AMD Ryzen 9 9900X3D im Test: Effizienz
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Für die Analyse der Effizienz-Daten mitteln wir die Verbrauchswerte der CPU über den gesamten Benchmark und gleichen sie dann mit der erreichten Prozessorleistung ab. Dabei ist es wichtig, zu verstehen, wie die Prozessoren für die Tests konfiguriert sind. Bei AMD ist das einfach, denn die TDP-Klassen und daher eingehend die PPT/TDC/EDC-Limits sind vorgegeben. Die Mainboardhersteller müssen sich daran halten. Bei Intel hingegen gibt es ab Arrow Lake keine Spezifikation mehr, während bei Raptor Lake nicht ganz klar ist, was Spezifikation ist und was nicht. Um es einfach zu halten, limitieren wir PL1 bei Intel auf 125 Watt, mit einer TAU von 56 Sekunden bei den K-Modellen. Die AMD-CPUs hingegen können ungehindert boosten, da hier klar formuliert ist, was die Spezifikation ist. Wir stellen durch ein üppig ausgestattetes Mainboard sicher, dass weder Ausstattung noch Kühlung die Performance der getesteten Prozessoren beeinträchtigen. Schließlich wird ein Power Measure Device (PMD) mit Netzteil und Mainboard verbunden und die Leistungsaufnahme der CPUs extern über einen Laptop während der Benchmarks in Echtzeit festgehalten. Das PMD wurde vorkalibriert und arbeitet im Bereich zwischen 50 und 160 Watt sehr genau. Sollten wir auf Werte unter- oder oberhalb treffen, wird für jeden Test über Offset-Werte die Präzision gewahrt, damit die Werte vergleichbar bleiben.
AMD Ryzen 9 9900X3D: Leistungsaufnahme
Der 12-Kerner Ryzen 9 9900X3D gehört nicht zur effizienten Sorte von CPUs. Die Leistungsaufnahme beträgt beim Spielen nur vier Watt weniger als beim 16-Kerner Ryzen 9 9950X3D. Das zeigt deutlich, dass AMD im 99er Kerne verbaut, die es vom Binning her nicht zum 995er geschafft haben. Bei Anwendungen liegt der Wert mit 148 Watt im Rahmen, wenn man die Leistung bedenkt. Der simulierte 9600X3D schlägt sich hier deutlich besser.
AMD Ryzen 9 9900X3D: Fps pro Watt
Die Fps pro Watt bestätigen noch einmal, dass es sich beim 9900X3D nicht um AMDs bestes Silizium handelt. Die Zahlen sind durchweg unterhalb des bereits nicht sehr effizienten 9950X3D. Zen 5 bekleckert sich beim Thema Fps pro Watt abseits des 9800X3D jedoch generell nicht mit Ruhm. Dem simulierten 9600X3D sollte es eigentlich gelingen, spielend die Effizienz-Treppen zu erklimmen, doch die Zen-5-Arch verhindert das.
Leistungsaufnahme im GPU-Limit (Cyberpunk 2077)
Diesen Zusatztest in Cyberpunk 2077 unter UHD und maximalen Details führen wir durch, um zu prüfen, wie sich Prozessoren im GPU- bzw. Fps-Limit verhalten. Alle CPUs müssen hier das gleiche Fps-Ziel berechnen, rund 42, denn mehr kann die RTX 4090 in UHD mit Raytracing ohne Upscaling in CP 2077 nicht berechnen. Dieser Test eignet sich perfekt dafür, um herauszufinden, was Prozessoren tun, wenn nur ein Teil der Leistung gefordert wird, die eigentlich erbracht werden kann. Stromsparmechanismen sollten an dieser Stelle dafür sorgen, dass Teile der CPU schlafen gelegt werden, was Energie einspart. Wie gut das funktioniert, zeigen die Zahlen oben. Mit 88 Watt liegt der 12-Kerner Ryzen 9 9900X3D im unteren Mittelfeld, obwohl das Parken der Kerne im zweiten CCD eigentlich zu besseren Werten führen müsste. Wir konnten selbiges beim 9950X3D beobachten. Der simulierte 9600X3D liegt mit 59 Watt im grünen Bereich.
Damit ist die Leistungs- und Effizienz-Beurteilung abgeschlossen. Auf der kommenden Seite fassen wir noch einmal alles Wichtige zusammen, bringen alle Daten in eine Testtabelle und vergeben eine Wertung für Ryzen 9 9900X3D und den simulierten 9600X3D. Der Redakteur, der die CPUs getestet hat, teilt schließlich noch seine private Meinung zum Thema.
Ich hoffe das die CPUs in den nächsten Monaten preiswerter und da durch attraktiver werden. Wenn ich mir die Preisentwicklung der letzten zwei Jahre der 7000er Reihe anschaue müsste da im Sommer was gehen.
Super, Dankeschön für den klasse Test
Würde das Teil 400 Euro kosten würd ich mir sogar einen holen. Dann wärs ein No Brainer.
Ich denke AMD wird den Preis noch anpassen, genau so hat man dies auch schon bei dem Vorgänger getan.