 512 RDNA-2-Shadereinheiten dürfte von der deutlich höheren Speicherbandbreite des 16 GiByte großen LPDDR5-Speichers profitieren, der jetzt auf 6.400 MT/s beschleunigt worden ist.

Sowohl in den Benchmarks von Digital Foundry als auch von Linus Tech Tips profitiert das Steam Deck OLED gleich von mehreren leistungssteigernden Maßnahmen, welche sich positiv auf die Avg.-Fps und Min.-Fps auswirken. Der Leistungszuwachs liegt in der Spitze bei mehr als 10 Prozent und pendelt sich im Mittel bei 5 bis 7 Prozent ein. Insbesondere auch die minimalen Framerate profitieren vergleichsweise stark.

Benchmarks von Linus Tech Tips
F1 23
F1 23 Cyberpunk 2077 Returnal

Insgesamt ist das Steam Deck OLED in jedem der Benchmarks schneller unterwegs als das Steam Deck LCD, ein netter Nebeneffekt, den Spieler neben allen anderen Vorzügen der neuen Revision sicherlich gerne mitnehmen werden. In einer anderen Leistungsklasse spielt der runderneuerte Handheld-PC von Valve selbstredend nicht.

Das OLED-Display überstrahlt alles

Ein besonderes Lob in so gut wie allen bisherigen Tests und Reviews erhielt das 7,4 Zoll große OLED-Display, welches jetzt erstmals selbstleuchtende organische Leuchtdiode in und damit perfekte Schwarzwerte auf das Steam Deck bringt. Für Digital Foundry es ein Unterschied "wie Tag und Nacht" und allein deshalb könne Valve das Steam Deck OLED absolut problemlos "als Premium-Version" anbieten, tue das aber nicht.

Das OLED-Display mit 90 Hz und HDR mit 1.000 cd/m² erhält sehr viel Lob in Tests und Reviews Quelle: Digital Foundry Das OLED-Display mit 90 Hz und HDR mit 1.000 cd/m² erhält sehr viel Lob in Tests und Reviews Wer sich für das Steam Deck OLED interessiert, dem sei das rund 16-minütige Review von Digital Foundry auf YouTube empfohlen, welches in bewegten Bildern noch einmal deutlich besser die HDR-Inhalte auf dem leuchtstarken OLED-Display zur Geltung bringt.

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In einem weiteren rund siebenminütigen Video von IGN hat Valve selbst ganz ausführlich über die Spezifikationen und Vorteile des verwendeten OLED-Panels gesprochen und interessante Hintergrundinformationen geteilt.

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Quellen: Digital Foundry, Linus Tech Tips, IGN, Valve

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    • Kommentare (23)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Alter_Zocker
        Die 512GByte-SSD ist schnell voll, v.a. wenn man ansonsten ja alles vom PC Bekannte ohne Umschweife(!) mit Kompatibilitätslisten udgl. auch auf dem Mobilteil installieren und zocken kann
        Ich muss leider sagen, dass die Umschweife über Kompatibilitätslisten udgl. mitnichten vor vollen Datenträgern schützen.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Alter_Zocker
        Die 512GByte-SSD ist schnell voll, v.a. wenn man ansonsten ja alles vom PC Bekannte ohne Umschweife(!) mit Kompatibilitätslisten udgl. auch auf dem Mobilteil installieren und zocken kann
        Ich muss leider sagen, dass die Umschweife über Kompatibilitätslisten udgl. mitnichten vor vollen Datenträgern schützen.
      • Von Alter_Zocker Software-Overclocker(in)
        ICh bin nach vielem Gegrübel und Gelese in den letzten Tagen doch noch auf die "dunkle Seite der MAcht" gewechselt: Gestern wurde mein Legion Go geliefert. LEtztendlich ist für mich(!) als alter PC-Zocker (gezwungenermaßen seit 25 JAhren damit unter "M$ Windows") ausschlaggebend gewesen, dass ich ohne irgendwelches Linux-GEfrickel und Rumprobiere mit einem Dutzend Versionen einer Windows-Laufzeitumgebung meine PC-Games (haupts. GOG, GamePassUltimate, aber auch EPIC, Battlenet und Steam) unterwegs, aber nicht unbedingt im Flieger oder der Bahn, sondern einfach "in der Fremde" fernab des eigenen Gaming-PC, und eben NICHT zwangsläufig(!) ohne vorhandene 240V-/USB-Stromversorgung zocken kann.

        Also gabs "nur" noch die Entscheidung zw. "ROG-Ally" und o.g. "LEgion Go". BEim Ally missfällt mir das typische ROG-RGB-Gelichter in Verb. mit dem weißen Gehäuse rein äußerlich, die PRobleme mit "durchgebackenen" uSD-Karten und das im Vergleich zur Legion Go kleinere und weniger "brilliante" Display komme da noch drauf. Das LEgion Go ist ein ziemlich dicker und schwerer Brocken, kommt mir mit Ü50 und als Gleitsichtbrillenträger aber mit den abnehmbaren Controllern (wie bei der Switch) und v.a. dem größeren und wirklich brillianten Display v.a. bei meinen typischen PC-Games (BG3, DoS, auch Diablo 2,3,4 usw) besser entgegen.

        Eines ist aber schnell klar geworden: Die 512GByte-SSD ist schnell voll, v.a. wenn man ansonsten ja alles vom PC Bekannte ohne Umschweife(!) mit Kompatibilitätslisten udgl. auch auf dem Mobilteil installieren und zocken kann (mit reduzierten Settings natürlich). Hier wirds wohl zeitnah ein Upgrade geben müssen, es wundert mich um so mehr, dass LEnovo in EU/DE nicht ebenfalls die angekündigte 1TB-Version für 50,- Aufpreis mit angeboten hat...
      • Von G4mest3r BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von z3Ro23
        Weiß jemand ob das alte Zubehör noch passend ist oder nicht. Finde im Moment nichts dazu.
        Welches alte Zubehör?
        Alles kosmetische und außen rum JA: Hüllen, Skins, Schutzglas, Docks ... Außenmaße, Positionen und Steckplätze sind genau gleich.

        Innen weniger. Die Platine wurde geändert, der Akku ist dicker, die Schrauben haben sich geändert und sind jetzt überall einheitlich, die Joystick-Platinen sehen anders aus.
      • Von z3Ro23 Schraubenverwechsler(in)
        Weiß jemand ob das alte Zubehör noch passend ist oder nicht. Finde im Moment nichts dazu.
      • Von G4mest3r BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von XmuhX
        Danke für den Bericht!

        Ich bin echt froh das ich zu Beginn des Jahres der Verlockung stand gehalten habe!
        Das Maxi Model wäre ein nettes Gimmick unter dem Weihnachtsbaum.


        Ich bereue nichts (gut, ich hab es schon seit letztem Jahr Oktober).
        Ich, der mit Konsolen überhaupt nichts anfangen kann und sie meidet, wie Dracula das Tageslicht!
        Für mich war Valves Ankündigung so signifikant! Ich sehe in ihrem Proton-Einsatz und dem Commitment zu SteamDeck mit Linux so ein historisches Ereignis für Linux-Gaming und PC-Handhelds, dass ich es UNBEDINGT haben musste.

        Dieses geschichtsträchtige Gerät musste einfach her. Das kommt auch in die Vitrine wichtiger Geräte.

        Wer weiß, die OLED-Version vielleicht auch - wenn ich sie günstig als refurbished bekomme.
        Die Performance ist zwar nur marginal besser, aber die Batterielaufzeit und Brillanz des Displays währen schon nett.
        Mich wurmt nur, dass das OLED leider noch keine Variable Refresh Rate unterstützt. Das wäre das i-Tüpfelchen und dann wäre es ein No-brainer.
        Vielleicht kommt ja noch mal ein OLED-refresh, das das dann kann?
      Direkt zum Diskussionsende
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