Schnellste Sandisk-SSD im Test: WD SN8100 - PCGH-Stresstest
Quelle: PCGH
Seite 3:

Schnellste Sandisk-SSD im Test: WD SN8100 - PCGH-Stresstest

42
Test Richard Engel Robert Juckel Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Temperaturen im Stresstest

Alle Laufwerke müssen sich unserem Stresstest stellen, bei dem die SSD bis zur Kapazitätsgrenze vollgeschrieben wird (stets sequenziell mit 1 MiB, 1 Queue depth, 1 Thread). Dabei wird die Performance und Temperatur im Sekundentakt aufgezeichnet. Sowohl die durchschnittliche "Füllrate" als auch die Leistungseinbrüche werden dabei festgehalten. Zu hohe Temperaturen resultieren in einer kurzzeitigen Verringerung der Leistung, die SSD limitiert sich selbst und wird langsamer. Sofern der jeweilige Controller ohne entsprechend passenden Kühler in den Einsatz geschickt wird, droht ein Performance-Verlust. Die WD SN8100 kann in der Tat wie vom Hersteller versprochen mit niedrigen Temperaturen punkten und positioniert sich näher am effizienten PS5031-E31T (Corsair MP700 Elite, PCIe 5.0) als am Phison PS5026-E26 (MSI Spatium M580, Gigabyte Aorus Gen5 14000 etc.).

Beanspruchte Zeit im Stresstest

Im sequenziellen PCGH-Stresstest ist der Unterschied bei 100 GiB mit 12 Sekunden gegenüber der Konkurrenz praktisch nicht existent. Bis zum 1-TByte-Bereich kann die SN8100 mit purer Geschwindigkeit punkten, selbst neuere Modelle wie die Samsung SSD 9100 Pro fallen etwas zurück (mit ebenfalls 2 TByte, bei 4 TByte kann der Cache der Samsung die SN8100 mit 2 TByte deutlich unterbieten). Ab der Hälfte der Kapazität überholt die Konkurrenz. Während die SN8100 für 1.000 GiB 228 Sekunden benötigt, sind es bei etwa der Corsair MP700 Pro SE 216 Sekunden respektive bei der MSI Spatium M580 222 Sekunden.

Durch den Performance-Abfall ab der Hälfte der Kapazität relativiert sich die Gesamtleistung am Ende des Stresstests bei der WD SN8100 wieder ins starke Mittelfeld aktueller SSDs.

Die ersten 66 (erster Performance-Einbruch) bis 113 Sekunden (zweiter Drop) füllt die SN8100 vorbildlich flott. Ab dem zweiten Abfall bei 113 Sekunden (mit zu dem Zeitpunkt 800 GiB geschriebenen Daten) fluktuiert die Datenrate in regelmäßigen Abständen bis zum Schluss. Die Temperatur ist nicht der Grund, diese bleibt stets unter 50 °C. Viel mehr schreibt die SSD ab dem zweiten Einbruch direkt in den TLC-NAND (mit Schwankung durch Hintergrundverwaltung der Daten).

Solange der SLC-Cache nicht erschöpft ist, erreicht die WD Black SN8100 hohe Schreibraten von knapp 10,4 GiB/s. Nach dem erwartbaren Einbruch beim Übergang in den TLC-Bereich fällt die Transferrate deutlich ab, bleibt mit bis zu 2,7 GiB/s jedoch auf einem immer noch hohen Niveau. Im Gegensatz zu manchen Konkurrenzmodellen bleibt die Schreibleistung nach dem zweiten Drop nicht konstant, sondern schwankt in regelmäßigen Intervallen zwischen knapp 3,3 GiB/s und 0,9 GiB/s - ein Hinweis auf Hintergrundprozesse (Leeren des Caches). Auf der nächsten Seite ziehen wir unser Testfazit samt ausführlicher Testtabelle und Benotung. Für wen ist die WD SN8100 von Sandisk der Preis wert?

42
  1. Seite 1 Überblick
  2. Seite 2 Synthetische Benchmarks
  3. Seite 3 PCGH-Stresstest
  4. Seite 4 Fazit und Testtabelle
    • Kommentare (42)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Homerclon
        Euch ist schon klar, das der TBW nur ein Wert für die Garantie ist?
        Ja klar. Ich finde nur immer interessant zu hören, wie viel die dann so wirklich schaffen und die Zahlen sind halt relativ selten, weil man mit den allermeisten Anwendungsszenarien selbst in Jahrzehnten nicht mal in die Nähe dieser Grenze kommt und die Motivation in größeren Testreihen SSDs zu Schrott zu schreiben logischerweise auch nicht so groß ist.

        Manch andere scheinen dem Wert aber eine extrem große Rolle zuzuschreiben, vorausgesetzt er kommt nicht von Seagate.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Homerclon
        Euch ist schon klar, das der TBW nur ein Wert für die Garantie ist?
        Ja klar. Ich finde nur immer interessant zu hören, wie viel die dann so wirklich schaffen und die Zahlen sind halt relativ selten, weil man mit den allermeisten Anwendungsszenarien selbst in Jahrzehnten nicht mal in die Nähe dieser Grenze kommt und die Motivation in größeren Testreihen SSDs zu Schrott zu schreiben logischerweise auch nicht so groß ist.

        Manch andere scheinen dem Wert aber eine extrem große Rolle zuzuschreiben, vorausgesetzt er kommt nicht von Seagate.
      • Von Homerclon Volt-Modder(in)
        Euch ist schon klar, das der TBW nur ein Wert für die Garantie ist? Die SSD fällt nicht exakt bei erreichen des TBW aus. Die könnte genauso gut auch das doppelte oder dreifache - oder noch mehr - erreichen, und zumindest ältere SSDs (SLC / MLC) erreichten das auch. Bzgl. TLC-SSDs kann ich mich nicht daran erinnern mal ein entsprechenden unabhängigen Test gelesen zu haben. Wenn jemand einen kennt, bitte verlinken.
      • Von oldsqlCrazy Freizeitschrauber(in)
        Zitat von XT1024
        Ja du bist ein toller Hecht, der eine affengeile SSD mit gigantischen 25% mehr TBW hat.
        Geht es irgendwann wieder?

        Vergleichen auch.
        ->
        Ich weiß, danke.

        Wer hat denn eigtl mit dir Clown geredet?

        Und ich kann beides im Gegensatz zu manch anderen.
      • Von XT1024 Volt-Modder(in)
        Zitat von oldsqlCrazy
        ist ja süß
        Ja du bist ein toller Hecht, der eine affengeile SSD mit gigantischen 25% mehr TBW hat.
        Geht es irgendwann wieder?
        Zitat von oldsqlCrazy
        Aber mach dir nichts draus, lesen kann man immer noch lernen.
        Vergleichen auch.
        ->
        Zitat von oldsqlCrazy
        Stimmt die 3PB bei der 4TB sind natürlich weniger als 1,2PB
        Zitat von hellm
        Ich finde ja Stresstests ganz nett, nur diese Art von Stress hat ja selten bis sehr, sehr selten der gemeine Durschnitts-PC-Nutzer.
        Bei dem ist doch eh fast irrelevant, welche SSD er kauft.
        Als ob ein normaler Nutzer einen Unterschied zwischen der gammeligsten QLC und dem absoluten Topmodell feststellen würde.
        Zitat von PCGH_Robert
        B) Teste ich sehr praxisorientiert, auch wenn am Ende dann herauskommt, dass es komplett egal ist und alle dabei gleich abschneiden.
        Ich nehme SSD-Tests ja eher um die besonders schlechten auszusortieren, natürlich aus P/L-Sicht.

        Dieser screenshot sagt doch alles. 8 oder 9 Sekunden Ladezeit?

        In der Spitze 3% mehr bringen absolut nix aber zu einem bestimmten Preis eine zu kaufen, die irgendwo deutlich schlechter ist und wenn der Unterschied in der Praxis nicht feststellbar ist, widerstrebt mir einfach.

        Ich sach nur Samsung 990 "Pro".
      • Von oldsqlCrazy Freizeitschrauber(in)
        Imagine man kauft noch freiwillig Seagate
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk