Den Threadripper 3960X köpfen? der8auer probiert es erneut

6
News Benjamin Gründken Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Den Threadripper 3960X köpfen? der8auer probiert es erneut (1)
Quelle: AMD

Übertakter, Youtuber und Influencer der8auer entfernte bereits im Dezember den Heatspreader seines Ryzen Threadripper 3960X. Der 1.500-Euro-Prozessor zog daraus jedoch keinerlei Vorteile. Inzwischen liegt der zweite Versuch vor - doch wieder gab es Probleme.

Erinnern Sie sich noch an die "Enthauptung" des Ryzen Threadripper 3960X? Roman "der8auer" Hartung köpfte den 1.500 Euro teuren Prozessor bereits im vergangenen Dezember. Tatsächlich gelang ihm der Umbau damals ohne größere Komplikationen - wenngleich er mit dem Dremel erst Fakten schaffen musste. Nur: Selbst mit Flüssigmetall zwischen den Dies und seinem Heatkiller IV Pro wollte sich kein zufriedenstellendes Ergebnis einstellen. Der Übertakter versprach damals, das Thema nicht zu den Akten zu legen. Nun liegt sein zweiter Teil des Experiments vor.

Auch dieses Mal kamen die bewährten Zutaten zum Zuge, allen voran sein Heatkiller IV Pro. Für den ließ er sich nun eigens Distanzscheiben herstellen, außerdem entfernte er die letzten Überreste des Klebers von der Platine, mit dem ursprünglich der Heatspreader festgehalten wurde. An dessen Stelle platzierte der Overclocker Wärmeleitpads. Dadurch sollte sich ein gleichmäßiger Anpressdruck einstellen.

Mit Vapor Chamber zum Ziel?

Leider führte auch die neue Konfiguration zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis. der8auer wollte es darauf aber nicht beruhen lassen und versuchte über das Auslese-Tool und das gezielte Auf- und Abtragen von Flüssigmetall herauszufinden, welcher Die, welches CCX die meisten Probleme macht. Doch auch derartiges Feintuning führte nur zu marginalen Verbesserungen. Schließlich brachte er eine Vapor Chamber zum Einsatz, die er zwischen Dies und Wasserkühler platzierte. Zufälligerweise entsprach deren Format grob dem des ursprünglichen Heatspreaders.

Mehr zum Thema: Ryzen Threadripper 3960X: der8auer köpft den 1.500 Euro teuren 24-Kerner

Überraschend stellte der Youtuber im Idle bereits merkliche Verbesserungen fest, obwohl keine Direct-Die-Kühlung mehr vorlag. Hoffnungsvoll ließ er nun wieder den Cinebench laufen. Das Endergebnis wollen wir Ihnen an der Stelle nicht vorwegnehmen. Sie finden den Videobeitrag des8auers unterhalb dieser Meldung oder direkt auf Youtube.

Quelle: Youtube

Empfohlener redaktioneller Inhalt [EMBED_URL] An dieser Stelle finden Sie externe Inhalte von [PLATTFORM]. Zum Schutz Ihrer persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn Sie dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigen: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Externe Inhalte Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
6
    • Kommentare (6)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Sinusspass Volt-Modder(in)
        Der 10900k hat eine Die-Size von 201mm², da reichen 150W, um die Energiedichte eines TR3000 CCD zu knacken. Dabei schafft die Cpu locker das Doppelte; und über das ganze Spektrum sind die Temperaturen bei Direct Die besser als mit Heatspreader.
        Direct Die skaliert damit auch wesentlich besser mit Durchfluss, aber das nur am Rande.
        Von dem Hintergrund aus müsste der TR eigentlich unter Direct Die kühler laufen. Ich würde eher sagen, dass die Montage doch nicht ideal lief. Von meinen eigenen Erfahrungen mit Flüssigmetall aus würde ich sagen, dass eben nicht ausreichend Anpressdruck vorhanden war. Wenn man so große Mengen LM wie Roman nimmt, dass sich "Pfützen" auf der Oberfläche bilden, wird das bei steigendem Anpressdruck seitlich rausgedrückt. Davon war aber bei Roman nichts zu sehen, ich würde daher sagen, dass der Anpressdruck zu niedrig war oder sich die Cpu geringfügig verformt hat, sodass der Kontakt nicht ideal war und eine dicke Schicht LM immer noch zwischen Die und Kühler war. Das ist zumindest meine Vermutung, ob sich das wirklich so abgespielt hat, weiß ich nicht.
      • Von Sinusspass Volt-Modder(in)
        Der 10900k hat eine Die-Size von 201mm², da reichen 150W, um die Energiedichte eines TR3000 CCD zu knacken. Dabei schafft die Cpu locker das Doppelte; und über das ganze Spektrum sind die Temperaturen bei Direct Die besser als mit Heatspreader.
        Direct Die skaliert damit auch wesentlich besser mit Durchfluss, aber das nur am Rande.
        Von dem Hintergrund aus müsste der TR eigentlich unter Direct Die kühler laufen. Ich würde eher sagen, dass die Montage doch nicht ideal lief. Von meinen eigenen Erfahrungen mit Flüssigmetall aus würde ich sagen, dass eben nicht ausreichend Anpressdruck vorhanden war. Wenn man so große Mengen LM wie Roman nimmt, dass sich "Pfützen" auf der Oberfläche bilden, wird das bei steigendem Anpressdruck seitlich rausgedrückt. Davon war aber bei Roman nichts zu sehen, ich würde daher sagen, dass der Anpressdruck zu niedrig war oder sich die Cpu geringfügig verformt hat, sodass der Kontakt nicht ideal war und eine dicke Schicht LM immer noch zwischen Die und Kühler war. Das ist zumindest meine Vermutung, ob sich das wirklich so abgespielt hat, weiß ich nicht.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Die Fläche ist definitiv nicht das Problem und die Hitzeverteilung bei Threadripper ist sogar symmetrisch (nicht das Anpassungen an den asymmetrischen Aufbau von Matisse einen großen Unterschied machen würden, Artikel ist in Arbeit). Aber es ist eben eine symmetrische Anordnung von Hot-Spots und moderne High-End-Wasserkühler haben nicht die nötige Restbodenstärke, weil sie davon ausgehen, dass die Wärmeverteilung bereits im Prozessorpackage stattfindet.

        Wobei ich nicht glaube, dass konzentrierte Düsendesigns beim heutigen Energieumsatz ein insgesamt besseres Ergebnis abliefern würden. Die waren auf Athlon/Athlon XP im 50-70-W-Bereich gut dabei, aber schon ohne klare Leistungsvorteile gegenüber späteren großflächigen Strukturkühlern.

        Zitat von Sinusspass
        Noch nicht mal unbedingt, die Energiedichte ist ja nicht höher als bei den üblichen Intelcpus. Die profitieren ja auch von Direct Die. Eigentlich sollten die kürzeren Wege ja die fehlende seitliche Wärmeverteilung mehr als ausgleichen.
        Ein CCD hat 74 mm² und dürfte im Falle des 3960X mit 50 bis 60 W laufen. Hochgerechnet auf die Fläche von Cascade Lake wären das 470 bis 560 W, also rund dreimal mehr als innerhalb der 165 W TDP vorgesehen ist. Selbst Comet Lake hat eine geringere Leistungsdichte, solange er nicht im Turbo ist, profitiert aber in aller Regel nicht von Direct Die gegenüber normalem geköpften Betrieb. 2-3 mm weniger Kupfer in Z-Richtung können eine Verkleinerung der effektiven Kühlfläche auf 20 bis 40 Prozent bei weitem nicht ausgleichen.
      • Von Sinusspass Volt-Modder(in)
        Der Heatkiller hat aber eine ausreichend große Kühlfläche; der Bereich der Chiplets wird noch von der Kühlstruktur überdeckt. Laut einigen Tests ist das bei ausreichendem Durchfluss genug, um nahezu die volle Kühlleistung zu haben. Irgendwelche Anpassungen der Position der Jetplate oder deren Ausrichtung macht nur einen geringfügigen Unterschied, von sehr niedrigem Durchfluss mal abgesehen.
      • Von MyticDragonblast Software-Overclocker(in)
        Das Problem ist da der Wasserkühlblock. Ganz konservativ gehen immernoch fast alle Hersteller davon aus, dass der Hotspot mittig sitzt und nicht am Rand. Eine 90 Grad Drehung bewirkt schon bei den normalen Ryzen-Prozessoren messbare Unterschiede. Bei Threadripper sind aber teilweise selbst die expliziten Threadripper-Wasserblöcke nur vergrößerte Standardware, der Heatspreader wird's schon richten. Der heißt ja nicht ganz umsonst so.
        Direct Die mit einem Luftkühler hätte vermutlich auch ein besseres Ergebnis gebracht als Wasser ohne Vaporchamber, da der Kühlblock die Wärme gut aufnimmt und abführt.
      • Von Sinusspass Volt-Modder(in)
        Noch nicht mal unbedingt, die Energiedichte ist ja nicht höher als bei den üblichen Intelcpus. Die profitieren ja auch von Direct Die. Eigentlich sollten die kürzeren Wege ja die fehlende seitliche Wärmeverteilung mehr als ausgleichen.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk