AMD Ryzen Threadripper 3970X und 3960X im Test: Zen 2 in seiner besten Form

Am 25. November 2019 erscheint nicht nur der Klassenprimus Ryzen 9 3950X im Desktop, sondern auch die HEDT-Giganten Ryzen Threadripper 3960X und 3970X. Die CPUs liefern 32 respektive 24 Kerne und bieten alle architektonischen Vorteile der Zen-2-Plattform. Damit ist das Portfolio um Ryzen 3000 komplett. Wir testen die beiden High-End-Prozessoren und vergleichen die Leistung mit dem Intel Core i9-9980XE.

197
Test David Krausbauer Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
AMD Ryzen Threadripper 3970X und 3960X im Test: Zen 2 in seiner besten Form
Quelle: PCGH

Mit dem Erscheinen der Zen-2-Prozessoren im Desktop war bereits klar, dass auch bald neue Threadripper-Modelle folgen werden. Die Vorgänger boten zwar durchweg eine hohe Anwendungsleistung, waren allerdings in Sachen Taktfrequenz und Spielleistung dem Konkurrenten Intel unterlegen. Inzwischen kann es sogar der 16-Kerner Ryzen 9 3950X aus dem Desktop-Segment mit dem Intel Core i9-9980XE aufnehmen. Doch das reicht nicht. AMD möchte zeigen, wozu Zen 2 wirklich imstande ist. Durch die Ankunft der Threadripper-3000-Prozessoren befinden sich die Vorgängermodelle im Abverkauf. Den Ryzen Threadripper 1920X beispielsweise gibt es inzwischen für unter 250 Euro. Auch Intel hat jüngst mit einer Preisminderung auf AMDs Neuzugänge im High-End-Desktop reagiert. Grund genug also um Threadripper 3000 einem Härtetest zu unterziehen.

AMD Ryzen Threadripper 3970X und 3960X: Starship stellt sich vor

Höchste Ansprüche werden ab jetzt neu definiert. Das Topmodell für den neuen Sockel sTRX4 ist der AMD Ryzen Threadripper 3970X. Die CPU wird in 7 nm bei TSMC gefertigt, bietet 32 Kerne mit 64 Threads, besitzt einen Basistakt von 3,70 GHz und einen äußerst hohen Boosttakt von bis zu 4,50 GHz. Der Speichercontroller unterstützt - wie von Zen 2 gewohnt - DDR4-3200 im Quad-Channel-Design. Bereitgestellt werden satte 72 PCIe-4.0-Lanes, ECC-Unterstützung, ein freier Multiplikator, maximal 256 GiByte verbaubarer Speicher und 128 MiByte L3-Cache. Die Thermal Design Power ist mit 280 Watt beziffert. Die CPU wird anfangs ab ca. 2.000 Euro erhältlich sein. Wem 32 Kerne und der hohe Preis des 3970X nicht schmecken, der entscheidet sich für den Ryzen Threadripper 3960X. Mit an Bord sind 24 Kerne mit 48 Threads, ein Basistakt von 3,8 GHz und ein Boosttakt von bis zu 4,5 GHz. Technisch ist die CPU ansonsten identisch mit dem Ryzen TR 3970X und wird ab ca. 1.400 Euro erhältlich sein. Das Namensschema der beiden Prozessoren wurde nun an die aktuelle Ryzen-3000-Serie aus dem Mainstream-Desktop angepasst.

CPU-Z-Shot des AMD Ryzen Threadripper 3970X. Quelle: PCGH CPU-Z-Shot des AMD Ryzen Threadripper 3960X. Quelle: PCGH
Modell     Kerne/Threads Basistakt Max. Boost inkl. XFR 2   L3-Cache TDP UVP zum Release Straßenpreis
Ryzen Threadripper 3970X 32/64 3,7 GHz 4,5 GHz 128 MiByte 280 Watt 1.999 USD ca. 2.000 Euro
Ryzen Threadripper 3960X 24/48 3,8 GHz 4,5 Ghz 128 MiByte 280 Watt 1.399 USD ca. 1.400 Euro
Ryzen 9 3950X 16/32 3,5 GHz 4,7 GHz 64 MiByte 105 Watt 799 USD 819 Euro
Ryzen 9 3900X 12/24 3,8 GHz 4,6 GHz 64 MiByte 105 Watt 499 USD 529 Euro
Ryzen Threadripper 2990WX 32/64 3,0 GHz 4,2 GHz 64 MiByte 250 Watt 1.799 USD 1.800 Euro
Ryzen Threadripper 2970WX 24/48 3,0 GHz 4,2 GHz 64 MiByte 250 Watt 1.299 USD 1.000 Euro
Ryzen Threadripper 2950X 16/32 3,5 GHz 4,4 GHz 32 MiByte 180 Watt 899 USD 800 Euro
Ryzen Threadripper 2920X 12/24 3,5 GHz 4,3 GHz 32 MiByte 180 Watt 649 USD 420 Euro
Ryzen Threadripper 1950X 16/32 3,4 GHz 4,2 GHz 32 MiByte 180 Watt 999 USD 550 Euro
Ryzen Threadripper 1920X 12/24 3,5 GHz 4,2 GHz 32 MiByte 180 Watt 799 USD 250 Euro
Ryzen Threadripper 1900X 8/16 3,8 GHz 4,2 GHz 16 MiByte 180 Watt 549 USD 200 Euro

AMD Ryzen Threadripper 3970X und 3960X: Neuer CPU-Sockel ist Pflicht

Nur scheinbar setzen die Ryzen Threadripper 3970X und 3960X auf den bekannten TR4-Sockel. Die Zahl der Pins ist zwar gleichgeblieben, nicht aber deren Belegung. Umgekehrt wird man also auch keine HEDT-Prozessoren der 2000er-Serie in neuen Boards nutzen können. Warum das so ist, hat AMD in einer (nicht 100 Prozent schlüssigen) Ankündigung noch mal dargelegt. Demnach lassen sich auf der TRX4-Plattform mit TRX40-I/O-Hub insgesamt 72 von 88 PCI-Express-4.0-Lanes nutzen, wenn man die Lanes von CPU und Chipsatz zusammenrechnet. Threadripper 2000 bot hingegen" nur" 60 freie Lanes nach PCI-E-3.0-Standard und einige langsamere mit 2.0-Geschwindigkeit. Ferner wurde beim TRX4 die Kommunikation zwischen dem I/O-Hub und der CPU um Faktor vier beschleunigt, dazu habe es zusätzliche Daten-Pins gebraucht. Details zu Ausstattung und Eigenschaften der neuen Plattform erläutern wir in einem getrennten Special ausführlich.

Mehrere Mainboard-Hersteller haben zwischenzeitlich die Hüllen fallen gelassen und zur Schau gestellt, was sie in Sachen TRX40-Platinen zu bieten haben. Asrock, Asus, Gigabyte und MSI präsentierten bereits ihre neuen HEDT-Machwerke mit TRX4-Sockel. Zumindest sind die Maße im Sockelumfeld gleichgeblieben; Sie können demnach Ihre vorhandenen Kühllösungen weiternutzen, wenn deren Leistung für die neuen Prozessoren ausreichen. Unsere Tests haben wir mit dem von AMD bereitgestellten MSI Creator TRX40 durchgeführt, mit aktuellem Chipsatztreiber. Es gab dabei noch einige Instabilitäten, diese hielten sich jedoch in Grenzen. So ist das System in einigen Benchmarks reproduzierbar abgestürzt. Da solche Probleme selten logisch sind, schieben wir der BIOS-Version die Schuld zu, die uns vorab bereitgestellt wurde. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass zahlreiche Probleme durch ein BIOS-Update gelöst werden können.

AMD Ryzen Threadripper 3970X und 3960X: Spiele- und Anwendungs-Benchmarks, Stromverbrauch

Während PC-Spiele zusehends viele Prozessorkerne in Mehrleistung umsetzen, müssen sich die meisten Engines trotz alledem von mehr als 16 Threads geschlagen geben. Es gibt Einzelfälle, darunter Battlefield 5 oder Assassin's Creed Odyssey, die mit zusätzlichen CPU-Kernen noch einige Fps mehr herausholen können, doch die Zahl der Spiele die dadurch gewinnen ist verschwindend gering. Im Vergleich zum AMD Ryzen Threadripper 2990WX zeigen sich beim Ryzen TR 3970X und 3960X allerdings die Zen-2-Gene, denn die Spieleleistung der neuen CPUs ist auf durchweg hohem Niveau und rückt in die Bereiche der Intel Core i9-9900K(S)-CPUs vor. AMDs selbst ernannter Gegner, der Intel Core i9-9980XE, wird gar in jedem der Benchmarks geschlagen. Das jedoch gelingt bereits dem "kleinen" AMD Ryzen 9 3900X mit Bravour, dürfte also insofern nichts Besonderes sein. Wir gewinnen die Erkenntnis, dass man Threadripper 3000 zwar nicht zum Spielen braucht, sie dazu aber theoretisch in der Lage sind, ganz im Gegensatz zu ihren Vorgängern. Die CPUs bieten sich somit als Allrounder an, sofern man nicht vor dem hohen Anschaffungspreis zurückschreckt.

Parallelisierte Anwendungen sind die Königsdisziplin der neuen Threadripper. Als rein theoretischer Benchmark zeigt Cinebench R20 zwar nicht die Leistung im Alltag auf, offenbart allerdings eindrucksvoll die Verbesserungen unter der Haube der beiden Prozessoren. Der direkte Vorgänger, Ryzen TR 2990WX, ist gegenüber dem Ryzen TR 3970X um satte 181 Prozent langsamer bei der Enkodierung eines 30-sekündigen Videos. Das ist nicht nur einfach schneller, das ist eine andere Welt.Unter 7-Zip und Handbrake hat bereits der AMD Ryzen 9 3950X neue Bestwerte aufgestellt, welche jetzt vom 3960X und 3970X spielend überboten werden. Lassen Sie sich das auf der Zunge zergehen: Der direkte Vorgänger, namentlich Ryzen Threadripper 2990WX, ist gegenüber dem Ryzen Threadripper 3970X um satte 181 Prozent langsamer bei der Enkodierung eines 30-sekündigen Videos mit dem "Apple 4K"-Preset. Das ist nicht nur einfach schneller, das ist eine andere Welt. Im Photoshop-Benchmark dominieren ebenfalls sämtliche Ryzen-3000-Prozessoren ab dem Ryzen 7 3800X. Jeder Benchmark-Durchgang braucht zwischen 25 und 40 Minuten, gemessen wird jeweils die für die Aktion benötigte Zeit in Sekunden. Anschließend wird die gemessene Zeit in Punkte umgerechnet. Es gibt insgesamt drei Kategorien wie "Allgemein", "Filter" und "Photomerge". Die ersten beiden Kategorien fließen zu je 40 Prozent in die Gesamtwertung mit ein, Photomerge folgerichtig mit 20 Prozent. Insgesamt laufen 21 Aktionen automatisiert ab. GPU-beschleunigte Aktionen wie Drehen, selektiver Scharfzeichner, Feld-Weichzeichnung, Iris-Weichzeichnung und Tilt-Shift werden in Form eines separaten GPU-Scores ausgegeben. Das Ergebnis tragen wir als Gesamtpunktzahl in die Benchmark-Tabelle ein. Threadripper 3000 legt hier um mindestens 47 Prozent gegenüber dem ehemaligen High-End-Modell zu.

Solch hohe Leistung hat seinen Preis. Threadripper 3960X und 3970X stellen auch in Sachen Leistungsaufnahme neue Rekorde auf, zumindest was unsere bisherigen Messungen seit der Umstellung des CPU-Index angeht. Die oben gezeigten Daten, das bedeutet für alle Prozessoren ein TDP-Limit auf die jeweilige Vorgabe des Herstellers. Während das in Spielen kaum zum Tragen kommt, zeigen sich die Grenzen bei Anwendungen auf. Auch Willi Tiefel hat sich mit der Leistungsaufnahme und der Leistung der neuen Threadripper auseinandergesetzt. Mehr dazu im Video:

AMD Ryzen Threadripper 3970X und 3960X: Fazit

Das goldene Zeitalter für AMD? Quelle: PCGH Das goldene Zeitalter für AMD?

Die Ryzen Threadripper 3970X und 3960X schlagen ein wie eine Bombe. Die Performance in Anwendungen ist auf allerhöchstem Niveau, die Spielleistung braucht sich nun auch nicht mehr zu verstecken und die neue Plattform bietet allerhand Vorteile. Das einzige was den Rippern zum Nachteil gereichen könnte, ist der hohe Einführungspreis. AMD jedenfalls ist noch lange nicht fertig und möchte 2020 erst richtig durchstarten. Mit Zen 3 möchten die Kalifornier dann Gas geben und die IPC massiv erhöhen. Offensichtlich stellen sich goldene Zeiten bei AMD ein. Derweil verweisen wir an dieser Stelle bereits gerne auf die kommende Ausgabe 01/20, mit dem Showdown zwischen Ryzen 9 3950X und Core i9-9900KS und möchten ebenfalls Ihre Vorfreude auf den Vergleichstest zwischen Threadripper 3000 und Cascade-Lake in der Ausgabe 02/20 steigern.

197
    • Kommentare (197)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von latiose88 BIOS-Overclocker(in)
        Das mit den Games ,da kommt es halt auch drauf an,welche Spiele man nimmt.Dann erst weis man erst ,welche CPU welche Leistung dann erreicht werden kann.Der Rest weis man echt nicht so genau,darum kann man auch nicht genau sagen,wie es dann bei den neueren CPU es dann am ende aussehen wird.Das weis man erst ,wenn man die CPU selbst getestet hat.
      • Von latiose88 BIOS-Overclocker(in)
        Das mit den Games ,da kommt es halt auch drauf an,welche Spiele man nimmt.Dann erst weis man erst ,welche CPU welche Leistung dann erreicht werden kann.Der Rest weis man echt nicht so genau,darum kann man auch nicht genau sagen,wie es dann bei den neueren CPU es dann am ende aussehen wird.Das weis man erst ,wenn man die CPU selbst getestet hat.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von latiose88
        Hi wollte mal fragen,denn es scheint hier ja mehr als genug Menschen zu geben,die es wohl beantworten können.
        Wieviel IPC steigerung hat denn AMD beim 3970x gegenüber dem 2990wx denn drauf gelegt.Ich habe was von 20 % gelesen und in manchen Fällen sogar bis zu 60%.Was davon stimmt denn nun?
        Und wenn die Leistung zwischen 2990wx und 3970x gleich sind,heißt es dann das ich von der IPC steigerung null profitiert würde?
        Die effektive IPC ist keine theoretische Größe, sondern spezifisch für ein jeweiliges Szenario, von daher stimmen viele Angaben. Der heterogene Aufbau von Threadripper 1000/2000 hat einigen Anwendungen überhaupt nicht geschmeckt, anderen war er egal. Deswegen fällt die Leistungssteigerung zu Threadripper 3000 beispielsweise in Spielen um Größenordnungen besser aus als in Cinebench. Was für deinen Anwendungszweck stimmt, musst du anhand von Benchmarks mit der konkreten Anwendung ermitteln, da gibt es keine Pauschalantwort. Ohne Grundkenntnisse der jeweiligen Programmanforderungen kann man nicht einmal einen Orientierungswert nennen.
      • Von fotoman Volt-Modder(in)
        Ist es so schwierig, dazu passende Benchmarks im Netz zu finden?

        Wenn ich IPC mal (wissenschaftlich falsch) als Instruktionen pro Zeiteinheit (und nicht pro Taktzyklus) sehen, dann ergeben sich ca. 17-22% Steigerung für einen CPU-Kern:
        AMD Ryzen Threadripper 3970X vs. AMD Ryzen Threadripper 2990WX - Benchmark und Technische Daten

        Nimmt man dann Handbrake mit h.265 und FullHD, sind es ca. 38% Steigerung
        CPU Performance: Encoding Tests - The AMD Ryzen Threadripper 3960X and 3970X Review: 24 and 32 Cores on 7nm
        und unter Linux kommt dieser Benchmark mit h.265 und FullHD dann auf knapp 60%
        AMD Ryzen Threadripper 3970X / 3960X Linux Benchmarks Review - Phoronix

        Und wie man bei beiden sieht, ist der 3970X damit wohl unterfordert, sonst dürfte der 3960X nicht ähnlich schnell sein. Genauso werden sich die Verhältnisse mit andren Encodern, anderen Parametern oder andere Videoauflösung ändern.

        Die Umrechnung auf Instructions per Cycle (also Taktbereinigt) liefert Dir der Taschenrechner Deiner Wahl. Das wäre der korrekte IPC Wert
        Instructions per Cycle – Wikipedia
        Ob bei den Single-Thread Benchmakrs die CPUs aber mit 4,5 bzw. 4.2 GHz liefen, wird nie angegeben.

        Zitat von latiose88
        Und wenn die Leistung zwischen 2990wx und 3970x gleich sind,heißt es dann das ich von der IPC steigerung null profitiert würde?
        Mich interessiert keine künstliche Zahl. Wenn meine Anwendung mit einem 3970X genauso schnell wäre wie mit einem 2990WX, dann ist es mir für diese Anwendung völlig egal, ob der 3970X bei einer anderen Anwendung (die ich nicht nutze) schneller ist. Genauso bringt es mir bei einer Anwendug, die nur mit Integerwerten rechnet, nichts, wenn AMD bei Zen2 die Fliesskommeeinheit massiv optimiert hat.

        Ohne, dass Du weisst, was Deine Anwendung benötigt und nutzt, wirst Du nie heraus finden, ob Dir ein 3970X Vorteile bringen würde, welche Dir den Preis wert sind. Fürs Gaming sind alle TRs herausgeworfenes Geld, den TR3 kann man dazu wenigstens sinnvoll als Nebenbeschäftigung nutzen, wenn gerade sonst nichts sinnvolles ansteht. Aber schon preislich macht der 2990WX heutzutage nur noch Sinn, wenn man ihn extrem günstig gebraucht bekommt, also m.M.n. weit unter dem Neupreis eines 3960X.
      • Von latiose88 BIOS-Overclocker(in)
        Hi wollte mal fragen,denn es scheint hier ja mehr als genug Menschen zu geben,die es wohl beantworten können.
        Wieviel IPC steigerung hat denn AMD beim 3970x gegenüber dem 2990wx denn drauf gelegt.Ich habe was von 20 % gelesen und in manchen Fällen sogar bis zu 60%.Was davon stimmt denn nun?
        Und wenn die Leistung zwischen 2990wx und 3970x gleich sind,heißt es dann das ich von der IPC steigerung null profitiert würde?
      • Von gastello
        Zitat von PCGH_Torsten
        Dass es einen großen Unterschied macht, ob man den physisch vorhanden, den elektrisch aktiven oder den Anwenderseitig nutzbaren Ressourcen einer CPU, eines Mainboards oder einer Plattform spricht. Erweitern möchte ich in Anbetracht deiner Reinschmierereien noch den Sockel selbst als vierten Bezugsrahmen, der gar keine Ressourcen, sondern nur ein bisschen Metall und Plastik hat. Beachtet man diese Unterschiede nicht, wirft man schnell einem Diskussionspartner Falschaussagen vor, nur weil man seinen Bezugsrahmen oder seine Perspektive nicht verstanden hat.

        Ziemlich exakt seit dem 11.04.2017 werden unter der Bezeichung "CPU" Systems on a Chip verkauft, die ohne begleitenden Chipsatz beziehungsweise I/O-Hub betrieben werden können.

        Ich bin gespannt, wie du oder AMD mir 80 oder 88 Lanes für die TRX4-Plattform aufaddieren, ohne Up- und Downlinks zwischen den Prozessor und I/O-Hub mitzuzählen.
        Lange Reede kurzer Sinn, 72 nutzbare Lanes hat AMD auf seinen Folien angegeben und die vierfach höhere Bandbreite zwischen I/O Die und X570 als reserved Lanes - um an diesen - über den Chipsatz genauso schnell x4 NVMe Laufwerke betreiben zu können, was den Partner überlassen ist. Sie müssen es nicht.

        Zum Thema - natürlich mußt Du bei einer Analyse die Energieeffizienz des I/O Die miteinbeziehen - wenn man von Packagepower ausgeht. Was die Kerne wirklich verbrauchen, gibt AMD gar nicht an (nirgends) und liest auch kein Programm aus. Wo wir beim Ausgangspunkt wären - die Kerne (CCD) des TR sind deutlich effizienter als die des 3950x oder 3900x, weil sie bei geringerer Voltage höhere Taktraten erreichen.

        Also ich addiere weder etwas auf, noch zählt AMD fälschlicherweise etwas auf, weil sie **INSGESAMT** schreiben und schon immer alle Lanes der Plattform einbezogen haben (wie: +alle PCIe 4.0, USB und Speicher E/A des AMD Ryzen Prozessors). Warum sollte das jetzt unter sTRX40 ein Problem sein?

        Und noch dazu - schon wenn man Werte im Bios ändert - so wie zum Beispiel SVID haben Programme Probleme die Telemetriedaten dann noch richtig zu erfassen, da man unter bestimmten Einstellungen die allgemein definierten Steuerungsparameter im Referenzbetrieb verliert - anhand deren Programmierung (IR Output) dann die Spannungen oder Verbräuche auslesbar bestimmt werden. Auch Wandlerausgänge können dann nicht mehr real ausgelesen werden. Aber wem schreibe ich das - ich bin ja nur so ein Schmierfink.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 07/2026 play5 08/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk