Stalker 2: Mit unserem Tuning-Guide für Grafikkarten und Prozessoren flüssig durch die Zone
Das ansehnliche Abenteuer in der Sperrzone Tschernobyls von Stalker 2 stellt hohe Anforderungen an die Hardware. Wir prüfen, wie sich Performance herauskitzeln lässt, ohne dass die Grafik und die dichte Atmosphäre stark leiden. Grafikkarten und Prozessoren im PCGH-Tuning!
In diesem Artikel
Nach einer langen Wartezeit ist Stalker 2 am 20. November 2024 erschienen. Noch bis kurz vor Release werkelte der ukrainische Entwickler GSC Game World an dem Spiel, die Devs fixten unzählige Bugs, ließen Optimierungen und Verbesserungen einfließen. Dennoch stellt das auf der Unreal Engine 5 basierende, immersive Abenteuer in der wilden, verstrahlten Sperrzone um Tschernobyl hohe, ja teils abnorme Anforderungen an die Hardware. In diesem Teil des Artikels gehen wir die hohen Anforderungen an und prüfen, wie und ob Sie Stalker 2 auch auf einer etwas schwächeren oder betagteren Grafikkarte, mit einer etwas schwächeren CPU, etwas weniger Speicher und vielleicht ja sogar ohne exquisite, aus der preislichen Sperrzone zusammengeklaute Enthusiasten-PC-Hardware-Anomalie zu flüssigen Bildraten animieren können.
Bei unserem Tuning-Vorhaben gibt es mehrere durchaus gewichtige Faktoren zu beachten: Wie Sie sowohl unseren Grafikkarten- als auch Prozessor-Benchmarks in unserem Technik-Test entnehmen können, stellt Stalker 2 sowohl an GPU als auch CPU hohe bis harte Anforderungen. Schon in der Stalker-Siedlung Zalissja liegen die Voraussetzungen kurz nach Beginn des Spiels brutal hoch, die Bildraten gegenüber dem offenen Umland, der wirklich wundervoll gestalteten "Zone" sind vergleichsweise niedrig. Die Belastung des Speichers liegt in Zalissja wie auch anderen Siedlungen zudem nochmals besonders hoch, für viele Mittelklasse-GPUs mit verbreiteten Speichermengen: zu hoch.
Ist der Grafikspeicher zu knapp, kommt es beim Betreten und Verlassen von Gebäuden zu störenden Hängern, da neue Assets für den jeweils neu betretenen Bereich in den Speicher der GPU geladen werden müssen. Besonders hoch ist die Belastung des Grafikspeichers in unserer extrem anspruchsvollen GPU-Testszene. Mit vollen Epic-Details sehen 8 GiByte-Karten kein Land, nicht einmal in Full HD und mit kräftiger Upsampling-Unterstützung. Eine unserer gewichtigsten Aufgaben ist demnach, den hohen Speicherbedarf zu senken. Obendrein wollen wir auch mit etwas schwächeren Grafikkarten eine Bildrate von rund 60 Fps erzielen und die Grafikeinstellungen so wählen, dass die schicke Optik und die dichte Atmosphäre der Zone möglichst wenig leiden.
Bildergalerie
Anmerkung der Redaktion: Es wird bei den Bildvergleichen häufiger kleinere Abweichungen bei der Ausleuchtung/Wetterlage geben. Darauf hatten wir leider kaum Einfluss; das Setting schwankt beim Laden des Spielstands von Mal zu Mal. Es wurden für alle Bildvergleiche spezifische Saves abgelegt, für jedes Bild wurde das Spiel komplett beendet, jedes einzelne Bild entstand direkt nach Laden des jeweiligen Spielstands.
In diesem Kapitel wollen wir uns ganz auf die Grafikkarte und deren Speicher konzentrieren. Unser CPU-Fachredakteur Dave nimmt derweil die CPU-Leistung ins Visier und prüft, mit welchen Optionen sich der Anspruch für den Prozessor reduzieren lässt. Während es recht simpel ist, die Grafiklast zu drücken, stellte uns der Grafikspeicher vor größere Hürden. Der VRAM ist tatsächlich eine besonders gewichtige Größe in Stalker 2, die Zone stellt überdies deutlich gehobene Ansprüche an den Grafikspeicher; in Stalker 2 liegt dieser Bedarf deutlich über anderen Spielen auf Basis der Unreal Engine 5. Doch als nochmals schwieriger erweist sich das Prozessoren-Tuning. Es lässt sich kaum eine einzelne Option im Grafikmenü auftreiben, die bei Verzicht, Reduktion, dem Prozessor Beine machen würde. Stattdessen sind es eher viele kleine Beinchen, doch dazu etwas später mehr. Als Erstes wollen wir den Grafikkarten auf die Sprünge helfen.

Bei mir dauert die Shaderkompilierung ca 5-10min.Fast wie früher mit dem C64 und der Datasette...