Hardware 2017 - Dedizierte Soundkarten nehmen langsam zu

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Hardware 2017 - Dedizierte Soundkarten nehmen langsam zu
Quelle: PC Games Hardware

In einer großangelegten Umfrage wollte die Redaktion von PC Games Hardware wissen, welche Hardware bei den PCGH-Lesern daheim steht und wie die Pläne für die Zukunft aussehen. Nach über 1.000 Teilnehmern wird es Zeit für ein erstes Fazit. Heute fassen wir den Bereich Sound zusammen, bei dem Kopfhörer und Headsets wieder zugenommen haben und sich Soundkarten auf einem trägen Vormarsch befinden.

Was bringt einem Spieler der beste Monitor mit der schnellsten Grafikkarte zur Bildausgabe, wenn bei der Tonausgabe gespart und nur noch schlecht abgestimmter Sound wiedergegeben wird? Ein Blick auf die Ergebnisse der Hardware-Jahresumfrage 2016/2017 lohnt sich daher auch im Bereich Sound, den PC-Spieler gerne mal vernachlässigen. Knapp 1.250 Teilnehmer haben mitgemacht - die Ergebnisse möchten wir Ihnen hier vorstellen.

In einer Enthusiasten-Community ist vor allem ein Blick auf den eingesetzten Sound-Chip interessant. Oft verpönt sind Onboard-Lösungen auf Mainboards, auch wenn deren Qualität in den letzten Jahren zugenommen hat. Insgesamt 37,9 Prozent nutzen eine dedizierte Lösung, fast drei Viertel davon als Steckkarte (PCI-Express oder PCI) und ein Viertel als externes USB-Modell. Das sind immerhin fünf Prozent mehr als noch im Jahr davor. Die meisten Nutzer geben ihren Ton über ein Headset (38,2 %) oder reine Kopfhörer (15,3 %) aus, wenn kein Mikrofon benötigt wird oder ein dediziertes vorhanden ist. Dieses Jahr haben wir auch gefragt, ob ein Sound-System über einen A/V-Receiver versorgt wird, was bei 5,3 Prozent der Fall ist. Immerhin 2,2 Prozent nutzen Lautsprecher, die im Monitor integriert sind.

Interessant ist derweil das Kaufverhalten. Obwohl schon seit Jahren nur die wenigsten Nutzer Neuanschaffungen planen, wird doch recht viel Peripherie im Sound-Bereich gekauft. Fast jeder dritte Nutzer kaufte 2016 ein Headset (20,7 %) oder einen Kopfhörer (10,4 %). PC-Lautsprecher haben sich 8,1 Prozent der Teilnehmer angeschafft, eine neue Soundkarte 6,4 Prozent. Abgesehen von den reinen Kopfhörern bleibt die Verteilung fast eins zu eins gleich. Die Entwicklung könnte darauf zurückzuführen sein, dass dedizierte Mikrofone - als Standmodell für den Tisch, in einer Spinne oder als Arm, der per Magnet an einem Kopfhörer befestigt wird - immer populärer werden. Wie schon in den letzten Jahren plant 2017 kaum jemand eine Neuanschaffung. Alle Sound-relevanten Kategorien bleiben in der Umfrage unter fünf Prozent.

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    • Kommentare (62)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von TheLax PC-Selbstbauer(in)
        Ich habe mir vor knapp 2 Jahren eine Soundblaster Z als Spontankauf bei Conrad gegönnt. Ich hätte damals nicht gedacht, dass sich damit großartig was ändert beim Zocken und Musik hören. Aber ich muss schon sagen, dass sich der Ton qualitativ enorm gesteigert hat mit der Soundkarte. Und auch wenn mein neues Asusboard jetzt einen besseren Soundchip besitzt, gehe ich doch davon aus, dass meine Soundkarte trotzdem bessere Ergebnisse erzielt.
      • Von TheLax PC-Selbstbauer(in)
        Ich habe mir vor knapp 2 Jahren eine Soundblaster Z als Spontankauf bei Conrad gegönnt. Ich hätte damals nicht gedacht, dass sich damit großartig was ändert beim Zocken und Musik hören. Aber ich muss schon sagen, dass sich der Ton qualitativ enorm gesteigert hat mit der Soundkarte. Und auch wenn mein neues Asusboard jetzt einen besseren Soundchip besitzt, gehe ich doch davon aus, dass meine Soundkarte trotzdem bessere Ergebnisse erzielt.
      • Von defender197899 Freizeitschrauber(in)
        Ich werde meine X-Fi auch bei einem Upgrade nicht wegschmeißen . Mit win10 funktioniert sie sehr gut und da kommt kein Onboard Sound mit.
      • Von sauerlandboy79 Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Rollora
        Die heutigen Boards bringen doch Soundmäßig nicht wirklich was besseres als die von vor 10 Jahren. Vielleicht etwas differenzierterer Sound, aber letztlich immer noch wesentlich schlechtere Soundauflösung.
        Wer einen Computer um mehrere Hundert Euro kauft wird wohl auch das bissl Geld für ordentlichen Sound auch noch haben.
        Also mit Onboardsound halte ichs wie Onboardgrafik: nach nur etwas vergleichen sind die Unterschiede nunmal riesengroß. Der Unterschied in Shootern wie BF3, 4 und BF1 ist gigantisch.
        Onboard vs. soundcard vs. THX vs. Dolby vs. CMSS-3D (BF3 + headphones) - YouTube
        Ich brauche keinen Surround-Sound, meistens spiele ich über meine 2.1-Anlage von Edifier oder nutze - um abends Rücksicht auf Frau und Kind am Abend zu nehmen - meine Sennheiser HD435-Kopfhörer. Hatte lange Zeit vor der Onboard-Lösung diverse Soundblaster, meine letzte war die SB128 PCI die ich noch zu WinXP-Zeiten betrieben hab. Ab Win7 bin ich aber zum Onboard-Sound gewechselt, einfach weil ich keinen Unterschied, geschweige denn eine Verschlechterung heraushören konnte. Außerdem ist die Treiber-Software der Onboard-Karte um einiges vielseitiger als bei der alten SB, dort konnte ich keine Equalizer- oder sonstige Klangeinstellungen vornehmen, woraus am Ende ein recht flacher Ton resultierte.

        Vielleicht sind meine Ansprüche - anders als beim Film-Ton im Wohnzimmer - bezüglich Spielsound nicht so hoch, mag durchaus sein, aber mir kommt es hauptsächlich um Klarheit an, also keine Unsauberkeiten in der Tonwiedergabe. Als Mainstream-Gamer (und dafür schäme ich mich kein bisschen ) ist mir eine exakte Ortung z.B. in Ego-Shootern ziemlich egal.

        Aber ich hatte letztes Jahr das Glück als Amazon-Produkttester mich mit aktueller PC-Audiotechnik auseinander zu setzen. Bekam das SteelSeries Siberia 650 Gaming Headset mitsamt USB-Soundkarte zugeschickt... Schnickes Design, aber mehr auch nicht. Ungelogen, aber der Sound über der USB-Karte war einfach grottig (und das Headset auch fast nah an "Müll"), von daher sond Onboard-Soundkarten von Realtek und Co. meiner Meinung nach doch um einiges besser als ihr vermeintlich schlechter Ruf.
      • Von Stryke7 Kokü-Junkie (m/w)
        Das stimmt, allerdings ist ein guter Kopfhörer, mit dem man den Unterschied merkt, bedeutend günstiger als eine gute Musikanlage. Das war nur mein Beispiel für diejenigen, die denken es wäre nur mit sehr teurem Equipment und lange geschultem Gehör ein Unterschied merkbar.
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Stryke7
        Da muss der Wandler natürlich auch höheren Standards entsprechen, aber die meisten Onboard-Lösungen sind nach wie vor grausig mies.
        Und ja, den Unterschied hört JEDER mit einem guten Kopfhörer und guter Musik.
        Oder guten Lautsprechern
        Ich habs als erstes mit meinem Teufel 7.1 System bemerkt: Onboardsound ist geradezu GRAUENHAFT, wenn man sich mal an den besseren Sound der Soundkarte gewöhnt hat. Der Unterschied ist tatsächlich genauso groß wie wenn man heutzutage alle Grafik auf MAX vs alle Grafik auf MIN (und dafür den Onboard-Grafikchip benutzt) setzt.
      Direkt zum Diskussionsende
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