Nervige Spiele-Macken oder Game-Design für Dummies - Ein Kommentar von Carsten Spille
In der allwöchentlichen Redaktions-Kolumne textet ein PCGH-Redakteur über Hardware- oder Software-Themen, die ihn in der vergangenen Woche bewegt haben. Heute denkt Carsten Spille darüber nach, warum so offensichtlich nervige Tücken in Spielen noch immer Gang und Gäbe sind.
In der allwöchentlichen Redaktions-Kolumne berichtet ein Redakteur über ein IT-Thema, das ihn in der vergangenen Woche bewegt hat.
"Ich bin ein PC-Spieler - aber inzwischen habe ich leider nicht mehr so viel Zeit für mein Hobby, wie ich es gern hätte. Daher komme ich des Öfteren auch mal eine Weile nicht mehr zum Spielen und nehme den Faden dort wieder auf, wo ich ihn zum Teil vor Wochen habe liegen lassen. Auf gut Deutsch bedeutet das: Ich lade meinen alten Spielstand. Natürlich tue ich das auch beruflich - hier sogar wesentlich häufiger - und oft zig-fach hintereiander. Hier kommt es darauf an, möglichst effizient zu sein, kurze Ladezeit, hinfort-modbare Video-Einblendungen und ähnliches sind daher gern gesehen. Wenn ich die entsprechenden Filmchen bereits kenne, möchte ich aber auch privat beim Zocken keine Zeit mehr mit altbekanntem vergeuden.
Viele Video lassen sich aber auch beim wiederholten Abspielen nicht abbrechen, genauso integrierte Tutorials mit langatmigen "cinematischen" Sequenzen. Das mag für's erste Durchspielen ja im Sinne der Atmosphäre sein, aber wenn ich einfach nur wieder dorthin will, wo mich mein alter Checkpoint verlassen hatte, ist es einfach nur nervig, wieder und wieder die "dramatische Flucht" Genauso die Logo-Filmchen am Anfang eines Spiels - nicht nur nerven sie, sie verlängern auch noch die gesamte Ladezeit. Liebe Entwickler: Bitte macht Schluss damit.
Doch nicht nur das: In Zeiten von Steam & Co. machen mir automatische Updates oft einen Strich durch die Rechnung. Ein Checkpoint oder gar der komplette Spielstand sind auf einmal nicht mehr vorhanden und müssen neu erspielt werden. Da jedoch gleichzeitig der Redaktionsschluss nicht mit in die Zukunft rückt, ist sowas im Arbeitsalltag noch nerviger als zu Hause und kostet einfach nur unnötig Zeit. "Save" heißt doch eigentlich sicher - warum funktioniert das nicht? Auch über die Cloud scheint das ganze System alles andere als ausgereift zu sein, wie wir im Redaktionsalltag bei der Synchronisation über mehrere PCs häufig erleben. Ist das wirklich SO schwer?
Besonders nett ist da Battlefield 4, welches dieses Problem gerade einmal wieder zeigte, als ich Vergleichswerte für den Athlon 5350-Test ermitteln wollte. Und ausgerechnet bei der langsamsten Alternative, dem E-350 mit 5,9 Durchschnitts-Fps war es mal wieder so weit. Da half dann nur ein Plattform-Wechsel, denn mit einstelligen Fps einen Shooter zu zocken ist selbst im Single-Player kaum möglich (und es sollte ja im ersten Versuch klappen). In Battlefield 4 ist es auch, wo eines der kuriosesten Phänomene auftritt, die ich an Spiele-Merkwürdigkeiten bisher erlebt habe: Startet man Origin offline, um an die Single-Player-Kampagne für unsere Benchmarks zu kommen, wird ein kleines Intro-Filmchen geladen, welches die Wartezeit bis zum Menü überbrücken soll. Wie aus heiterem Himmel, also ohne, dass das Spiele zwischenzeitlich gepatcht wurde, funkioniert das Beenden dieses Füll-Filmes per vom Spiel vorgegebener Enter-Taste manchmal nicht mehr, genau genommen geht außer STRG+ALT+ENTF gar nix mehr in BF4 - weder ein Spiele- noch ein Rechner-Neustart hilft. Die Lösung: Man schließe einen Game-Controller, also ein Pad oder einen Joystick an, dann geht es nach einem Spiele-Neustart. Darum steht auf meinem Schreibtisch inzwischen immer ein Competition-Pro-Joystick - für den Fall, dass sie einen solchen schonmal in einem unserer Videos dort herumstehen sehen haben.
Was sind Ihre größten Aufreger, die gefühlt in jedem zweiten Spiel vorkommen?"
Redaktions-KolumneIn der allwöchentlichen Redaktions-Kolumne textet ein PCGH-Redakteur über Hardware- oder Software-Themen, die ihn in der vergangenen Woche bewegt haben. Hierbei handelt es sich nicht zwingend um die Meinung der Redaktion, sondern um die Meinung des jeweiligen Redakteurs.

Ja es gibt viele Sachen die nerven. Angefangen bei nicht skipbaren Werbelogosequenzen nach dem spielstart, über nicht überspringbare Tutorials, die sich je nach Komplexität des Spiels schon mal über ne halbe stunde hinziehen können. Ich mein klar wenn ich das erste mal vor sowas sitze bin ich dankbar für solche hilfestellungen, aber muss ich sowas nochmal über mich ergehen lassen wenn ich das Spiel zum zweiten mal anfange? Und viele spiele sind einfach zu leicht heutzutage wie schon angesprochen. Wo bleibt der nervenkitzel wenn sich die Gesundheit selbst regeneriert? Is doch ne viel größere Herausforderung wenn man mit 5 HP auf dem letzten Loch pfeift und zwischen einem und dem nächsten medikit 3 schießfreudige Soldaten stehen die einem ans Leder wollen. Was mich aber richtig nervt ist dass es bis heute noch keiner geschafft hat eine allgemeine Regel für die Savegames zu finden, früher hatte man im Spieleordner nen Ordner wo die drinlagen. Heutzutage ist es ein echter K(r)ampf wenn man mal nen Backup machen muss zwecks System neu aufsetzen. user\benutzername\appdata\roaming\hersteller\spiel\savegames wenn man glück hat ist das noch die einfache Variante.....
Nicht abbrechbare Videos, Quicktime-Events und 'Erleichterungen' die jegliche Atmosphäre rauben wie eingebauten Wallhack, Radarhack, Lebenregernierung (kaum ein neuer Shooter ohne diesen Quatsch aus), Questzeiger die alles anzeigen (Denken völlig überflüssig machen).
Die nervigste Macke in fast jedem 'modernen' Spiel ist das es mehr ein teilaktiver Film ist als ein Spiel das es zu lösen gilt.
Wenn das so weitergeht gibt es nur mehr 'drücke e'. In Aktionspielen kommt die Meldung alle 2-3sek (auf schwer dann alle 1-2sek), in Adventures alle 1-2 min uw...
so in der art.
vielleicht meint er safe.
nein, das adjektiv save existiert einfach nicht.
vielleicht meint er safe.