Ryzen 9 9950X3D2 gegen Ryzen 9 9950X3D im Kampf der Könige: Wo Dual-Cache wirklich hilft
Mit dem Ryzen 9 9950X3D2 verschiebt AMD das 3D-V-Cache-Design in eine neue Dimension. Wir vergleichen den Dual-Cache-König mit dem Altmeister und gehen in die Latenz-Hölle, um zu verstehen, wo die Grenzen der Physik liegen. Sie erwartet die Auswertung von 20.000 Messungen!
Inhaltsverzeichnis
Dieser Artikel richtet sich an Enthusiasten, die bereits einen Ryzen 9 9950X3D besitzen, ebenso wie an Kaufinteressierte, die auf einen klaren Entscheidungsgrund warten. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob sich die Investition in den neuen Ryzen 9 9950X3D2 lohnt oder ob der etablierte Ryzen 9 9950X3D das Mittel der Wahl sein sollte. Und diese Frage ist alles andere als leicht zu beantworten, denn beide Prozessoren bieten eine immense Leistung und bei richtiger Optimierung sogar noch wesentlich mehr Performance. Beide stellen derzeit die absolute Spitze im AM5-Portfolio dar und bieten die beste Selektion an CPU-Kernen. Und beide bieten dasselbe OC-Potenzial und dieselben Möglichkeiten beim RAM-Tuning. Unter der Haube arbeiten jeweils 16 Zen-5-Kerne. Der Unterschied liegt in der Cache-Konfiguration: Beim Ryzen 9 9950X3D2 ist auch das zweite CCD mit 3D V-Cache ausgestattet. Beim regulären Ryzen 9 9950X3D taktet dieses zweite CCD dagegen etwas höher, da die Kerne ohne zusätzlichen Cache etwas mehr Spannung vertragen können. Ab Werk sind das nur rund 100 MHz, aber einen Enthusiasten interessieren Werte ab Werk nicht.
Wir möchten trotzdem alle Leser abholen und haben beide Prozessoren daher jeweils einmal mit den Powerlimits des anderen Modells getestet. Zudem wurden die Inter-Core- und CCD-Latenzen umfangreich untersucht. Am Horizont können Sie einen Tuning-Teil zum 9950X3D2 erwarten, doch gut Ding will Weile haben. Bis dahin können Sie sich gern beim OC-Tagebuch einlesen, der bisher umfangreichsten Arbeit an einem Prozessor, die es bei PCGH je gab. Technisch gesehen können Sie die Erkenntnisse darin auf den neuen Ryzen 9 9950X3D2 übertragen. Praktisch werden die Ausführungen zum zweiten CCD aber logischerweise nicht passen. Doch das macht die Testreihe nicht weniger interessant.
[PLUS] OC-Tagebuch Ryzen 9 9950X3D Teil 1: Grundlagen, Benchmarks und mehr
PCGH Plus: In einer neu aufgelegten Tuning-Reihe berichtet CPU-Fachredakteur David Krausbauer über seine persönlichen Erfahrungen mit dem AMD Ryzen 9 9950X3D. In Teil 1 geht es vor allem um den Prozessor selbst. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 07/2025.
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20.000 Latenz-Messungen zeigen die wahren Grenzen auf
Die obige Matrix zeigt die Inter-Core- und CCD-Latenzen des Ryzen 9 9950X3D und Ryzen 9 9950X3D2 auf. Mithilfe des MicrobenchX haben wir jeweils zehn Durchläufe mit dem 9950X3D und dem 9950X3D2 durchgeführt, Ausreißer aussortiert und die Werte dann gemittelt. Nach über 20.000 Messungen folgt nun die umfangreiche Analyse: Beide Matrizen zeigen zunächst eine identische Grundstruktur mit zwei klar getrennten Latenzdomänen (CCD0 und CCD1). Innerhalb der jeweils lokalen Hälfte liegen die Zugriffszeiten typischerweise bei rund 20 bis 23 ns. Zugriffe über die Trennlinie hinweg verharren dagegen bei etwa 84 bis 86 ns. Diese Fernzugriffe (über den Infinity Fabric) bleiben in beiden Fällen weitgehend konstant und auf den ersten Blick wirkt alles normal.
[PLUS] OC-Tagebuch Ryzen 9 9950X3D: RAM-Tuning in Teil 2
PCGH Plus: In Teil 2 hat sich CPU-Fachredakteur Dave weiter mit dem Tuning des AMD Ryzen 9 9950X3D beschäftigt. In diesem Kapitel dreht sich alles um die umfangreiche Optimierung des Arbeitsspeichers. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 08/2025.
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Doch der Teufel liegt im Detail. Beim Ryzen 9 9950X3D2 fällt der rechte untere Quadrant spürbar langsamer und zugleich unruhiger aus. Dort häufen sich Werte zwischen 22,0 und 23,5 ns, teilweise auch darüber. Die Matrix wirkt dadurch insgesamt asymmetrischer. Beim regulären Ryzen 9 9950X3D ist derselbe Bereich weniger auffällig. Die Werte bewegen sich hier meist zwischen 19,0 und 20,5 ns und liegen damit rund zwei bis drei Nanosekunden niedriger. Beide Prozessoren besitzen zwar die gleiche CCD- und Core-Cluster-Struktur, die interne Balance unterscheidet sich jedoch. Die lokale Kommunikation bleibt beim Dual-Edition-Modell grundsätzlich solide, die zweite Hälfte arbeitet jedoch weniger effizient und erhöht die Durchschnittswerte. Zusätzlich streuen die Cross-Cluster-Latenzen etwas stärker und erreichen häufiger den oberen Bereich um 85 bis 86 ns.
[PLUS] OC-Tagebuch Ryzen 9 9950X3D Teil 3 - Spannung und Takt optimieren
PCGH Plus: Nach CPU- und RAM-Tuning gilt es nun, sich mit der V/F-Curve vertraut zu machen. CPU-Fachredakteur Dave hat in Teil 3 des Tunings zum Ryzen 9 9950X3D an allen Zahnrädern gedreht und berichtet jetzt darüber. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 09/2025.
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Genau in dem Bereich also, in dem der Ryzen 9 9950X3D2 seine größte Stärke besitzt, liegt auch seine Schwäche verborgen. Die Latenzen im zweiten CCD liefern aus mehreren Gründen schlechtere Werte als beim regulären 9950X3D: 3D V-Cache ist empfindlicher, was die Spannung angeht. Hier kommt ein Phänomen zum Tragen, welches sich Clock Stretching nennt. Wenn die Kerne eine bestimmte Spannung für Takt X anfordern, aber zu wenig Saft bekommen, liegt der effektive Takt unterhalb des angestrebten Boosttakts. Das lässt sich schwer nachweisen, könnte aber eine mögliche Erklärung für das Latenzverhalten sein - und auch dafür, warum AMD den maximalen Boost gegenüber dem 9950X3D leicht reduzieren musste. Eine andere Möglichkeit könnte aber auch das Temperaturverhalten sein: Auch, wenn der 3D V-Cache der 2. Generation unterhalb der Kerne sitzt, erzeugt dieser Abwärme. Die CPU-Kerne laufen daher beim R9 9950X3D2 insgesamt wärmer, als es beim 9950X3D der Fall ist. Wir haben während der Tests die Tjmax von 95 °C nicht erreicht, was jedoch nicht bedeutet, dass die Kerne nicht schon klammheimlich minimal Takt und Spannung herunterfahren, um sich und den empfindlichen L3-Cache vor Schäden zu schützen.
[PLUS] Overclocking-Tagebuch Ryzen 9 9950X3D - Teil 4: das große Finale
PCGH Plus: CPU-Fachredakteur Dave begibt sich im vierten Teil des 9950X3D-Tunings in die Höhle des Löwen und legt sich mit den Widerständen, Windows 11 und "geheimen" Nitro-Settings beim Arbeitsspeicher an. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 10/2025.
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Doch es gibt noch weitere Ansätze: Der Infinity Fabric (IF) bleibt in der grundlegenden Topologie unverändert, jedoch verschiebt sich das verfügbare Timing-Budget bei der Dual-Cache-Variante leicht nach unten. Die Basis ist eine konservativere Parametrisierung durch AMD. Um Stabilität über beide CCDs mit gestapeltem 3D V-Cache sicherzustellen, werden interne Latenz- und Synchronisationsreserven enger gefasst. Das wirkt sich insbesondere auf lokale Zugriffe innerhalb eines CCD-Clusters aus, da dort weniger Spielraum für aggressive Latenzoptimierung bleibt. Die Folge sind leicht erhöhte Zugriffszeiten im Bereich der lokalen Kommunikation. Hinzu kommen minimale, aber messbare Unterschiede durch das Cache-Stacking selbst. Der zusätzliche 3D V-Cache wird über Through-Silicon-Vias angebunden, was die elektrischen Eigenschaften des Dies verändert. Dazu zählen unter anderem eine erhöhte parasitäre Kapazität und leicht veränderte Signalverzögerungen innerhalb der Struktur. Diese Effekte sind einzeln betrachtet gering, addieren sich jedoch auf Systemebene. Da beide CCDs unterschiedlich auf diese physikalischen Randbedingungen reagieren können, entsteht eine leichte Asymmetrie in der Latenzverteilung, die sich vor allem in der inneren Konsistenz der Matrix bemerkbar macht. Mehr 3D V-Cache bedeutet demnach mehr "Unruhe".
| PPT | EDC | TDC | |
|---|---|---|---|
| Ryzen 9 9950X3D2 | 270 Watt | 250 Ampere | 180 Ampere |
| Ryzen 9 9950X3D | 200 Watt | 225 Ampere | 160 Ampere |
Auf der kommenden Seite beschäftigen wir uns mit der Frage, was das nun alles im Alltag bedeutet. Ist ein Ryzen 9 9950X3D generell die bessere Investition, oder eher der teurere Dual-Cache in Form des Ryzen 9 9950X3D2? Die Frage bleibt eine schwierige. Insofern lassen Sie uns nun tief in Benchmarks abtauchen.

So ist das halt wenn Kerne alleine keine Rolle mehr spielt. Dann kommt es auf andere Dinge an. Da spielt Takt ,cache eine große rolle. Und ursprünglich wollte ich einen 9950x ohne extra Cache kaufen. Ich ging immer davon aus daß ich vom extra Cache keinen Vorteil davon tragen würde. Aber scheinbar ja doch. Ob aber die Latenz mir noch Probleme bereiten wird kann ich nicht sagen.
Was ich sagen kann das ich bestimmt mit Zen 6 12 Kerner gewiss mit einem nicht ganz ausgelasteten 16 Kerner bestimmt gleichziehen können werde .das wird also alles spannend werden.
Ich mag zwar mit dem 265k am Ende sein weil mir der l3 cache der zu wenig ist das Genick gebrochen hat ,aber ich merke mir das. Ob l4 den selben Effekt hat von Intel wie bei AMD ,muss sich ja noch heraus stellen .wenn nicht wird AMD weiter das Feld gewinnen,das ist klar .für mich dann ja auch .
Mich würden da mal Tests interessieren, wie sich der 9950X3D2 in verschiedenen DAWs im Vergleich zu anderen Ryzens (mit und ohne 3D-V-Cache) sowie zu Intels Topmodellen und Apples aktuellen SoCs schlägt. Es gab da vor Jahren mal einen Test bei Heise, welcher zu dem (wenig überraschenden) Ergebnis kam, dass Macs nicht die einzigen Systeme sind, auf denen man Audioproduktion machen kann, der ist allerdings hinter der Paywall und wir sind mittlerweile ein paar Chip-Generationen weiter.
Hätte ich schon ein AM5-System und damit mindestens einen 9800X3D (eher den Zwölf- oder Sechzehnkerner), wäre mir das CPU-Upgrade den hohen Preis in Relation zum Leistungsplus wohl auch nicht wert.
Hardwaredealz hat genau das Szenario getestet, wenn Spiele mehr als 8-Kerne nutzen und das Ergebnis bot keinen Vorteil zu einem 9950X3D oder einen 9850X3D. Star Citizen reizt alle 16-Kerne gnadenlos aus, und es gab keinen Unterschied in der Performance zu einem 9950X3D. Auch bei anderen Spielen, die über 8-Kerne nutzen, war das Ergebnis äquivalent. Selbst AMD schreibt, dass es keinen Leistungsunterschied beim Gaming gibt...
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Schiffskampf mit 30 Schiffen (serverweites Event halt) hat meinen 7800X3D so hart runtergeprügelt, da bin ich mit 30FPS average rumgeflogen.
Gerade in solchen Momenten dürfte die CPU sehr viel bringen. Ja, die sind schlecht reproduzierbar. Krieg mal 30 Spieler und noch 12-15NPC irgendwo mit ihren Schiffen in einen Kampf.
Wir schauen dann mal wenn Content Creator die explizit das Spiel durchgehend zocken mit der CPU was anfangen können - da gibt es n paar Kandidaten (die auch sehr gerne viel für Hardware ausgeben, würde mich nicht wundern wenn der 9950X3D2 da auftaucht).
Ansonsten kann man die Spiele auch via Prozessor-Lasso oder Affinity dingsda manuell auf beide CCD zuweisen.
Frühe Treiber garantieren keinen guten Ablauf, das ist bei AMD und den Dual-CCD Spielen schon lange ein Thema - wird alles nach und nach geregelt, bis dahin muss man manuell einstellen für den besten Fall.
Hardwaredealz hat genau das Szenario getestet, wenn Spiele mehr als 8-Kerne nutzen und das Ergebnis bot keinen Vorteil zu einem 9950X3D oder einen 9850X3D. Star Citizen reizt alle 16-Kerne gnadenlos aus, und es gab keinen Unterschied in der Performance zu einem 9950X3D. Auch bei anderen Spielen, die über 8-Kerne nutzen, war das Ergebnis äquivalent. Selbst AMD schreibt, dass es keinen Leistungsunterschied beim Gaming gibt...
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