Unbeliebtester Star-Trek-Film: Hauptdarstellerin gibt sich zufrieden und kritisch zugleich
Erst vor einigen Monaten erschien mit Sektion 31 ein neuer Star-Trek-Film, erstmals ohne Kinorelease. Nun gibt sich Hauptdarstellerin Michelle Yeoh selbstkritisch.
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Star Trek erlebte in seiner gut 60-jährigen Geschichte einige Höhen und Tiefen. Turbulent ging es vor allem in den letzten Jahren zu. So gilt Star Trek: Discovery als bisher schlechteste Serie des Franchise. Kanonbrüche sind das eine. Viele können auch mit der Wankelmütigkeit der Figuren und den Geschichten wenig anfangen. Beim Bewertungsportal Rotten Tomatoes erreicht Discovery einen User-Score von 34 Prozent, der bis zur finalen fünften Staffel auf 26 Prozent fällt.
Strange New Worlds macht es glücklicherweise besser. Mit Sektion 31 (im Original Section) existiert jedoch ein zweiter, wenig ruhmreicher Discovery-Ableger. Der Film erschien Anfang des Jahres direkt zum Streamen auf Paramount Plus. Er sollte das frühe 24. Jahrhundert endlich mit Leben füllen. Fans nennen diese Phase auch "Lost Era". Was das heißt?
Angesiedelt in der Lost Era
The Next Generation ließ man damals bewusst knapp 80 Jahre nach den Kinofilmen der Originalbesatzung der U.S.S. Enterprise spielen. Es gibt einige nicht-kanonische Romane, die in dieser Zeit angesiedelt sind. TNG selbst stellt gelegentlich Bezug zu dieser Zeit her, liefert aber wenig Handfestes. Fans hoffen daher schon lange, dass Paramount diese Epoche für eine neue Star-Trek-Serie entdeckt. Ginge George Takei nicht auf die 90 zu, würden viele noch immer auf eine Captain-Sulu-Serie hoffen.
Von dieser Zeit kündet in Sektion 31, abgesehen von etwas Name-Dropping, nichts. Stattdessen liefert der Film generische Actionkost, die überall sonst hätte spielen können - vorzugsweise außerhalb des Star-Trek-Universums. Mit einem Kritiker-Score von 22 und einem User-Score von 16 Prozent gilt Sektion 31 als mit Abstand schlechtester Film der Reihe.
Sektion 31 als erster Star-Trek-Film ohne Kino: Hauptdarstellerin lobt Filmcrew
Showrunner Alex Kurtzman hatte den Film bereits im Januar für kompatibel mit den Werten des Star-Trek-Erfinders erklärt. Nun hat sich die Darstellerin der Völkermörderin Philippa Georgiou, Michelle Yeoh, zu Wort gemeldet. Gegenüber Collider spricht sie von einem Balanceakt zwischen dem klassischen Star Trek und jenen Grenzen, die man ausreizen wollte.
"Nun, wie es eben so ist: Man gibt sein Bestes für das, woran man glaubt. Ich denke, es gab Dinge, die wir hätten besser machen können, aber insgesamt fand ich, dass Olatunde [Osunsanmi], unser Regisseur, unser Showrunner, unser Autor... Wir bewegten uns auf einem sehr schmalen Grat zwischen Star Trek und Section 31, weil wir die Grenzen dessen ausloten wollten, was Star Trek: Section 31 bedeutet, dabei aber den Star-Trek-Kosmos mit großem Respekt behandeln mussten. Deshalb sind wir sehr behutsam vorgegangen."
Angetan sei sie von den Figuren. Der Gedanke, es besser gemacht zu haben, komme ihr bei jedem Film und betreffe Sektion 31 nicht im Besonderen. "Aber ich denke, visuell und in Bezug auf die Figuren, die wir geschaffen haben, und das Zusammenspiel, das wir miteinander hatten - das war großartig", so Michelle Yeoh.
Alex Kurtzman 2027 noch am Ball?
Wie es nach 2026 mit Star Trek weitergeht, wird spannend abzuwarten sein. Aktuell ist nur noch Strange New Worlds mit neuem Futter am Start. 2026 folgt zudem das Discovery-Spin-off Starfleet Academy. Berichten nach will Skydance, entgegen zunächst anderslautender Informationen, den Star-Trek-Serien-Output wieder erhöhen. Ob dafür erneut Alex Kurtzman verantwortlich zeichnet, steht in den Sternen. Der Vertrag zwischen ihm beziehungsweise seiner Firma, Secret Hideout, und Paramount läuft dem Vernehmen nach 2026 aus.

Strange New Worlds ist für mich echtes Star Trek. Und für mich persönlich sogar die tatsächlich beste Star Trek Serie überhaupt. Und ich bin mit dem originalem Star Trek aufgewachsen.
Da weiß ich vorher was auf mich zukommt - und die Filme haben schon Kult-Charakter
Aber bei "War of the Worlds" gab es schon eine gewisse Erwartungshaltung ...
Die Serie hat dann langsam mit dem Sprung der Discovery in die Zukunft nachgelassen und Staffel 5 fand ich zu den ersten Staffeln wirklich nicht mehr so gut. Ich glaube, der Haupterzählstrang war beendet und alles, was danach kam, ist in zu kurzer Zeit mehr oder weniger unnötig hinzugedichtet worden.
Die Serie hat dann langsam mit dem Sprung der Discovery in die Zukunft nachgelassen und Staffel 5 fand ich zu den ersten Staffeln wirklich nicht mehr so gut. Ich glaube, der Haupterzählstrang war beendet und alles, was danach kam, ist in zu kurzer Zeit mehr oder weniger unnötig hinzugedichtet worden.