Leistung: Mindestens RAID 0 für Maximal-Speed
Um das Wichtigste gleich vorneweg zu erzählen: Um 4K-Videos direkt auf dem DAS-Gerät schneiden zu können, braucht es ein RAID 0 aus zwei SATA-SSDs oder eines aus drei Festplatten. Für anspruchslosen Videoschnitt ohne viele Effekte würde an sich auch eine einzelne SSD reichen, doch die kann schnell an ihre Grenzen stoßen und in aufwändigen (Pre-)Renderings als Flaschenhals fungieren.
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Um das Wichtigste gleich vorneweg zu erzählen: Um 4K-Videos direkt auf dem DAS-Gerät schneiden zu können, braucht es ein RAID 0 aus zwei SATA-SSDs oder eines aus drei Festplatten. Für anspruchslosen Videoschnitt ohne viel Effekten würde an sich auch eine einzelne SSD reichen, doch die kann schnell an ihre Grenzen stoßen und in aufwändigen (Pre-)Renderings als Flaschenhals fungieren. Die Thunderbolt-3-Schnittstelle bietet insgesamt 40 GBit/s, was brutto bis zu 5.000 MB/s wären. Damit bietet allein(!) die Schnittstelle schon ein Niveau, welches eine NVMe-SSD mit PCI Express 4.0 leisten würde. Nun leistet der Controller der TerraMaster D5 aber maximal in etwa1.000 MB/s, behauptet zumindest das Marketing. Per Striping der RAID-0-Stufe käme man auch mit fünf HDDs knapp darunter, zumindest lesend. Zur Erinnerung: Striping bedeutet, die Daten sind über alle Laufwerke verteilt. Daher multipliziert sich die Transferleistung der einzelnen Laufwerke auch mit ihrer Anzahl - zumindest in der Theorie.
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In der Praxis kommen wir auch mit drei SATA-SSDs, die jeweils bis zu(!) 520 MB/s schnell sind, nicht ganz an das Controller-Maximum von circa einem Gigabyte pro Sekunde. Der Black Magic Speed Test aber zeigt, dass sich drei SSDs gerade lesend durchaus lohnen. Wir haben die jeweils zwei bzw. drei SATA-SSDs in einen RAID-0-Verbund gesteckt, sodass stets das Maximum an Leistung
Konfigurationsvorschläge: RAID 5 für gute HDD-Leistung inklusive Redundanz
Weitere Tests sparen wir uns, da die Geschwindigkeit stets anhängig ist von Modell und Anzahl der jeweiligen Laufwerke. Mit den hier gewonnenen Erfahrungen möchten wir einige Konfigurationsvorschläge geben, wie so ein DAS sinnvoll verwendet werden kann.
RAID 5 mit fünf HDDs: der Königsweg für Leistung und Redundanz
So ein DAS-Gerät bietet gerade den Vorteil große, aber eigentlich lahme Magnetfestplatten zu einem RAID zusammenzuschließen, welches schnell genug für den Videoschnitt ist und gleichzeitig Datensicherheit per Redundanz bietet. Wer also das Maximum an Vorteilen aus so einem Gerät herausholen möchte, bestückt es mit fünf Festplatten, die idealerweise alle gleich groß sind und verbindet sie per RAID 5.
Striping hat den Nachteil, dass die Daten nicht mehr lesbar sind, wenn nur ein Laufwerk ausfällt. Genau das wird mit der Redundanz hier ausgehebelt, indem die Kapazität einer Platte als Datensicherung vom Array verwendet wird. Das ist ein guter Kompromiss aus Leistung und Redundanz. An sich wäre auch RAID 10 möglich, welches noch mehr Redundanz bietet, aber eben auch mehr Kapazität erfordert und insgesamt etwas langsamer ist. An sich ist ein mächtiges RAID 5 auch per NAS möglich, erfordert aber dann eine schnelle Netzwerkanbindung von 10 GBit/s - und entsprechende Hardware ist eben teuer.
RAID 0 mit wenigen SSDs
Wer lediglich auf Geschwindigkeit setzt und die Datensicherheit dabei außen vor lässt, kann das TerraMaster D5 auch mit wenigen SSDs im RAID 0 betreiben. Schon zwei reichen aus, um 4K-Videos flüssig wie von einer internen SSD zu schneiden. Da dieses RAID keinerlei Ausfallsicherheit bietet, also die Daten unbrauchbar sind, wenn nur eines der Laufwerke ausfällt, sollte gerade hiervon ein vollständiges Backup erstellt werden. Also idealerweise auf einem NAS oder anderem externem Laufwerk.
SATA-SSDs mit hohen Kapazitäten sind mittlerweile relativ erschwinglich geworden, wenn auch noch immer teurer als HDDs. Sie haben zusätzlich den Vorteil, dass das TerraMaster D5 komplett lautlos betrieben werden kann, also die Lüfter im Gehäuse auch nie anspringen. Gerade bei den kurzen Thunderbolt-Kabeln steht das Gerät ja unmittelbar in Schreibtischnähe oder direkt darauf. Fünf ackernde Festplatten samt laufenden Geräuschlüfter sorgen dann doch für eine ordentliche Geräuschkulisse.
So eine Konfiguration erfüllt denselben Zweck einer externen SSD, die heutzutage ebenfalls gut 1.000 MB/s schnell sein können, aber kompakter und auch insgesamt günstiger sind. Im Vergleich damit lohnt sich so ein DAS also nur, wenn es dort Kapazitäten sein müssten, die es als USB-SSD nicht gibt oder wenn die freien Laufwerksschächte zusätzlich oder anderweitig genutzt werden.
JBOD ist (hier) weniger geeignet
Von einer JBOD-Konfiguration möchten wir hier abraten. Denn dabei handelt es sich lediglich um ein Zusammenschnüren mehrerer Laufwerke. Hier bleibt zwar die gesamte Kapazität erhalten, aber man hat dadurch weder Redundanz noch einen Geschwindigkeitsvorteil. Wer so ein Array möchte, kommt mit einem NAS oder externen USB-Gehäusen deutlich günstiger weg. Das TerraMaster D5 wäre dafür einfach die sprichwörtliche Kanone für Spatzenschüsse.
Fazit: Tolle, aber teure Alternative zu schnellen NAS
TerraMaster ist einer der wenigen Hersteller, die so ein Thunderbolt-DAS anbieten. Direkte Konkurrenz gibt es lediglich OWC und vereinzelt von Western Digital, wenn es ein Laufwerksgehäuse mit mehreren (HDD-)Schächten sein soll. An sich ist die Nische der Anwender recht schmal für solche Geräte: Geht es um eine ähnliche Kapazität, aber weniger Geschwindigkeit, ist ein herkömmliches NAS oft günstiger. Gleiches gilt für externe Thunderbolt- oder USB-SSDs, wenn es denn weniger Kapazität sein darf.
Das TerraMaster D5 mit Thunderbolt 3 hält, was es verspricht: Sowohl die Leistung ist nicht übertrieben als auch alle RAID-Modi mit PC oder Mac umsetzbar - wenn auch softwareseitig etwas holprig. Ist aber alles eingerichtet, läuft der Direct Attached Storage wie ein Uhrwerk. Die aufgerufenen 700 Euro sind eine Stange Geld für so ein Gerät, aber es gibt hier eben kaum Konkurrenz. Zumal es eine deutlich günstigere Version des DAS mit nur zwei Laufwerkseinschüben gibt.
Die Nische beschränkt sich auf Content Creator, die auf Geschwindigkeit und Kapazität setzen. Ähnliches (und mehr) bietet zwar auch ein NAS, welches per 10G-LAN angebunden ist, was aber insgesamt teurer, umständlicher und unnötig ist, wenn es sich ohnehin nur um einen Schnittrechner handelt, also etwa um ein Macbook, dessen interne SSD-Kapazität relativ gering ist.
Wohl auch, weil es sich um ein ziemliches Nischenprodukt handelt, geht die Evolution hier schleppend voran. Leider bietet das Gerät nur einen Bruchteil der Transferleistung, welche die Thunderbolt-3-Schnittstelle zur Verfügung stellt. Zumindest wurde mit dem D5 das "alte" Produkt mit USB abgelöst und nun reicht die Leistung aus für flüssigen 4K-Videoschnitt, aber eben auch nicht mehr. Wer sich so ein System leistet, bekommt sicherlich auch schon Berührungspunkte mit höher aufgelösten Material oder solchem mit HDR bzw. 10 oder mehr Bit. Dann nämlich wird es selbst damit wieder eng. NVMe-Slots wären praktisch gewesen, mit schnellerem RAID-Controller. Aber das ist hoffentlich in zukünftigen DAS-Geräten zu finden.
Bietet vier Laufwerksschächte, tool-free installation und zumindest bei mir ist der Lüfter quasi lautlos.
RAID kann man über Software regeln oder per Hardware switch. JBOD funktioniert auch problemlos.
Mit normalem HDD RAID wird man die 5 GBit/s aber eh nicht ausnutzen.
Ich hatte vier SSDs drin und nie mehr als 250MB/s sustained hinbekommen. Kompletter Abfall.
Selbst wenn man das Ding mit vier HDDs bestückt (sagen wir 4x 12TB) dann ist man im RAID10 immer noch hart limitiert. Jede dieser Disks schafft auch problemlos 200MB/s+ und wird eingebremst. Schon ein RAID0 mit 2x HDDs sind zuviel.
@Topic:
Zu teuer und zu schlaffe Leistung für die Kohle das Teil.
Ich werde nach Weihnachten also große Festplatten kaufen.Ab 20 TB verliert man dann 2 TB an Speicher.ALso sprich bei einem 22 TB Platte sind es am Ende nur noch 20 TB Nutzbarer Speicher.Ich müsste das ich alle Serien auf einen drauf zu bringen ,mindestens eine 28 TB Platte holen.Aber der Preis da müsste ich schon mehrere Tausende von Euro zahlen.Ich habe überwiegend 10 TB platten und wenige 16 TB Platten.Bei 20 TB hätte ich schon mehr Platz.Weil aus den 6 x 10 TB braucht man da auch weniger große Platten.
Wie sieht es da dann mit dem da so aus.Will mir ja keine 100te Externe Festplatten verwenden.So viele Anschlüsse hätte auch ein PC auch garnicht.Also lieber sehr große dafür weniger externe Platten.
Also ich verwende zum schneiden und Videos Umwandeln nur ein Pc.Da ändert sich viel.Aber dann auch mal viel Nas.Auf mich trifft also beides zu.Wie würdet ihr da denn dann handhaben?
Ggf. dann gleich mehrere um eine brauchbare Backupstrategie umsetzen zu können.
In der Praxis dann vmtl. meistens eine Lösung für Fotografen oder Contentcreatoren (Youtube, ...)
Ein NAS irgendwo versteckt in die Ecke Stellen und ruhe haben, finde ich jedenfalls besser. Da kann ein LAN-Kabel gerne mal 50m haben, juckt nicht. Und wer Speed braucht, macht es mit 10G LAN.
Ggf. dann gleich mehrere um eine brauchbare Backupstrategie umsetzen zu können.
In der Praxis dann vmtl. meistens eine Lösung für Fotografen oder Contentcreatoren (Youtube, ...)
Es ist doch wunderbar über Synology oder Terra seine Backups aller mobilen Geräte erledigen zu können. Der Abruf der Daten erfolgt ebenfalls dezentral.
Ich verstehe nicht, was mir ein Raid Verbund lokal großartig nützen sollte. Solch ein Produkt ist ein Rohrkrepierer. Der Preis ist auch völlig überzogen.
10G Lan ist nun auch nicht mehr sooo teuer. ...
Ggf. dann gleich mehrere um eine brauchbare Backupstrategie umsetzen zu können.
In der Praxis dann vmtl. meistens eine Lösung für Fotografen oder Contentcreatoren (Youtube, ...)