Ryzen 4000: Renoir angeblich mit 24 PCI-E-Lanes, Analyse des Die-Shots
Im Netz wurde ein neuer Strukturplan der Renoir-APUs veröffentlicht. Glaubt man diesem, so könnten die Ryzen-4000-Dekstop-APUs 24 PCI-Express-Lanes bieten und damit, im Gegensatz zu ihren Vorgängern, erstmals eine Grafikkarte mit allen Lanes ansteuern.
Nachdem Fritzchens Fritz bereits letzte Woche die ersten Die-Shots einer Renoir-APU veröffentlicht hat, gibt es auf Basis der Bilder nun eine ausführliche Strukturgrafik vom Twitter-Nutzer Nemez. Schon letzte Woche gab es eine erste solche Grafik von unserem Community-Mitglied Locuza, doch die nun von Nemez bereitgestellte Grafik geht noch etwas weiter ins Detail und liefert zudem einen Hinweis auf die I/O-Fähigkeiten des Chips.
Renoir soll 24 PCI-Express-Lanes bieten
Im Gegensatz zu Matisse setzen die Renoir-APUs nur auf einen einzelnen Chip, sämtliche I/O-Schaltungen befinden sich also mit der CPU und der GPU demselben Stück Silizium. Hierbei lässt sich gut erkennen wie unglaublich viel Platz für die I/O-Aufgaben benötigt wird: Kerne, Shader und Caches nehmen nicht einmal die Hälfte der Fläche ein.
An der rechten Seite des Chips befinden sich laut Nemez die meisten der I/O-Controller. Die Rede ist von insgesamt 14 USB-Controllern, die aber nicht alle zur selben Zeit verwendet werden können. Zusätzlich gibt es dort vier PCI-Express-Lanes, die optional für SATA-Anschlüsse verwendet werden können, sowie 20 PCI-Express-Lanes ohne spezifische Funktion.
Mit der Aufteilung von Nemez wären AMDs Renoir-APUs theoretisch in der Lage, eine Grafikkarte mit allen 16 Lanes anzusteuern. Bei den bisher erschienen Mobil-APUs ist das nicht er Fall, hier stehen maximal acht Lanes zur Verfügung - das könnte aber aus Gründen der Energieeffizienz so vorgesehen sein. Bei den kommenden Desktop-APUs, die die Ryzen-4000-Familie einläuten werden, ist Effizienz hingegen nicht ganz so wichtig. Dort könnte man also, wenn die Aufteilung von Nemez korrekt ist, eine Grafikkarte mit 16 Lanes anschließen und jeweils vier Lanes für den Chipsatz und eine M.2-SSD nutzen.
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Ob die Renoir-APUs für den Desktop wirklich 16 PCI-E-Lanes bieten werden, kann anhand des Die-Shots aber nicht sicher gesagt werden - schließlich ist er nur eine grobe Einschätzung ohne offizielle Informationen von AMD. Zudem weicht die Einschätzung von Locuzas Ergebnissen ab; einer von beiden muss also (teilweise) falsch liegen.
Da die bisherigen Ryzen-APUs auch im Desktop nur acht PCI-E-Lanes für die Grafikkarte zur Verfügung stellen, wären zusätzliche Lanes eine unerwartete Neuerung. Mehr Lanes sind bei einer APU nicht zwangsläufig notwendig, und der durch die beiden PCI-E-Controller eingesparte Platz hätte möglicherweise sinnvoller genutzt werden können - beispielsweise für eine zusätzliche Compute Unit.
Hierbei muss angemerkt werden, dass solche gedanklichen Verschiebungen immer schwierig sind. Chips wie Renoir sind hochkomplex und man kann nicht einfach kurzfristig Funktionsblöcke verlegen oder hinzufügen. AMD hätte eine solche Änderung also langfristig einplanen müssen, und das Unternehmen wird sich seine Gründe für seine Entscheidungen gehabt haben.
Quelle: via Techpowerup
Hat AMD was neues erfunden?
Ein paar Kommas könnte der Artikel auch noch vertragen.
*optional
Und wie schon in mehreren Threads zu dem Thema angemerkt hat zumindest laut HWluxx (sonst hat sich quasi niemand dazu geäußert) schon die Mobilvariante so viele Lanes, also wird die natürlich auch die Desktopvariante bieten.