Archer als Präsident der Föderation: Weiterer Hauptdarsteller aus Enterprise wäre sofort dabei

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Archer als Präsident der Föderation: Weiterer Hauptdarsteller aus Enterprise wäre sofort dabei
Quelle: Paramount

Erhielte die Archer-Serie Star Trek: United grünes Licht, wäre ein weiterer Hauptdarsteller aus Enterprise gern wieder dabei.

Nach der Einstellung der umstrittenen Star-Trek-Serie Starfleet Academy ist die Zukunft des Franchise ungewiss. Strange New Worlds Staffel 4 und 5 liegen sozusagen auf Halde: Die Folgen sind abgedreht, aber in der Postproduktion. Erstere wird noch für 2026 erwartet. Die finale Staffel besteht derweil nur aus sechs statt zehn Episoden. Damit hätte SNW am Ende nur 46 Folgen. Zum Vergleich: Ältere Shows wie The Next Generation und Enterprise brachten es nach nur zwei Staffeln auf mehr Episoden. Schluss war dort erst nach sieben beziehungsweise vier Seasons.

Schon länger ist bekannt, dass der Vertrag zwischen Paramount und Alex Kurtzman sowie seiner Produktionsfirma Secret Hideout in diesem Jahr ausläuft. Kurtzman ist nicht unumstritten. Manche machen ihn maßgeblich für die weniger anspruchsvolle Ausrichtung von Star Trek: Discovery, Starfleet Academy oder auch Section 31, dem bisher mit Abstand am schlechtesten bewerteten Film der Reihe, verantwortlich.

Noch ist ungewiss, ob es zu einer Vertragsverlängerung kommt. Die Kunde, dass der neue Rechteinhaber Skydance andere Erwartungen an das Zuschauer-Kosten-Verhältnis stellt, geistert schon länger durchs Netz. Der Vergleich mit anderen Paramount-Serien ist nur folgerichtig. So erreichen Projekte aus dem Tayler-Sheridan-Kosmos auf dem hauseigenen Streaming-Potal deutlich mehr Zuschauer, weshalb man sich Stars wie Sylvester Stallone, Kevin Costner oder Samuel L. Jackson leisten kann. Der Dauerrener CSI dürfte das im Vergleich zu Star Trek größere Publikum bei deutlich geringeren Kosten erschließen. Demgegenüber schaffte es Starfleet Academy nicht in die Streaming-Top-10 des Nielson-Rankings, welches Auskunft über den Erfolg eines Streaming-Formats in den USA gibt. Wohl auch deshalb wird die zweite Staffel die letzte der Serie sein. Secret Hideout hatte sie schon vor Release der ersten abgedreht.

Serienkonzept mit Archer als Präsident der Förderation

Jonathan Archer als Präsident der Föderation. Das zeigte schon ein Display in Star Trek: Enterprise Quelle: Paramount Diese Infos erscheinen auf einem Display der Defiant NCC-1764.

Vergangenen August hatten wir über ein Serienkonzept namens Star Trek: United berichtet. Dabei handelt es sich um eine Idee von Mike Sussman. Sussman schrieb schon zu Voyager-Zeiten Drehbücher für das Franchise, war aber auch bei Enterprise für mehrere Skripte zuständig. Aus seiner Feder stammt der Zweiteiler "In a Mirror, darkly/Die dunkle Seite des Spiegels". Zum Ende hin war Sussman einer der Produzenten der Serie.

Aus jener Doppelfolge stammt auch die Idee zu Star Trek: United, obwohl sie dort nie direkt vorgestellt wird. Spiegel-Archer und -Hoshi rufen in Episode 2 allerdings die Akte von Captain Archer auf. Das tun sie über den Computer der U.S.S. Defiant NCC-1764. Das Constitution-Klasse-Raumschiff stammt aus dem Hauptuniversum und ist ihnen rund 100 Jahre voraus. Sein Verschwinden wurde bereits in der Folge "Das Spinnennetz/The Tholian Web" aus der Originalserie thematisiert. Jedenfalls erfährt, wer in der Enterprise-Folge die Pausetaste drückt, etwas über Archers späteres Wirken. Laut Display wurde der Sternenflottenoffizier zunächst zum Admiral befördert. Später verschlug es ihn in die Politik, wo er bis zum Präsidenten der Föderation aufstieg.

Star Trek: United würde als politische Serie im Stile von Star Wars: Andor diese Präsidentschaft behandeln. Die Serie ist nur ein Konzept, fand im Netz aber viel Anklang. Es wird seit seiner Enthüllung häufiger aufgegriffen, vermutlich auch mit dem Hintergedanken, Paramount das Faninteresse vor Augen zu führen. Und so wurde auch John Billingsley, Dr. Phlox aus Star Trek: Enterprise, kürzlich auf das Serienkonzept angesprochen.

Darsteller des Dr. Phlox wäre gern wieder dabei

Dabei verriet Sussman bisher wenig über das Wirken der Enterprise-Crew zu Zeiten der Archer-Serie. Billingsley hat dazu eigene Vorstellungen. Mit einem Augenzwinkern sagte er gegenüber Trekmovie im All-Access-Podcast: "[Archer] ist älter. Wahrscheinlich hat er Rachitis und braucht jemanden an seiner Seite. Dominic [Keating, Malcolm Reed] - ich glaube, seine Figur sitzt inzwischen im Gefängnis. Jolene [Blalock, T'Pol] ist weg. Hoshi ist gestorben. Ich bin wohl der Einzige, der noch übrig ist und überhaupt auftreten könnte ... Jeffrey Combs [Shran] ist auch tot ... Oh nein, Mayweather ist auch tot?"

Tot ist übrigens nur der von Connor Trinneer gespielte Charles "Trip" Tucker III. Er starb im Finale der Serie "These Are the Voyages/Dies sind die Abenteuer" eher glanzlos. Es gibt zwar Fan­theo­rien, wonach Trips Tod nur vorgetäuscht worden sei, befeuert durch Romane von Autoren wie David Mack. Doch derlei ist bei Star Trek nicht kanonisch. Auch Billingsley sagt auf Nachfrage, dass er von einem Ableben der Figur ausgeht und keinem Täuschungsmanöver.

Als es im Interview wieder ernster zugeht, betont der Schauspieler, dass er sofort zu einer Rückkehr bereit wäre. Auch die morgendlichen Make-up-Sessions würde er wieder über sich ergehen lassen. Für Star Trek: United zöge Billingsley gar für mehrere Monate nach Toronto. "Absolut! Ich liebe Toronto. Und ich würde auch sehr gern wieder mit Scott arbeiten - ich habe es geliebt, mit ihm zu arbeiten. Er ist großzügig, herzlich, kennt jeden beim Namen und bringt einfach Wärme, Licht und Freude ans Set. Ich kann wirklich nicht genug Gutes über Scott sagen. Und gleichzeitig kann man sich auch ein wenig über ihn lustig machen, was großen Spaß macht."

Nach der Ära Kurtzman: Mit Star Trek United zurück zu den Wurzeln?

Ob Star Trek: United jemals realisiert wird, steht in den Sternen. Sussman hatte den Pitch gemeinsam mit Scott Bakula, dem Darsteller von Captain Jonathan Archer, entwickelt. Das Konzept soll dem Studio vorgelegt worden sein. Wegen der Beteiligung Bakulas bestand laut Aussage Sussmans sogar Interesse, immerhin ist der Darsteller durch die Erfolgsserie NCIS: New Orleans einem breiten Publikum auch jenseits von Star Trek bekannt. Abgelehnt wurde die Idee schlussendlich doch. Damals sei der Star-Trek-Output bereits zurückgefahren worden. Außerdem gab es thematische Überschneidungen mit Starfleet Academy, welches sich schon in Entwicklung befand. Auch diese Serie spielt größtenteils auf der Erde. Sussman hat den Handlungsort daher auf den aus TOS und Enterprise bekannten Planeten Babel verlagert.

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Trotz der Absage hatte Sussman schon im August die Hoffnung geäußert, dass der neue Rechteinhaber einen anderen Blick auf das Franchise hat. Ein Ansatzpunkt wäre aus unserer Sicht sicherlich das Budget. Die aktuellen Star-Trek-Serien gelten als teuer. Eine politisch angehauchte Serie mit einem stärkeren Handlungsfokus, weg von der teuren Inszenierung, könnte das Franchise nach der Ära Kurtzman zu seinen alten Stärken zurückführen. Stand jetzt befindet sich das erste Mal seit zehn Jahren keine Star-Trek-Serie mehr in Produktion - Post Production nicht mitgerechnet.

Dass es Sussman mit dem Konzept ernst meint, zeigt sich in vielerlei Hinsicht. So ließ er Star-Trek-Veteran Andrew Probert ein Konzeptdesign für die Starfleet One entwickeln (siehe Trekmovie). Das Design kombiniert Elemente der Enterprise-Ära mit jenen der Originalserie, aber offenbar nicht aus Discovery. Probert hatte Ende der 70er das Design der umgerüsteten Enterprise in Star Trek: Der Film mitgestaltet. Zu seinen bekanntesten Werken zählen die Enterprise-D und der romulanische Warbird der D'Deridex-Klasse.

Quelle: Trekmovie

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    • Kommentare (6)

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      • Von Benjamin_G Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von Slolle
        Ändere mal bitte den Namen „Charles "Trip" Ticker“ in Tucker.
        Ticker ist was anderes
        Oh je, danke für den Hinweis!
      • Von Benjamin_G Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von Slolle
        Ändere mal bitte den Namen „Charles "Trip" Ticker“ in Tucker.
        Ticker ist was anderes
        Oh je, danke für den Hinweis!
      • Von Slolle PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Benjamin_G
        Erhielte die Archer-Serie Star Trek: United grünes Licht, wäre ein weiterer Hauptdarsteller aus Enterprise gern wieder dabei.

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        Ändere mal bitte den Namen „Charles "Trip" Ticker“ in Tucker.
        Ticker ist was anderes
      • Von EM_EN Software-Overclocker(in)
        Zitat von Andreas1975
        Na eventuell steht ja auch Herr Huang zur Verfügung.
        Und ein paar Ohren angeklebt fertig
      • Von Andreas1975 Volt-Modder(in)
        Na eventuell steht ja auch Herr Huang zur Verfügung.
      • Von paladin60 Software-Overclocker(in)
        Die sollen einfach Enterprise Staffel 5-7 als Animations Serie nachliefern statt jetzt sowas zu bringen.
        Nach einer Star Trek Politik Serie hat wohl keiner gefragt.
      Direkt zum Diskussionsende
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