Offizielle Raumschiffsammlung geht weiter: Voyager-A und Enterprise-G erscheinen in Deutschland
Star Trek: Die offizielle Raumschiffssammlung aus dem Hause Eaglemoss brachte es auf Hunderte Modelle. 2022 ging die Firma pleite. Nun macht ein neuer Anbieter mit Raumschiffen aus Picard, Prodigy, Lower Decks, Strange New Worlds und Discovery weiter.
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Star Trek: Die offizielle Raumschiffssammlung entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einer scheinbar unendlichen Geschichte. Hierzulande erschien die erste Ausgabe im Jahr 2014 mit einem Modell der U.S.S. Enterprise NCC-1701-D. Hunderte Ausgaben später, darunter nur online erhältliche Bonusmodelle, umfasste die Collection alle erdenklichen Objekte: von Friendship One über Nomad bis hin zu Captain Protons Raketenschiff. Manche Modelle waren nicht mal innerhalb der Serien zu sehen. Zu nennen wäre etwa John Eaves D4-Kreuzer, der zwar auf dem Papier existierte, aber nicht als CGI-Modell auf dem Bildschirm. Stattdessen recycelte man für die erste Staffel Star Trek: Enterprise einen Schlachtkreuzer der K'tinga-Klasse mit der neueren, erst in DS9 zu sehenden Gondelbeleuchtung - ein unverzeihlicher Kanon-Fauxpas.
Neue Raumschiffmodelle bis zur Zahlungsunfähigkeit
Nachdem Eaglemoss die Hauptserie nach mehreren Verlängerungen eingestellt hatte, erschienen weiterhin Sondermodelle und XL-Versionen. Fast schien es, als wolle man das komplette Sortiment noch mal komplett im detaillierteren Maßstab auflegen. Zwischenzeitlich folgte eine unvollständige Discovery-Sammlung mit deutlich größeren Modellen. Darauf aufbauend kam eine Universe-Collection heraus, die alle modernen Serien wie Picard vereinen sollte.
Ich ließ die Discovery- und Universe-Sammlung bewusst aus, weil ich mit den Serien und damit einhergehenden Design-Entscheidungen nichts anfangen kann. Neue, alte XL-Modelle sowie die Cerritos aus Lower Decks sicherte ich mir allerdings noch. Vermutlich war ich einer der letzten Stammkunden, die mit einer U.S.S. Titan oder der U.S.S. Stargazer NCC-2893 im Großformat bedacht wurden: Noch ehe mich die Pakete erreichten, war der Shop nicht mehr aufrufbar.
2022 war das. Damals wurde Eaglemoss bzw. Hero Collector ohne Ankündigung zahlungsunfähig. Wie man hört, sollen bezahlte Lieferungen seinerzeit nicht mehr alle Kunden erreicht haben. Master Replicas sicherte sich später die Lagerbestände. Dort sind diverse Modelle - auch aus anderen Serien des Herstellers - bis heute am Start. Vereinzelt findet bzw. fand man dort durch Eaglemoss nicht mehr veröffentlichte Raumschiffe. Manche Modelle sind auch an anderer Stelle im Handel zu finden, etwa bei Amazon - zu teils abenteuerlichen Preisen.
Starship Collection geht im neuen Gewand weiter
Mittlerweile gibt es die Official Starship Collection wieder - mehr oder weniger. Offiziell ist es eine neue, eigene Serie. Allerdings fängt sie in etwa dort an, wo Eaglemoss seinerzeit aufhörte. Die Ständer gleichen einander gar. Wie kann das sein? Die Raumschiffe kommen jetzt zwar von Fanhome, als kreativer Kopf hinter der Starship Collection bzw. Berater zeichnet aber Ben Robinson verantwortlich. Fans älteren Semesters ist er durch die Star Trek Fact Files ein Begriff. Robinson hat einen guten Draht zu vielen ehemaligen und aktuellen Designern der Filme und Serien, darunter Doug Drexler (Designer u.a. der NX-01), John Eaves (u. a. der NCC-1701-E) und Rick Sternbach (u.a. der Voyager, Prometheus). Er betreute die Raumschiffsammlung bereits bei Eaglemoss. Ob die Fabriken in Fernost nun für Eaglemoss oder Fanhome produzieren, ist am Ende gleich.
In den USA veröffentlicht Fanhome die Sammlung seit Oktober. Nun finden die Modelle auch ihren Weg nach Deutschland. Fans haben die Wahl, ob sie die Raumschiffe als Teil eines Abos beziehen oder einzeln kaufen. Beginnen sollen die Auslieferungen ab März. Der Preispunkt wird aber vermutlich nicht allen munden. So zahlt man stolze 59,99 Euro pro Modell, im Abo immerhin noch 49,99 Euro. Lediglich das erste Schiff, die U.S.S. Titan NCC-80102-A aus Picard, kostet als Aboauftakt zehn Euro weniger. Von 20 Ausgaben ist aktuell die Rede, darunter vier XL-Versionen als Ausgabe 4, 8, 12 und 16. Diese schlagen im Abo mit 74,99 Euro beziehungsweise einzeln mit 84,99 Euro zu Buche. Auch dieses Mal sollen den Die-Cast-Modellen Hefte mit Hintergründen zum Entwicklungsprozess der Raumschiffe beiliegen.
Teurer, aber größer als die Sets vor elf Jahren
Zur Erinnerung: 2014 startete die Raumschiffsammlung laut Memory Alpha mit 14,99 Euro pro Modell, bereits ab Ausgabe 40 zahlte man 15,99 Euro und ab Heft 95 16,99 Euro. Bei den letzten Ausgaben müssen es um die 20 Euro gewesen sein. Sondermodelle im kleinen Maßstab kosteten zuletzt deutlich mehr. Für reguläre Specials wurden knapp 30 Euro fällig, allerdings fielen die auch gut doppelt so groß aus. Schließlich rief Eaglemoss bei der Discovery- und Universe-Collection 44,99 Euro auf, wie Trekzone berichtet. Auch diese Modelle kamen größer als jene der ursprünglichen Serie daher.
Bei der neuen Collection bleibt man beim großen Format. 15 bis 25 Zentimeter (bis 30 die XL-Versionen) sollen die Raumschiffe typischerweise messen. Mein Zollstock, den ich exemplarisch an einige Modelle gehalten habe, sagt mir: 15 Zentimeter war früher das Ende der Fahnenstange, Specials nicht mitgerechnet. Ob das einen über dreimal so hohen Preis rechtfertigt, muss nun jeder für sich entscheiden. Einmal im Monat müsste man 49,99 Euro beziehungsweise 74,99 Euro für die XL-Modelle als Abonnent lockermachen. Der Detailgrad scheint laut Bildern deutlich höher zu liegen.
Von der Titan-A über die Enterprise-G bis zur neuen Stargazer
Die Modelle, die Fanmade bisher auf der Webseite präsentiert, sind sehr Picard-lastig. Es beginnt mit der Titan-A, aber auch die U.S.S. Stargazer NCC-82893, Crushers U.S.S. Eleos XII und The Shrike (Würger) werden prominent zur Schau gestellt. Aus Strange New Worlds stammt die U.S.S. Farragut NCC-1647. Aufseiten der Specials nennt man die Enterprise-F, die Enterprise-G (umlackierte Titan-A) sowie die Protostar und Voyager-A aus der Animationsserie Star Trek: Prodigy. Was danach kommt, erfährt man bei Trekmovie. Genannt, aber nicht bebildert werden unter anderem noch die ursprüngliche U.S.S. Titan der Luna-Klasse (NCC-80102 ohne A), die neue Excelsior-Klasse aus Picard Season 3, die Dauntless aus Prodigy und die Archimedes aus Lower Decks.
Alle Details zum Abo finden Sie auf der deutschsprachigen Webseite von Fanhome. Laut Anbieter sind darin mehrere Geschenke erhalten: ein Schuber, eine Tasse, ein Okudagramm und die U.S.S. Eaves. Wer rechtzeitig zuschlägt, soll zudem mit einer Widmungsplakette der U.S.S. Titan-A belohnt werden. Eine Kündigung sei jederzeit möglich.

Der Preis ist echt heftig, aber die Qualität scheint zu stimmen. Die Schiffe sehen toll aus.