Star Wars Outlaws im Ersteindruck: Noch wackelige, aber prächtige Technik
Star Wars Outlaws spielt zur Zeit der originalen Trilogie, bietet eine offene Spielwelt auf mehreren Planeten und umwerfende Grafik - was kann da schiefgehen? PCGH verrät anhand einer fast fertigen Testversion, wo Star Wars Outlaws glänzt und wo es noch Probleme gibt.
Inhaltsverzeichnis
Ab dem 30. August dürfen sich Star-Fans-Fans über neues, hochkarätiges Spiele-Futter freuen. Star Wars Outlaws punktet im PCGH-Ersteindruck mit starker Technik und toller Inszenierung, der enorme Hardware-Hunger und so mancher Grafikfehler unserer Review-Version könnte einigen Spielern jedoch den Spaß vergällen. Wir konzentrieren uns im Folgenden auf die (PC-)Technik und geben Tuning-Tipps gegen Ruckeln. Unsere Kollegen von der PC Games verraten indes, was Star Wars Outlaws spielerisch auf dem Kasten hat.
Star Wars Outlaws: Überblick
Star Wars Outlaws nutzt die runderneuerte Snowdrop-Engine des schwedischen Entwicklers Massive Entertainment. Im Gegensatz zu Anvil und Dunia, den anderen beiden In-house-Engines von Ubisoft, hat Snowdrop bereits eine umfassende technische Überarbeitung erhalten. Mit Avatar: Frontiers of Pandora wurde die Engine für aktuelle und kommende Hardware-Generationen angepasst, erhielt stark erweiterte Fähigkeiten und Ergänzungen, darunter nicht zuletzt fest integriertes Raytracing. Letzteres betrifft im Grunde die gesamte Beleuchtung, inklusive Reflexionen, indirektes Bounce-Light, Raytracing-Schatten sowie eine große Zahl Schatten werfender Lichtquellen und indirekte Verschattung. Diese Raytracing-Effekte können lediglich in ihrer Qualität reduziert, nicht jedoch abgeschaltet werden. Das gilt auch für die Konsolen-Versionen, Raytracing ist ein elementarer Teil der Grafik und verantwortlich für die sehenswerte Beleuchtung. Am PC existiert ein Software-Fallback für ältere Grafikkarten, allerdings ist dieser nur ein Notnagel - sehenswert und flüssig laufen Star Wars Outlaws und Avatar Frontiers of Pandora erst auf modernen GPUs.
Zwecks Performance-Steigerung stehen am PC alle wünschenswerten Upsampler zur Verfügung: DLSS, FSR und XeSS. Obendrein werden sowohl FSR (3) Frame Generation als auch DLSS (3) Frame Generation angeboten. Für zusätzliche Strahlen-Pracht gegenüber der Standard- und Konsolen-Optik kann am PC auch Nvidias RTXDI (Raytracing Dynamic Illumination) zugeschaltet werden. Mithilfe dieser Technik, die auf allen Raytracing-fähigen Grafikkarten funktioniert, können sämtliche Lichtquellen in der Szene in die Beleuchtung integriert werden - inklusive leuchtender Oberflächen. Der Ansatz ist im Grunde Pathtracing für direktes Licht, mit einer kleinen Anzahl Bounces (in der Regel 2) sowie einigen cleveren Optimierungen.
RTXDI kommt auch in Portal RTX zum Einsatz. In unserem Artikel können Sie einige zusätzliche Details erfahren, auch zum teils unschönen Rauschen (Noise), das als Nebeneffekt bei jedweder Raytracing-Variante auftreten kann. Diesem Artefakt kann mithilfe von Nvidias "Super-Denoiser" Ray Reconstruction beigekommen werden, welches Star Wars Outlaws als drittes Spiel unterstützt. Ray Reconstruction ist zwar Teil von DLSS 3.5, funktioniert im Gegensatz zu DLSS Frame Generation jedoch auf jeder RTX-Grafikkarte (nicht aber auf AMD- und Intel-GPUs). Der KI-gestützte Algorithmus kitzelt aus dem gegebenen Strahlenbudget deutlich mehr Details heraus, was sich in detaillierteren Reflexionen, feineren Schattierungen auch bei wenig Licht sowie weniger Bröseln äußert.
Star Wars Outlaws: Systemanforderungen
| Minimum | Empfohlen | Hoch | Ultra | |
|---|---|---|---|---|
| Qualität/Fps | 1080p, 60 FPS, Low Graphics Preset | 1080p, 60 FPS, High Graphics Preset | 1440p, 60 FPS, High Graphics Preset | 4K, 60 FPS, Ultra Graphics Preset |
| Windows | Windows 10 | Windows 10 / Windows 11 | Windows 10 / Windows 11 | Windows 10 / Windows 11 |
| CPU | Intel i7-8700K, AMD Ryzen 5 3600 | Intel i5-10400 / AMD Ryzen 5 5600X | Intel i5-11600K, AMD Ryzen 7 5800X | Intel i7-12700K / AMD Ryzen 7 5800X3D |
| Grafikkarte | GTX 1660 (6GB) / RX 5600 XT (6GB) / Arc A750 (8GB) | RTX 3060 TI (8GB) / RX 6700 XT (12GB) | RTX 4070 (12GB) / RX 6800 XT (16GB) | RTX 4080 (16GB) / RX 7900 XTX (24GB) |
| RAM | 16 GiB Dual Channel | 16 GiB Dual Channel | 16 GiB Dual Channel | 16 GiB Dual Channel |
| Speicherplatz | 65 GB | 35 GB | 65 GB | 65 GB |
Star Wars Outlaws: Technischer Ersteindruck
Wir haben bereits vor einigen Tagen Testzugänge von Ubisoft erhalten und können Ihnen deshalb schon heute Einblicke in der Technik und Performance von Star Wars Outlaws geben. Diese Eindrücke umfassen die ersten rund 10 Spielstunden, die erfreulich abwechslungsreiche Planeten, Missionen und Gameplay-Elemente vereinen. Star Wars Outlaws legt einen beträchtlichen Fokus auf die Story, die in schicken, cineastisch inszenierten Zwischensequenzen erzählt wird. Diese Geschichte führt Sie nach einem misslungenen Gaunerstück - ein wiederkehrendes Element in der Story - zuerst auf den Steppenmond Toshara.
Quelle: PCGH
Toshara: Hier gehen Story und Entdeckung richtig los. Spüren Sie die Avatar-Schwingungen?
Hier können Sie erstmals die gewaltige, vom Wind gepeitschte Steppenlandschaft zu Fuß oder mit dem Speeder-Bike erkunden, außerdem warten eine große Stadt und mehrere kleinere Siedlungen auf Entdeckung. Der Übergang zwischen diesen ist fließend, selbst die hohen Geschwindigkeiten mit dem flinken Schwebe-Gefährt bringen das Streaming nicht aus dem Tritt. Tatsächlich beobachteten wir während unseres Anspielens nur wenige Auffälligkeiten, was Streaming, Frametime-Ausreißer oder Traversal-Stuttering betrifft. Einzig das Nachladen von Texturen konnten wir hier und dort, etwa bei schnellen Kamerawechseln in Zwischensequenzen, oder bei niedrigen Bildraten ausmachen. Hilfreich ist dabei selbstverständlich ein schneller Datenträger. Eine PCI-Express-kompatible M.2-SSD (NVME) ist zu empfehlen, denn Star Wars Outlaws unterstützt Direct Storage. Der schnelle Direktzugriff via Grafikkarte kann das Streaming sowie die (seltenen) Ladezeiten nochmals deutlich beschleunigen.
Bei knappem Grafikspeicher, niedrigen Bildraten und langsamen Datenträgern kann es zu Aussetzern respektive sichtbarem Nachladen kommen. Da Star Wars Outlaws auf Virtual Texturing setzt, treten Streaming-Aussetzer bei der Landschaftsdarstellung in kachelartiger Form auf. Dies kann sogar mit einer Geforce RTX 4090 auftreten - zumindest bei unserer noch nicht ganz fertigen Version sogar öfter, als uns lieb ist. Da neben der eigentlichen Textur ("Albedo", die grundlegende Färbung eines PBR-Materials) auch sämtliche andere Bestandteile, darunter das Displacement Mapping (Tessellation für dreidimensionale Mikro-Details) nicht geladen werden, entstehen Löcher oder regelrechte Krater in der Landschaftsdarstellung. Ubisoft hat während unserer mehrere Tage andauernden Testphase mehrere Updates ausgespielt, welche dieses und andere Probleme angehen. Die Liste der bekannten Technik-Probleme betrifft auch Grafikfehler auf AMD-Grafikkarten (trotz des zwischenzeitlich veröffentlichten Treibers) sowie die generelle Absturzneigung des Spiels. Wir hatten während unserer Tests auf einem ansonsten felsenfesten System zwei Crashes. Daneben sind wir auf einige kleinere Bugs in Form von inkorrekten Respawns nach dem Ableben oder Laden eines Spielstands gestoßen, allerdings traten diese Fehler nur einmal auf.
Nach dem Abschluss der Quest-Reihe auf Toshara öffnet sich das Spiel abermals. Nun können wir den nächsten Reisepunkt unseres Abenteuers frei wählen. Es stehen insgesamt 4 verschiedene Planeten und Monde zur Auswahl: Der bekannte Wüstenplanet Tatooine, Akiva, eine von dichtem, dampfendem Dschungel und tropischen Regenstürmen bedeckte Welt, der genannte Steppenmond Toshara sowie der eisige und gebirgige Kijimi. Neben diesen können Sie mit Ihrem gekaperten Raumschiff den Orbit um die jeweiligen Himmelskörper (relativ) frei erkunden, die Story führt Sie zudem auf Stationen und weitere Umgebungen. Der Übergang von der Planetenoberfläche zum Weltraum, von dort in den Hyperraum, in den Orbit eines weiteren Planeten geschieht ohne merkliche Ladepausen, doch werden diese im Grunde bloß clever getarnt. Steigen Sie in Ihr Schiff, und schwingen Sie sich in den Pilotensessel, befördern Sie die Trailblazer mit einem einfachen Tastendruck ins All. Darauf startet eine schicke Zwischensequenz, während der das Spiel kaum merklich die neuen, benötigten Inhalte im Hintergrund hereinstreamt. Während die Szene - Planetenoberfläche zu Weltraum - wechselt, blendet das Spiel im Vordergrund dichten Nebel respektive eine dicke Wolkenschicht ein. Je nachdem, wie schnell Ihre Hardware Daten nachladen kann, nimmt dieser nebulöse Übergang mehr oder weniger Zeit in Anspruch, von dem eigentlichen Ladeprozess bekommt der Spieler indes wenig mit - clever. Sind die nötigen Inhalte geladen, blendet das Spiel den Wolkennebel aus und die neu geladene Szene ein.
Star Wars Outlaws "maxed out" (UHD, DLSS Q, RTXDI & RR an)
Der gleiche Prozess wiederholt sich in umgekehrter Reihenfolge, wenn Sie einen der anderen Planeten ansteuern. Einen wirklich dynamischen, manuellen Anflug, ein tatsächlich vom Spieler gesteuertes Landen auf Planetenoberflächen bietet Star Wars Outlaws nicht. Wohl aber ein geschickt umgesetztes Streaming, welches nahezu sämtliche Ladebildschirme, merkliche Unterbrechungen, Stocker und Ruckler, welche den Spieler aus der Immersion, der cineastischen Präsentation reißen könnten, vermeidet. Starfield lässt grüßen.
Star Wars Outlaws: Benchmarks folgen
Die technischen Probleme unserer Vorabversion von Star Wars Outlaws halten sich zwar in Grenzen, dennoch halten wir es nicht für sinnvoll, schon heute mit der vollen Packung Benchmarks anzurücken - es wäre vergebene Liebesmüh, da das Spiel zum finalen Release gewiss etwas polierter aussehen und laufen wird. Damit Sie dennoch ein Gefühl für die Leistung mit maximalen Details (der aktuellen Version) erhalten, möchten wir unsere Erfahrungen anhand von zwei High-End-Grafikkarten schildern. Die Bilder in der Galerie entstanden auf einer Geforce RTX 4090, manuell optimiert, in Ultra HD mit allen Details und Effekten sowie DLSS Quality. Wer glaubt, die Bildrate sei auf einer 1.800-Euro-GPU über jeden Zweifel erhaben, den müssen wir enttäuschen: Während die Hauptstadt Tosharas mit 35 bis 50 Fps läuft, brechen die Fps im bewachsenen Umland schon mal auf 20 bis 30 ein. Das Deaktivieren von RTXDI löst die Bremse erwartungsgemäß, die Bildrate verdoppelt sich in vielen Szenarien. Mit einer Radeon RX 7900 XTX sieht es noch etwas düsterer aus, hier steht es bei unserer Stichprobe im Toshara-Hinterland knapp 20 zu 40 Fps.
Wer die Leistung hat, aktiviert RTXDI und regelt dafür das Upsampling hoch. Star Wars Outlaws gibt dann sehr viel zurück, die Beleuchtung ist fantastisch. Gerade die Farbübertragung der zahlreichen Neonlichter, speziell bei schummriger Ausleuchtung, ist todschick und wird von tollen Materialeigenschaften komplementiert. Cyberpunk 2077 mit Pathtracing lässt an vielen Stellen grüßen. In der Bildergalerie finden Sie diverse Beispiele aus den ersten Spielstunden - wir wünschen viel Spaß!
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)
Bin echt wieder hin und hergerissen....
jetzt kann ich endlich in der vollen Grafikpracht spielen.
( WQHD 21:9, RR ein, DLSS quality; Grafik angepasst incl. Teile des Outlaw-Settings, RTX DL Hoch, FG ein
manuelle Vergrößerung des Steaming-Speichers von 64 auf 1024 in der "graphics.settings.cfg" gegen verwaschene Texturen (funktioniert bisher perfekt.)
Sieht auf dem OLED immer noch sehr scharf aus und mit 60-95fps flott genug....
--> bisher keine Abstürze mehr
Bin erst mal zufrieden, auch wenn ich es zwischenzeitlich bereue, nicht gleich die 4080 mit 16GB Speicher genommen zu haben
Nachtrag....
Ich kann mich immer noch nicht entscheiden zwischen 4k ohne RTX GL und WQHD mit RTX-GL.....
4k ist immer noch einen hauch schärfer....
Ich glaub, ich bleib bei WQHD
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Nach dem neuesten Patch kann ich diese Settings auch in 4 k 21:9 genießen, mit DLSS perf.
...
Starfield, maximale "Details", UHD
...
Es ist meiner Meinung nach diesbezüglich wie immer Dave, weniger ist am Ende meist dann doch mehr.
Vier Planeten, mit relativ diverser Flora und Fauna, sind eben doch in Summe spielerisch beeindruckender und abwechslungsreicher, als 300 betretbare Planeten und Monde, von 1000 Himmelskörpern, die dafür eben auch nur vergleichsweise monoton befüllt und ausgearbeitet werden können.
Wenn es nicht gefällt wird es verkauft 15-20€ schaden sind verschmerzbar.
Gut bei wukong musste ich draufbeissen weil es keine physische edition gibt. kluge chinesen
Ich fand concord auch nicht schlecht spielerisch und sieht ordentlich aus auf der ps5 fixed 1440p @ 60 fps aber ja...