IDF 2015: Ein paar Details zur Skylake DX12-Grafik- und Computearchitektur [Update: DX12 FL12_1 offiziell bestätigt]

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Intel Skylake Gen9-Graphics Architecture (13)
Quelle: PC Games Hardware

Nachdem direkt vor dem IDF eine erste Präsentation zur Skylake-Compute-Architektur aufgetaucht war, gibt es nun weitere und tiefergehende Details zur Grafikarchitektur der integrierten Prozessorgrafik: Neben einer überarbeiteten Memory- und Cache-Struktur sind die erweiterte Programmierbarkeit, der HEVC/H265-De- und Encoder sowie die 72-EU-Version "GT4" die wichtigsten Eckpunkte.

Core-i-6000-CPUs werden nicht nur über einen größeren Architekturschritt bei den x86-Rechenkernen verfügen, sondern auch eine abermals deutlich überarbeitete integrierte Grafik bieten.

Intel Skylake Gen9-Graphics Architecture (1) Quelle: PC Games Hardware Intel Skylake Gen9-Graphics Architecture (1) Am Tage vor der Eröffnung des Intel Developer ist eine Präsentation über die Compute-Architektur der integrierten Grafik von Intels Core-CPUs der sechsten Generation, Codename Skylake, veröffentlicht worden. Viel Neues steht für aufmerksame PCGH-Leser allerdings nicht darin: Mehr und flexiblerer Cache, besseres Power-Management und die Bestätigung einer kommenden Version mit 72 Execution Units.

Die Präsentation selbst wirkt indes wie eine leicht veränderte Kopie des entsprechenden PDFs zur integrierten Broadwell-Grafik, in der vielerorts Gen8 (Broadwell) durch Gen9 (Skylake) ersetzt wurde. Die wichtigsten Änderungen in Stichpunkten:

  • Der Level-3-Cache pro Slice wurde von maximal 576 (3x192) auf 768 kiByte vergrößert
  • Die einzelnen L3-Slices können nun über die gesamte integrierte GPU zu einem großen, monolithischen Cache zusammengeschaltet werden, da sie untereinander direkt verbunden sind.
  • Zudem ist die Anzahl Request-Queues, also in der Warteschlange haltbaren Einträge erhöht worden.
  • Die Schreibrate des Last-Level-Cache,damit ist der L3 (nicht der gleich schnell gebliebene, optionale EDRAM ist hier gemeint) wurde erhöht.
  • Der EDRAM-Controller ist in den System-Agent integriert worden, was Vorteile bei Power Management mit sich bringt.
  • Der in einigen Skylake-Produkten geplante EDRAM-Cache kann als Memory-Cache zwischen LLC und DRAM genutzt werden (Intel gibt dies als Neuerung an, doch eigentlich sollten Haswell und Broadwell das auch schon können)
  • Thread-Level Pre-Emption (Threads können einzeln zurückgestellt und wieder aufgenommen werden)
  • Der als "unslice" (vormals "common slice") bezeichnete Block verfügt nun über eine eigene Clock-Domäne und kann unabhängig von den eigentlichen Recheneinheiten Power-Gated, also von der Stromversorgung getrennt werden, was insbesondere bei tieferen Stromspar-Zuständen und der Medienwiedergabe Energie spart

Mehr Details gibt da schon die auf dem IDF vorgestellte Präsentation zur Mikroarchitektur der Skylake-Architektur her. Nicht nur ist der Durchsatz des Unslice-Bereiches, vormals als Slice Common bezeichnet, beschleunigt worden. Auch das andere Ende der logischen Pipeline, das Raster-Backend oder die ROPs sind laut Intel pro Takt um 33 bis 100 Prozent beschleunigt worden. Damit dieser erhöhte Durchsatz trotz nach wie vor bestehender Limitierung durch das Speicherinterface Nutzen bringt, hat nach Nvidia und AMD nun auch Intel eine verlustfreie Render-Target/Framebuffer-Komprimierung eingebaut, die laut internen Intel-Benchmarks in Batman Arkham Asylum bis zu 11 Prozent, in anderen Spielen drei bis fünf Prozent Mehrleistung bringt und maximal 2:1 komprimiert.

Weitere Details hält die IDF-Präsentation bereit​, von der wir die wichtigsten Seiten in der Galerie zusammengestellt haben.

Bildergalerie

Leser der PCGH-Print- wie Online-Ausgabe, unter anderem unseres Online-Tests des Core i7-6700K, wissen bereits, dass die Prozessorgrafik von Skylake-CPUs wie dem genannten i7-6700K oder dem i5-6600K featureseitig auf dem aktuellem DX12-Stand ist und sogar Feature-Level 12_1 unterstützt.

[Update 20.8.2015]
Wie ein Intel-Mitarbeiter uns im persönlichen Gespräch während einer der technischen IDF-Sessions bestätigte, unterstützt die integrierte Gen9-Skylake-Grafik wie von uns bereits berichtet ​​DirectX mit 12 FL12_1. Dank Conservative Rasterization Tier 3 geht man dabei sogar über die Minimalvoraussetzungen für dieses Feature Level hinaus. Von den größeren optionalen Features fehlt derzeit lediglich noch der Treibersupport für das Standard-Swizzle, welches aber bald folgen soll. Standard-Swizlle ist nützlich für den Multi-Adapter-Support, da GPUs verschiedener Hersteller dann dieselben Texturformate direkt nutzen könnten, ohne sie jedesmal übersetzen zu müssen.

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    • Kommentare (1)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von DKK007 Trockeneisprofi (m/w)
        Mal sehen, wie stark die Skylake iGPU von DX12 profitiert, obwohl man da ja meistens im GPU-Limit ist.
      • Von DKK007 Trockeneisprofi (m/w)
        Mal sehen, wie stark die Skylake iGPU von DX12 profitiert, obwohl man da ja meistens im GPU-Limit ist.
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