Pläne für Season 3: Kanonfehler aus Voyager kann Starfleet Academy nun nicht mehr kitten
Star Trek: Starfleet Academy wurde abgesetzt und kann nun einen Kanonfehler aus Voyager nicht mehr beheben. Die entsprechende Folge hatte man schon auf dem Schirm.
Star Trek: Starfleet Academy erhielt positive Kritikerbewertungen, wurde aber von Teilen der Zuschauerschaft abgelehnt. So liegt der IMDB-Score bei mageren 4,4 von 10 Sternen, das Zuschauerrating auf Metacritic bei schlechten 1,7 von 10 Punkten und der Nutzerscore von Rotten Tomatoes bei immerhin 51 von 100 Prozent.
Es gibt viel, für das man Staffel 1 kritisieren kann. Manche werfen der Serie vor, keine weiterentwickelte, sondern allenfalls eine auf dem heutigen Niveau stehen gebliebene Menschheit zu zeigen. Und das schlanke 800 Jahre nach dem reflektierten Jean-Luc Picard. Auch Kanonfehler und Probleme mit der eigenen Serienkontinuität erregen die Gemüter.
Frei von Kontinuitätsfehlern waren schon die alten Serien nicht. Die Voyager-Episode "Der Zeitzeuge/Living Witness" aus der vierten Staffel ist dafür ein anschauliches Beispiel.
Voyagers lehrreicher Blick in die Geschichte
Quelle: Paramount
Das MHN-Back-Up vor einer Darstellung des Kriegsschiff Voyager.
Besagte Episode ereignet sich 700 Jahre nach der Begegnung der Voyager mit den Vaskanern und Kyrianern. Alles beginnt mit einem kyrianischen Historiker, der ein Artefakt untersucht, das sich als Back-up-Modul des holografischen Doktors entpuppt. Das MHN wird reaktiviert und mit einer absurden Geschichtsschreibung um das Kriegsschiff Voyager konfrontiert. Die Crew der Voyager soll demnach von den Vaskanern rekrutiert worden sein, um sie im Kampf gegen die Kyrianer zu unterstützen. Dabei begingen Janeway und ihre Mannen laut gängiger Lehrmeinung so furchtbare Kriegsverbrechen, dass die Ereignisse bis in die Gegenwart nachwirken.
Als der Doktor die Geschichte richtigstellt, gehen alte Wunden wieder auf. Wut entlädt sich. Vaskaner fühlen sich zu Unrecht durch die offizielle Geschichtsschreibung aufs Tätervolk reduziert, während viele Kyrianer nicht glauben wollen, dass tatsächlich ihr Volk die Ereignisse damals eskalieren ließ.
Inhaltlich ist "Der Zeitzeuge" stark. Die Folge zeigt, wie sehr die Vergangenheit die Gegenwart vergiftet, obwohl sie fürs Miteinander nach so langer Zeit keine Rolle mehr spielen sollte. Auch lernt der Zuschauer, dass sich einmal gefestigte Ansichten nicht so mir nichts, dir nichts abschütteln lassen, dass Aufarbeitung aber grundsätzlich möglich ist, wenn man es will. Letztlich geht es auch um die Interpretation von Geschichte, um Gewinner und Verlierer und ihre jeweilige Rolle aus Sicht des anderen.
In der Voyager-Episode reichen beide Parteien einander die Hände. Doch die Aussöhnung sollte noch eine Weile dauern.
Ohne Zurechtbiegen der Kontinuität hätte es die Folge nicht gegeben
Angesichts ihrer Güte stört es vermutlich nur wenige, dass die Folge nur funktioniert, weil man mit der Serienkontinuität bricht. Gefunden wurde ja nicht das eigentliche MHN der Voyager, sondern das Back-up-Modul. Ein solches wurde nie zuvor und unseres Wissens nach auch nie danach jemals wieder erwähnt. Stattdessen äußern Charaktere wiederholt die Sorge, das Programm des Doktors unwiderruflich zu verlieren.
Wenige Folgen vorher schickte man den Doktor zum Beispiel noch über ein Sensornennetzwerk der Hirogen, das bis an den Rand des Alpha-Quadranten reicht, auf die U.S.S. Prometheus. Während der Doctor auf der Prometheus Romulaner vom Hof jagte, übernahm Tom Paris mit seinen rudimentären medizinischen Kenntnissen die Krankenstation. Versuche, kurzfristig einen neuen Doktor zu programmieren, scheiterten. Möglich, dass man hiernach Konsequenzen zog und mit einem Back-up-Modul experimentierte, das im Notfall eine Sicherheitskopie des Doktors bereitstellen würde. Erwähnt wurde es nie.
Zudem stellt sich die Frage, warum man nach dem Verlust des ersten kein zweites Back-up-Modul ins Leben rief. Hatte es vielleicht ethische Gründe, weil man ein empfindungsfähiges Wesen nicht einfach so "kopiert"? Eine Antwort blieb uns Voyager schuldig.
Starfleet Academy hätte es richten können
Starfleet Academy hätte diese Frage theoretisch klären können. Laut Robert Picardo, Darsteller des MHN in Star Trek: Voyager und Starfleet Academy, gab es die Idee einer Zusammenkunft. Tatsächlich spielt Starfleet Academy zu jener Zeit, in welcher das MHN-Back-up zurück in den Alpha-Quadranten reist. Schon in "Der Zeitzeuge" hieß es, dass der Doctor den beiden Völkern noch lange als chirurgischer Kanzler gedient hatte, bevor es ihn zurück in die Heimat zog.
Picardo sprach darüber im "D-Con Chamber"-Podcast der beiden Enterprise-Darsteller Connor Trinneer und Dominic Keating. Es ging dort etwa um das Thema der digitalen Verjüngung, was Picardo schließlich dazu veranlasste, seine Idee im Podcast vorzustellen: "Ich wollte meinem Voyager-Back-up begegnen, meinem alten Ich, und so aussehen wie mit 41 - und mich selbst als 71- oder jetzt 72-Jährigen spielen. Ich wollte also meinem jüngeren Ich gegenübertreten und im Grunde erleben, wie mein jüngeres Ich mein älteres Ich gnadenlos beleidigt und sagt: 'Warum solltest du dein Aussehen verändern wollen? Warum solltest du so aussehen wollen?'"
Verantwortliche mochten die Idee
Quelle: Paramount
Das MHN-Back-up traf seinen Schöpfer nie.
Picardo habe die Idee den Verantwortlichen vorgestellt. "Sie mochten die Geschichte sehr. Sie sagten so etwas wie: 'Das klingt nach einer Story für Staffel 3.' Das haben sie mir schon vor langer Zeit gesagt." Die Idee war, dass sich die Figuren in unterschiedliche Richtungen entwickelt haben, ausgehend von ihren Erfahrungen. Ähnlich wie bei Zwillingen, die getrennt voneinander aufwachsen.
Der eigentliche Doctor habe etwa seinen Vater-Konflikt verarbeitet, sein Back-up nicht. "Wir hatten eine Voyager-Folge, in der der Doktor versucht, seinen sterbenden Programmierer zu retten. Und der Programmierer behandelt ihn furchtbar, als wäre er ein gescheitertes Experiment. Und der Doktor muss sich ihm gegenüber beweisen." Picardo spricht hier von der Folge "Rettungsanker" aus der sechsten Staffel, die das Back-up demnach nie erlebt hat. Auch danach konnte das zweite MHN seinem Schöpfer nie begegnen, da es erst 700 Jahre nach Voyager erweckt wurde.
Doch die Serie wurde gecancelt
Umsetzen kann man die Idee um die beiden MHNs nun nicht mehr. Wie Anfang vergangener Woche bekannt wurde, hat Paramount Starfleet Academy nach nur zwei Staffeln eingestellt. Dabei ist über die zweite Staffel noch nicht mal viel bekannt, da sie bereits vor dem Release der ersten abgedreht wurde. Man munkelt, dass die Produktionskosten bei rund 10 Millionen US-Dollar pro Folge liegen. Gleichwohl schaffte es die Serie nicht in das für die USA relevante Nielsen-Rating um die meistgestreamten Serien.
Ohnehin dürfte die Ära Kurtzman in Kürze enden. Alex Kurtzman ist seit Star Trek: Discovery für das Franchise verantwortlich, der Vertrag mit ihm beziehungsweise seiner Produktionsfirma Secret Hideout endet im Laufe des Jahres. Aktiv produziert, außer im Rahmen der Postproduktion, wird keines seiner Projekte mehr. Auch Strange New Worlds ist abgedreht. Die vierte Staffel soll noch dieses Jahr erscheinen, die fünfte und finale - von zehn auf sechs Folgen gekürzt - könnte für 2027 angepeilt sein.
Gemunkelt wird auch, dass der neue Paramount-Besitzer Skydance andere Pläne mit dem Franchise hat. Die aktuellen Serien sollen ihm schlicht zu teuer im Verhältnis zu den Zuschauern sein. Noch nicht im Detail kommunizierte Pläne gibt es aber schon an der Kinofront. Fans hoffen derweil auf eine Archer-Serie.
Quelle: D-Con Chamber (YouTube) via Screenrant

als wäre es das Selbe. Das ist es nicht.
Star Trek: TOS hat Rassismus angeprangert und das war richtig und gut.
[...}
Aber das woke, abartige Zeug, das einem in den letzten Serien verkauft werden sollte,
damit in den gleichen Top werfen?
Nein Danke.
Problematisch wird es für mich dort, wo nicht mehr die Umsetzung kritisiert wird, sondern mit Begriffen wie „unnatürlich“ oder „abartig“ gearbeitet wird. Das ist keine sachliche Medienkritik mehr, sondern eine abwertende Sprache gegenüber Menschen und Lebensweisen, die unter dem Schlagwort „woke“ mitgemeint sind.
Star Trek hat seit jeher gesellschaftliche Grenzen hinterfragt. Deshalb überzeugt mich die Behauptung nicht, früherer Fortschritt sei gut gewesen, heutige Vielfalt dagegen plötzlich etwas völlig anderes.
Wenn das für dich nicht passt, kennst du also entweder dein Umfeld nicht gut oder queere Menschen meiden deine soziale Blase. Fakt ist, dass es weit mehr Menschen aus dem queeren Spektrum gibt, als die meisten sich vorstellen können (oder einige sich vorstellen möchten...) und in Film und Fernsehen sind sie zahlenmäßig immer noch massiv unterrepräsentiert!
Undifferenziert sind das weltweit als Punktschätzung ca. 12 % und wahrscheinlich sind das sogar mehr, denn es gibt in den ganzen Studien eine große sog. Underreporting-Lücke von ca. 12 - 22 %. Diese Zahlen beziehen sich auf Personen mit nicht ausschließlich heterosexueller Orientierung nach Anziehung/Verhalten und/oder gender-diverser Identität über 18 Jahren. Einbezogen wurden hier ausschließlich empirische Datensätze, also nicht irgendwelche Blöd-Umfragen und das 10 an der Zahl, allesamt durchgeführt von seriösen und wissenschaftlich anerkannten Institutionen. Mehr gefällig? Hier klicken.
Es gibt so gut wie kein Film oder keine Serie heute mehr wo es nicht drin vorkommt, Wenn dieses Statistik so im realen leben geben würde, dann würde ich mindestens 10 Menschen im näherem Umfeld haben die so sind und das passt halt nicht.
Auf der arbeit meinte einer zu mir das ist heute so es muss immer Frauen (Gohstbusters waren nur männer, neuer Film Remake Frauen), farbige, Schule/Lesben usw dabei sein. Ob das zum Film bzw zu der Rolle passt oder nicht ist egal das muss dabei sein.
Mir ist das Egal, welche Hautfarbe oder sonst was, die Person die etwas Spiel hat/ist, solange es zu der Rolle passt ist doch alles super, aber wenn mit Absicht eine Rolle so geschrieben umgebaut wird damit das was noch Fehlt dazu kommt, damit habe ich ein Problem.
Aber man muss nicht alle 3 Sekunden darauf hinweisen.
Die schwulen und lesben die ich bisher im Leben kennen gelernt habe sind ganz normale Leute.. verhalten sich normal.. essen normal und kleiden sich normal.
Und das wichtigste.. sie gehen einem damit nicht auf den Keks.
Aber man muss nicht alle 3 Sekunden darauf hinweisen.
Die schwulen und lesben die ich bisher im Leben kennen gelernt habe sind ganz normale Leute.. verhalten sich normal.. essen normal und kleiden sich normal.
Und das wichtigste.. sie gehen einem damit nicht auf den Keks.
Star Trek ist nicht woke sondern weltoffen und jede Serie war ein Zeugniss seiner Zeit..
STA hat weder gute Monologe.. noch gute Storys.. ja nichtmals eine Charakter Entwicklung über die Folgen hinweg..
Der Plot ist unlogisch und wiederspricht komplett der Canon Physik.