Intel Raptor Lake: Non-K-CPUs lassen sich nicht mehr per BCLK übertakten
Auf manchen Mainboards konnten Alder-Lake-Prozessoren noch per BCLK übertaktet werden, bei Raptor Lake ist das hingegen nicht mehr möglich. Wenn Intel kein Fehler passiert, dann dürfte das vermutlich auch so bleiben.
Seitdem Intel vor zwölf Jahren die ersten Sandy-Bridge-Prozessoren auf den Markt gebracht hat, geht das Unternehmen mit dem Thema Übertakten immer identisch um. Modelle mit K-Suffix haben einen freien Multiplikator und können übertaktet werden, wohingegen das bei CPUs ohne das entsprechende Suffix nicht möglich ist. Über den Basistakt des Systems, den BCLK, gab es aber meist doch einen Umweg, um zumindest ein kleines bisschen zusätzliche Leistung aus den Non-K-Modellen herauszuholen.
Kein BCLK-OC für Raptor Lake
Schon bei den Alder-Lake-Prozessoren wollte Intel das BCLK-Overclocking eigentlich verhindern, das Unternehmen veröffentlichte aber versehentlich den für die Funktion notwendigen Microcode. Einige Mainboard-Hersteller implementierten diesen in die eigenen UEFIs, und so konnten doch wieder Non-K-Prozessoren übertaktet werden. Bei der aktuellen Raptor-Lake-Generation (Intel Core 13000) ist damit aber offenbar Schluss.
Obwohl Raptor Lake auf denselben Mainboards betrieben werden kann, funktioniert eine Anpassung des BCLK hier nicht mehr. Laut einem Bericht von Tom's Hardware wird die entsprechende Funktion im UEFI einfach ausgeblendet, sobald ein Core-13000-Prozessor installiert wird. Mit der Vorgängergeneration kann der Takt hingegen weiterhin angepasst werden.
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Hintergrund dürfte sein, dass Intel dieses Mal nicht versehentlich den entsprechenden Code veröffentlicht laut. Die Mainboard-Hersteller haben damit zumindest vorerst keine Möglichkeit, auch auf Non-K-Prozessoren eine Übertaktung anzubieten. In den letzten Jahren gelang es aber immer wieder, derartige Funktionen doch noch nachzuliefern. Womöglich wird das also auch bei Raptor Lake noch der Fall sein. Bis dahin kann man immerhin noch die maximale Boost-Zeit im UEFI erhöhen - oder sich eine K-CPU kaufen und per Multiplikator übertakten.
Quelle: Tom's Hardware via Videocardz

Das mit Software zu ändern ging zumindest bei meinem ASRock Z270 nicht, da die Software hier den BCLK nicht verändern kann / lässt. Ich weiß aber auch nicht ob das nur über die IME blockiert ist, und nicht auch noch anders geprüft wird.
Ich wollte mal am ASUS Z170 probieren ob ich da mit einer non K irgendwelche Möglichkeiten habe da zu übertakten (außer ein altes Skylake non bios), mit der K kann ich da nichts testen, die kann eh BCLK overclockd werden.
Wenn dann müsste man das nachträglich via Software-Tool ändern. Da bin ich aber tatsächlich kein Fachmann für. CPU-OC machen [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] oder [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen], ich habe mit dem physischen Teil und der Firmware von Mainboards genug zu tun. Und da gilt: Der Killswitch in der IME, wie man ihn z.B. mit CoffeeTime aktivieren kann, führt nur dazu, dass sich diese nach Übergabe an das Betriebssystem deaktiviert. Wie vollständig ist z.T. sogar umstritten, aber die Hardware-Überprüfung wurde schon lange vorher mal durchgeführt. Bis dahin muss man auf alle Fälle unter 103 MHz bleiben. Nur ob später vielleicht mehr gehen könnte oder ob ein permanenter Watchdog im Hintergrund aktiv bleibt, dass weiß ich nicht.
Schade, dass es bis auf weiterem niemanden gelungen ist, die neueren, x86-basierten IME-Versionen (ab Skylake) komplett zu ersetzen/den Initialisierungscode zu knacken.
Das erste skylake non K oc Board war das supermicro H170 Board mit externem clock gen (da H Board).
Deswegen alle CPUs haben getrennte Takte, aber bei non K wird es mittels Microcode / ME blockiert den zu weit zu erhöhen (bclk governor, der Teil der bei skylake bclk oc deaktiviert wird (und andere Teile auch, da die alle in der gleichen Einheit sind, daher auch die Nachteile bei dem non K skylake oc))
Ich habe schon mal ein bios mit deaktivierter ME (mit Coffeetime deaktiviert) versucht, aber normales BCLK oc (also im bios erhöhen) hat damit zumindest nicht funktioniert (i5 7500 auf z270 gaming k4). Und mein Asrock Motherboard bietet auch keine Möglichkeit mit niedrigen bclk zu booten und den dann zu erhöhen, wie es andere Boards auch teilweise als bios Einstellung haben.
Bezüglich nachträglichen Übertaktens: Die IME müsste so etwas permanent überprüfen. Ich kenne aber niemanden, der es schon einmal mit deaktivierter IME versucht hat. Im Gegensatz zur landläufigen Meinung schalten entsprechende UEFI-Switches die Managament Engine zwar nicht komplett ab, da sie für die CPU-Initiatlisierung unerlässlich ist, sie soll sich aber nach erfolgtem Systemstart komplett verabschieden. Der Logik nach könnte sie dann auch keine Abschaltbefehle wegen unpassendem BCLK mehr umsetzen.