GOG-Direktor befürchtet: Weniger Releases, wenn man Spiele nicht abschalten darf
Laut Maciej Gołębiewski, Managing Director bei GOG, würde ein Abschaltverbot für Multiplayer-Spiele nicht nur Vorteile bringen. Stattdessen könnte es dafür sorgen, dass insgesamt weniger Spiele erscheinen.
Die Spieleplattform GOG ist insbesondere für drei Dinge bekannt: die Spiele von CD Projekt, die DRM-Freiheit und den Erhalt von (Retro-)Titeln. Gute zwei Wochen nach der Übernahme von GOG durch den Mitbegründer Michał Kiciński sprach Managing Director Maciej Gołębiewski nun mit Eurogamer über den letzten Punkt. Unter anderem wiederholte er dabei frühere Aussagen, beispielsweise dass beim Anbieten alter Spiele nicht nur die Rechte, problematisch sind, sondern auch die technischen Überarbeitungen und die kommerzielle Tragfähigkeit.
Mehr Pflichten, weniger Spiele
Besonders schlimm ist das laut Gołębiewski bei Spielen, die eine dauerhafte Internetverbindung voraussetzen - also unter anderem reine Multiplayer-Titel. In diesem Zusammenhang sorgte letztes Jahr hauptsächlich die Initiative Stop Killing Games für Aufsehen, die Entwickler verpflichten sollte, Spiele nicht einfach vom Netz zu nehmen. Hier sieht der Managing Director von GOG aber auch ein Problem, denn stärkere Hürden könnten dafür sorgen, dass manche Entwickler ganz von einer Veröffentlichung absehen. Ein Abschaltverbot könnte also dafür sorgen, dass insgesamt weniger Spiele erscheinen.
"At the same time, if we put too many barriers on game creators and what the end-of-life cycle looks like, we might get fewer games, because people will be scared of 'okay now I need to put up the funds to create it, promote it, and then upkeep it for 10 years, 20 years, because the regulator said so'."
"Gleichzeitig könnten wir weniger Spiele bekommen, wenn wir den Spieleentwicklern zu viele Hindernisse in den Weg legen und ihnen vorschreiben, wie der Lebenszyklus eines Spiels aussehen soll. Weil die Leute Angst haben werden, dass sie nun Geld aufbringen müssen, um das Spiel zu entwickeln, zu bewerben und dann 10 oder 20 Jahre lang zu pflegen, weil die Regulierungsbehörde dies so vorschreibt."
Der langfristige Weiterbetrieb von Onlinespielen ist dabei ein kommerzielles Problem. Wenn Spiele wie jüngst EAs Anthem eingestellt werden, kann GOG nicht einfach einspringen. Denn hätte sich der Betrieb noch gelohnt, wären die Server online geblieben - und diese Rechnung sieht für GOG nicht anders aus als für den ursprünglichen Entwickler. Vor allem wenn Multiplayer-Server integraler Bestandteil eines Spiels sind, ist die dauerhafte Verfügbarkeit deshalb schwierig.
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Zumindest für Spiele mit moderatem Server-Rechenaufwand gäbe es aber eine einfache Lösung, nämlich Koop-Hosting. Also dass ein Spieler im Hintergrund die Server-Berechnung übernimmt. Zudem könnten in vielen Fällen auch dedizierte Server angeboten werden, sobald sich der offizielle Infrastruktur-Betrieb nicht mehr lohnt. Dann wäre auch die dadurch gewachsene Gefahr von Cheatern keine kommerzielle Gefahr mehr für den Entwickler. Bis auf Weiteres bleiben solche Lösungen aber leider die Ausnahme. Oft werden Multiplayer-Spiele einfach abgeschaltet und verschwinden für immer von der Bildfläche.
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Quelle: Eurogamer via Insider Gaming

weniger durchmonetarisierte GaaS-MMO-Spiele-Iterationen von großen Publishern und dafür Besinnung auf Qualität, Kunstform und Experimentierfreude/neue Ideen und Konzepte.
Es kommen soooo viele Spiele raus ... viel zu viele. Da kann ich ein paar weniger locker verkraften. Vor allem, wenn das dann auch noch die sind, die das Konzept des Besitzes und von Konsumenten-/Kaufrechten erodieren.
Ich glaube aber sogar, dass, wenn man statt 800 Mio in ein zigmal re-iteriertes Spiel steckt, das dann alle Kommerzialisierungsregister ziehen muss, um nur annährend die Investitionen hoffentlich wieder reinzubringen; dafür lieber 100 Mio in 80 Indies steckt, dass da mehr Erfolg (auch finanziell) und mehr Spiele bei rumkommen.
Community , LAN / WAN, Onlinespiel, Dedicated Server etc.
Dann haben die Großen die Community Server gekillt und zu sich gezogen um dann, wenn ihnen passt, den Stecker ziehen zu können