AMD Ryzen und Co.: AMD will 2020 voll durchstarten

63
News Benjamin Gründken Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
AMD Ryzen und Co: AMD will 2020 voll durchstarten (1)
Quelle: AMD

AMDs Lisa Su hat in einem Interview verlauten lassen, dass man positiv ins Jahr 2020 blickt. 2019 habe man die Führerschaft im Desktop-Markt inne - nächstes Jahr soll für das Unternehmen noch besser werden.

Seit dem Launch der Ryzen-3000-Serie bietet AMD an der Desktop-Front das erste Mal seit Jahren wieder das bessere Komplettpaket. Auch bei den Grafikkarten konnte AMD mit der Radeon RX 5700 (XT) wieder einen großen Schritt nach vorn machen, wenngleich man aktuell nur die obere Mittelklasse bedient. Wenig überraschend gibt sich CEO Lisa Su in einem Interview nun selbstbewusst. 2019 sei ein wichtiges Produktjahr, lobt die Geschäftsführerin. 2020 werde jedoch besser.

Dieses Jahr werde man im Desktop-Segment, mit Blick auf den kurz vor der Veröffentlichung stehenden Ryzen 9 3950X, die Spitzenposition ausbauen. "Führend im High-End-Desktop-Markt zu sein, ist für uns sehr wichtig", so Su. Content-Creator wolle man ebenso wie Spieler und Mainstream-Nutzer bedienen. "Das wird auch weiterhin der Antrieb für unsere Desktop-Roadmap sein."

"Anfang 2020 wird zudem die nächste Generation unserer mobilen Produkte erhältlich sein." Aktuell ist AMD dort noch mit Raven Ridge und Picasso unterwegs, arbeitet aber schon am Schwenk Richtung Zen 2 und 7-nm-Fertigung. "Wir sind mit Zen 3 als Nachfolger für 2020 ebenfalls auf einem guten Weg - es gibt also reichlich Produktaktivitäten. Obwohl 2019 ein wichtiges Produktjahr war, glaube ich, dass 2020 für uns ein noch wichtigeres Produktjahr wird."

Konsolengeschäft soll deutlich anziehen

Das Konsolengeschäft würde im Moment schwächeln, weil sich die aktuelle Konsolengeneration am Ende ihres Lebenszyklus befindet. 2020 stehen jedoch neue Konsolen an - und da sieht sich AMD wieder dick im Geschäft. Laut Su mache sich der Konsolen-Release für AMD ab dem zweiten Halbjahr 2020 deutlich bemerkbar.

Auf den Einstieg Intels in den Grafikkartenmarkt ging Su nur knapp ein: "Wir nehmen unsere Konkurrenz stets sehr ernst", so Su. Man selbst werde an der Hardware- und Software-Front am Ball bleiben. Auch beim Thema KI und Rechenzentren wolle man die Flucht nach vorn ergreifen. Es sei, so Su, ein Wachstumsmarkt.

Radeon-Grafikkarten sollen "überall" angeboten werden. "Überall bedeutet in Rechenzentren, beim Gaming, in PCs, in Konsolen und ebenso in mobilen Geräten." Dabei betont Su die Wichtigkeit von Partnern, ging aber nicht näher darauf ein, ob man künftig wieder Radeon-GPUs bei Samsung fertigen lässt. Egal welcher Auftragsfertiger, Ziel sei es, führend bei der Fertigung zu sein.

Ebenfalls interessant: AMD Ryzen 3000: Insider lobt AGESA-Update, arbeitet an Energiesparplan

Das komplette Interview finden Sie in englischer Sprache bei Venture Beat - weitere Meldungen zur aktuellen Ryzen-3000-Serie und der Radeon RX 5700 XT auf unseren jeweiligen Themenseiten:

Quelle: Venture Beat

63
    • Kommentare (63)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von gastello
        Wenn sie alles auf 7nm+ umstellen, kann Ryzen und Navi davon profitieren. Kommt natürlich darauf an - ob TSMC ausreichend Ressourcen frei hat.

        Trotzdem muß man keine Panik bekommen wenn es nicht klappt, weil nVidia oder Intel kontern - eine CPU hält 5 Jahre, eine GPU sicher 2-3 oder 2 Gens.
      • Von gastello
        Wenn sie alles auf 7nm+ umstellen, kann Ryzen und Navi davon profitieren. Kommt natürlich darauf an - ob TSMC ausreichend Ressourcen frei hat.

        Trotzdem muß man keine Panik bekommen wenn es nicht klappt, weil nVidia oder Intel kontern - eine CPU hält 5 Jahre, eine GPU sicher 2-3 oder 2 Gens.
      • Von Duvar Kokü-Junkie (m/w)
      • Von derneuemann Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von BigBoymann
        Da ist aber einer negativ!

        Warum sollte das so sein? AMD hat derzeit eine extrem gute Architektur auf dem Markt die einen großen Vorteil der Skalierbarkeit hat. Auch 128 oder 256 Kerne wären ja denkbar und im Serverbereich ist das letztlich fast das wichtigste. Intel hat mit ihrer aktuellen Generation so ihre Probleme, es krankt ja nicht nur an der Fertigungstechnik, sondern auch an der Skalierbarkeit der Architektur. Dazu kommen die Roadmaps der Hersteller die in keinster Weise darauf hindeuten, dass Intel etwas derartiges in der Hinterhand hat, was dazu führen würde, dass man mit AMD den Boden wischen könnte. Selbst ein sofortiger Umstieg auf 10nm Intelfertigung würde nur wieder zu einem Patt führen, nicht aber dazu, dass man mit AMD den Boden wischt.

        Bis 2023 lassen uns die derzeitigen Roadmaps ausblicken und bis dahin sieht es nicht so aus, dass Intel überhaupt eine Chance hätte die heutigen CPUs von AMD zu plätten. Das sie mehr Leistung als aktuelle AMDs herausholen können bezweifel ich ja nciht, abder "Boden wischen" müsste für mich ein Abstand sein wie zu Bulldozer Zeiten. Das kann in keinster Weise belegt werden und nichts deutet darauf hin. In 2023 will Intel 7nm++ fertigen, im Gegenteil wenn bei allen alles nach Plan läuft wird TSMC zu dem Zeitpunkt bereits eine ganze Generation vor Intel liegen. Dort ist für 2022 die Produktion in 3nm angedacht, was dann 5nm Intel entsprechen müsste, wobei es wohl eher 5nm+ von Intel entsprechen müsste, da Intel ja derzeit seine Erwartungen an die Fertigungen herunterschraubt um weniger Probleme zu bekommen (statt 2,8facher Dichte zwischen 14 und 10nm, sind jetzt 2,0 zwischen 10und7nm angedacht; bei TSMC meine ich 2,2 im Kopf zu haben). Daher ist es wesentlich wahrscheinlicher, dass AMD den Boden mit Intel wischen wird, wenn auch immer noch insgesamt unwahrscheinlich.
        Ich denke es wird genau so kommen, wie zu Bulldozer Zeiten. Wann ist ja egal, aber früher oder später.
        Es mag gut sein, das AMD die nächsten Jahre erstmal ganz gut mitmischt, mehr hat man aber auch noch nicht erreicht. AMD muss zeitnah mit ZEN 3 einen Vorsprung ausarbeiten, um wirklich sich etwas vom großen ganzen Kuchen zu holen. Ich meine halt wirklich eine Portion und keine Bröckchen.

        Wenn ich kurz mal nur an mein Profil denke, dann kann ich mir vorstellen, das Intel gut und gerne in 14nm noch 10-15% mehr Spieleleistung raus holen kann, ohne mehr Takt zu fahren.
        Deswegen ist bis nächstes Jahr für mich das Rennen noch relativ offen. Für die unter uns, die wirklich Anwendungen nutzen die auf ZEN2 besser laufen, sieht das natürlich anders aus.
      • Von SKPC Freizeitschrauber(in)
        Zitat von derneuemann
        Gerade mal geschaut, es ist ja wirklich so, das Intel größere Gewinne einfährt, als AMD überhaupt Umsatz hat!
        Intel ist auch in deutlich mehr Märkten vertreten:
        # Chipsätze werden von intel selbst entwickelt, bei AMD ist dies nur bei einem der Fall
        # Optane Arbeits- und Massenspeicher
        # Netzwerkprodukte (sowohl Wi-Fi als auch Ethernet)
        # Beschleunigerkarten

        und noch einiges mehr. AMD hat hingegen nur Grafikkarten und Prozessoren als Produkte und entwickelt gerade die Grafikkartensparte in 2 unterschiedliche Richtungen fürs Gaming (RDNA) und für Computing/AI-GPUs (ohne 3D-Einheiten, Arcturus soll hier VEGA ergänzen, wenn nicht sogar ersetzen und dies dürfte dort wohl nur der Anfang der Entwicklung sein). AMD könnte wohl mit Project Quantum auf Ryzen und Navi Basis eine Alternative zu den besten NUCs bieten (auch wenn Project Quantum größer ist, was vor allem an der Kühlung liegt). AMDs Umsatz und wohl auch Gewinn wäre definitiv höher, wenn sie die Chipsätze für Ryzen selbst und nicht von ASMedia fertigen lassen würden und mit dem X570 zeigt AMD ja auch, das sie vorne bei PCI-E und USB mitspielen können. Ich bin gespannt ob Ryzen 3 mit einem Chipsatz kommen wird, der USB 3.2 2x2 unterstützt, USB 4 dürfte wohl zu neu sein.
      • Von Zappaesk Volt-Modder(in)
        Zitat von rolfdafiftynine
        ich hatte schon AMD und intel-cpus, aber keine hat jeweils bei mir den Boden gewischt
        Falsche Erwartungshaltung bzw Plattform. In den Wischrobotern dürften ARM CPUs ihren dienst tun... Da haste mit x86 komplett aufs falsche Pferd gesetzt!

        Aber zum Thema: Viele hier haben ja feste Vorstellungen wohin sich die Marktanteile von AMD hin entwickeln und vergessen, dass das nur geht falls AMD auch genug CPUs bestellen kann bzw gefertigt bekommt. Wenn sich die Absatzzahlen zu rasant entwickeln, dann kommen die vermutlich recht schnell in einen Lieferengpass. Es dürfte schwierig sein das aufeinander abzustimmen. D.h. wenn AMD nicht in nächster Zeit 25-50% Marktanteil schafft, dann hat das definitiv nicht zwingend etwas mit lauter Blinden zu tun.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk