Im Finale von Lower Decks: Discovery mutmaßlich aus Prime-Universum verbannt [Spoiler]

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Im Finale von Lower Decks: Discovery mutmaßlich aus Prime-Universum verbannt
Quelle: Paramount; Montage: PCGH

Achtung Spoiler: In der letzten Folge von Lower Decks gibt es eine Szene, die sich so interpretieren lässt, dass Star Trek: Discovery nicht länger Teil des Kanons, zumindest aber des Prime-Universums ist.

Seit Mitternacht steht das Finale von Star Trek: Lower Decks hierzulande bei Paramount Plus zum Streamen bereit, nur einen Tag nach der US-Ausstrahlung. Um es noch mal klipp und klar zu sagen: Es folgen Spoiler zur Episode "Die neue nächste Generation."

Die Ereignisse des Serienfinales hatten sich schon in der vergangenen Woche angedeutet. In "Die Spalt-Mission" wendete Boimlers Transporterklon gemeinsam mit einer wild aus verschiedenen Universen zusammengewürfelten Besatzung, darunter viele bekannte Charaktere, das Ende des Multiversums ab. Dazu hatten sie die Energie jedoch in eine der vielen Realitäten ableiten müssen. Boimler entschied sich für sein Universum, darauf hoffend, sein eigentliches Ich und die Crew der Cerritos würden die Katastrophe abwenden.

Spielt Star Trek: Discovery in eigenem Universum?

Wir wollen an der Stelle nicht die komplette Handlung spoilern. Nur so viel: Jener Riss, der das Universum zu vernichten droht, ist von einem Schrödinger-Möglichkeits-Feld umgeben. Es verwandelt Schiffe, die auf dessen Solitonwellen treffen, in Gegenstücke anderer Realitäten. Der Cerritos passiert das im Verlauf der Folge mehrmals, weshalb sie wiederholt die Schiffsklasse wechselt. Am Anfang der Folge trifft jedoch auch ein klingonischer Bird of Prey auf den Riss. Er verwandelt sich daraufhin in das ägyptisch anmutende (und dem Kanon widersprechende) Modell des Bird of Prey aus Star Trek: Discovery. Auch der Kommandant des Schiffs ändert sein Äußeres: von dem eines typischen, aus TNG und Co. bekannten Klingonen in das eines der Echsenwesen aus Star Trek: Discovery.

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Es mag nur ein Easter Egg oder als Witz gedacht sein. Allerdings zählt Lower Decks nach Aussagen der Produzenten zum offiziellen Star-Trek-Kanon, nur eben mit Blick durch die "Comic-Brille". Es wäre also nicht abwegig, wenn man konstatiert: Star Trek: Discovery ist nicht länger Teil des Hauptuniversums. Diese Zugehörigkeit aber hatten Showrunner Alex Kurtzman und weitere trotz aller Widersprüche wie dem Sporenantrieb immer wieder beteuert.

Das spricht gegen diese Theorie

Nicht mehr Teil des Prime Universe zu sein - das würde auf einen Schlag fast sämtliche Kanonprobleme aus der Welt schaffen. Allerdings wäre die Erklärung nicht sehr konsequent. Da ist nämlich noch eine Crossover-Episode in Star Trek: Strange New Worlds, in welcher der aus Lower Decks bekannte Boimler in die Vergangenheit reist und dort Pike und seine Mannschaft trifft. Strange New Worlds wiederum ist ein Spin-off von Star Trek: Discovery. SNW nimmt mehrmals Bezug auf Discovery. Umgekehrt hatte der von Anson Mount gespielte Pike dort in der zweiten Staffel eine Hauptrolle.

Star Trek: Strange New Worlds ignoriert seinerseits bereits die Klingonen aus Discovery, was man natürlich auch dergestalt deuten kann, dass SNW vielleicht doch nur lose auf Discovery basiert. Womöglich auf einer alternativen, wirklich im Prime-Universum spielenden Variante von Discovery? Oder aber Boimler reist im Crossover auf eine alternative Enterprise, die zwar so aussieht wie jene aus Strange New Worlds und Discovery, aber ein Schwesterschiff aus einem anderen, mutmaßlich dem eigentlichen Universum ist.

Lower Decks griff Discovery verdächtig selten auf

Letztlich könnte das Ganze nicht mehr als ein Seitenhieb von Mike McMahan sein, selbst eingefleischter Star-Trek-Nerd und Produzent von Lower Decks. Er wäre damit zwar ein Wink Richtung Alex Kurtzman, aber nicht handfest genug, um die Comic-Perspektive der Animationsserie zu verlassen.

Verdächtig aber ist es, dass Lower Decks bisher nie direkten Bezug zu Discovery herstellte, obwohl beide Serien zeitweise parallel produziert wurden. Lediglich die T-Shirts mit dem Schriftzug Ritos (Disco in Discovery) und der schwarze Kommunikator ("Warum hat Sektion 31 einen Kommunikator, wenn sie geheim ist?") griffen Discovery bisher lose auf. Die klassischen Star-Trek-Serien hingegen, von der Originalserie über The Next Generation bis Enterprise, sind bei Lower Decks permanent Thema. Auch Designs und Uniformen aus der Originalserie wurden schon oft gezeigt. Sie sahen aus wie damals in TOS, nicht wie die Neuinterpretation aus Discovery und SNW.

Alex Kurtzman erklärt sich das falsche Design der Klingonen und weiterer Aliens vermutlich durch Metamorphosen, die Spezies im Laufe der Zeit durchmachen. Lower Decks hätte in dem Fall mit seinem Finale eine Realität aufgegriffen, in der die Klingonen diese Metamorphose nie durchmachten und immer noch so aussehen wie zeitweise in den 2250er-Jahren.

Mancher würde es sich wohl wünschen

Für den einen oder anderen Altfan dürfte das Tilgen aus dem Kanon wohl die beste Erklärung sein. Vermutlich nicht grundlos gilt Discovery um die wankelmütige Michael Burnham als die umstrittenste Star-Trek-Serie. So erreicht sie beim Bewertungsportal Rotten Tomatoes nur einen Userscore von 33 Prozent - den schlechtesten aller Star-Trek-Serien. Er fiel von Staffel zu Staffel auf nur noch 23 Prozent in Season 5. Auch bei Metacritic ist Discovery mit 4,2 von 10 Sternen bei Zuschauern nicht sonderlich beliebt.

Wie stehen Sie zum Thema? Gehört Star Trek: Discovery Ihrer Meinung nach zum Prime-Universum, einer alternativen Realität oder nicht mal zum Star-Trek-Kanon? Und wie ernst darf man Anspielungen in einer Animationsserie nehmen? Es ist vermutlich nur eine Frage der Zeit, bis die Diskussionen im Netz ins Kraut schießen und sich die Verantwortlichen offiziell zum Sachverhalt äußern. Unabhängig davon haben viele Fans vermutlich ihren eigenen "Headcanon".

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    • Kommentare (19)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PHuV PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Lord-Haelmchen
        Dazu die Heulsuse Burnham .
        In fast jeder Folge das Gepläre von ihr, ich frag mich, welcher Drehbuchautor dafür verantwortlich war, oder war das von der Darstellerin permanent improvisiert?
      • Von PHuV PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Lord-Haelmchen
        Dazu die Heulsuse Burnham .
        In fast jeder Folge das Gepläre von ihr, ich frag mich, welcher Drehbuchautor dafür verantwortlich war, oder war das von der Darstellerin permanent improvisiert?
      • Von antonrumata Freizeitschrauber(in)
        Ich war bei Discovery draußen, als es "Kelpianer" zum Dinner gab und der unselige Sporenantrieb auftauchte. Deshalb kann STD für mich gerne aus dem Kanon gestrichen werden.

        Mit den neueren Star Trek Ablegern und Filmen kann ich leider nicht mehr viel anfangen, da sie sich in meinen Augen zu weit von der Vision Gene Roddenberrys entfernt haben.

        Man muss sich das nicht anschauen und kann sich trotzdem an den vielen alten Star Trek Serien und Filmen davor erfreuen.
      • Von ottocolore Komplett-PC-Käufer(in)
        Dann waren Pike & Co. vllt. auf ihrer eigenen, früheren 5 Jahres- Mission, k.A..

        SNW müsste ja auch im Alternativ- Universum von Discovery spielen und nicht- kanonisch sein, da die eine Serie ein Spin-off der anderen ist.
      • Von Lord-Haelmchen Freizeitschrauber(in)
        Zitat von ottocolore
        SNW startet ca. 10 Jahre bevor Kirk das Kommando übernimmt.
        In einer Folge der 2ten Staffel sagt Pike, das die Enterprise nicht am Krieg gegen die Klingonen teilnahm, weil sie auf der 5Jahres-Mission war. Dies wäre eine große Belastung für einige Mannschaftsmitglieder.
      • Von ottocolore Komplett-PC-Käufer(in)
        Zitat von Lord-Haelmchen
        aber wie ist es möglich, das Pike die Enterprise nach der 5-Jahres-Mission kommandiert?
        SNW startet ca. 10 Jahre bevor Kirk das Kommando übernimmt.
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