Die PCGH-Tech-Highlights 2025: Performance und Grafik
Diese Spiele konnten bei uns in puncto Performance und Grafik 2025 überzeugen.
Inhaltsverzeichnis
Wir beginnen mit den Kategorien Grafik und Performance. Grafisch gab es viele eindrucksvolle Spiele, nicht wenige basierten dabei auf der Unreal Engine 5, die sich weiterhin zunehmender Verbreitung erfreut. Allerdings ist die UE5 noch immer verhältnismäßig häufig von mehr oder weniger störenden Performance-Problemen geplagt. Kommen obendrein die beiden bekanntesten und technisch eindrucksvollsten Techniken der UE5, Nanite und Lumen-Raytracing, zum Einsatz, ist die UE5 zudem generell anspruchsvoll. Zwar zeigt Arc Raiders, dass sauber optimierte Spiele mit Unreal Engine 5 sehr performant sind und die UE5 auch auf schwächerer Hardware gut läuft - oder gut laufen kann. Doch ist Arc Raiders eher Ausnahme denn Regel und verzichtet obendrein auf sowohl Lumen-Raytracing als auch Nanite - Arc Raiders kann jedoch auch an anderer Stelle punkten, doch dazu später. Der PCGH-Performance-Award geht derweil an Battlefield 6, das einen generell sehr runden und stabilen Eindruck hinterlässt.
Battlefield 6: Das Performance-Highlight
In welche Richtung sich zukünftige Battlefield-Titel entwickeln werden, wie es mit DICE, Criterion und Motive Studios weitergeht und ob Tatooine im kommenden Star Wars: Fate of the Old Republic am Ende auf der Arabischen Halbinsel statt in Marokko liegt, nachdem Publisher Electronic Arts mehrheitlich vom saudi-arabischen Staatsfonds übernommen wurde, ist ungewiss. Sicher ist hingegen: Bei Battlefield 6 haben Publisher wie Entwickler einiges richtig gemacht.
Das beginnt damit, dass die Community nahezu von Beginn der Entwicklung an stark eingebunden wurde - und mit Vince Zampella (Leiter von Respawn und Ripple Effect, Ex-Infinity Ward) eine Person die Führung übernahm, der tatsächlich an der Freude am Spielen gelegen ist. Zampella hat bereits mit Titanfall, Star Wars Jedi: Fallen Order/Survivor sowie nicht zuletzt Apex Legends bewiesen, dass er Gespür für die Spielerschaft und ihre Wünsche hat - und dass man mit spaßigem Gameplay punkten kann, ohne ausschließlich auf Bombast und Marketing-Getöse zwecks "Investor-Engagement" zu setzen.
Battlefield 6: Impressionen
Dass Battlefield 6 bereits zum Launch mit einer so sauberen, flüssigen und geschmeidigen Performance aufwartete, hat selbst uns überrascht - und das, obwohl wir zuvor mehrfach Hand anlegen und diverse Beta-Versionen testen konnten. Absolute Perfektion erlebt man natürlich nicht in jedem Match, aber es ist beeindruckend, wie rund das neue Battlefield insgesamt performt. Auch die Optik ist schick, selbst wenn die Entwickler zugunsten der Geschmeidigkeit auf feines Raytracing-Feuerwerk verzichten. Für die fetzigen Multiplayer-Schlachten wurden offenkundig die richtigen Prioritäten gesetzt - ein Lob ist hier redlich verdient.
Clair Obscur: Expedition 33 - traumhaft schön
Es dürfte keine große Überraschung sein, dass die wohl größte und meistdiskutierte Spiele-Überraschung des Jahres 2025 bei den The Game Awards kräftig abräumen konnte und obendrein zum Sieger gekürt wurde. Clair Obscur: Expedition 33 erschien im April 2025 beinahe wie aus dem Nichts und verzückte viele Spieler mit wundervollem Design, französischem Charme, traumhaft schöner Musik und einer Extraportion Gefühl. Mitunter zeigten sich selbst abgebrühte Streamer, darunter gestandene Mannsbilder - natürlich zufällig mit einer Wagenladung "tränendrüsendem Etwas" im Auge - sichtbar gerührt vor der Kamera.
Was das französische Team von Sandfall Interactive geschaffen hat, ist mindestens bemerkenswert: Von Spiel-, Art- und Weltdesign über erstklassig geschriebene Dialoge und starke Sprecher bis hin zum fantastisch passenden Soundtrack ist Clair Obscur: Expedition 33 eine audiovisuelle Glanzleistung. Okay, die UE5-befeuerte Pracht läuft bis heute nicht perfekt, aber man kann eigentlich kaum erwarten, dass ein kleines Studio mit kaum mehr als ein paar Dutzend Partizipanten nebenbei nicht nur der großen Engine-Schmiede Epic performance-technisch auf die Sprünge hilft, sondern außerdem als sinnbildliches Zugpferd dienen soll. Clair Obscur: Expedition 33 ist eine sehr überzeugende Werbung dafür, dass selbst wenige mit wenig Geld und der Unreal Engine 5 Eindrucksvolles erreichen können. Dass der Motor, die Engine, die UE5, nicht immer vollgeschmeidig rundläuft, liegt auch an Epic selbst.
Clair Obscur: Impressionen
Dass Clair Obscur: Expedition 33 obendrein ein fast ausgestorbenes Genre wiederbelebt - das JRPG mit taktischen Rundenkämpfen, Story- und Charakterfokus - und dem Ganzen zugleich einen eigenständigen europäischen Anstrich verpasst, macht den Erfolg noch eindrucksvoller. So manche AAA-Entwickler und multimilliardenschwere Publisher dürften angesichts dieses Triumphs furchtsam zittern: Nach Baldur's Gate 3 zeigt erneut ein vergleichsweise kleines europäisches Studio, dass stimmiges Spieldesign oft mehr zählt als eine schon ans Hauptmenü angeflanschte Live-Service-Dienstleistungsgesellschaft samt aufdringlicher Bettel-Pass-Hausiererei. Entsprechend honorieren die Spieler die Mühen. Leistung soll sich schließlich lohnen: Bereits im Oktober knackte Clair Obscur 5 Millionen Verkäufe - und ließ so manche Großproduktion weit hinter sich im Staub zurück.

Die Umgebungszerstörung kann es ja wohl nicht sein. Die ist schlechter, als in früheren Spielen.
Da spielt die Bewertung des Spielspaßes doch überhaupt keine Rolle ...
Die Umgebungszerstörung kann es ja wohl nicht sein. Die ist schlechter, als in früheren Spielen.
Der Grind?
Der In-game-Store?
Die "tolle" hit-detection oder "stabile" Serververbindung?
Das Match-making? Ach hör doch auf ...
Dieses Jahr fand ich grafisch gut, aber für mich bilden Avatar und AC Shadows grafisch weiterhin die Spitze, auf die letzten Jahre gesehen.
Spielerisch / grafisch war Hell is Us auch ganz gut.