Red Dead Redemption 2 PC: Western-Epos mit DX12 und Vulkan im Technik-Test [Max-Detail-Update]
Jetzt erneut aktualisiert: Das lang und heiß ersehnte Western-Meisterwerk Red Dead Redemption 2 ist nun endlich auf dem PC erschienen. Das jüngste Open-World-Epos der GTA-Macher Rockstar Games setzt Maßstäbe bei Design, World-Building, es ist erzählerisch wie atmosphärisch dicht und präsentiert sich dank modernster Technik in wunderschöner, extrem detaillierter Grafik - falls das Spiel startet, denn aktuell gibt es noch Probleme. PC Games Hardware macht den RDR2-PC-Test.
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Aktualisierung vom 11.11.2019: Wir haben im vorerst letzten Update vor den anstehenden Patches für Red Dead Redemption 2 PC noch einen Benchmark mit MAX-Details für Sie, bei dem alle Grafikkarten maximale Schwierigkeiten bekommen. Außerdem haben wir die Anzahl der mit "normalen" Details getesteten Grafikkarten nochmals stark erweitert - nun sind 20 Modelle der Jahrgänge 2014 bis 2019 im Benchmark. Sie finden alle Daten in den entsprechenden Artikelabschnitten.
Red Dead Redemption 2 erschien am 5. November endlich auch für den PC. Ursprünglich debütierte das Western-Abenteuer am 26. Oktober letzten Jahres, jedoch nur für Playstation 4 und Xbox One, deren Upgrade-Versionen Pro und X zudem nochmals etwas später grafische Verbesserungen erhielten. Ähnlich wie bei GTA 5 erschien die PC-Version also deutlich später, sie ist aber definitiv auch die grafisch mit Abstand aufwendigste Version, deren prachtvolle, feine und extrem gehaltvolle Optik ohne Zweifel zum Besten zählt, was man selbst als visuell verwöhnter PC-Spieler zu Gesicht bekommt.
Update zu den folgenden zwei Absätzen, welche wir als Zeitzeugen stehen lassen: Am Abend des 8. November, drei Tage nach dem offiziellen Launch von Red Dead Redemption 2 PC, erschien ein Update für den Rockstar Games Launcher, welcher die Handbremse bei den allermeisten Systemen letztendlich löste. Es scheint, als könnten nun alle Spieler loslegen. Der Fehlstart dürfte Rockstar jedoch einiges an Reputation gekostet haben. Nun bleibt zu hoffen, dass das zweifellos großartige Spiel aus dem Sumpf der durch Zorn entstandenen 0-Sterne-Wertungen herauskommt und der eine oder andere Performance-Patch und -Treiber erscheint.
Leider gibt bzw. gab eine Vielzahl an Klagen, dass RDR2 PC nicht läuft, beziehungsweise der verpflichtend zum Spielen benötigte Rockstar-Games-Launcher beim Startversuch abstürzt. Das Netz ist voll von Problemmeldungen, die Foren quellen über vor Nutzer-Beschwerden und Lösungsansätzen, auf der Social-Media-Plattform Reddit geht der überquellende Megathread bereits in die zweite Runde. Die Ansätze, das Spiel doch zum Laufen zu bringen sind vielfältig, und rangieren von Firewall-Settings und Virenscannern über Windows-Sound-Qualitätseinstellungen bis hin zu BIOS-Updates. PC Games Hardware ist selbst betroffen, denn während das Spiel auf einem unserer Testrechner sofort anstandslos startete sowie bis heute anstandslos läuft, musste der Download auf einem zweiten System wiederholt werden, während Rockstars Western-Epos auf mehreren anderen Testsystemen weiterhin reproduzierbar abstürzt. Auch unsere Kollegen von der PC Games können RDR2 PC aktuell nicht spielen, daran haben auch die zwischenzeitlich eingespielten Hotfix-Patches nichts geändert, die Rockstar bereits veröffentlichte.
Die Problematik ist folglich noch aktuell, daher raten wir momentan zu etwas Geduld, wenn Sie mit einer Anschaffung von RDR2 am PC liebäugeln. Das Spiel ist zweifellos ein Meisterwerk, aber es ist wenig sinnvoll, ein Spiel zu kaufen, das man nicht spielen kann. Rockstar arbeitet indes mit Hochdruck an einer Lösung, die mannigfaltigen Startprobleme und Abstürze gehören hoffentlich bald der Vergangenheit an. Wie es indes überhaupt geschehen konnte, dass sich bei einer solch großen, wichtigen Produktion wie Red Dead Redemption 2 solcherart Qualitätsmängel einschleichen können, ist eine gute Frage - selbst wenn größtenteils der Rockstar-Launcher und nicht direkt das Spiel verantwortlich wäre: Wie kann es sein, dass bei diesem so fundamental wichtigen Element - ohne Launcher startet das Spiel schließlich nicht - offenkundig bei der Qualitätskontrolle geschlampt wurde? So geht es nicht Rockstar, die grundlegende Funktionalität eines bereits durch den Nutzer finanzierten Produkts oder Services muss man als Kunde erwarten und auch einfordern können - bitte schnellstmöglich gewährleisten.
Bildergalerie
RDR2 PC: Technik vom Feinsten
Die Grafik von Red Dead Redemption 2 ist am PC eine absolute Augenweide. Um dies nachvollziehen zu können, bedarf es allerdings auch einiger Spielstunden. Um den hohen Detailgrad, den Abwechslungsreichtum der Umgebungen, die beeindruckende Animationsvielfalt und die vielfältigen Witterungs- und Lichteinflüsse vollumfänglich wahrzunehmen, reicht ein flüchtiger Blick nicht. Zu Beginn des Spiels, dem gesamten ersten Kapitel, sind Sie zudem auf ein verschneites "Newbie"-Gebiet beschränkt, wo Ihnen neben der Story außerdem - geschickt mit dem Gameplay und der Geschichte verwoben - die Grundlagen der Spielmechaniken nahegebracht werden.
Das verschneite Gebiet ist sehr hübsch gestaltet, dichter und fein ausgeleuchteter Partikelschnee treibt umher, Spieler, NPCs und Fauna stapfen durch tiefen, im Gegenlicht funkelnden Schnee, dank Tessellierung hinterlassen die Füße, Hufe und Pfoten tiefe Spuren im kalten Weiß. Tatsächlich ist all das nicht nur hübsch, sondern außerdem ein Härtetest für die PC-Hardware, allen voran die Grafikkarte. PC Games Hardware setzt bewusst auf überdurchschnittlich anspruchsvolle Sequenzen, allerdings sehen wir ebenso bewusst davon ab, die nächstbeste Szene als Benchmark zu verwenden, um möglichst schnell Werte veröffentlichen zu können. Nein, ein detailschwangeres Mammutspiel wie RDR2 verdient genauere Blicke. Daher haben sich vor allen Benchmarks mehrere Redakteure in der gigantischen Westernwelt verloren und jeweils gut fünf Stunden gespielt. So landeten wir schließlich in der Open World des zweiten Kapitels, welche freie Erkundung erlaubt. Dazu gleich mehr.
Wie es sich für ein modernes PC-Spiel gehört, hat Rockstar die Unterstützung verschiedenartiger Bildformate implementiert. Formate abseits des Standards 16:9 werden sauber dargestellt, gelten allerdings nicht für Ladebildschirme und Zwischensequenzen, hier kommt es zu schwarzen Balken am Rand. Ingame sieht das folgendermaßen aus:
RDR2 PC: Systemanforderungen
Red Dead Redemption 2 PC ist hübsch. Passend dazu fallen die Systemanforderungen moderat, aber keinesfalls astronomisch aus. Mittlerweile üblich ist die Voraussetzung eines Core i5-2500K oder AMD FX-6300 bzw. eben jene Generation als letzte unterstützte. Außerdem wird mindestens eine Geforce GTX 770 oder eine Radeon R9 280 erwartet. Wer mehr Anspruch an Grafik hat, muss auch etwas mehr Technik auffahren: Ein Core i7-4770K sollte es sein, einst eine sehr beliebte Spieler-CPU, oder ein Ryzen 5 1500X. Dazu sollte es eine Geforce GTX 1060 oder eine Radeon RX 480 sein. Wer wirklich etwas aus der Grafik herausholen will, wird damit aber ohne Frage nicht hinkommen, insbesondere oberhalb von 1080p. Vor allem aber ist Red Dead Redemption 2 riesig: 150 GByte Speicherplatz will der Titel auf einem Laufwerk. Das ist beachtlich und wird über den Mehrspielermodus im Laufe der Zeit gewiss noch mehr werden.
Minimale Systemanforderungen
- CPU: Intel Core i5-2500K/AMD FX-6300
- GPU: Geforce GTX 770/AMD Radeon R9 280
- RAM: 8 GiByte
- HDD: 150 GByte
- OS: Windows 7 64 Bit SP1
Empfohlene Systemkonfiguration
- CPU: Intel Core i7-4770K/AMD Ryzen 5 1500X
- GPU: Geforce GTX 1060/AMD Radeon RX 480
- RAM: 12 GiByte
- HDD: 150 GByte
- OS: Windows 10 64 Bit v1803
RDR2 PC: Grafikkarten-Benchmarks
Erst der Spaß, dann das Vergnügen: Vor jedem Techniktest machen sich mehrere PCGH-Redakteure an verschiedenen Rechnern mit dem zu testenden Spiel vertraut. Wie jedes moderne Spiel ist auch Red Dead Redemption 2 mal GPU- und mal eher CPU-lastig, wobei der Rockstar-Titel dank Verwendung der Lower-Level-APIs DirectX 12 und Vulkan auf aktuellen Gaming-PCs weitestgehend GPU-abhängig ist. Wir haben uns nach ausgedehnten Tests dennoch dafür entschieden, für GPUs und CPUs unterschiedliche Testsequenzen zu verwenden, welche den Schwerpunkt auf der einen oder anderen Last legen. Diesen Weg gehen wir bereits seit Jahren in aufwendigen Open-World-Titeln, beispielsweise Assassin's Creed Odyssey, Kingdom Come Deliverance oder auch The Witcher 3.
Da unsere Test-Accounts zufälligerweise perfekt mit unseren Grafikkarten-Testsystemen harmonieren, starten wir mit den GPU-Messungen. Diese finden in der weitläufigen Sumpflandschaft im Südosten der Karte statt. Wir starten einige Meter nördlich der Stadt Saint Denis und galoppieren 20 Sekunden durch die dichte Vegetation des Bayou; Nebel und Spiegelungen auf dem Wasser sorgen für weitere Last. Laut unseren Beobachtungen handelt es sich um eine überdurchschnittlich fordernde Stelle, von einem Worstcase möchten wir jedoch nicht sprechen - einige Schneesequenzen des ersten Kapitels stressen die GPU noch etwas stärker, allerdings sehen wir davon ab, diese relativ beengten "Partikel-Demos" zu testen, da sie für den weiteren Spielverlauf nicht repräsentativ sind.
DirectX 12 oder Vulkan?
Bevor wir mit Grafikkarten-Vergleichswerten um uns werfen, gilt es die API-Frage zu klären. Red Dead Redemption 2 zählt zu den ganz wenigen Spielen, welche sowohl DirectX 12 als auch Vulkan unterstützen. Die beiden Lower-Level-APIs erlauben eine wesentlich effizientere Ressourcennutzung, sofern der Spiele-Entwickler weiß, was er tut. Auf den Konsolen, von denen RDR2 stammt, kommen noch etwas Hardware-nähere Schnittstellen zum Einsatz; die Xbox One (X) setzt beispielsweise auf ein verschlanktes DX12, während Sony eine andere Implementierung verwendet. Rockstar hat Nägel mit Köpfen gemacht und die DX11-Zöpfe der hauseigenen Engine abgeschnitten - Red Dead 2 lässt sich im Gegensatz zum Engine-Vorgänger GTA 5 nicht unter DirectX 11 spielen. Wir vermuten, dass die Detailfülle des Spiels kaum mit DX11 möglich wäre und begrüßen den Schritt daher. Doch wie steht es um die Performance?
Bedauerlicherweise liegen uns keine Details zu den Kniffen vor, welche die aktuelle RAGE (Rockstar Advanced Game Engine) zur besseren Auslastung von CPU und GPU verwendet. Doch wir können das Endergebnis testen. Genau das haben wir je mit den aktuellen Publikumslieblingen Radeon RX 5700 XT und Geforce RTX 2070 Super getan. Beide Grafikkarten durchliefen unsere GPU-lastige Testsequenz "Bayou" in vier Auflösungen sowohl mit DirectX 12 als auch unter Vulkan.
Egal ob Nvidia Geforce (Turing) oder AMD Radeon (Navi), DirectX 12 ist meist die bessere, flüssigere Wahl. Vulkan unterliegt nicht Egal ob Geforce oder Radeon, DirectX 12 ist meist die bessere, flüssigere Wahl.
signifikant, aber fast durchgängig. Allerdings verbessert sich die Leistung unter Vulkan, wenn wir in unseren Messungen die Detailstufe absenken. Dann verschwinden außerdem die Stocker, die bei maximalen Details mit der Vulkan-API auftreten, mit Direct X 12 indes nicht. Und in einigen Situationen - beispielsweise mit der RTX 2070 Super unter Verwendung des höchsten Presets, aber nicht maximierten Details ist Vulkan gar einen Tick schneller - allerdings nicht weltbewegend. Eine klare Ausnahme von dieser Regel stellen Computer dar, welche noch mit Windows 7 betrieben werden: Laut unserem Kenntnisstand hat Rockstar keinen D3D12-Fallback implementiert (wie jüngst Call of Duty Modern Warfare), weshalb Vulkan hier die einzige Option darstellt. Insofern gilt es zu hoffen, dass die Entwickler von Red Dead Redemption 2 PC zusammen mit AMD und Nvidia noch etwas an der Performance von Vulkan feilen.
Insgesamt stellt DirectX 12 im Grafiklimit ergo die beste Wahl dar. Aus diesem Grund fertigen wir die vergleichenden Grafikkarten-Benchmarks durchgängig unter DX12 an - und zwar mit maximalen Preset-Slider-Details (!), nicht maximal möglichen Details. Beim absoluten Maximum mit allen Einzeloptionen am Anschlag steht der Bildqualitätsgewinn in keinem vernünftigen Verhältnis zum Fps-Einbruch, wie die obigen Werte eindrucksvoll zeigen.
Blickt man auf die Werte, wird einerseits die starke Performance der Navi-basierten Grafikkarten Radeon RX 5700 und RX 5700 XT offenbar. Besitzer der einst so stolzen Geforce GTX 1080 Ti finden ihre Grafikkarte plötzlich im unteren Mittelfeld wieder.
Letztere kann es mit der Geforce RTX 2070 Super aufnehmen, was keineswegs selbstverständlich ist. Vega und Polaris schneiden ebenfalls gut ab - im Gegensatz zu Nvidias vor einem Jahr abgelöster Pascal-Generation. Egal, welches Modell man sich ansieht, ein jedes bleibt hinter den Erwartungen zurück. Besitzer der einst so stolzen Geforce GTX 1080 Ti finden ihre Grafikkarte plötzlich im unteren Mittelfeld wieder, in Schlagdistanz zur RX 5700 und RX Vega 64. Während die große Ti noch gut spielbare Bildraten abliefert, trifft es Nutzer einer GTX 1070 oder GTX 1060 besonders hart, denn hier sind nur noch zähe Fps-Raten anzutreffen. Ihre schwache Leistung erzielen alle Pascal-Modelle mit überdurchschnittlich hohen GPU-Boost-Frequenzen, was für eine schlechte Auslastung der Rechenwerke spricht und Raum für kommende Optimierungen lässt - das ist jedoch Spekulation bzw. Wunschdenken unsererseits. PCGH-Nachtests haben ergeben, dass Pascal unter Vulkan tendenziell etwas besser abschneidet. Beispielsweise erreicht die GTX 1080 Ti rund 53 anstelle 50 Fps in Full HD.
Grafikspeicher: 6 GiByte reichen aus
Red Dead Redemption 2 zeigt ein qualitativ tadelloses Streaming, während unserer Tests stießen wir zu keiner Zeit auf Texturbrei oder zäh einladende Oberflächen. Sogar 4-GiByte-Grafikkarten sind in der Lage, die maximalen Details via Preset-Slider fehlerfrei darzustellen, zumindest in Full High Definition. Wer mit einer 4GB-Grafikkarte und maximalen Details auf die WQHD-Auflösung wechseln möchte, dem verweigert das Spiel diesen Schritt und verweist auf ungenügenden Grafikspeicher - das gab es in dieser Form noch nie. Das gilt für alle Grafikkarten mit dieser Kapazität, egal welchen Alters und welcher Architektur; auch eine Geforce GTX 970 mit ihren 3.584 MiByte schnell angebundenen und 512 langsamen MiBytes zählt zu den 4GB-Karten. Alle Details und Auflösungen jenseits von Full HD gibt's erst ab 6 GiByte. Diese Kapazität genügt bis hinauf zu Ultra HD, allerdings existiert keine Grafikkarte, die diese Qualität flüssig darstellen kann.
Quelle: PC Games Hardware
WQHD/1440p mit einer 4-GiByte-Grafikkarte? Red Dead Redemption 2 PC verbietet's!
[COLOR=textColor3]Update vom 11.11.2019: Benchmarks mit maximaler Qualität
Wir hatten es bereits im Forum angekündigt, nun erfolgt die Umsetzung: Im folgenden Benchmark sehen Sie, wie die fünf derzeit schnellsten Grafikkarten mit maximalen Details in Red Dead Redemption 2 PC zurecht kommen. Gemeint sind ausdrücklich nicht die "maximalen" Details via Detail-Regler, sondern händisches Heraufsetzen aller Einzeloptionen - Kantenglättung ausgenommen. Wir testen wie gehabt mit TAA hoch, verzichten jedoch sowohl auf den zusätzlichen Postfilter FXAA und außerdem auf das sehr ressourcenintensive MSAA. Wie immer testen wir in vier Auflösungen, in diesem Fall unter DirectX 12. Ältere Modelle fallen in diesem Test durch das Raster, da RDR2 PC außerordentlich anspruchsvoll wird. Die Ergebnisse:
Zwar erzielen Nvidias Geforce RTX 2080 Super und RTX 2080 Ti auch mit maximalen Details die höchsten Bildraten, AMDs Radeon VII kann sich hier jedoch überdurchschnittlich gut in Szene setzen - die mit "normalen" Ultra-Details via Regler noch schnellere Radeon RX 5700 XT unterliegt ihr durchgehend. Gut spielbar ist RDR2 mit "Hyper-Details" nur auf einer TU102-Grafikkarte vom Schlage Geforce RTX 2080 Ti oder Titan RTX - in Full HD, wohlgemerkt, bei höheren Auflösungen wird's zäh.
Die Grafikkarten-Messmethodik der PCGH
Basierend auf Leser-Feedback verwendet PC Games Hardware für Spiele -Benchmarks seit einigen Jahren keine Referenz-Grafikkarten mit Standard-Taktraten mehr. An ihre Stelle treten Herstellerdesigns samt werkseitiger Übertaktung, wie sie von einem Großteil unserer Community verwendet werden. Hierbei handelt es sich um typische Modelle, wenngleich "typisch" gar nicht so einfach zu definieren ist. Die Auswahl richtet sich nicht nur daran, welche Grafikkarten noch im PCGH-Testlabor anwesend sind, sondern auch, ob sie repräsentativ für das jeweilige Modell sind: Wir nutzen nach Möglichkeit weder unübertaktete, sich wegen Überhitzung drosselnde oder enorm schnelle Herstellerdesigns, sondern "Vernunftversionen", wie wir sie auch in den PCGH-Grafikkartentests meistens empfehlen.
Beachten Sie bitte, dass wir nicht sämtliche Modelle am Markt testen können, sondern uns auf eine Auswahl beschränken müssen. Auch behalten wir uns vor, einzelne hier herangezogene Herstellerkarten in anderen Tests auszutauschen, beispielsweise dann, wenn sie das Testlabor verlassen müssen. Jede Grafikkarte wird vor den Benchmark-Durchläufen einer Aufheizperiode unterzogen, während derer sich der Kerntakt (Boost) auf ein bestimmtes, von Modell zu Modell unterschiedliches Niveau absenkt. Auf diese Weise vermeiden wir unrealistisch hohe Werte: Eine gerade aus dem Regal genommene Grafikkarte, noch kalt vom Nichtstun, boostet höher als im normalen Betrieb nach einiger Zeit unter Last. Die durchschnittliche, automatisch gesetzte GPU-Taktfrequenz beim Test der jeweiligen Karten finden Sie in den Benchmarks. Die tatsächliche Frequenz ist wichtig und kann angesichts der großen möglichen Unterschiede nicht einfach unter den Tisch fallen, denn "GTX 1080 Ti" ist nicht "GTX 1080 Ti", um nur ein Beispiel zu nennen - je nach Herstellerdesign können zehn Prozent Differenz dazwischen liegen. Hinterfragen Sie daher Messwerte im Internet, die ohne jegliche Taktangabe veröffentlicht werden. Dem gegenüber stehen wenige Grafikkarten, von denen keine übertakteten Versionen existieren. Die prominentesten sind AMDs Radeon VII und die ältere R9 Fury X, welche wir jeweils im Referenzdesign testen - gäbe es OC-Versionen, würde eine solche in den Benchmarks mitmischen.
RDR2 PC: Prozessor-Benchmarks
Für jeden größeren Techniktest liefern wir Ihnen zukünftig auch CPU-Benchmarks, damit Sie auf einen Blick prüfen können, ob ihre CPU noch bereit für die neuesten Spiele ist. Die neue Testmethodik für Prozessoren wurde jüngst in der PC Games Hardware Print 10/19 vorgestellt und kommt seitdem auch bei jedem Online-Test zum Tragen. Im Kern achten wir darauf, die Prozessoren so zu testen, wie der Hersteller es vorgesehen hat. Wir begrenzen die TDP und den Arbeitsspeicher daher auf die vorgegebenen Standards von AMD und Intel und schließen mit einer neuen und sehr potenten GPU in Form einer RTX 2080 Ti Lightning ein Limit derer nahezu aus. Wer mehr über die Testbedingungen bei CPU-Benchmarks erfahren und nachlesen möchte, warum wir in 1.280 × 720 Bildpunkten testen, findet in der CPU-Rangliste 2019/2020 alle Informationen zusammengefasst.
Update vom 08.11.2019: Nachdem wir nach etlichen Versuchen endlich das CPU-Testsystem starten konnten, reichen wir Ihnen nun auch die Prozessor-Benchmarks nach.
Da Rockstar für das Spiel nur schwachbrüstige Vierkerner empfiehlt, sind die Anforderungen an den Prozessor entsprechend gering. Die besten Bildraten erzielen Sie mit einem schnellen Acht- oder Zwölfkerner wie beispielsweise dem Intel Core i9-9900K oder dem AMD Ryzen 9 3900X. Doch so tief müssen Sie gar nicht in die Tasche greifen. Ein Ryzen 5 2600(X) erzielt bereits ausreichend hohe Bildraten. Bald folgen noch weitere CPUs, unter anderem Intel Core i7-7700K und Phenom II X6 1100T.
Wer gerne unsere CPU-Benchmark-Szene nachstellen möchte, begibt sich nach Saint Denis und beginnt ab der Markierung mit dem Pferd im Galopp der Straße zu folgen. Unten am Kreisel endet der Benchmark nach 20 Sekunden.
Quelle: PC Games
Karte des CPU-Benchmark Standort
So zumindest der Plan. Da Red Dead Redemption 2 derzeit nicht auf allen PCs und somit auch nicht auf allen PCGH-Testrechnern läuft, sind wir gezwungen, die Betrachtung etwas schlanker zu halten als ursprünglich geplant. Prozessor-Messungen kommen, sobald das Spiel anstandslos auf allen Konfigurationen startet. Einen kleinen CPU-Test haben wir dennoch für Sie angefertigt. Dabei legen wir es ergänzend zu den Grafikkarten-Messungen bewusst auf ein hartes CPU-Limit an. Dieses erzielen wir mithilfe maximaler Details in einer geringen Bildschirmauflösung - 1.920 × 1.080 Pixel mit spielinterner Renderskalierung auf 0,5 genügt dafür. Abweichend von den GPU-Tests oben prüfen wir die CPU-Leistung im ersten Städtchen des Spiels, der Ortschaft "Valentine".
Der folgende Frametime-Verlauf offenbart zwei Dinge. Erstens zeigt sich, welche der beiden Schnittstellen - Vulkan oder DirectX 12 - in Red Dead Redemption 2 vorzuziehen ist. Zweitens bilden wir die zu erwartende CPU-Performance ab. Hier gilt es jedoch einen gewichtigen Punkt zu beachten: Wir versetzen den Testprozessor bewusst in den Stromsparmodus mit fixierten 1,2 GHz. Vor diesem Hintergrund wirken die erzielten Bildraten besonders beeindruckend:
Quelle: PC Games Hardware
Red Dead Redemption 2 PC: API-Vergleich DirectX 12 vs. Vulkan CPU Benchmark Test
DirectX 12 ist folglich nicht nur aus Grafikkartensicht besser, sondern zaubert auch regelmäßigere Bildraten auf den Schirm. Vulkan erreicht zwar gute Durchschnittsbildraten, krankt jedoch Stand jetzt an sporadischen Nachladerucklern. Diese sind nicht bloß im Frametime-Protokoll sichtbar, sondern fallen beim Spielen definitiv negativ auf. Insgesamt ist die CPU-Nutzung als hervorragend einzustufen - lassen Sie zum Vergleich einmal GTA 5 mit maximalen Details und 1,2 GHz laufen. Rockstar hat bei der Low-Level-Implementierung ganze Arbeit geleistet, sodass in RDR2 PC fast ausschließlich die Grafikkartenleistung zählt. Ob es Ausnahmen von dieser Regel gibt, prüfen wir schnellstmöglich anhand "echter" Prozessor-Messungen.
RDR2 PC: Zwischenfazit
Ein gutes Jahr hat es gedauert, doch nun ist Red Dead Redemption 2 für den PC erhältlich. Hat sich das Warten für PC-Spieler gelohnt? PC Games Hardware meint: Zwar verlief der Start des Rockstar-Titels alles andere als rund, doch läuft das Spiel einmal, entschädigt es für alle Startschwierigkeiten. Noch nie war der Wilde Westen derart hübsch und kaum eine Open World so glaubhaft wie in Red Dead Redemption 2. Besitzer angestaubter Grafikkarten müssen jetzt stark sein, denn auch wenn das Spiel sich hervorragend an schwächere GPUs anpassen lässt, so ist ein Aufrüsten dennoch ratsam - manche Spiele sind es einfach wert. "Software sells Hardware" galt um die Jahrtausendwende alle paar Monate, doch mittlerweile sind die Aufrüstzyklen wesentlich länger. Wie läuft RDR2 bei Ihnen? Haben Sie bereits aufgerüstet? Nutzen Sie die Kommentarfunktion!

Es hat sich jeder Euro gelohnt! (49 Euros Neupreis). Bin sehr zufrieden und es läuft rund. Mein System: Ryzen 5 3600 - 16 GB DDR4 RAM, SSD, GTX 1650 Super 4 GB GDDR6
VULKAN läuft bei TURING Karten wesentlich runder und skaliert sehr gut. Zumindest bei mir! Hab DirektX versucht und er meckert wegen zuwenig Grafikspeicher..
Was ist besser vulkan oder dx 12? mittlerweile?
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Bei Vulkan wirkt das Bild matschiger aber es fühlt sich etwas flüssiger an.
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