Audio-Technica AT-VM95EN: Sound-Check und Fazit
Quelle: PCGH-Ratgeber
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Audio-Technica AT-VM95EN: Sound-Check und Fazit

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Audio-Technica AT-VM95EN im Sound-Check: das klingt klasse!

Dank passendem Vorverstärker (Audio-Technica ATPEQ30) steht die analoge Audiokette, jetzt wird es Zeit für abschließende Hörprobe. Da das auf dem Denon DP-37F vor dem Tonabnehmersystemwechsel angebrachte Dual DN 239 defekt war, habe ich keinen direkten Hörvergleich. Das Audio-Technica AT-VM95EN ist allerdings nicht das erste Audio-Technica-Tonabnehmersystem, das ich Probe höre. Beim Test des legendären Audio-Technica AT-SB727, auch bekannt als Sound-Burger, bekam ich bereits einen akustischen Eindruck vom Audio-Technica AT-3600L.

Das Einsteigersystem ist deutlich günstiger als das AT-VM95EM - und das hört man auch. Der Tonabnehmer der oberen Mittelklasse, den wir für unser Akustik-Upgrade gewählt haben, klingt so viel besser. Audio Technica verspricht in der Nadelbeschreibung eine hohe Klangtreue bei der Höhenwiedergabe sowie hervorragendes Impulsverhalten und legt sich damit nicht zu weit aus dem Fenster. Das Audio-Technica AT-VM95EN klingt authentisch und holt echt viele Klanginformationen aus der Rille, zumal die obere Abtastfrequenz bei guten 23.000 Hz liegt.

Audio-Technicas AT-VM95EM zeichnet sich durch eine hohe Klangtreue bei der Höhenwiedergabe sowie hervorragendes Impulsverhalten aus. Quelle: PCGH-Ratgeber Audio-Technicas AT-VM95EM zeichnet sich durch eine hohe Klangtreue bei der Höhenwiedergabe sowie hervorragendes Impulsverhalten aus. Die Höhen, etwa die hohen Töne einer Akustikgitarre, einer Gesangstimme oder der Becken klingen klar und sauber, warm und sehr natürlich. Nach oben raus zeichnet das Dual-Magnet-System eher zart als bissig und Verzerrungen bei hoher Lautstärke sind eine Seltenheit. Die Mitten, repräsentiert durch Snare-Drum-Schläge, Gitarrenakkorde und Gesangspassagen sind sehr präsent, klingen ausgewogen und sogar etwas leichtfüßig. Der typische Badewannenklang bleibt aus.

Bei meiner ausgiebigen Vinyl-Hörprobe beeindruckt der Audio-Technica AT-VM95EN auch mit einer kräftigen, impulsiven, aber nicht übertriebenen Bassabbildung. Dank der unteren Abtastfrequenz von 20 Hz sind auch die Bassgitarrenläufe deutlich und unverzerrt hörbar. Der tiefe Ton und Nachhall einer Base Drum sind ebenfalls präzise wahrnehmbar und klingen intensiv sowie impulsiv. Dazu produziert der modulare Audio-Technica-Tonabnehmer eine breite Klangbühne, auf der sich die einzelnen Instrumente voll entfalten. Die Stereotrennung ist ebenfalls sehr sauber, die Räumlichkeit sehr gut und der Dynamikumfang fällt erfreulich hoch aus.

Fazit: Plattenspieler-Upgrade mit Audio-Technica AT-VM95EN

Fest steht, meine akustische Wiederbelebung des Denon DP-37F mit dem Audio-Technica AT-VM95EN ist ein voller Erfolg. Der fast vierzig Jahre alte Vinyl-Veteran begeistert mich mit seiner Bedienfreundlichkeit und Technik. Letztere hat die betriebsfreie Zeit unbeschadet überstanden und überzeugt mit einer anstandslosen Antriebsleistung ohne Aussetzer, Gleichlaufschwankungen oder Störgeräusche. Dazu kommt, dass mir der Denon DP-37F den Tonabnehmerwechsel wirklich leicht gemacht hat.

Der neue Tonabnehmer sorgt ebenfalls für Begeisterung. Er klingt klar, sauber, dynamisch sowie natürlich und kreiert im Zusammenspiel mit meinen Aktivboxen einen angenehm warmen Vinyl-Sound, auch bei geringer Lautstärke. Das macht den Audio-Technica AT-VM95EN zum Preis-Leistungs-Tipp bei den Tonabnehmern für einen hochwertigen Plattenspieler. Pluspunkte gib es auch dafür, dass ich den Nadelaufsatz wechseln und sogar das Modell mit dem Shibata-Schliff (Audio-Technica VMN95SH) nutzen kann.

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  1. Seite 1 Technische Details AT-VM95EN/Denon DP-37F
  2. Seite 2 Tonabnehnerwechsel und Vorverstärkerpflicht
  3. Seite 3 Sound-Check und Fazit
    • Kommentare (11)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von VoooHooo Schraubenverwechsler(in)
        Also den DP-F37 mit so einem 08/15 System zu bestücken ist schon traurig und zeugt nicht gerade von Fachwissen. Ich würde das Gerät erst einmal revidieren lassen, und dann ein vernünftiges MC-Sytem draufsetzen. Dann ist auch das Kapazitätsproblem mit den Kabeln gegessen. Gleiches habe ich bei meinem 45 Jahren jungen Dual CS 721 gemacht mit dem AT-OC 7 von Audio-Technica. Und die Kombi macht riesig viel Spass. Der Nadeltausch ist mit 145.- auch erschwinglich. Und bei exakter Justierung läuft das System schon weit über 1500 Betriebsstunden ohne erkennbare Abnutzung. Also - weg von dem Billigzeug. Der Denon hat mehr verdient.
      • Von VoooHooo Schraubenverwechsler(in)
        Also den DP-F37 mit so einem 08/15 System zu bestücken ist schon traurig und zeugt nicht gerade von Fachwissen. Ich würde das Gerät erst einmal revidieren lassen, und dann ein vernünftiges MC-Sytem draufsetzen. Dann ist auch das Kapazitätsproblem mit den Kabeln gegessen. Gleiches habe ich bei meinem 45 Jahren jungen Dual CS 721 gemacht mit dem AT-OC 7 von Audio-Technica. Und die Kombi macht riesig viel Spass. Der Nadeltausch ist mit 145.- auch erschwinglich. Und bei exakter Justierung läuft das System schon weit über 1500 Betriebsstunden ohne erkennbare Abnutzung. Also - weg von dem Billigzeug. Der Denon hat mehr verdient.
      • Von cryon1c Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von ParrotHH
        Bei Ortofon bezahlt man vor allem den Namen!

        Die Nadelträger der MM-Systeme sind bis in die Spitzenmodelle (2M Black) einfache, grobe und damit "schwere" Aluminiumkonstruktionen, die Gummis einfach nur Standard. Der Generator der MM-Systeme ist seit Jahrzehnten über alle Produktfamilien praktisch immer gleich, nur in anderer Verpackung. Man kann ja OM-Nadeln problemlos auf einen 2M-Body stecken, sieht nur komisch aus.

        Das funktioniert natürlich alles, ist aber den aufgerufenen Preis m. E. nicht wert. Gerade von der Papierform bessere Nadeln werden durch den Rest ziemlich ausgebremst. Die MM von Ortofon sind nur meist sehr "laut", haben also eine hohe Ausgangsspannung. Das hört sich dann im direkten Vergleich "besser" an.

        Das letzte Problem, was man beim DP37F übrigens haben wird, sind springende Nadeln. Da ist ist hervorragende elektronisch stabilisierte Tonarm außen vor.
        Das hängt aber extrem davon ab, was man damit macht.
        Ich rede vom DJ-Einsatz.
        Also haben wir da folgendes:
        Scratchen (nicht alle machen das, aber da ist extreme Stabilität gefragt)
        Backspins und andere einfache Handhabung
        Starke Vibrationen aufm Tisch, die Nadel darf nicht springen. Es gibt keine stabilisierten Tonarme, 99% der Zeit sind das Technics 12x0 mit bis zu 30 Jahren aufm Buckel
        Teils seltsame Preamps, wo n bissl mehr Pegel nicht schadet
        Oben drauf noch DVS, also Digital Vinyl System
        Und die Umgebung ist alles andere als ideal - feucht, teils Staub/Dreck, das Zeug soll einfach stabil funktionieren egal was. Ab und an gibts sogar bissl Regen der auf das Equipment spritzt, alles erlebt.

        Benutzt wird Ortofon Concorde mit Modellen aus der Club, Mix, Scratch und DJ Serie.
        Elite ist natürlich was ganz anderes, aber das schleppen die Leute selbst an, die findest du natürlich nirgendwo einfach so am Turntable kleben.
      • Von ParrotHH Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von cryon1c
        Da bezahlt man die Qualität und Stabilität gerne, das letzte was man braucht ist ne springende Nadel.
        Bei Ortofon bezahlt man vor allem den Namen!

        Die Nadelträger der MM-Systeme sind bis in die Spitzenmodelle (2M Black) einfache, grobe und damit "schwere" Aluminiumkonstruktionen, die Gummis einfach nur Standard. Der Generator der MM-Systeme ist seit Jahrzehnten über alle Produktfamilien praktisch immer gleich, nur in anderer Verpackung. Man kann ja OM-Nadeln problemlos auf einen 2M-Body stecken, sieht nur komisch aus.

        Das funktioniert natürlich alles, ist aber den aufgerufenen Preis m. E. nicht wert. Gerade von der Papierform bessere Nadeln werden durch den Rest ziemlich ausgebremst. Die MM von Ortofon sind nur meist sehr "laut", haben also eine hohe Ausgangsspannung. Das hört sich dann im direkten Vergleich "besser" an.

        Das letzte Problem, was man beim DP37F übrigens haben wird, sind springende Nadeln. Da ist ist hervorragende elektronisch stabilisierte Tonarm außen vor.
      • Von cryon1c Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Decrypter
        Ich empfinde Ortofon mittlerweile als deutlich zu teuer. Für eine einfache, gebondete elliptische Nadel (2M Red) fast 100€ zu verlangen, ist einfach zu viel. Gleiches gibt es bei AT mit dem VM95E für 50€. Von den höherwertigen Nadeln wie 2M Bronze oder 2M Black gar nicht erst zu reden. Die fangen bei Ortofon bei deutlich über 300€ an. Für ein MM System verflucht viel Geld. Zu viel, wie ich finde.

        Ein gutes System ist auch das AT-VM540ML. Das klingt noch einmal besser als das VM95ML/SH. Insbesondere die Kanaltrennung ist beim VM50ML nochmal besser als beim VM95. Und das hört man auch. Nochmals feinere und bessere Auflösung. Kostet aber auch knapp 200€. Ich bin damit aber sehr zufrieden.
        Es ist ja nicht nur die Nadel.
        Das ganze Design vom Tonabnehmer und die Stabilität die diese haben - die sinds wert.
        Vor allem für DJs, egal ob klassisch, scratch, im schlechten Umfeld (Vibrationen, schräg stehendes Turntable whatever).
        Ortofon hat sich den Namen und die Preisklasse verdient. Und der Klang ist gut, gut genug um auch richtige Anlagen zu beschallen.

        Da bezahlt man die Qualität und Stabilität gerne, das letzte was man braucht ist ne springende Nadel.
      • Von PCGH_Stoe Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Du bist jetzt schon der Zweite, der mir den Tipp mit VM95ML gibt. Auch beim meinem Artikel zu den verschiedenen Tonabnehmern (Link) hat schon jemand, wie ich mittlerweile einsehe, bemängelt, dass das VM95ML für einen verschmerzbaren Aufpreis deutlich besser ist. Wie ich auch schon an anderer Stelle geschrieben habe, werde ich die Kritik und den Tipp dazu nutzen, mir das besagte VM95ML zu organisieren – ich benötige ja nur den Stylus -, um den Hörvergleich selbst anzutreten. Im Anschluss werde ich darüber einen weiteren Artikel schreiben in dem ich dann das VM95ML zum Preis-Leistungs-Tipp mache und das auch in die Tonabnehmer-Tabelle eintrage. Das AT-VM540ML wäre natürlich auch eine Option, die Reviews bestätigen jedenfalls, was Du beschreibst. Auf jeden Fall wird dies nicht der letzte Artikel zum Thema Plattenspieler und Tonabnehmer sein und es könnte gut sein, dass der Vergleich zwischen dem VM95EN und VM95ML der nächste sein wird
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