Intel Raptor Lake: Alles rund um die 13. CPU-Generation - Teil 2
Weiter geht es auf Seite 2 mit den technischen Daten und Features der Raptor-Lake-CPUs. Preise und Release folgen am Ende.
In diesem Artikel
Die Übertaktungsoptionen bei Raptor Lake
Fürs Übertakten wirbt Intel mit bereitgestellter Unterstützung in Form von Intel Extreme Tuning Utility, Intel Extreme Memory Profile 3.0 und Intel Dynamic Memory Boost. Weiterhin hat Intel sein One-Click-Übertaktungs-Feature, den Speed Optimizer, aktualisiert, womit Nutzer mit minimalem Aufwand übertakten können sollen. Was an Übertaktung möglich ist, zeigt Intel an einigen Beispielen. So sollen wassergekühlt bei den XMP-Speichergeschwindigkeiten von DDR5 6.600 MT/s und mehr möglich sein.
Wer zu flüssigem Stickstoff greift, kann seine P-Kerne laut Intel auf über 8 GHz reizen und DDR5-Geschwindigkeiten von 10.000 MT/s erzielen. Damit ließen sich zahlreiche neue Übertaktungs-Weltrekorde aufstellen. Bei Alder Lake konnte man auf diese Art und Weise schon 7,8 GHz bei den CPU-Z-Bestwerten ohne E-Kerne erzielen.
Abwärtskompatibilität und der neue Z790-Chipsatz
Die CPUs der 13. Generation sind außerdem kompatibel mit Mainboards, die die neuen Chipsätze der 700er-Serie verwenden. So präsentiert etwa MSI gleichzeitig zur Vorstellung der Raptor-Lake-Prozessoren seine Z790-Spitzenmainboards, die zusammen mit den ersten CPUs auf den Markt kommen werden. Wer nur seine CPU aufrüsten, aber sein Mainboard beibehalten möchte, für den bietet Intel darüber hinaus Abwärtskompatibilität mit seiner 600er-Serie an.
Quelle: Intel
Performance des Core i9-13900K bei der Medienerstellung und Content Creation.
Bekanntermaßen wird der Sockel LGA1700 aus der 12. Generation auch für Raptor Lake beibehalten. Der Z790-Chipsatz ist im Gegensatz zur 600er-Serie mit einer erhöhten Anzahl an PCI-Express-4.0-Lanes und gleichzeitig einer verringerten Anzahl PCI-Express-3.0-Lanes versehen. Obendrein wurden die USB-3.2-Gen-2x2-Anschlüsse mit 20 Gbit/s von vier auf fünf erhöht.
"Alder-Lake-Refresh" ab i5K abwärts und Raptor Lake als Übergangsgeneration?
Interessant ist darüber hinaus die Angabe vonseiten Intels, dass es nur mehr L2-Cache pro Kern bei Prozessoren ab dem Core i5-13600K und höher geben wird. Das könnte jedoch bedeuten, dass alle Prozessoren unterhalb des i5K "nur" Alder-Lake-Chips verwenden, die als Raptor-Lake-Chips vermarktet werden. Zwar haben auch diese insgesamt mehr L2-Cache als die Alder-Lake-Pendants, allerdings liegt dies schlicht und ergreifend an den erstmals vorhandenen E-Kernen, die bei kleineren Alder-Lake-Modellen noch ausgeblieben sind, und nicht am erhöhten L2-Cache jedes einzelnen Kerns.
Quelle: Intel
Verbesserter Intel-7-Fertigungsprozess, schnellerer Raptor-Cove-Kern und größerer L2-Cache.
Dies und die Abwärtskompatibilität mit Alder Lake, die acht Monate Zeit in der Entwicklung einsparte, könnten damit zusammenhängen, dass der Fokus mehr auf den Nachfolgegenerationen Meteor und Lunar Lake liegt, welche die eigentlichen "Game-Changer" im Intel-Portfolio werden könnten. So stand die 13. Core-Generation Raptor Lake noch vor zwei Jahren nicht einmal auf Intels offizieller Roadmap.
Passend dazu: Interview mit Intel: "Spiele schreien geradezu nach Raptor Lake"
Wenn man obendrein dem Vizepräsidenten der PC Client Group, Isic Silas, zuhört, so wird der Eindruck erweckt, dass sich die wichtigen Veränderungen bei Raptor Lake im Rahmen gehalten haben. "Wir haben eine sehr kleine Änderung am Raptor-Lake-Kern, am P-Kern", sagte Isic Silas von Intel Mitte September beim Tech Day in Israel, "wir haben überhaupt keine Änderungen an den E-Kernen, keine Änderungen an der Grafik."
Direktes Duell mit AMD - Preise und Verfügbarkeit
Was ist aber jetzt nach der Vorstellung von Raptor Lake zu erwarten? Die Generalprobe für die 13. CPU-Generation wird für Intel der mehr oder weniger zeitgleiche Release von AMDs neuen Ryzen-7000-Prozessoren sein. Gut drei Wochen später, am 20. Oktober 2022, bringt der Chiphersteller seine ersten sechs Prozessoren auf den Markt, zusammen mit dem Z790-Chipsatz. CPUs in der Box, Z790-Mainboards und PCs mit verbauten Prozessoren stehen dann zur Verfügung.
Quelle: Intel
Die "weltbeste Erfahrung für Desktop-Enthusiasten" mit dem Core i9-13900K.
Laut Intel sollte der Core i9-13900K in Spielen schon einmal eine bessere Figur abliefern als das Zen-3-Flaggschiff Ryzen 9 5950X. Wie das gegen einen Ryzen 9 7950X aussieht, wird die Zukunft zeigen. Zumindest sollte der Core i9-13900K laut offiziellen Daten mit 100 MHz schneller takten. AMD erklärte jedenfalls bei seiner Vorstellung, dass es schon ein Ryzen 5 7600X locker mit einem Core i9-12900K aufnehmen können soll, mit einer um fünf Prozent durchschnittlich schnelleren Gaming-Performance.
Ein weiterer Knackpunkt zwischen den beiden neuen CPU-Generationen wird auch die Preisgestaltung sein. AMD gab die Listenpreise bei seiner Vorstellung bekannt, die von 299 US-Dollar beim Ryzen 5 7600X bis zu 699 US-Dollar beim Ryzen 9 7950X reichen sollen. Die UVPs für Intels erste Prozessoren der 13. Generation sind mittlerweile auch einsehbar. Die Spanne reicht von 294 bis zu 589 US-Dollar. Lässt man die KF-Modelle hierbei außen vor, so betragen die Preisschilder 319 USD beim Core i5-13600K, 409 USD beim Core i7-13700K und 589 USD beim Core i9-13900K. Was hier hierbei auffällt: Intel hat die einstigen Listenpreise von Alder Lake eins zu eins auf Raptor Lake übertragen. Einzig der 13600K hat eine Preiserhöhung erfahren und wurde um 30 US-Dollar angehoben. Unabhängig von der Leistung und rein auf die Preise gemünzt, hat Intel hier wohl einen vermeintlichen Vorteil über AMD.
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Die konkrete Gegenüberstellung in puncto Preis-Leistungs-Verhältnis muss jedoch noch mindestens ein paar Wochen auf sich warten lassen, wenn Tests und Händlerpreise sich zu entwickeln beginnen. Erst dann wird sich mit Gewissheit sagen lassen, ob Intel mit der 13. CPU-Generation auf Desktop-Ebene einen Stich bei den Verbrauchern machen kann. Wie halten Sie es mit den neuen Raptor-Lake-CPUs von Intel? Sind Sie nach der offiziellen Vorstellung überzeugt oder eher skeptisch? Lassen Sie es uns in den Kommentaren wissen. Zum Kommentieren müssten Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt.

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Zen4 ist aber noch nicht ganz ausgerollt, mit den x3D Varianten wird man dann auch wieder die Spiele Krone bekommen. Intel wird also mit RPL nicht lange vorne bleiben.
Der Preis ist nun doch unerwartet niedriger. Liegt warscheinlich an der Leistung und Effizienz.
Der 7950X kann zwar gegenüber dem 12900K mit mehr Leitung punkten, aber das geht dann auch zulasten eines höheren Stromverbrauches. Nur der 5800X3D ist immer noch Sieger (Gaming), wenn es sich um Leistung + Effizienz dreht.
Ich wundere mich eher darüber, dass der 5800X3D überhaupt auftaucht. Ist ja nicht so, als wäre Intel in irgend einer Weise dazu verpflichtet.
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