Star Wars Outlaws vs. High-End-Grafikkarten: Verstecktes "Outlaw"-Preset knechtet GPUs

Das neue Star Wars Outlaws zaubert eine Pracht auf den Bildschirm, die viele Grafikkarten vor eine Herausforderung stellt. Wem das nicht genügt, der kann versteckte Grafikoptionen freischalten und spätestens damit prüfen, aus welchem Holz der eigene Gaming-PC geschnitzt ist.

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Star Wars Outlaws vs. High-End-Grafikkarten: Verstecktes "Outlaw"-Preset knechtet GPUs
Quelle: PCGH

Ab dem 30. August dürfen sich Star-Wars-Fans über neues Spiele-Futter freuen, denn dann erscheint das Singleplayer-Abenteuer Star Wars Outlaws regulär. Vorbesteller der teuren Editionen und Abonnenten von Ubisoft+ spielen bereits seit dem 27. August. Wie sich Star Wars Outlaws im jetzigen Zustand schlägt, erfahren Sie in unserem Ersteindruck zur PC-Technik. Im Folgenden überspringen wir die Standard-Benchmarks und widmen uns direkt den Extremen, denn Star Wars Outlaws bietet ein verstecktes Grafik-Preset, das Grafikkarten (noch stärker) zum Glühen bringt.

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Versteckter Grafikmodus "Outlaw"

Aus großer Kraft folgt große Pracht: Star Wars Outlaws nutzt die fortschrittliche Snowdrop-Engine des schwedischen und Ubisoft zugehörigen Entwicklers Massive Entertainment. Zu deren Errungenschaften zählt unter anderem Raytracing, das sich aufgrund seiner festen Integration und Zuständigkeit für die Beleuchtung nicht abschalten lässt. Damit setzt Star Wars Outlaws fort, was mit Avatar: Frontiers of Pandora begonnen wurde. Gegenüber James Camerons Universum kann die neueste "Versoftung" von George Lucas' Sternenkrieg auf einige Verbesserungen zurückgreifen, welche vor allem der Beleuchtung von Innenräumen zugutekommt. Dabei denken die Entwickler auch an die Zukunft: Spieler, die in einigen Jahren erneut in die Abenteuer eintauchen, sollen mehr vom Spiel haben als heute - versteckte Grafikoptionen, welche selbst künftige Hardware herausfordern, sind der Schlüssel. Crysis lässt an dieser Stelle herzlich grüßen.

Outlaw-Optionen freischalten: '-unlockmaxsettings' im Ubi-Launcher eintragen, speichern, starten. Quelle: PCGH Outlaw-Optionen freischalten: "-unlockmaxsettings" im Ubi-Launcher eintragen, speichern, starten. Wer möchte, kann durch den oben abgebildeten Startbefehl die "Outlaw"-Detaileinstellungen freischalten (im Deutschen: "Gesetzlose"). Hierbei handelt es sich um die Entsprechung der "Unobtanium"-Settings für Avatar: eine Detailstufe, die über "Ultra" hinausgeht. Dabei ist die PC-Version von Star Wars Outlaws bereits mit Ultra-Einstellungen den Konsolenfassungen weit überlegen. Das trifft vor allem dann zu, wenn RTXDI (Raytracing Dynamic Illumination) aktiviert wird. Mithilfe dieser von Nvidia beigesteuerten Technik, die auf allen Raytracing-fähigen Grafikkarten funktioniert, können sämtliche Lichtquellen einer Szene in die Beleuchtung integriert werden. Der Ansatz ist im Grunde Pathtracing für direktes Licht, unterstützt von einigen cleveren Optimierungen.

Extreme Grafikkarten-Benchmarks

Nachdem das Startargument gespeichert und das Spiel gestartet wurde, lassen sich diverse Grafikoptionen um eine Stufe erhöhen, alternativ wählen Sie einfach das Preset "Outlaw" bzw. "Gesetzlose" und erhalten damit die maximale Qualität. Doch Vorsicht: PCs, die Star Wars Outlaws mit "Ultra" gerade noch schultern können, brechen spätestens jetzt zusammen. Zwar betreffen die Einstellungen auch den Prozessor - unter anderem wegen des deutlich weniger aggressiven Level-of-Detail-Systems -, die Hauptlast schultert jedoch die Grafikkarte. Sogar mehr denn je, denn die höhere Komplexität zahlreicher Effekte - auch RTXDI lässt sich nun auf "Max" stellen - bürdet der GPU förmlich Wackersteine auf.

Wie teuer die Outlaw(s)-Aufwertung tatsächlich ist, haben wir anhand einiger der schnellsten Grafikkarten im PCGH-Testlabor überprüft. Je eine Geforce RTX 4090, Geforce RTX 4080 Super, Geforce RTX 3090 Ti und Radeon RX 7900 XTX stellen sich der Herausforderung. Zwecks bestmöglicher Bildraten nutzen wir nicht nur die neuesten Treiber inklusive Support für Star Wars Outlaws, sondern übertakten auch jedes einzelne Custom-Design auf das stabile Maximum und greifen außerdem auf Quality-Upsampling zurück. Wir starten mit den Benchmarks ohne RTXDI; verglichen werden jeweils die Presets "Ultra" und "Outlaw":

*AMD Radeon: FSR 3 Quality, Nvidia Geforce: DLSS 3.7 Quality - in jedem Fall wird spatial mit ~67 Prozent der Auflösung gearbeitet.

Hatten wir erwähnt, dass das ohnehin GPU-lastige Spiel mit den Outlaw-Einstellungen wirklich außerordentlich anspruchsvoll wird? Wie Sie sehen, ist die mehrfache Warnung angebracht. Unsere Testszene spielt übrigens auf dem dicht bewachsenen Planeten Toshara, welcher deutlich anspruchsvoller als der Start der Geschichte ausfällt. Wir folgen mit unserem Speeder-Bike einer befahrenen Straße, weg von der Stadt und hinein ins Grün. Dabei handelt es sich um eine überdurchschnittlich GPU-lastige Szene, aber kein Worstcase-Szenario:

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Das Outlaw-Preset führt auf allen Grafikkarten zu einem fühlbaren Leistungseinbruch, welcher in den höheren Auflösungen den Unterschied zwischen "flüssig" und "zäh" ausmachen kann. Die Last skaliert - Raytracing-typisch - stark mit der Pixelmenge, sodass sich die größten Unterschiede in Ultra HD ergeben. Die Geforce RTX 4090 bricht hier um 48 Prozent ein, die RTX 4080 Super um 50 Prozent und die Radeon RX 7900 XTX um 51 Prozent. Die spieleigene Raytracing-Lösung skaliert folglich auf allen GPU-Architekturen vergleichbar. Sehen wir uns an, was beim Wechsel auf die Nvidia-Technologie RTXDI passiert, welche alle Lichtquellen berücksichtigt:

*AMD Radeon: FSR 3 Quality, Nvidia Geforce: DLSS 3.7 Quality - in jedem Fall wird spatial mit ~67 Prozent der Auflösung gearbeitet.

Erinnerungen an das gerade erst erschienene Black Myth: Wukong, aber auch Alan Wake 2 und Cyberpunk 2077 werden wach. Die Pathtracing-esque Pracht ist unheimlich teuer und seien wir ehrlich, abseits der (übertakteten!) Geforce RTX 4090 ähneln die erzeugten Bildraten einem Trauerspiel. Bemerkenswert ist, dass die Radeon RX 7900 XTX ein anderes Skalierungsverhalten zeigt als die Konkurrenz - sie bricht mit steigender Auflösung schwächer ein. Das deutet auf Auslastungsdefizite hin, welche bei speziell für Nvidia-GPUs optimiertem Code jedoch keine Überraschung sind. Ultra HD mit allem, was Star Wars Outlaws zu bieten hat, ist jedoch selbst mit Nvidias Flaggschiff ungenießbar - das sieht nach einer Aufgabe für die nachfolgende Geforce RTX 5090 aus. Frame Generation, sowohl mit DLSS als auch FSR nutzbar, kann die optische Bildrate zwar schon heute ansatzweise verdoppeln, fühlt sich jedoch schwammiger an. Übrigens läuft unsere (Worstcase-)Szene in Avatar: The Sky Breaker mit noch deutlich geringeren Bildraten, aber wer zählt hier noch ...

Star Wars Outlaws: Fazit zum Outlaw-Preset

Ist es das wert? Nein. Die Verbesserungen des "Outlaw"-Presets fallen in Bewegung zwar auf, allerdings nur der Teil, welcher das Level-of-Detail-System betrifft. Gerade die weitläufigen Areale zeigen deutlich weniger Pop-up als mit "Ultra". Die richtig teuren Elemente, an denen die Grafikkarten zu knabbern haben, fallen hingegen kaum ins Auge. Unsere Conclusio lautet somit: Nutzen Sie besser die "Ultra"-Settings und würzen Sie diese nach Möglichkeit mit maximalen Einstellungen bei "Objektdetails". NPCs erscheinen übrigens auch mit maximierten Reglern relativ nah aus dem Nichts - hier wäre Raum für weitere Verbesserungen und Future-Proofness unter "Zusätzliche Streaming-Entfernung", liebe Entwickler.

Was halten Sie von zukunftsgerichteten Optionen wie "Outlaw" und "Unobtanium"? Die PCGH-Redaktion freut sich über Ihre Ergebnisse und Meinung in den Kommentaren. Um zu kommentieren, müssen Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie bisher noch keinen Account haben, könnten Sie sich hier unverbindlich registrieren. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die geltenden Forenregeln.

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    • Kommentare (117)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Nazzy Volt-Modder(in)
        es scheint so, als ob 16 GB in längeren Sessions auch nicht reichen
      • Von Nazzy Volt-Modder(in)
        es scheint so, als ob 16 GB in längeren Sessions auch nicht reichen
      • Von xxxxx1 Freizeitschrauber(in)
        Zitat von blautemple
        Du weißt dass es Detail Regler gibt, oder?
        Jo. Brauch ich nicht! Zufrieden?
      • Von Snowhack Volt-Modder(in)
        Endlich einen Grund der RTX 5090 entgegenzufiebern 🤣 -
      • Von Nazzy Volt-Modder(in)
        ist längst Geschichte. Einmal verify game files gemacht und seitdem keine Probs mehr. Und wie gesagt, im ersten Gebiet hatte ich auch keine.
        Bei DF gibts btw neues Video zur PC Technik
      • Von Blackvoodoo Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Nazzy
        hatte jetzt 2 random crashes im zweiten Gebiet.....Ich hoffe mal, das wird jetzt nicht zum Standard :o
        Bisher, noch im ersten Gebiet, nach so 10 Stunden (geschätzt, keine Ahnung wo ich die Spielzeit sehen kann) kein Absturz. Aber im Aussenbereich öfter mal Framedrops runter bis 10. Da muss noch optimiert werden.
      Direkt zum Diskussionsende
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