Starfleet Academy: Picardo glaubt, dass Paramount die abgesetzte Serie kaum beworben hat
Der Darsteller des holografischen Doktors, Robert Picardo, glaubt einem Bericht zufolge, dass Starfleet Academy durch Paramounts neue Führung kaum unterstützt und nur unzureichend beworben wurde. Seiner Ansicht nach war dies ein Grund dafür, dass die Star-Trek-Serie kein größeres Publikum fand.
Star Trek: Starfleet Academy wurde nach nur einer Staffel abgesetzt. Hätte man nicht schon vor der Ausstrahlung der ersten eine zweite Staffel produziert, gäbe es sie vermutlich nicht. Als Hauptgrund für die Absetzung gelten die geringen Zuschauerzahlen. Variety verwies damals aufs Nielsen-Rating, demzufolge Starfleet Academy die Top 10 der US-Streaming-Charts verfehlte.
Paramount ist mit seinen Taylor-Sheridan-Serien Besseres gewohnt. "Dutton Ranch" bescherte dem hauseigenen Streaming-Dienst erst vor wenigen Wochen einen Rekordstart. Gefeiert hatte David Ellison, CEO von Paramount Skydance, Sheridans Formate bereits Anfang Mai vor Investoren, nachdem sie dem Dienst im ersten Quartal einen satten Zuschauerzuwachs beschert hatten. Starfleet Academy blieb im Call unerwähnt.
Derweil vermutet Robert Picardo, bekannt als MHN aus Star Trek: Voyager und Star Trek: Starfleet Academy, dass die Serie von Paramount unzureichend unterstützt wurde. Als Grund nennt er die neue Geschäftsleitung
Freunde sollen Starfleet Academy nicht mal gefunden haben
"Ich wünschte, wir hätten mehr Zeit gehabt, um ein Publikum aufzubauen", sagt Robert Picardo laut Popverse während einer Podiumsdiskussion auf der Spacecon 2026.
Picardo zufolge entstand Starfleet Academy noch unter der früheren Unternehmensleitung von CBS Paramount. Mit den neuen Eigentümern schwand jedoch die Unterstützung. "Es gab keine Werbung für uns."
Wie Popverse den Darsteller zitiert, habe man die Serie nicht einmal finden können. "Ich hatte Freunde, die fragten: 'Wo ist Starfleet Academy?' Ich sagte: 'Die läuft auf Paramount+.' Und sie sagten: 'Ich habe Paramount+, aber ich kann sie nicht finden.' Und ich dachte: 'Das ist ja seltsam.'"
Mehr oder weniger sei die Serie nach der ersten Folge aus dem Menü verschwunden. Dabei würde man doch normalerweise Leuten, die auf Paramount+ Star Trek geschaut haben, die neue Serie empfehlen. Das jedoch sei in seinem Fall nicht passiert. "Ich wünschte, wir hätten mehr Unterstützung bekommen."
Amerika im Weltraum: Picardo sorgt sich um progressive Ausrichtung
Mit seiner Kritik spielt Robert Picardo womöglich auf die Nähe zur MAGA-Bewegung an, obwohl er selbst keinen direkten Zusammenhang herstellt. So beschreiben US-Medien den neuen CEO David Ellison als Trump-nah. Im Netz wird deshalb schon länger spekuliert, dass ein progressives Franchise wie Star Trek bei Paramount keine große Zukunft hat. Das gilt zumindest für die jetzige Form. Alex Kurtzmans Vertrag mit Paramount endet bekanntlich in diesem Jahr. Der Film, an dem Paramount arbeitet, steht Berichten nach für sich allein.
Wie Popverse in einem zweiten Artikel berichtet, hatte sich Picardo während der Spacecon 2026 wie folgt zur künftigen Stoßrichtung geäußert: "Ich mache mir ein wenig Sorgen um die Zukunft von Star Trek, weil wir dafür kritisiert wurden, dass wir zu viel Vielfalt und Inklusion zeigen." Dabei sei doch genau das ein Markenzeichen von Star Trek. Picardo hofft dennoch, dass das Franchise seinen Werten treu bleibt. "Dass es immer um die Vereinten Nationen im Weltraum geht und nicht um 'America First' im Weltraum." Der Geist der Zusammenarbeit müsse erhalten bleiben. "Es ist eine Vision der Zusammenarbeit zwischen raumfahrenden Planeten in der Zukunft und nicht: 'Lasst uns losziehen und die Planeten von Venezuela, Iran, Grönland und Kuba erobern.'"
Serie war nie sehr beliebt
Ob und inwieweit Paramounts neue Führung die Handbremse angezogen hat, können wir nicht beantworten. Ich hatte vor, während und nach der Veröffentlichung ständig durch Paramount bereitgestellte Werbung für Starfleet Academy in meinen Feeds. Auch beim Streaming-Dienst Paramount+ wurde mir die Serie nach dem Einloggen gleich empfohlen. Das mag man unter anekdotische Evidenz abtun. Für Picardos Aussage, Freunde hätten die Serie nicht gefunden, gilt jedoch das Gleiche.
Letztlich ist die jüngste Star-Trek-Serie bei Zuschauern nicht wirklich gut beleumundet. Beim Bewertungsportal Rotten Tomatoes liegt die Kritikerzustimmung zwar bei ordentlichen 84 Prozent, die Zuschauerzustimmung aber nur bei deren 52. Metacritic zeigt bereits einen verbesserungswürdigen Kritikerschnitt von 67 Prozent. Die User-Kritiken liegen mit 1,7 von 10 Punkten deutlich darunter. Selbst in der IMDb langt's nur für 4,5 von 10 Sternen.
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Und da erkennt man auch direkt das Problem. Ob ich irgendwas gut finde oder nicht, habe ich überhaupt nicht gesagt / geschrieben. Nur weil hier falsche Aussagen korrigiere, macht mich das noch lange nicht zum Fan.
Aber um das zu verstehen, müsste man etwas weiter denken als nur von 12 Uhr bis Mittag.
mit EINEM Klingonen
Du kannst die neue Richtung gut finden, bist nur in einer sehr kleinen der Minderheit.
Ich bin zwar selbst schwul, aber sogar mir war die Serie zu woke!
Wundert mich aber auch nicht, wenn man jemanden das Steuer übergibt der kein Fan ist.