Ryzen 4000G: Klarstellung zu PCI-Express-Lanes und erste Retail-Preise
AMD hat kürzlich seine neuen Desktop-APUs der Ryzen 4000G-Reihe offiziell vorgestellt, doch hinsichtlich PCI-Express-Anbindung und Retail-Preisen gab es Unklarheiten, die sich jetzt allerdings lichten.
Bereits Ende Juni und damit noch vor der kürzlich erfolgten Vorstellung der neuen Ryzen 4000-APUs mit Codenamen "Renoir" auf Basis der "Zen 2"-Architketur für den Desktop-Sockel AM4 war kolportiert worden, dass die neue Generation im Gegensatz zu den Vorgängern erstmals auf 24 PCI-Express-Lanes setzen wird und damit auch dedizierte Grafikkarten voll anbinden kann.
Nun hat laut einem Reddit-Beitrag der AMD-Mitarbeiter "AMD_Robert" (Robert Hallock) aufgrund missverständlicher Berichterstattung in einem Discord-Chat klargestellt, dass tatsächlich 24 PCI-Express 3.0-Lanes geboten werden, wobei 16 für den Grafikkartensteckplatz gedacht sind, 4 für die generelle Nutzung (etwa für NVMe-SSDs) und 4 Lanes für die Chipsatzkommunikation in Sende- und Empfangsrichtung.
PCI-E-Anbindung bei Mobile beschränkt
Derweil sind die bereits länger erhältlichen Renoir-APUs für den Mobile-Sockel FP6 für Notebooks tatsächlich hinsichtlich der PCI-Express-Anbindung limitiert, wie ein von igorslab.de ausgegrabenes Blockdiagramm zur Ryzen 4000H- und U-Serie aufzeigt. Demnach ist die Anbindung hier auf PCIe 3.0 mit einem x8- oder x4-Link beschränkt, wobei die 8 Lanes das Maximum für eine dedizierte Grafikeinheit zusätzlich zur iGPU sind. Dies wird demnach auch als Hauptgrund dafür gesehen, dass Notebook-Hersteller es vermieden haben, leistungsstarke Ryzen 4000-Modelle mit leistungsfähigeren Grafikeinheiten zu kombinieren.
Quelle: AMD (via igorslab.de)
Ryzen 4000G: Klarstellung zu den PCI-Express-Lanes und erste Retail-Preise
Ryzen 4000G: Erste Preise
Unterdessen sorgte auch die reine OEM-Ankündigung der neuen Desktop-APUs für etwas Verwirrung. Mittlerweile ist jedoch eine Liste mit unverbindlichen Preisempfehlungen durchgesickert, die auf die Retail-Veröffentlichung hinweist. Demnach wird das Topmodell Ryzen 4750G 309 US-Dollar kosten, was 20 US-Dollar unter dem Ryzen 7 3700X liegt (ebenfalls 8-Kern-Prozessoren mit SMT, aber ohne integrierte Vega-Grafik).
Der Hexacore-Prozessor Ryzen 5 PRO 4650G mit SMT wird demnach 209 US-Dollar kosten, was 10 US-Dollar teurer ist als der Ryzen 5 3600 ohne iGPU-Unterstützung. Das günstigste Modell, Ryzen 3 PRO 4350G, kostet 149 USD. Die Preistabelle bestätigte auch die Benennung der integrierten Grafikeinheiten mit Radeon Graphics 8, 7 und 6.
Quelle: via videocardz.com

Bin auf erste Test mit separaten GPUs gespannt im Vergleich zu den 3700X, 3600X usw. wie sich der monolithische Aufbau und der wenige Cach bemerkbar machen.
Und wie weit sich der IF nach oben drehen lässt für den 1:1 Betrieb beim RAM.