RAID-Treiber und -Konfiguration
Ist das TerraMaster D5 mit Laufwerken bestückt, muss am Rechner noch ein RAID-Controller sowie die Konfigurationssoftware installiert werden. Das Ganze ist zwar seitens TerraMaster lückenlos dokumentiert, aber dennoch ziemlich umständlich. Klickt man einfach beim Installer auf "Weiter" und lässt sich durch die Einrichtung führen, passiert hier nicht.
In diesem Artikel
Softwareseitige Ausstattung, Einrichtung und Installation
Gerade für Anwender von Mac-Systemen, insbesondere jenen mit Apple Silicon-Prozessoren wie M1 und M2 oder Intel-Macs mit T2-Chip, sind spezielle Schritte notwendig. Es gilt, den RAID-Treiber und die Kernel-Erweiterung zu installieren. Um diese Installation erfolgreich durchzuführen, muss der Nutzer in das EFI-System des Mac booten und die Boot-Sicherheitseinstellungen anpassen. Diese Schritte sind erforderlich, damit das Festplattengehäuse korrekt mit dem Macintosh-System kommunizieren kann.
TerraMaster hat eine detaillierte Anleitung bereitgestellt, die Nutzern hilft, diese Prozesse zu verstehen und durchzuführen. Die Dokumentation erwähnt, dass diese Einrichtungsschritte möglicherweise mehrmals durchgeführt werden müssen, um eine korrekte Konfiguration zu gewährleisten, insbesondere bei der Deaktivierung der Sicherheitseinstellungen.
Die Einrichtung des TerraMaster D5 ist nicht nur auf die Installation der erforderlichen Treiber beschränkt. Zumindest, wenn man einen RAID-Verbund erstellen möchte. Denn ohne RAID-Software erkennt der Rechner bis zu fünf individuelle Laufwerke, die jeweils auch nur einzeln genutzt werden können. Per Windows wird die Konfigurationssoftware einfach per Installer auf dem Rechner installiert. Die für den Mac mittlerweile auch - ältere Reviews zum Gerät berichteten noch eine umständliche manuelle Installation.
Quelle: PCGH
TerraMaster D5 Thunderbold : RAID-Konfigurator
Das RAID wird dann über ein Web-Interface erstellt, welches aber bei Weitem nicht so komfortabel bedienbar ist wie in den jeweiligen NAS-Betriebssystemen. Außerdem stehen lediglich standardmäßige RAID-Stufen zur Verfügung und nicht etwa modernere, die mittlerweile bei gleicher Redundanz mehr Speicherplatz bieten, wie etwa das TRAID von TerraMaster(-NAS-SystemenI), ein Mix aus RAID 5 und RAID 1.
RAID-Stufen im TerraMaster D5
Da es unerlässlich ist, sich mit den RAID-Stufen auseinanderzusetzen, wenn man so ein DAS sinnvoll nutzen möchte, möchten wir hier einen kurzen Überblick darüber geben. Wer sich bereits auskennt, überspringt die folgenden Absätze. RAID ist die Abkürzung für "Redundant Array of Independent Disks" und ist eine Methode, um mehrere Festplatten in einem System zu organisieren. Diese RAID-Stufen werden je nach Anforderungen an die Datensicherheit, Geschwindigkeit und Speicherkapazität ausgewählt. Wichtig ist zu beachten, dass RAID-Systeme zwar eine Form der Datensicherung bieten, aber kein Ersatz für regelmäßige Backups sind. Hier sind die gängigsten RAID-Stufen mit ihren Voraussetzungen, Vor- und Nachteilen:
| Geschwindigkeit | Redundanz | Speichereffizienz | |
|---|---|---|---|
| RAID 0 | ★★★★★ | ★☆☆☆☆ | ★★★★★ |
| RAID 1 | ★★☆☆☆ | ★★★★★ | ★★☆☆☆ |
| RAID 5 | ★★★★☆ | ★★★★☆ | ★★★★☆ |
| RAID 6 | ★★★☆☆ | ★★★★★ | ★★★☆☆ |
| RAID 10 | ★★★★☆ | ★★★★☆ | ★★☆☆☆ |
| JBOD | ★☆☆☆☆ | ★☆☆☆☆ | ★★★★★ |
- RAID 0 (Striping)
Voraussetzungen: Mindestens 2 Laufwerke.
Vorteile: Erhöht die Geschwindigkeit durch paralleles Lesen/Schreiben auf mehreren Laufwerken.
Nachteile: Bietet keine Redundanz; bei Ausfall eines Laufwerks gehen alle Daten verloren.
- RAID 1 (Mirroring)
Voraussetzungen: Mindestens 2 Laufwerke.
Vorteile: Bietet Redundanz durch Duplizierung der Daten auf zwei Laufwerken; bei Ausfall eines Laufwerks bleiben Daten erhalten.
Nachteile: Effektive Speicherkapazität halbiert sich, da alle Daten dupliziert werden.
- RAID 5 (Striped mit Parität)
Voraussetzungen: Mindestens 3 Laufwerke.
Vorteile: Bietet eine Kombination aus Geschwindigkeit und Redundanz; bei Ausfall eines Laufwerks können Daten rekonstruiert werden.
Nachteile: Schreibvorgänge können langsamer sein; Wiederherstellung der Daten kann bei einem Laufwerksausfall zeitintensiv sein.
- RAID 10 (oder 1+0, Mirrored Stripes)
Voraussetzungen: Mindestens 4 Laufwerke.
Vorteile: Kombiniert die Vorteile von RAID 0 und RAID 1; bietet hohe Geschwindigkeit und Redundanz.
Nachteile: Hoher Bedarf an Laufwerken; nicht so schnell wie RAID 5, effektive Speicherkapazität ist nur 50 % der Gesamtkapazität.
Zudem ist JBOD eine einfache Methode, um mehrere Festplatten zu verbinden, ohne dass RAID-Konfigurationen oder -Algorithmen benötigt werden. Es ist besonders nützlich, wenn die volle Kapazität mehrerer Laufwerke genutzt werden soll, ohne dass eine Redundanz oder Leistungssteigerung erforderlich ist.
- JBOD (Just a Bunch Of Disks)
Voraussetzungen: Keine (ab zwei Laufwerken).
Vorteile: Erlaubt die Nutzung von Laufwerken unterschiedlicher Größe und Typen in einem einzigen logischen Laufwerk. Einfache Einrichtung und Maximierung der Gesamtspeicherkapazität durch die Addition der einzelnen Laufwerkskapazitäten.
Nachteile: Bietet keine Redundanz oder Leistungsverbesserung. Bei Ausfall eines Laufwerks gehen die darauf gespeicherten Daten verloren, wobei Daten auf anderen Laufwerken des JBOD-Arrays unbeeinflusst bleiben.
Bietet vier Laufwerksschächte, tool-free installation und zumindest bei mir ist der Lüfter quasi lautlos.
RAID kann man über Software regeln oder per Hardware switch. JBOD funktioniert auch problemlos.
Mit normalem HDD RAID wird man die 5 GBit/s aber eh nicht ausnutzen.
Ich hatte vier SSDs drin und nie mehr als 250MB/s sustained hinbekommen. Kompletter Abfall.
Selbst wenn man das Ding mit vier HDDs bestückt (sagen wir 4x 12TB) dann ist man im RAID10 immer noch hart limitiert. Jede dieser Disks schafft auch problemlos 200MB/s+ und wird eingebremst. Schon ein RAID0 mit 2x HDDs sind zuviel.
@Topic:
Zu teuer und zu schlaffe Leistung für die Kohle das Teil.
Ich werde nach Weihnachten also große Festplatten kaufen.Ab 20 TB verliert man dann 2 TB an Speicher.ALso sprich bei einem 22 TB Platte sind es am Ende nur noch 20 TB Nutzbarer Speicher.Ich müsste das ich alle Serien auf einen drauf zu bringen ,mindestens eine 28 TB Platte holen.Aber der Preis da müsste ich schon mehrere Tausende von Euro zahlen.Ich habe überwiegend 10 TB platten und wenige 16 TB Platten.Bei 20 TB hätte ich schon mehr Platz.Weil aus den 6 x 10 TB braucht man da auch weniger große Platten.
Wie sieht es da dann mit dem da so aus.Will mir ja keine 100te Externe Festplatten verwenden.So viele Anschlüsse hätte auch ein PC auch garnicht.Also lieber sehr große dafür weniger externe Platten.
Also ich verwende zum schneiden und Videos Umwandeln nur ein Pc.Da ändert sich viel.Aber dann auch mal viel Nas.Auf mich trifft also beides zu.Wie würdet ihr da denn dann handhaben?
Ggf. dann gleich mehrere um eine brauchbare Backupstrategie umsetzen zu können.
In der Praxis dann vmtl. meistens eine Lösung für Fotografen oder Contentcreatoren (Youtube, ...)
Ein NAS irgendwo versteckt in die Ecke Stellen und ruhe haben, finde ich jedenfalls besser. Da kann ein LAN-Kabel gerne mal 50m haben, juckt nicht. Und wer Speed braucht, macht es mit 10G LAN.
Ggf. dann gleich mehrere um eine brauchbare Backupstrategie umsetzen zu können.
In der Praxis dann vmtl. meistens eine Lösung für Fotografen oder Contentcreatoren (Youtube, ...)
Es ist doch wunderbar über Synology oder Terra seine Backups aller mobilen Geräte erledigen zu können. Der Abruf der Daten erfolgt ebenfalls dezentral.
Ich verstehe nicht, was mir ein Raid Verbund lokal großartig nützen sollte. Solch ein Produkt ist ein Rohrkrepierer. Der Preis ist auch völlig überzogen.
10G Lan ist nun auch nicht mehr sooo teuer. ...
Ggf. dann gleich mehrere um eine brauchbare Backupstrategie umsetzen zu können.
In der Praxis dann vmtl. meistens eine Lösung für Fotografen oder Contentcreatoren (Youtube, ...)