Deal? Nein, die Enterprise NX-01 ist keine umgedrehte Akira - aber sie fliegt in Kürze aus dem Handel

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Deal? Nein, die Enterprise NX-01 ist keine umgedrehte Akira - aber sie fliegt in Kürze aus dem Handel
Quelle: Erzeugt mit Dall-E; Bluebrixx; Montage: PCGH

Die Enterprise NX-01 war zu Beginn höchst umstritten. Manch Star-Trek-Fan war überzeugt, dass es sich eigentlich nur um ein umgedrehtes Schiff der Akira-Klasse handelt. Wir sind anderer Meinung, wie nicht zuletzt auch das Klemmbaustein-Modell von Bluebrixx veranschaulicht. Bald verlässt es endgültig den Handel.

Als 2001 die ersten Bilder der Enterprise NX-01 die Runde machten, war das Geschrei groß. Ein Raumschiff Enterprise vor der NCC-1701 dürfe es laut Kanon nicht geben, warfen viele ein, abgesehen von der U.S.S. Enterprise XCV-330. Das ist dieser alte Erdenraumer, der anstelle von Warpgondeln über einen großen Ring verfügt und im Aufenthaltsraum der umgerüsteten Enterprise in Star Trek: Der Film hängt - neben einem gleichnamigen Segelschiff, Flugzeugträger, Spaceshuttle und schließlich der NCC-1701. Später sah man die XCV-330 tatsächlich noch in Enterprise als Bild an der Wand des Club 602. Das Prequel schloss sie also nicht aus, sondern mogelte sich dazwischen. Das Argument, auch von der NX-01 hätte man ein ums andere Mal in den etablierten Filmen und Serien hören müssen, war aber nicht von der Hand zu weisen.

Hätte aussehen müssen wie die Daedalus-Klasse?

Die Enterprise NX-01 sollte nach Meinung vieler aussehen wie die Daedalus-Klasse, deren Design aber nicht belegt ist. Quelle: Paramount, Memory Alpha Dass es sich um die Daedalus-Klasse handelt, ist nicht belegt.

Gleich doppelt spaltete das Design die Fanbase. Sie hatte ein Raumschiff der Daedalus-Klasse erwartet, die in Star Trek: The Next Generation als typischer Schiffstyp des 22. Jahrhunderts erwähnt wird. Demnach hatte dieser in der zweiten Hälfte des 22. Jahrhunderts bis zu seiner Außerdienststellung im Jahr 2196 die unendlichen Weiten erforscht. Nur: Gezeigt wurde die Klasse nie. Keiner wusste 2001, wie Schiffe in den 2150er-Jahren des Star-Trek-Universums aussehen.

Gerne herangezogen wird ein Modell der U.S.S. Horizon aus Benjamin Siskos Bereitschaftsraum, das auf dem ursprünglichen Entwurf Matt Jefferies' für die Original-Enterprise basiert. Der Zusammenhang zur Daedalus-Klasse wurde innerhalb des Kanons der Serien und Filme aber nie hergestellt. Am Ende zählt nur das, nicht Behauptungen in regelmäßig umgeschriebenen Enzyklopädien, Videospielen, Romanen und sonstigen Begleitprodukten.

Abgesehen davon schließen unterschiedliche Design-Ansätze einander nicht aus. Die U.S.S. Pasteur aus dem Finale von Star Trek: The Next Generation basiert ja ebenfalls auf diesem Modell mit Kugel statt Untertasse, ohne sie bei anderen Raumschiffen infrage zu stellen.

Ist die NX-01 nur eine umgedrehte Akira?

Nicht fundiert ist unserer Meinung nach der Kritikpunkt, dass es sich bei der NX-01 um ein zu modernes Design handelt. Sie sei eine Upside-Down-Akira, also eine umgedrehte Akira-Klasse, hieß es häufig. Das stimmt mit Blick auf die grundlegende Form und die Position verschiedener Elemente. Hinsichtlich der Details liegen Kritiker falsch.

Tatsächlich sind die Formen der NX-Klasse mit ihren runden Warpgondeln nach Art der Constituion-Klasse und der Untertasse mit markanter Sensorkuppel deutlich schlichter gehalten. Der hohe Detailgrad ergibt sich durch den Produktionszeitpunkt: Niemand hätte Anfang der Nullerjahre noch ein Raumschiff ohne Hüllendetails ins Fernsehen gebracht.

Am Ende unterscheiden sie sich deutlich von jenen der Akira-Klasse. Phaserbänke, Transporteremitter, hervorstechende Rettungskapsel und dergleichen, typische Merkmale für Föderationsraumschiffe des 24. Jahrhunderts, fehlen bei der NX-01. Stattdessen findet man viele kleine Antennen und Luken auf dem Warp-5-Raumschiff. Dazu kommen Greifer, die geradezu antik aus der Hülle fahren und Seile anstelle von Traktorstrahlen abfeuern. Auch die Phasenkanonen werden altväterlich in der Hülle versenkt. Kreiselnde Bussardkollektoren übernahm man neben weiteren Details von der Original-Enterprise.

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Was sehr wohl stimmt: Das Design der Akira-Klasse stand Pate für die NX-01. Das hat der Designer des Raumschiffs, Doug Drexler, selbst zugegeben. Er sah das Ganze aber als Fanservice. Denn die Akira-Klasse war damals sehr beliebt. Warum also nicht ein Modell bauen, das ihm in den Grundzügen ähnelt? Dass Schiffsklassen mit Untertasse und darunter liegender Antriebssektion alle auf das Design der Constition-Klasse zurückgehen, bemängele ja auch niemand.

Um es mit einem aktuellen Beispiel zu untermauern: Die U.S.S. Titan-A aus Star Trek: Picard ähnelt der Original-Enterprise und insbesondere dem Refit sehr viel mehr, als es noch die Enterprise-D oder -E taten. Die "In-Universe"-Erklärung, alte Ideen wieder aufleben zu lassen, ist keineswegs abwegig. In der Realität findet man das zuhauf.

Verschwindet bald aus dem Handel: Die Enterprise NX-01 aus 1.845 Klemmbausteinen

Die Enterprise NX-01 sollte nach Meinung vieler aussehen wie eine umgedrehte Akira-Klasse. Dabei wirken Hülle und Gondeln altmodischer. Quelle: Bluebrixx Die NX-01 von Bluebrixx setzt auf "Flat Silver" als Grundforbton.

Wie groß die Unterschiede zwischen der Akira-Klasse und der NX 01 ausfallen, veranschaulichen bereits grobe Klemmbausteinmodelle. Bluebrixx hat beide schon vor einiger Zeit auf den Markt gebracht, die NX-01 gar als großes Display-Modell. Sie setzt auf 1.845, Lego-kompatible Klemmbausteine. Die meisten sind in der Farbe "Flat Silver" gehalten, was die Vorlage unserer Meinung nach gut nachbildet. Aufgebaut misst das Schiff 52,7 x 31,0 x 17,0 Zentimeter. Schriftzüge werden mit Prints umgesetzt, nicht etwa durch Sticker, wie man sie oft beim großen Konkurrenten findet.

Eigentlich gäbe es keinen Grund, noch mal auf alte Veröffentlichungen einzugehen. Allerdings hat Bluebixx angekündigt, dass die Star-Trek-Modelle nur noch bis etwa Mitte 2025 im Handel bleiben. Einzelne sind auch schon vergriffen - und werden nicht mehr nachproduziert. Hintergrund ist der Verlust der Star-Trek-Lizenz.

Wer sich für Set 105437 interessiert, kann es aktuell bei Amazon und im Bluebrixx Shop kaufen. In beiden Stores findet man das Warp-5-Raumschiff für 129,95 Euro, allerdings kommen bei Bluebrixx bis zu einem Warenwert von 199 Euro noch 4,95 Euro fürs Zuschicken dazu. Wer zur kleinen Version greift, zahlt 37,95 Euro bei Amazon und 32,95 Euro bei Bluebrixx exklusive Porto. Diese Variante setzt aber leider nur auf ein Standardgrau.

Die Enterprise NX-01 sollte nach Meinung vieler aussehen wie eine umgedrehte Akira-Klasse. Dabei wirkt die Akira schnittiger und kommt mit anderen Details. Quelle: Bluebrixx Schnittiger und moderner als die NX-01 ist die Akira-Klasse.

Die Akira-Klasse, die erstmals in Star Trek: Der erste Kontakt als U.S.S. Thunderchild NCC-63549 in Erscheinung trat, haben die Flörsheimer als Midsize-Modell umgesetzt. Sie bietet daher nur 505 Klemmbausteine und misst 228 x 164 x 131 Millimeter. Gut aus sieht sie den Bildern nach trotzdem, Wir haben sie allerdings noch nicht gebaut. Sie ist Teil unseres "Pile of Shame": Zusammengesetzt haben wir zwar schon viele, aber längst nicht alle Star-Trek-Sets von Bluebrixx, die wir in den letzten Monaten erstanden.

Enterprise-D, Bird of Prey und Co.: Auch diese Modelle werden bald vergriffen sein

Der Lizenzverlust betrifft natürlich auch alle anderen Sets des deutschen Klemmbausteinanbieters. Bei uns neben dem Fernseher steht die Enterprise-D aus 1.971 Klemmbausteinen. Wir haben damals noch 199,95 Euro gezahlt, nun kostet sie sowohl bei Bluebrixx als auch bei Amazon schlanke 99,95 Euro. Ebenfalls bei beiden zum gleichen Preis gib es den großen Bird of Prey aus 1.539 Noppensteinen, was auf sehr günstige 49,95 Euro hinausläuft. Ursprünglich waren es 99,95 Euro.

Einen Blick wert ist sicherlich auch der Star Trek Adventskalender. Obacht: Dieses Set ist bei Amazon (24,95) etwas teurer als bei Bluebrixx (22,95), allerdings ist der Amazon-Preis auch hier effektiv noch billiger wegen der nicht vorhandenen Versandkosten. Erst bei mehreren Käufen relativieren sich diese bei Bluebrixx. Deep Space Nine wiederum kostet bei beiden wieder gleich viel, bei Amazon jedoch mit Gratisversand. Es sind aktuell nur 99,95 Euro statt der ursprünglichen 199,95 Euro. Diese und Dutzende weitere Modelle findet man beim Onlineriesen, im Shop der Flörsheimer oder in den Bluebrixx-Ladenlokalen in Städten wie Berlin, Frankfurt, München und Dortmund.


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    • Kommentare (3)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Lexx Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Kaimanic
        Ich baue PCs und kein Lego,
        Dann klick, lies (wahrscheinlich eh ned) und kommentiere
        nur deine PC-Bau-Artikel.

        Wäre mal ein Anfang...
      • Von Lexx Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Kaimanic
        Ich baue PCs und kein Lego,
        Dann klick, lies (wahrscheinlich eh ned) und kommentiere
        nur deine PC-Bau-Artikel.

        Wäre mal ein Anfang...
      • Von Kaimanic Software-Overclocker(in)
        So eine riesige Textwall, nur um einen Affiliate-Link an den Mann zu bringen. Restepe!
        Und was ist das eigentlich in letzter Zeit für eine Affinität von euch zu Klemmbausteinen?
        Kaum ein Tag ohne irgendeine "News" über Spielsteinchen.
        Ich baue PCs und kein Lego, oder wie auch immer diese Plastikklötze genannt werden.
      • Von xDave78 Software-Overclocker(in)
        Faszinierend
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